Internationaler Strafgerichtshof "Lubanga ist Gott für diese Kinder"
Ex-Milizenchef Lubanga ist in Den Haag angeklagt, im Kongo Kinder zu Mördern gemacht zu haben. Doch gleich der erste Zeuge der Anklage widerrief seine Aussage

© Jose Cendon/AFP/Getty Images
Ein Lager für ehemalige Kindersoldaten in Rutshuru, in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu: Laut UN wurden in den beiden Kriegen im Kongo mehr als 30.000 Kinder rekrutiert
Er lief zu Fuß von der Schule nach Hause, mit seinen Freunden. Er muss zehn gewesen sein, vielleicht elf. "Es waren Soldaten von Thomas Lubanga. Sie trugen Camouflage-Uniformen, Plastikstiefel, Berets und Waffen", antwortet der Junge auf die Frage, wer ihn zu dem Trainingslager brachte. Der Junge war mal ein Kindersoldat.
Diese Szene lief vergangene Woche in Den Haag, im Saal 1 des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) ab. Und es war wohl genau das, was viele Beobachter nach der Eröffnungsrede von Chefankläger Luis Moreno-Ocampo erwartet hatten. "Hunderte von Kindern können nicht vergessen, dass sie töteten, dass sie vergewaltigten und dass sie vergewaltigt wurden." Mit diesen Worten wollte Moreno-Ocampo die Schwere des Kriegsverbrechens darstellen, für die Thomas Lubanga angeklagt ist.
Der Gründer der Partei und angegliederten Miliz UPC soll seinen Soldaten in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongos den Befehl gegeben haben, Jungen und Mädchen unter 15 Jahren zu rekrutieren und sie im Kampf einzusetzen. Genau diesen Befehl muss die Anklage in Den Haag Lubanga nachweisen.
Doch dann kam alles anders. Der verhörte Junge - Zeuge Nr. 298 - widerrief seine Aussage: "Ich will sagen, was wirklich geschah, und nicht, was bestimmte Menschen von mir hören wollen", sagte er in Swahili. Und dann auf die Nachfrage, ob er jemals in einem Trainingslager gewesen sei. "Nein."
Das war der bisherige Höhepunkt oder auch Tiefpunkt des Lubanga-Prozesses, der nun seit fast zwei Wochen läuft. Die Latte hängt hoch, ganz besonders für die Ankläger: der erste Prozess am ersten permanenten Weltstrafgerichtshof ; der erste Prozess, der nur um das Verbrechen, Kinder zu Soldaten zu machen, geht. Und dann fällt der erste der 34 Zeugen, die die Anklage aufrufen will, durch, zieht seine Aussage zurück.
- Datum 05.03.2009 - 13:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Was glauben diese Menschenrechtsschützer eigentlich? Diese Zeugen sollen vor Gericht gegen ihren ehemaligen Kriegsgott aussagen und danach wieder in das Land zurück gehen, aus dem sie gekommen sind und in dem ihnen dann vermutlich binnen Wochenfrist die Kehle durchgeschnitten wird?
Ohne internationale Zeugenschutzprogramme sind solche Prozesse gegen derartige Gangster eine Farce und ein Ärgernis für alle, die wirklich Gerechtigkeit ersehnen.
Das Grinsen auf dem feisten Gesicht des Angeklagten spricht Bände.
"Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit" - von Carla del Ponte. Amazon schreibt: "Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen »Carlita la pesta« eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging."
Ich gebe zu, ich habe es auch noch nicht gelesen, aber ich denke, wenn jemand rausfinden will WO sich im System was ändern müsste und ließe, sollte er diesen Insider-Bericht vielleicht mal lesen. Bei mir wirds wohl er die nächste Urlaubslektüre werden...
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
"Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit" - von Carla del Ponte. Amazon schreibt: "Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen »Carlita la pesta« eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging."
Ich gebe zu, ich habe es auch noch nicht gelesen, aber ich denke, wenn jemand rausfinden will WO sich im System was ändern müsste und ließe, sollte er diesen Insider-Bericht vielleicht mal lesen. Bei mir wirds wohl er die nächste Urlaubslektüre werden...
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
"Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit" - von Carla del Ponte. Amazon schreibt: "Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen »Carlita la pesta« eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging."
Ich gebe zu, ich habe es auch noch nicht gelesen, aber ich denke, wenn jemand rausfinden will WO sich im System was ändern müsste und ließe, sollte er diesen Insider-Bericht vielleicht mal lesen. Bei mir wirds wohl er die nächste Urlaubslektüre werden...
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
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