Holocaust-Leugner Kardinal Lehmann für Williamsons Exkommunikation
Dass eine Exkommunikation wieder in Kraft tritt, sei kirchenrechtlich durchaus möglich, sagt Kardinal Lehmann. Er empfindet die jüngsten Äußerungen Williamsons als Zumutung
"Ich bin entsetzt, dass er heute sagt, er muss jetzt erst studieren und das wird Zeit brauchen", sagt Lehmann in der Aufzeichnung der ARD-Talksendung Beckmann , die am Montagabend ausgestrahlt werden sollte; zu Gast war auch Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Über Williamson, der im Spiegel -Interview erklärt hat, er wolle die historischen Fakten des Holocausts vor einem vom Papst geforderten Widerruf noch einmal prüfen, sagte Lehmann weiter: "Das ist eigentlich wirklich unsäglich, das kann nicht so stehen bleiben. Dann muss gesagt werden: Wenn er dabei bleibt, tritt die Exkommunikation wieder in Kraft. Das ist kirchenrechtlich möglich."
Lehmann hat im Falle der Aufhebung der Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen «nie einen Zweifel an den lautersten Absichten» des Papstes, "auch nie an seiner Stellung zum Antisemitismus". Allerdings könne er nicht verstehen, "dass man nicht messerscharf die Bedingungen formuliert und auch veröffentlicht hat, unter denen dann eine Aufhebung der Exkommunikation stattfinden kann".
Der Papst sei "ein genialer Theologe", sagte der Mainzer Bischof weiter, allerdings: "Wir alle brauchen in unseren Entscheidungen gute Ratschläge und Berater. Dass in der inneren und äußeren Kommunikation des Vatikans etwas grundlegend verbessert werden muss, das pfeifen doch die Spatzen von den Dächern."
Knobloch sagte, sie sei "sehr froh darüber, dass sich meisten deutschen Bischöfe und Kardinäle ganz eindeutig auf die Seite geschlagen haben, auf die man sich zu schlagen hat in dieser Situation". Zurückhaltend urteilte Knobloch über Papst Benedikt XVI. "Ich habe das Gefühl, er hat den Kontakt zu den Menschen als solches verloren." Sein Vorgänger Johannes Paul II. sei sehr beliebt gewesen. "Inwieweit dessen Beliebtheit auf den jetzigen Papst übergegangen ist, möchte ich bezweifeln."
- Datum 09.02.2009 - 19:51 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 7
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Wen interessiert es eigentlich, was irgendein Spinner in Argentinien zu den Gaskammern von Auschwitz sagt? Sprengt der sich morgen in einer Synagoge in die Luft?
Es gibt viel gravierendere Fälle von Judenhass. Hier, in Deutschland. Warum schweigt Merkel dazu?
Um auf Ihre Frage zu antworten: Weil es hier um geistige Brandtäterschaf geht, uUnd dies aus einer Reihe, der sich die Regierungschefin und ihre Partei irgendwie halt auch verpflichtet fühlt, dem (katholischen) Christentum. Im Gegesatz dazu sind neonazistische Denker ja quasi geächtet.
Andererseits: Warum fragt keiner, warum M. Luther, angesichts seiner antisemitischen Schrifte noch in der protestantischen Kirche sein darf?!?
Die Bibel hätte nach ihm auch ein anderer übersetzt, und auch die Abspaltung von der katholischen Kirche hätte dann später halt ein anderer vorgenomen. Sein Antisemitismus war jedenfalls nicht von Pappe, wohl nicht schwächer als der von Altbischoff Willemson.
Um auf Ihre Frage zu antworten: Weil es hier um geistige Brandtäterschaf geht, uUnd dies aus einer Reihe, der sich die Regierungschefin und ihre Partei irgendwie halt auch verpflichtet fühlt, dem (katholischen) Christentum. Im Gegesatz dazu sind neonazistische Denker ja quasi geächtet.
Andererseits: Warum fragt keiner, warum M. Luther, angesichts seiner antisemitischen Schrifte noch in der protestantischen Kirche sein darf?!?
Die Bibel hätte nach ihm auch ein anderer übersetzt, und auch die Abspaltung von der katholischen Kirche hätte dann später halt ein anderer vorgenomen. Sein Antisemitismus war jedenfalls nicht von Pappe, wohl nicht schwächer als der von Altbischoff Willemson.
Um auf Ihre Frage zu antworten: Weil es hier um geistige Brandtäterschaf geht, uUnd dies aus einer Reihe, der sich die Regierungschefin und ihre Partei irgendwie halt auch verpflichtet fühlt, dem (katholischen) Christentum. Im Gegesatz dazu sind neonazistische Denker ja quasi geächtet.
Andererseits: Warum fragt keiner, warum M. Luther, angesichts seiner antisemitischen Schrifte noch in der protestantischen Kirche sein darf?!?
Die Bibel hätte nach ihm auch ein anderer übersetzt, und auch die Abspaltung von der katholischen Kirche hätte dann später halt ein anderer vorgenomen. Sein Antisemitismus war jedenfalls nicht von Pappe, wohl nicht schwächer als der von Altbischoff Willemson.
Der Dialog zwischen Kardinal und Frau Knobloch war eindeutig an der Sache orientiert.
Die Offenheit des Kardinals war ebenso beeindruckend wie die Gesprächsbereitschaft von Frau Knobloch. Immerhin darf man das als ein Zeichen dafür werten, dass zwischen zwei Persönlichkeiten des deutschen Katholizismus und des deutschen Judentums Einigkeit darüber besteht, dass die unsäglichen Attacken des Herrn Williamson eine Wiederaufnahme in die katholische Kirche letztlich verbieten.
Was offen blieb...das war eigentlich die Frage, was wusste der Papst über die Äusserungen des Herrn Williamson...und wenn er nichts wusste, auf welcher Grundlage die Entscheidung basierte, diese obskure Figur wieder in die Kirche aufzunehmen?
Unabhängig von dieser auf beachtlichem Niveau geführten TV-Diskussion kann man aber wohl festhalten, das praktische Umgehen mit dieser Situation seitens der zuständigen Personen im Vatikan war mehr als lächerlich...es war sogar unwürdig.
Es bleibt festzustellen: Diejenigen, die im Vatikan für Kommunikation verantwortlich sind, haben hoffnungslos versagt. Sie sollten ihre Altersbezüge geniessen dürfen.
weshalb Juden, die am Schabbat Gott dafür danken, nicht als 'Goi' (Nicht-Jude) oder Frau geboren worden zu sein, in den Synagogen der Einheitsgemeinden beten dürfen. Auch von Baruch Goldstein hat sich Frau Knobloch bekanntermaßen nie eindeutig distanziert.
Na, haben Sie's? Hier geht es nicht darum, Aufklärung in die Religion als solches zu peitschen - dann würden all diese Kampagnen sich sowieso erstmal mit dem Islam beschäftigen - sondern um eine Front gegen die Katholische Kirche. Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus.
weshalb Juden, die am Schabbat Gott dafür danken, nicht als 'Goi' (Nicht-Jude) oder Frau geboren worden zu sein, in den Synagogen der Einheitsgemeinden beten dürfen. Auch von Baruch Goldstein hat sich Frau Knobloch bekanntermaßen nie eindeutig distanziert.
Na, haben Sie's? Hier geht es nicht darum, Aufklärung in die Religion als solches zu peitschen - dann würden all diese Kampagnen sich sowieso erstmal mit dem Islam beschäftigen - sondern um eine Front gegen die Katholische Kirche. Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus.
weshalb Juden, die am Schabbat Gott dafür danken, nicht als 'Goi' (Nicht-Jude) oder Frau geboren worden zu sein, in den Synagogen der Einheitsgemeinden beten dürfen. Auch von Baruch Goldstein hat sich Frau Knobloch bekanntermaßen nie eindeutig distanziert.
Na, haben Sie's? Hier geht es nicht darum, Aufklärung in die Religion als solches zu peitschen - dann würden all diese Kampagnen sich sowieso erstmal mit dem Islam beschäftigen - sondern um eine Front gegen die Katholische Kirche. Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus.
Zitat aus Ihrem Kommentar:
"Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus."
1. Womit begründen Sie das "rassistische Gschmäckle", das Sie aus der deutschen Herkunft des Papstes entdeckten?
2. Erwarten Sie von Frau Knobloch, dass sie, weil von gläubigen Christen halbwegs heil durch den Krieg gebracht, sie solle aus Dankbarkeit darüber ihre berechtigten Fragen nicht stellen?
3. Definieren Sie bitte, was für Sie ein "deutscher Durchschnittsjude" ist.
4. Woher kommt der "heutige Judenhass" ...und was hat das mit dem, auch von Kardinal Lehmann zugestandenen vatikanischen Pannen in der Causa Piusbruderschaft zu tun?
Ihre Antworten interessieren sicher nicht nur mich. Danke vorab.
Zitat aus Ihrem Kommentar:
"Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus."
1. Womit begründen Sie das "rassistische Gschmäckle", das Sie aus der deutschen Herkunft des Papstes entdeckten?
2. Erwarten Sie von Frau Knobloch, dass sie, weil von gläubigen Christen halbwegs heil durch den Krieg gebracht, sie solle aus Dankbarkeit darüber ihre berechtigten Fragen nicht stellen?
3. Definieren Sie bitte, was für Sie ein "deutscher Durchschnittsjude" ist.
4. Woher kommt der "heutige Judenhass" ...und was hat das mit dem, auch von Kardinal Lehmann zugestandenen vatikanischen Pannen in der Causa Piusbruderschaft zu tun?
Ihre Antworten interessieren sicher nicht nur mich. Danke vorab.
Danke für diesen Kommentar, dem ich persönlich nichts hinzufügen möchte, insofern schließe ich mich, wenn es ihnen nichts ausmacht, ihren Worten an.
Herzlichst
Auf ein Wort
könnten hier, bei Benedikt, von Bedeutung sein. Er lebt halt schon sehr lange in dieser doch etwas isolierten Kirchen- und Theologen-Welt und ist vielleicht auch nicht mehr so gewandt, wie es manchmal hilfreich wäre. Er hätte doch wenigstens in den letzten Tagen die dezidierten Beitrittsbedingungen nachschieben müssen und dem Zweifler eine klare Frist setzen sollen. Aber gut - in diesem Alter ist das halt auch etwas (zu)viel verlangt, kann ich mir vorstellen. Erstaunlich ja sicher ohnehin, was er alles noch leistet und kann. Auch hier sehe ich ein prinzipielles Problem bei dieser Kirche. Eine mehr kollektive Führung und ein Ausscheiden auch schon vor dem natürlichen Tod - das ist doch wohl heute angemessen.
Man stelle sich mal vor, ein ganz junger Papst erlitte, wie diese noch 17 Jahre am Leben erhaltene Italienerin einen schweren Unfall und würde die katholische Kirche diese Zeit aus dem Koma heraus führen: Welch eine tiefgeistige, ja quasi himmlische Führung wäre das dann...!
Zitat aus Ihrem Kommentar:
"Dass der Papst aus Deutschland stammt, trägt auch dazu bei; die ganze Angelegenheit hat also auch ein rassistisches Geschmäckle.
Warum Frau Knobloch, die während der NS-Zeit von gläubigen Christen versteckt und damit vor dem sicheren Tod bewahrt wurde, sich hier hervortut, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig ist das nicht, es scheint vielmehr, als würde sie ihre anti-deutschen Neurosen abarbeiten wollen. Den deutschen 'Durchschnittsjuden' interessiert das alles gar nicht. Der heutige Judenhass kommt bekanntermaßen nicht aus den katholischen Millieus."
1. Womit begründen Sie das "rassistische Gschmäckle", das Sie aus der deutschen Herkunft des Papstes entdeckten?
2. Erwarten Sie von Frau Knobloch, dass sie, weil von gläubigen Christen halbwegs heil durch den Krieg gebracht, sie solle aus Dankbarkeit darüber ihre berechtigten Fragen nicht stellen?
3. Definieren Sie bitte, was für Sie ein "deutscher Durchschnittsjude" ist.
4. Woher kommt der "heutige Judenhass" ...und was hat das mit dem, auch von Kardinal Lehmann zugestandenen vatikanischen Pannen in der Causa Piusbruderschaft zu tun?
Ihre Antworten interessieren sicher nicht nur mich. Danke vorab.
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