Ministerwechsel Merkel verteidigt Guttenberg
Mögen Opposition und Koalitionspartner auch spotten: Die Kanzlerin hat ihrem designierten Wirtschaftsminister ihr "volles Vertrauen" ausgesprochen
Der Koalitionspartner spottet , die Opposition tobt . Nun hat sich auch die Bundeskanzlerin, nach zwei Tagen Telefondiplomatie, öffentlich zum neuen Mitglied in ihrem Kabinett geäußert.
Merkel sicherte dem bisherigen CSU-Generalsekretär Guttenberg in Berlin ihre "volle Unterstützung" bei den schwierigen Aufgaben zu, die auf ihn in der Wirtschaftskrise zukommen werden. Mit Guttenberg werde die Bundesregierung den Kampf gegen den Abschwung unverändert fortsetzen, sagte Merkel. Er verfüge über ein großes internationales Erfahrungsspektrum, das ihm bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise helfen werde, sagte Merkel. "Ich bin davon überzeugt, dass er seine Arbeit exzellent machen wird", fügte sie hinzu.
Die Kanzlerin betonte, Guttenberg habe eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen, "in einer Zeit, in der wir den Kampf gegen die internationale Wirtschaftskrise natürlich fortführen müssen". So gelte es, die von Vorgänger Michael Glos mitgeprägten Konjunkturpakete umzusetzen. Die Kanzlerin zeigte sich zufrieden, dass nach Glos' Rücktrittsangebot vom Samstag nun bereits zu Wochenbeginn ein Nachfolger feststehe. Sie selbst habe deutlich gemacht, dass man sich angesichts der Wirtschaftskrise "keine Hängepartie" leisten könne.
Zugleich dankte Merkel dem scheidenden Wirtschaftsminister für dessen Arbeit. Glos habe "wichtige Initiativen" auf den Weg gebracht, lobte die Kanzlerin. Glos habe ein großes Herz für den Mittelstand gehabt und dies in seiner Politik deutlich gemacht, lobte Merkel. Sie wolle auch in Zukunft mit Glos im Bundestag eng zusammenarbeiten. Dennoch sei sie sich mit CSU-Chef Horst Seehofer am Sonntagabend letztlich einig gewesen, dass ein Neuanfang jetzt richtig sei, fügte Merkel hinzu.
Zuvor hatte Merkel über ihren Regierungssprecher Ulrich Wilhelm ausrichten lassen, dass sie sich am Wochenende für ein zügiges Vorgehen nach dem überraschenden Rücktrittsgesuch von Glos eingesetzt habe. Die Kanzlerin habe demnach schon am Samstag in ihren internen Gesprächen deutlich gemacht, "dass die Situation im Laufe des Sonntags geklärt" werden müsse.
Der 37-jährige Guttenberg war von CSU-Chef Horst Seehofer am Montag im Einvernehmen mit Merkel als neuer Wirtschaftsminister vorgestellt worden. Er soll bereits am morgigen Dienstag von Bundespräsident Horst Köhler ernannt werden.
- Datum 09.02.2009 - 18:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, ms
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Natürlich, bloß keine Zeit verstreichen lassen, Merkel hat also Seehofer gedrängt. möglichst schnell einen neuen Ministerkandidaten zu präsentieren. Typisch Merkel, nur keine Debatte aufkommen lassen. Warum auch? Nehmen wir doch einfah den nächstbesten. Ehne, Mehne, Muh und draus bist Du. Herzlichen Glückwunsch, Herr Guttenberg.
... den Rücktritt abgelehnt?
Was geht denn hier ab? Jetzt ist der Nachfolger der absolute Top-Mann und Herr Glos hat hervorragende Arbeit geleistet?
Was hier den Bürgern zugemutet wird ist mehr als grenzwertig.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
zu Guttenberg ist derzeit das einzige Juwel in der CSU. Als Sohn des Dirigenten Enoch gehört er zu den wenigen, die nicht krachledern primitiv und rückständig verlodet nur die erste Strophe von "Mir Samma Mir" vor sich hinzugrölen imstande sind - wie etwa noch seine einfältige Präzedentin Haderthauer oder der Huawa Ärwin.
Er ist der CSU-Antitypus und hat wirklich was drauf... und muss befürchten, dass er fürderhin für jedes Amt, dass die kapazitätenarme CSU besetzen darf, vorgeschlagen wird.
und der deutsche Obama ist da! Jung, schwarz und gebildet kommt er aus dem Nichts. Und, was für D äußerst wichtig ist, einen Namen tragend, bei dem das Bildungsbürgertum in Verzückung gerät. Wer will da noch nach Qualifikationen fragen ...? Die stecken doch da zwangsläufig drinn!
Gut, die präsidialen Kompetenzen eines Obama wird er vorerst nicht haben. Braucht er aber auch nicht. In einem Land, das sich ausschließlich als Wirtschaftsstandort definiert, ist der Wirtschaftsminister quasi Präsident. Oder besser, er kann es sein.
"Wir sind Wirtschaftspräsident!!" Mit diesen Worten wird Hr. Seehofer am Aschermittwoch in Passau vor das jubelnde Parteivolk treten. Obwohl, eigentlich war man es ja schon vorher, es hat nur keiner so richtig bemerkt.
Und deshalb: Change!!! Yes, mia san mia! Hillary Merkel - geh' weida!!
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