Studieren ohne Abi Der Meister muss nicht alles sein
Die Länder öffnen ihre Hochschulen weiter für Studenten ohne Abitur. Bis 2010 wollen sie gemeinsame Regeln für einen breiteren Hochschulzugang erarbeiten
Eigentlich war Martin Heinrich mit sich und seinem Leben ganz zufrieden. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker legte er die Meisterprüfung ab und arbeitete drei Jahre in einem Ingolstädter Autohaus. Das Gehalt war gut, der Job sicher. Was konnte er mehr wollen? Studieren, entschied der heute 27-Jährige. "Der Meister kann doch nicht alles gewesen sein", dachte er sich und bewarb sich an der Fachhochschule Ingolstadt. Weil Heinrich zu den besten 20 Prozent seines Meisterjahrgangs gehörte, bekam er sofort einen Studienplatz im Bachelor-Studiengang Fahrzeugtechnik - fachlich nahe an seiner Ausbildung.
Zum kommenden Wintersemester wird es für Meister und Gesellen noch einfacher, in Bayern zu studieren. Meister dürfen dann alle Fächer an Universitäten studieren, Gesellen mit dreijähriger Berufserfahrung erhalten einen fachgebundenen FH-Zugang. Bis 2010 wollen alle Bundesländer Regelungen für den breiteren Hochschulzugang für Meister, Gesellen und Absolventen mit vergleichbaren Abschlüssen erarbeiten. Darauf einigten sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel im Oktober letzten Jahres. Die Meisterprüfung soll für mehr junge Leute ein Etappenziel, nicht aber die Endstation der beruflichen Laufbahn sein.
Auch Richard Draga reichte der Meister nicht. Anders als Heinrich ist Draga nicht mehr in den Zwanzigern, sondern schon Mitte 40. Er studiert an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Handwerksmanagement, 2010 will er sein Studium abschließen. "Ich möchte ein Stückchen aufsteigen", sagt der gelernte Elektrotechniker. Seit einigen Jahren arbeitet er als stellvertretender Leiter eines Bildungszentrums der Handwerkskammer Köln. "Mein Ziel ist, einmal die Leitung zu übernehmen. Dafür brauche ich Betriebswirtschaftskenntnisse."
Bisher sind Heinrich und Draga aber noch Ausnahmen. Baden-Württemberg, wo Meister seit dem Wintersemester 2006/2007 mit vier Jahren Berufserfahrung zu fachverwandten Studiengängen zugelassen werden, hat bisher knapp 470 Studienberechtigungen für diese Gruppe erteilt. In Nordrhein-Westfalen ergab eine Umfrage des Innovationsministeriums unter den Hochschulen, dass die Zahl der Studienanfänger mit Meisterzeugnis meist im ein- oder zweistelligen Bereich liegt.
An der FH Ingolstadt, wo Heinrich studiert, waren es zum vergangenen Wintersemester gerade einmal fünf Meister, die das Studium aufnahmen – bei insgesamt 2500 Studenten. "Das kann man bisher an einer Hand abzählen. Den großen Run erwarten wir nicht", sagt FH-Präsident Gunter Schweiger. Zum Vergleich: 2008 fanden in Bayern knapp 4600 Meisterprüfungen und 22.000 Gesellenprüfungen statt. Nur ein kleiner Teil der Absolventen geht bislang den Weg an die Hochschulen.
Bis 2012 soll der Anteil der studierenden Meister und Gesellen an deutschen Hochschulen deutlich größer sein. Bund und Länder einigten sich dafür auf ein sogenanntes Aufstiegspaket. Das Ziel ist laut Kultusministerkonferenz (KMK), vergleichbare Anforderungen zu vereinbaren, sodass ein Kandidat wie Martin Heinrich in Zukunft auch in jedem anderen Bundesland ein Studium aufnehmen könnte. Bislang variieren die Erwartungen an die Studienkandidaten von Land zu Land noch stark.
- Datum 31.03.2009 - 09:35 Uhr
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ich bin der trottel der abi macht um dann festzustellen das (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen dieser Art. Die Redaktion/jk)aus ghana, bosnien und co. an meiner uni jemandem einen studienplatz wegnehmen darf der keinen deutschen satz bilden kann und noch weniger von goethe versteht. aber mich mit dem dreck 8 jahre lang quaelen. super! danke brd. die studiengebuehren sind wohl wohl damit zu verstehen das man irgendwelche religioesen fanatiker an deutschen unis studieren laesst damit diese dann spaeter ruhig brav ins sozialsystem einzahlen, oder was?
wieso lassen wir nicht direkt jeden ueberall alles studieren!?
ja besonders maschinenbau? aber nein, da muesste man doch vom diskriminierendem schulsystem abstand nehmen! oh, ja. das waere fuer diese kastengesellschaft bestimmt nicht gut!
am besten alle auf kredit studieren lassen, und wenn es keiner abbezahlen kann, dann kommt der dumme steuerzahler dafuer auf.
(Anmerkung: Bitte tragen Sie zu einem sachbezogenen Diskussionsklima bei und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
An einer bundesdeutschen Hochschule darf nur studieren, wer ein (deutsches) Abitur oder einen vergleichbaren Abschluß hat. Für viele nicht EU-Ausländer bedeutet das, dass unabhängig von ihren Kenntnissen zumindest ein Vorbereitungsjahr an einem Studienkolleg in Deutschland erforderlich ist.
Ein Studium in Deutschland ohne Abitur ( oder Fachabitur) ist in Fällen nicht anzuraten. Das liegt nicht daran, dass Meister bzw. andere Personen ohne Abitur zum Studium zu dumm wären, es liegt einfach daran, dass sie über das erforderliche Wissen nicht verfügen. Nun kann und sollte man nicht fordern, dass deshalb alle ein Abitur nachmachen müssen. Aus meiner Sicht würde es genügen ein Vorbereitungjahr zum Erlernen der notwendigen Vorkenntnisse dem Studium vorangehen zu lassen. Vieles andere Wissen, insbesondere das fachspezifische, wurde dagegen ja schon in der beruflichen Ausbildung erlernt.
Hier könnten z.B. die Studienkollegs hervoragende Arbeit leisten.
An einer bundesdeutschen Hochschule darf nur studieren, wer ein (deutsches) Abitur oder einen vergleichbaren Abschluß hat. Für viele nicht EU-Ausländer bedeutet das, dass unabhängig von ihren Kenntnissen zumindest ein Vorbereitungsjahr an einem Studienkolleg in Deutschland erforderlich ist.
Ein Studium in Deutschland ohne Abitur ( oder Fachabitur) ist in Fällen nicht anzuraten. Das liegt nicht daran, dass Meister bzw. andere Personen ohne Abitur zum Studium zu dumm wären, es liegt einfach daran, dass sie über das erforderliche Wissen nicht verfügen. Nun kann und sollte man nicht fordern, dass deshalb alle ein Abitur nachmachen müssen. Aus meiner Sicht würde es genügen ein Vorbereitungjahr zum Erlernen der notwendigen Vorkenntnisse dem Studium vorangehen zu lassen. Vieles andere Wissen, insbesondere das fachspezifische, wurde dagegen ja schon in der beruflichen Ausbildung erlernt.
Hier könnten z.B. die Studienkollegs hervoragende Arbeit leisten.
dann sollte man doch dafuer sorgen das alle kinder in der schule das gleiche lehrmaterial bekommen, das selbe lernen koennen. wird bestimmt nicht teuer, bestimmt nicht teurer als es den BANKEN zu geben. aber das darf man ja nicht in dieser doch so freien gesellschaft wo jedem ueberall alle tueren offen stehen! nicht!
hoffentlich fressen die chinesen die deutsche wirtschaft auf...und die das deutsche volk ist wieder am boden wie 45!
An einer bundesdeutschen Hochschule darf nur studieren, wer ein (deutsches) Abitur oder einen vergleichbaren Abschluß hat. Für viele nicht EU-Ausländer bedeutet das, dass unabhängig von ihren Kenntnissen zumindest ein Vorbereitungsjahr an einem Studienkolleg in Deutschland erforderlich ist.
Ein Studium in Deutschland ohne Abitur ( oder Fachabitur) ist in Fällen nicht anzuraten. Das liegt nicht daran, dass Meister bzw. andere Personen ohne Abitur zum Studium zu dumm wären, es liegt einfach daran, dass sie über das erforderliche Wissen nicht verfügen. Nun kann und sollte man nicht fordern, dass deshalb alle ein Abitur nachmachen müssen. Aus meiner Sicht würde es genügen ein Vorbereitungjahr zum Erlernen der notwendigen Vorkenntnisse dem Studium vorangehen zu lassen. Vieles andere Wissen, insbesondere das fachspezifische, wurde dagegen ja schon in der beruflichen Ausbildung erlernt.
Hier könnten z.B. die Studienkollegs hervoragende Arbeit leisten.
Offenbar habe ich den Ausstieg aus der Hochschullehrerszene gerade noch rechtzeitig geschafft, bevor Deutschlands geistige Zukunft sich von mir Punkt-vor-Strich beibringen lassen ließ...
Verbesserung des 2. Bildungswegs und Intensivierung der Förderung von Abendabitur etc. - JA.
"Doktor für jedermann" anstelle von fundierter Bildung - NEIN!
"Doktor für jedermann anstelle von fundierter Bildung - NEIN!"
... ist nichts hinzuzufügen.
Gleiche Chancen für alle: Jederzeit. Gleiche Ergebnisse: Niemals.
Nicht jeder, der gern ein Staatsexamen hätte, hat auch per se einen Anspruch darauf.
"Doktor für jedermann anstelle von fundierter Bildung - NEIN!"
... ist nichts hinzuzufügen.
Gleiche Chancen für alle: Jederzeit. Gleiche Ergebnisse: Niemals.
Nicht jeder, der gern ein Staatsexamen hätte, hat auch per se einen Anspruch darauf.
"Doktor für jedermann anstelle von fundierter Bildung - NEIN!"
... ist nichts hinzuzufügen.
Gleiche Chancen für alle: Jederzeit. Gleiche Ergebnisse: Niemals.
Nicht jeder, der gern ein Staatsexamen hätte, hat auch per se einen Anspruch darauf.
Kann mich hier vollkommen anschließen. Das Abitur wird durch diese Maßnahme enorm an Ansehen und Wert verlieren und deutsche Abitur-Abgänger, die gerne im Ausland studieren möchten, werden abgelehnt, weil das Abitur nicht mehr die alleinige Hochschulzugangsberechtigung in dem Herkunftsland stellen wird.
Muss das sein? Ich denke nicht.
Diese Maßnahme ist wieder ein gelungenes Beispiel dafür, wie unkreativ und undurchdacht deutsche Politik gemacht wird. Der Fachkräftemangel ist Realität, aber dass der Hochschulzugang für alle diesen Fachkräftemangel ausgleicht, ist illusorisch. So einen Vorschlag hätte ich eher von der Grünen Jugend erwartet, die ja auch die Schulnoten abschaffen wollte, aber nicht von der aktuellen Regierung. Absurd.
Kann mich hier vollkommen anschließen. Das Abitur wird durch diese Maßnahme enorm an Ansehen und Wert verlieren und deutsche Abitur-Abgänger, die gerne im Ausland studieren möchten, werden abgelehnt, weil das Abitur nicht mehr die alleinige Hochschulzugangsberechtigung in dem Herkunftsland stellen wird.
Muss das sein? Ich denke nicht.
Diese Maßnahme ist wieder ein gelungenes Beispiel dafür, wie unkreativ und undurchdacht deutsche Politik gemacht wird. Der Fachkräftemangel ist Realität, aber dass der Hochschulzugang für alle diesen Fachkräftemangel ausgleicht, ist illusorisch. So einen Vorschlag hätte ich eher von der Grünen Jugend erwartet, die ja auch die Schulnoten abschaffen wollte, aber nicht von der aktuellen Regierung. Absurd.
Ich empfinde diese Pauschalisierungen als ungerecht und ungerechtfertigt. Ich studiere selbst mit der allgemeinen Fachhochschulreife an der Universität und stehe meinen Kommilitonen in meinem Studiengang in kaum einer Weise nach. In meinem Hauptfach (Anglistik) gibt es zudem viele Studenten die wesentlich schlechter sind als dass ich es bin.
Statt Ausschluss wäre ich für eine Aufnahmeprüfungen für Leute ohne Abitur die ein Studium anstreben. Es sollte nicht sein, dass Personen, die für ein Studium geeignet sind aber aufgrund von Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen haben (nicht auf dem Gymnasium gewesen), vor verschlossenen Türen stehen gelassen werden. Nicht nur das Abitur ist der Beweis dafür, dass man Wissen, Kenntnis und - am wichtigsten - Motivation und Lernbereitschaft mit sich bringt!
1. Was braucht es für einen technischen Studiengang auf Universitätsstufe? Ein wenig Mathematik hier und ein wenig Physik da.
2. Was ist das Ziel des Abis? Zu testen ob ein Mensch die Fähigkeiten hat ein Hochschulstudium in Angriff zu nehmen.
3. Soll es auch ohne Abi gehen? Nein - weil was ist sonst der Sinn am Abi.
Wenn jemand studieren will, soll er das Abi machen. Falls das heutige Abi *nicht nötig* ist, sollte das es angepasst werden. Schliesslich machen 99.99% *das Abi* nur um nachher studieren zu können. Ansonsten ist es für alle unfair, welche sich durch das Abi quälen - und nachher nur ein wenig Mathe und ein wenig Physik für das Studium brauchen.
Ingenieur:
Purisitsch kann man sagen: Eine IQ Schwelle von 130 + Grundlagen Kurs Mathe und Co. in einem Jahr reichen für die meisten 14 Jährigen um mit 15 jahren das Studium zu beginnen und zu bestehen. Sinnvoll? Mitnichten...
1. Was braucht es für einen technischen Studiengang auf Universitätsstufe? Ein wenig Mathematik hier und ein wenig Physik da.
2. Was ist das Ziel des Abis? Zu testen ob ein Mensch die Fähigkeiten hat ein Hochschulstudium in Angriff zu nehmen.
3. Soll es auch ohne Abi gehen? Nein - weil was ist sonst der Sinn am Abi.
Wenn jemand studieren will, soll er das Abi machen. Falls das heutige Abi *nicht nötig* ist, sollte das es angepasst werden. Schliesslich machen 99.99% *das Abi* nur um nachher studieren zu können. Ansonsten ist es für alle unfair, welche sich durch das Abi quälen - und nachher nur ein wenig Mathe und ein wenig Physik für das Studium brauchen.
Ingenieur:
Purisitsch kann man sagen: Eine IQ Schwelle von 130 + Grundlagen Kurs Mathe und Co. in einem Jahr reichen für die meisten 14 Jährigen um mit 15 jahren das Studium zu beginnen und zu bestehen. Sinnvoll? Mitnichten...
Kann mich hier vollkommen anschließen. Das Abitur wird durch diese Maßnahme enorm an Ansehen und Wert verlieren und deutsche Abitur-Abgänger, die gerne im Ausland studieren möchten, werden abgelehnt, weil das Abitur nicht mehr die alleinige Hochschulzugangsberechtigung in dem Herkunftsland stellen wird.
Muss das sein? Ich denke nicht.
Diese Maßnahme ist wieder ein gelungenes Beispiel dafür, wie unkreativ und undurchdacht deutsche Politik gemacht wird. Der Fachkräftemangel ist Realität, aber dass der Hochschulzugang für alle diesen Fachkräftemangel ausgleicht, ist illusorisch. So einen Vorschlag hätte ich eher von der Grünen Jugend erwartet, die ja auch die Schulnoten abschaffen wollte, aber nicht von der aktuellen Regierung. Absurd.
Ein Meister geht also auf eine Universität um einen Bachelor (Geselle) zu machen. Wenn er gut ist und viel Geld zusammengspaart hat, kann er später auf seinen Meister einen Master (Meister) in dem Fach draufsetzen, welches starken Bezug zu seinem bereits erlernten Beruf hat.
Klasse! Damit beseitigen wir den Fachkräftemangel!
Es muß jedem klar sein, daß mit dem Bachelor/ Mastersystem an den deutschen Universitäten nicht nur Zustände wie vor 1900 herrschen werden. Dieses System wird dafür sorgen, daß das Abitur langfristig obsolet wird. Ebenso wird das berufliche Lehrsystem abgeschafft. An den Universitäten (jetzt university) mit einem Rektor (heute Präsidenten) wird also Berufsausbildung betrieben.
Wers nicht glaubt: Bachelor of nursing (Krankenschwester), Bachelor of Hebamme, Master of Tea (? wirklich !) usw.
Es findet bei diesen Berufen keine Akademisierung statt, sondern eine Entakademisierung der Universitäten!
Daß die Menschen mit "Abschlüssen" die nichts über die Qualifikation aussagen (aber dafür internat. vergleichbar sind), später mehr verdienen und/ oder einen Aufstieg erleben ist nicht gesagt. Zum einen sinds ja keine Akademiker (BA), zum anderen ist es auch nicht sehr plausibel warum ein Geselle der Uni im gleichen Fach mehr verdienen sollte, als ein Geselle aus der beruflichen Ausbildung. Im Zweifel verdient ein Vollstudent mit vorheriger Berufsausbildung gleichviel oder weniger, weil ihm mehrere Jahre praktische Tätigkeit verloren gegangen sind.
Nein - dieses bereits gescheiterte BA/ MA- System ist nur sinnvoll, wenn billige Arbeiter hervorgebracht werden, welche statt einer adäquaten Ausbildung einen wertlosen Pseudotitel bekommen und die wirklich qualifizierende Ausbildung (Diplom, heute fast der Master) selbst bezahlen.
Warum geht der KfZ- Meister überhaupt an die Uni? Die Kammern wollen doch einen "bachelor practice" für Meister einführen?
Achso - akkreditiert sind die "Studiengänge" natürlich, aber wer sich die Richtlinien durchliest, der weiß, daß auch der Maurerberuf modularisierbar ist: BA of wall, Bachelor of murus.......
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