Wege aus der Krise Die perfekte Kreislaufwirtschaft
Ressourcen zu sparen bringt uns nicht weiter. Wir müssen lernen, intelligent mit den Rohstoffen der Erde umzugehen. So können wir die Umwelt schützen, ganz ohne Verzicht
© Worn/ Quelle: Photocase

Ein Baum im Winter. Blüht er, achtet er nicht auf Effizienz - das könnte uns zum Vorbild dienen
In nicht allzu ferner Zukunft wird es nur noch zwei Arten von Produkten geben: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch abbaubar sind, und Gebrauchsgüter, die sich endlos weiterverwenden lassen – von der Wiege bis zur Wiege (Cradle-to Cradle).
Warum sollte eine Waschmaschine aus 260 Plastikarten bestehen, wenn fünf bis sieben Sorten für ihre Herstellung ausreichen? Noch dazu, wenn sie keine giftigen Gase absondern? Die für ein Produkt verwendeten Stoffe müssten an seinem Lebensende nicht zwingend auf dem Müll landen. Alle Bauteile sollten sich entweder als Verbrauchsgüter in biologische Kreisläufe überführen oder in technischen Kreisläufen wiederverwerten lassen.
Bislang geht Recycling zwar immer mit einem gewissen Qualitätsverlust der verwendeten Rohstoffe einher, der sich aus physikalischen Gründen nicht ganz vermeiden lässt. Ziel sollte aber sein, ihn so gering wie möglich zu halten.
Das ist keine Utopie. Schon heute zersetzen sich T-Shirts, Kleider, Polsterbezüge (zum Beispiel die des Airbus), Turnschuhe, Staubsaugerbeutel, Kosmetikprodukte oder Waschmittel in der Natur zu biologisch abbaubaren Nährstoffen. So werden sie dem Naturkreislauf wieder zugeführt. Viele Produkte funktionieren bereits nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Tausende könnten es sein.
Die Idee lässt sich auch auf Gebrauchsgüter anwenden, etwa auf Fernsehgeräte, Autos oder synthetische Fasern. Sie können nach Erfüllung ihrer Funktion zu "technischen Nährstoffen" zerlegt und so zur Basis für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände werden. Im vergangenen Herbst wurden auf der "Greenbuild International Conference and Expo" in Chicago Beispiele für solche Gegenstände gezeigt. Steelcase, ein bekannter Hersteller von Büroeinrichtungen, stellte besonders viele Cradle-to-Cradle-Produkte aus.
Wenn es darum geht, die Umwelt zu schützen, setzen die politisch Verantwortlichen bisher viel zu sehr auf fragwürdigen Öko-Aktivismus. Welche Schäden das anrichten kann, zeigt das Beispiel der Biodiesel-Förderung besonders deutlich. Ein Hektar Regenwald speichert etwa 300 Tonnen Kohlenstoff, ein Hektar Palmölplantage weniger als 40 Tonnen. Der Wald nützt dem Klima weitaus mehr. Dennoch wird immer noch Regenwald gerodet, um Palmen für die Biodieselproduktion anzupflanzen. Europa ist durch die Biodiesel-Förderung zum größten Importeur für Speiseöle geworden.
Auch in anderen Bereichen greift Öko-Aktivismus um sich. So wurde der Verzicht auf Asbest in Bremsbelägen mit dem Einsatz des ebenso krebserzeugenden Antimon teuer erkauft. Ähnliche Beispiele sind gefährliche Ersatzstoffe für Blei in Elektronikteilen oder das Dosenpfand. Solche vermeintlichen Verbesserungen richten nicht nur Schaden an. Sie verhindern auch grundlegende, wirklich effektive Veränderungen.
- Datum 02.09.2009 - 14:50 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Green New Deal
- Quelle ZEIT ONLINE, 13.2.2009 - 12:06 Uhr
- Kommentare 30
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Vielleicht funktionierte sie, diese absolute Kreislaufwirtschaft. Aber sie ist fragil. Ohne harte Technik ist sie ungeschützt gegenüber Meteoritenabstürzen, gegenüber Supervulkanismus u.v.w.m.
Und, das läge mir besonders am Herzen, sie ist eine Sackgasse für das Leben auf der Erde. Denn: die Kreislaufwirtschaft ist auf Dauer gesehen keine. Das Sonnensystem wird auch einmal das Zeitliche segnen. Und das wäre mir dann doch eine paar Nummern zu heroisch, wenn das Leben auf diesem Planeten - eingeschränkt auf diesen Planeten - bis zum bitteren Ende ausharren müsste.
Am schlimmsten fände ich (aber das mögen Müsli-Männer anders sehen :-)) die Langeweile in einer solchen Kreislaufwirtschaft. Perspektiven, die mich begeistern können, sehen anders aus.
Herzlichst Crest
Sie sehen die Kreislaufwirtschaft schon wieder viel zu beengt.
Aus dem abgestürzten Meteoriten basteln Sie ein Raumschiff.
Mit diesem greifen Sie zu den Sternen.
Der "Kreis" wird immer größer.
Ganz einfach.
... die Kreislaufwirtschaft ist auf Dauer gesehen keine.
Das Sonnensystem wird auch einmal das Zeitliche segnen. Und das wäre mir dann doch eine paar Nummern zu heroisch, wenn das Leben auf diesem Planeten - eingeschränkt auf diesen Planeten - bis zum bitteren Ende ausharren müsste....
Möglicherweise ersparen Sie uns in Zukunkt solche Glanzleistungen?! Und tatsächlich: Langfristig gesehen wird diese Bitte in Erfüllung gehen. Wenn man den Zeitrahmen nur weit genug ausdehnt hat so ziemlich alles ein Ende ... Und wie war das bei der Kernenergie?? Lieber Crest, was für einen Zeitrahmen wünschen Sie sich da? Das sind wohl die Perpektiven, die Sie begeistern...
... Am schlimmsten fände ich (aber das mögen Müsli-Männer anders sehen :-)) die Langeweile in einer solchen Kreislaufwirtschaft. Perspektiven, die mich begeistern können, sehen anders aus.
1. sind wir noch sehr weit von einer solchen Kreislaufwirtschaft entfernt - wenn sie überhaupt realisierbar ist.
2. von "cradle to cradle" Prinzipien sind wirkliche Herausforderungen: produzieren ohne Verschwendung, ohne Umweltverschmutzung und ohne Dreck für die nächste Generationen zu hinterlassen. Denn auch der Autor des Artikels meint, dass bereits viele solcher Lösungen existieren, werden sie in unserem Alltag noch lange auf sich warten lassen.
Haben Sie etwa, Crest, Ihre Mülltonnen wegen gähnender Leere abschaffen können, oder produzieren Sie immer noch fleißig und akribisch Ihre jährlichen 400kg Müll?
Während in D das Bildungsbürgetum herdenweise die Automärkte heimsucht um die Segnungen der Abwrackprämie so richtig zu geniessen, denken Sie schon an das Ende des Sonnensystems. Bravo!
Eine Frage dazu: halten Sie es für möglich das es für schrottreife Sonnensysteme evtl. auch mal eine Abwrackprämie gibt? Wenn ja, von wem und in welcher Währung (interessant für Anleger??)
Werter Herr Crest.
Ich weiss nicht was ich von Ihrem letzten Absatz halten soll. Etwas schlecht wurde mir schon, als mein Bewusstsein sich vorstellte warum man beim jetzigen bleiben sollte und welche guten Argumente es dafuer gibt. Speziell wenn man auf andere Zustaende, wie in Afrika, Suedamerika und Asian achtet. Doch anyway; sind nur andere Menschen.
Zum Thema.
Es gibt Gruende warum Sie sich nicht vorstellen koennen das es harte Technik ist was man so dann tut. So wie aus den Samen eines Baumes nicht alle ein Baum werden ist es ein kreislauf. Und wenn ein Supervulkan ausbricht dann auch in Ihrer Art zu leben, und nicht nur weil man effizient ist. Und das eine die Effiziens verhindert nicht wirklich das andere. Warum sollte die effiziens den forscherdrang reduzieren und zur langeweile ihrer werden. Das erschliesst ich auch leider nicht. Und warum man einen auf nachlassen machen muss nur weil es ja eh irgendwann diesen ort nicht mehr gibt bringt mir langeweile.
Hochachtungsvoll und ein wunderbares wochenende Steve
Maximus Successus
. Er wollte nur als erster in der Kommentatorenliste stehen und hat in der schnelle irgendwas geschrieben . anders nicht zu erklären . antwort lohnt nicht
Sie sehen die Kreislaufwirtschaft schon wieder viel zu beengt.
Aus dem abgestürzten Meteoriten basteln Sie ein Raumschiff.
Mit diesem greifen Sie zu den Sternen.
Der "Kreis" wird immer größer.
Ganz einfach.
... die Kreislaufwirtschaft ist auf Dauer gesehen keine.
Das Sonnensystem wird auch einmal das Zeitliche segnen. Und das wäre mir dann doch eine paar Nummern zu heroisch, wenn das Leben auf diesem Planeten - eingeschränkt auf diesen Planeten - bis zum bitteren Ende ausharren müsste....
Möglicherweise ersparen Sie uns in Zukunkt solche Glanzleistungen?! Und tatsächlich: Langfristig gesehen wird diese Bitte in Erfüllung gehen. Wenn man den Zeitrahmen nur weit genug ausdehnt hat so ziemlich alles ein Ende ... Und wie war das bei der Kernenergie?? Lieber Crest, was für einen Zeitrahmen wünschen Sie sich da? Das sind wohl die Perpektiven, die Sie begeistern...
... Am schlimmsten fände ich (aber das mögen Müsli-Männer anders sehen :-)) die Langeweile in einer solchen Kreislaufwirtschaft. Perspektiven, die mich begeistern können, sehen anders aus.
1. sind wir noch sehr weit von einer solchen Kreislaufwirtschaft entfernt - wenn sie überhaupt realisierbar ist.
2. von "cradle to cradle" Prinzipien sind wirkliche Herausforderungen: produzieren ohne Verschwendung, ohne Umweltverschmutzung und ohne Dreck für die nächste Generationen zu hinterlassen. Denn auch der Autor des Artikels meint, dass bereits viele solcher Lösungen existieren, werden sie in unserem Alltag noch lange auf sich warten lassen.
Haben Sie etwa, Crest, Ihre Mülltonnen wegen gähnender Leere abschaffen können, oder produzieren Sie immer noch fleißig und akribisch Ihre jährlichen 400kg Müll?
Während in D das Bildungsbürgetum herdenweise die Automärkte heimsucht um die Segnungen der Abwrackprämie so richtig zu geniessen, denken Sie schon an das Ende des Sonnensystems. Bravo!
Eine Frage dazu: halten Sie es für möglich das es für schrottreife Sonnensysteme evtl. auch mal eine Abwrackprämie gibt? Wenn ja, von wem und in welcher Währung (interessant für Anleger??)
Werter Herr Crest.
Ich weiss nicht was ich von Ihrem letzten Absatz halten soll. Etwas schlecht wurde mir schon, als mein Bewusstsein sich vorstellte warum man beim jetzigen bleiben sollte und welche guten Argumente es dafuer gibt. Speziell wenn man auf andere Zustaende, wie in Afrika, Suedamerika und Asian achtet. Doch anyway; sind nur andere Menschen.
Zum Thema.
Es gibt Gruende warum Sie sich nicht vorstellen koennen das es harte Technik ist was man so dann tut. So wie aus den Samen eines Baumes nicht alle ein Baum werden ist es ein kreislauf. Und wenn ein Supervulkan ausbricht dann auch in Ihrer Art zu leben, und nicht nur weil man effizient ist. Und das eine die Effiziens verhindert nicht wirklich das andere. Warum sollte die effiziens den forscherdrang reduzieren und zur langeweile ihrer werden. Das erschliesst ich auch leider nicht. Und warum man einen auf nachlassen machen muss nur weil es ja eh irgendwann diesen ort nicht mehr gibt bringt mir langeweile.
Hochachtungsvoll und ein wunderbares wochenende Steve
Maximus Successus
. Er wollte nur als erster in der Kommentatorenliste stehen und hat in der schnelle irgendwas geschrieben . anders nicht zu erklären . antwort lohnt nicht
Ich bin sehr erfreut über Ihren Artikel und der dahinter stehenden Idee. Die bestmögliche Wiedereinbindung der menschlichen Gesellschaft in den ökologischen Kreislauf plus Weiterentwicklung, das sind doch wieder einmal Visionen die es wert sind diese Bezeichnung auch zu tragen.
Ich hoffe sehr, daß diese Ideen einen breiten Eingang in die aktuelle und zukünftige Gestaltung unserer Gesellschaft finden. Viel zu lange schon wird die Diskussion in der Öffentlichkeit von Totalverweigerern jeder Art besimmt, getreu dem Motto "Alles bestens, immer weiter." oder "Glücklich ohne Heizung.". Beide Weltansichten natürlich schon wieder den Keim der Stagnation in sich tragend, Realitätsverweigerung hatte noch nie Bestand, aber zuoft schlimme Folgen.
Denn eines ist gewiß, Veränderungen wird es immer geben, auf die Gestaltung kommt es an. Im Gegensatz zu Elephanten & Co. sollte der Mensch hier zumindest theoretisch ein paar kleine geistige Möglichkeiten mehr haben, theoretisch.
Es sei mir gestattet in diesem Zusammenhang auch noch einmal der Reregionalisierung vor allem der "Verbrauchsgüter" das Wort zu reden. Gerade in den Bereichen Nahrung und Energie sind hier ungeahnte Möglichkeiten vorhanden.
Äußerst wichtig ist es auch, in diesem Zusammenhang Fragen zu stellen, welche die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betreffen. So auch;
Warum entschied sich der Mensch im Laufe seiner Entwicklung für eine möglichst effektive Ausbeutung der Ressourcen, anstatt für eine möglichst effektive Nutzung? Warum konnte ein System die größten Gestaltungsmöglichkeiten gewinnen, welches auf kurzfristig größtmöglichen "Nutzen" oder Sekundärgewinn setzte, anstatt auf langfristige Verbesserung und Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und Lebensumstände?
Denn hier bei solchen Fragen muß konsequent angesetzt werden, um Verwerfungen heutiger Art in Zukunft besser vermeiden zu können.
Herr Braungart, ich wünsche Ihnen und Ihrer Arbeit für die Zukunft viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Steinager
Sie sehen die Kreislaufwirtschaft schon wieder viel zu beengt.
Aus dem abgestürzten Meteoriten basteln Sie ein Raumschiff.
Mit diesem greifen Sie zu den Sternen.
Der "Kreis" wird immer größer.
Ganz einfach.
... die Kreislaufwirtschaft ist auf Dauer gesehen keine.
Das Sonnensystem wird auch einmal das Zeitliche segnen. Und das wäre mir dann doch eine paar Nummern zu heroisch, wenn das Leben auf diesem Planeten - eingeschränkt auf diesen Planeten - bis zum bitteren Ende ausharren müsste....
Möglicherweise ersparen Sie uns in Zukunkt solche Glanzleistungen?! Und tatsächlich: Langfristig gesehen wird diese Bitte in Erfüllung gehen. Wenn man den Zeitrahmen nur weit genug ausdehnt hat so ziemlich alles ein Ende ... Und wie war das bei der Kernenergie?? Lieber Crest, was für einen Zeitrahmen wünschen Sie sich da? Das sind wohl die Perpektiven, die Sie begeistern...
... Am schlimmsten fände ich (aber das mögen Müsli-Männer anders sehen :-)) die Langeweile in einer solchen Kreislaufwirtschaft. Perspektiven, die mich begeistern können, sehen anders aus.
1. sind wir noch sehr weit von einer solchen Kreislaufwirtschaft entfernt - wenn sie überhaupt realisierbar ist.
2. von "cradle to cradle" Prinzipien sind wirkliche Herausforderungen: produzieren ohne Verschwendung, ohne Umweltverschmutzung und ohne Dreck für die nächste Generationen zu hinterlassen. Denn auch der Autor des Artikels meint, dass bereits viele solcher Lösungen existieren, werden sie in unserem Alltag noch lange auf sich warten lassen.
Haben Sie etwa, Crest, Ihre Mülltonnen wegen gähnender Leere abschaffen können, oder produzieren Sie immer noch fleißig und akribisch Ihre jährlichen 400kg Müll?
Während in D das Bildungsbürgetum herdenweise die Automärkte heimsucht um die Segnungen der Abwrackprämie so richtig zu geniessen, denken Sie schon an das Ende des Sonnensystems. Bravo!
Eine Frage dazu: halten Sie es für möglich das es für schrottreife Sonnensysteme evtl. auch mal eine Abwrackprämie gibt? Wenn ja, von wem und in welcher Währung (interessant für Anleger??)
Laut Zeit von Heute kann man sich da gegen alles versichern.
die Galaktikbank hat letzthin die Abwrackprämie für Sonnensysteme bei zwei Ningis festgelegt...
(Tut mir leid, aber es ist spät/früh und den konnte ich mir nicht verkneifen.)
(Gleichzeitig auf 3. und 4.)
Darf ich das sagen?: Ich habe Ihre Reaktionen genossen. Zugegeben: Mein Eingangskommentar ist eine gezielte Provokation. Aber sie ist mehr: sie ist eine Provokation, hinter der ich inhaltlich auch stehe und die ich verteidige.
Dass innerhalb kurzer Zeit gleich drei Antworten erfolgten, übertraf meine Erwartungen. Was als Antwort kam, konnte ich nur als Resultat (limbischer) Übersprungshandlungen wahrnehmen.
Komkret:
zu Nr.3: das Basteln eines Raumschiffes aus einem Meteoriten ist eigentlich nur gequält witzig, hat aber kene wirkliche Substanz. (Dürfen wir uns drauf einigen, den Kommentar Nr. 3 komplett zu vergessen, Herr Steinager?)
zu Nr.4: geht ein bischen (wirr?) hin und her. Überschlagen wir die Begrüßungsfloskel, dann sehen wir einen wunderbaren Schwenk zur Kernenergie. (War nicht Thema des Artikels, auch nicht das des Kommentars, aber die Versuchung, Herr doktor_o, war wohl zu groß. Immerhin, darauf kann ich später noch engehen. Dass wir für die nächste Generation keinen Dreck hinterlassen wollen, darauf können wir uns einigen. Und ein letzter Schwenk auf die Mülltonne? Sagen wir "Endspiel"? a la Samuel Beckett?)
zu Nr.5: Abwrackprämie für schrottreife Sonnensysteme. Das ist die typische Reaktion auf Ideen, mit denen man intellektuell nichts anfangen kann. Sie liegen nicht auf der Linie der eigenen Interessen, so dass man nicht wirklich etwas damit zu tun haben will. Nun, dazu haben Sie erst einmal alles Recht dieser Erde.
Der Punkt, und das betrifft alle, die "nicht mit wollen", ist der, dass harte Technik Raum lässt für (ich bleibe mal bei dem Begriff) Müsli-Männer, dass aber die flächendeckende Einführung sog. sanfter Technik, Astronauten keinen "Raum" lässt. M.a.W. ich denke schon, dass mittelfristig die Erde von schmutziger Technik weitgehend (aber nie "perfekt") befreit werden kann, etwa indem wir sie geeignet auslagern. Umgekehrt wird kein Schuh draus. Die Anpassungsprobleme mit 10 Milliarden Menschen minimum an eine perfekte Kreislaufwirtschaft wird ein einziger Albtraum.
Schießen Sie also nicht auf die Astronauten - sie tun ihr bestes!
Noch einmal (wie angekündigt) zu Nr.4, der Kernenergie. Die wird uns in der Tat die nächsten Milliarden Jahre in der einen oder anderen Form verfolgen. Im bekannten Kosmos ist sie einfach das Mittel der Wahl. Soviel zum Zeitrahmen, den ich mir an dieser Stelle wünsche. Und darüber hinaus? Das kann ich nicht sagen, da kann ich nur spekulieren. Meinetwegen Schwarze-Loch-Technologie. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das Universum uns noch bereithält. Eines erlaube ich mir allerdings feststellen zu wollen: dass nämlich die Perspektiven einer perfekten Kreislaufwirtschaft die Perspektiven eines perfekten Nesthockers sind, der es ablehnt flügge werden zu wollen. Bleiben Sie in Ihrem Nest. Sie haben das Recht dazu. Aber hindern Sie bitte andere nicht, aufzubrechen und nachzuschauen, was es sonst noch so gibt, und die Erde als das zu betrachten, was sie für uns sein sollte: ein Sprungbrett, keine Hängematte.
Herzlichst Crest
Laut Zeit von Heute kann man sich da gegen alles versichern.
die Galaktikbank hat letzthin die Abwrackprämie für Sonnensysteme bei zwei Ningis festgelegt...
(Tut mir leid, aber es ist spät/früh und den konnte ich mir nicht verkneifen.)
(Gleichzeitig auf 3. und 4.)
Darf ich das sagen?: Ich habe Ihre Reaktionen genossen. Zugegeben: Mein Eingangskommentar ist eine gezielte Provokation. Aber sie ist mehr: sie ist eine Provokation, hinter der ich inhaltlich auch stehe und die ich verteidige.
Dass innerhalb kurzer Zeit gleich drei Antworten erfolgten, übertraf meine Erwartungen. Was als Antwort kam, konnte ich nur als Resultat (limbischer) Übersprungshandlungen wahrnehmen.
Komkret:
zu Nr.3: das Basteln eines Raumschiffes aus einem Meteoriten ist eigentlich nur gequält witzig, hat aber kene wirkliche Substanz. (Dürfen wir uns drauf einigen, den Kommentar Nr. 3 komplett zu vergessen, Herr Steinager?)
zu Nr.4: geht ein bischen (wirr?) hin und her. Überschlagen wir die Begrüßungsfloskel, dann sehen wir einen wunderbaren Schwenk zur Kernenergie. (War nicht Thema des Artikels, auch nicht das des Kommentars, aber die Versuchung, Herr doktor_o, war wohl zu groß. Immerhin, darauf kann ich später noch engehen. Dass wir für die nächste Generation keinen Dreck hinterlassen wollen, darauf können wir uns einigen. Und ein letzter Schwenk auf die Mülltonne? Sagen wir "Endspiel"? a la Samuel Beckett?)
zu Nr.5: Abwrackprämie für schrottreife Sonnensysteme. Das ist die typische Reaktion auf Ideen, mit denen man intellektuell nichts anfangen kann. Sie liegen nicht auf der Linie der eigenen Interessen, so dass man nicht wirklich etwas damit zu tun haben will. Nun, dazu haben Sie erst einmal alles Recht dieser Erde.
Der Punkt, und das betrifft alle, die "nicht mit wollen", ist der, dass harte Technik Raum lässt für (ich bleibe mal bei dem Begriff) Müsli-Männer, dass aber die flächendeckende Einführung sog. sanfter Technik, Astronauten keinen "Raum" lässt. M.a.W. ich denke schon, dass mittelfristig die Erde von schmutziger Technik weitgehend (aber nie "perfekt") befreit werden kann, etwa indem wir sie geeignet auslagern. Umgekehrt wird kein Schuh draus. Die Anpassungsprobleme mit 10 Milliarden Menschen minimum an eine perfekte Kreislaufwirtschaft wird ein einziger Albtraum.
Schießen Sie also nicht auf die Astronauten - sie tun ihr bestes!
Noch einmal (wie angekündigt) zu Nr.4, der Kernenergie. Die wird uns in der Tat die nächsten Milliarden Jahre in der einen oder anderen Form verfolgen. Im bekannten Kosmos ist sie einfach das Mittel der Wahl. Soviel zum Zeitrahmen, den ich mir an dieser Stelle wünsche. Und darüber hinaus? Das kann ich nicht sagen, da kann ich nur spekulieren. Meinetwegen Schwarze-Loch-Technologie. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das Universum uns noch bereithält. Eines erlaube ich mir allerdings feststellen zu wollen: dass nämlich die Perspektiven einer perfekten Kreislaufwirtschaft die Perspektiven eines perfekten Nesthockers sind, der es ablehnt flügge werden zu wollen. Bleiben Sie in Ihrem Nest. Sie haben das Recht dazu. Aber hindern Sie bitte andere nicht, aufzubrechen und nachzuschauen, was es sonst noch so gibt, und die Erde als das zu betrachten, was sie für uns sein sollte: ein Sprungbrett, keine Hängematte.
Herzlichst Crest
habe ich da dennoch ein paar Fragen. Der Einfachheit halber sind die Zitate aus dem Artikel durchnummeriert:
1. "Ein Hektar Regenwald speichert etwa 300 Tonnen Kohlenstoff, ein Hektar Palmölplantage weniger als 40 Tonnen.
2. Auch in anderen Bereichen greift Öko-Aktivismus um sich. So wurde der Verzicht auf Asbest in Bremsbelägen mit dem Einsatz des ebenso krebserzeugenden Antimon teuer erkauft.
3. Südlich von Leipzig wird gerade versucht, das Erdreich in Braunkohlegruben von Ölen, Schmierstoffen, Metallen und anderen Rückständen zu befreien, etwa durch mechanische Verfahren oder mit Hilfe von Enzymen. Derzeit sind die so gewonnenen Stoffe noch nicht ohne Probleme vollständig wieder verwertbar. Aber in Zukunft wird es so sein.
4. Wenn wir von Anfang an ausschließlich ungiftige und auf die eine oder andere Art wieder einsetzbare Substanzen verwenden, praktizieren wir ökologische Effektivität und können dennoch ebenso verschwenderisch sein wie die Natur selbst. Gelingt uns dieser Sprung in eine neue Industriegesellschaft,..."
Zu 1. Wie fährt man mit 1 Hektar Tropenwald, der neben Öl eine Menge an unnutzbaren Stoffen in den 300 Tonnen Kohlenstoff produziert?
Zu 2. Welche umweltverträglichen Alternativen gibt es in Bremsbelägen?
Zu 3. Es wird versucht. Ok... Welche Art ist die Hoffnung, dass künftig die gewonnenen Stoffe vollständig verwertbar sind? Sprich: welche mechanischen Verfahren oder enzymatischen Anwendungen lassen für den Autor hier Hoffnung aufkeimen?
Zu 4. Wie baut man z. B. einen Computer ungiftig oder mit wiedereinsetzbaren Substanzen? Wie ein Auto, wie einen Fernsehapparat?
Das sind nur ein paar Fragen, deren Antwort mir nicht ersichtlich ist.
Generell möchte ich zu dem Artikel eine für mich zieladäquatere Frage stellen: Mit welchen Methoden mache ich der Gesellschaft Verzicht schmackhaft. Denn Verzicht ist es meines Erachtens, der zur Bewältigung von Umweltproblemen angesagt ist; vor allem in den Industrienationen, aber auch als Appell an Entwicklungsländer, nicht unserem Pfad eines "guten Lebens" zu folgen.
Ihre Fragen sind meines Erachtens durchaus richtig. Sehen Sie diese doch aber einmal als Herausforderung und nicht als Hindernis. Dann entstehen hieraus nach meiner Meinung Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Es ist doch nicht schlimm, weiß man nicht unmittelbar auf jede Frage eine Antwort, schlimm ist es, schon aus dieser Tatsache heraus nicht nach Antworten suchen zu wollen und sich regelrecht Lösungsmöglichkeiten zu verweigern.
Ich entnehme dann Ihrem Artikel auch, dem Verzicht auf viele Alltagsdinge wird von Ihnen der Vorrang eingeräumt. Dies ist aber nach meiner Meinung einer der größten Fehler in einem Gutteil des gängigen "Umweltschutzes". Planloser Allgemeinverzicht verhindert Entwicklung, und damit schlußendlich auch umweltgerechtere Lösungen. Er begünstigt in seiner Konsequenz die Entstehung maßloser Eliten massiv und führt am Ende zu gesellschaftlicher Stagnation welche mit heutigen Umständen durchaus vergleichbar ist. Es ist eben ein Grundbedürfnis des Menschen, begründet in den Genen aus der Evolution heraus, seine Lebenswirklichkeit zu verbessern. Unsere ganze Entwicklung, und die aller anderen Lebewesen beruht seit der Entstehung des Urschleimes hierauf.
Der Mensch hat hierzu natürlich ein paar Möglichkeiten mehr. Anhand eines Beispieles; Der Kolibri veränderte sich selbst, indem er je nach Gattung seinen Schnabel verlängerte, Schimpansen verlängerten nicht etwa ihre Zunge und Schnauze, um Termiten zu angeln, sie benutzen Stöcke. So halten sich die Schimpansen andere Möglichkeiten des Nahrungserwerbes offen. Der Mensch hat nun nicht nur die Möglichkeit den Termitenhaufen wegzusprengen, was langfristig bei beabsichtigter Nutzung natürlich ziemlich dämlich ist aber übertragen oft genug praktiziert wird, er kann auch noch nach anderen Möglichkeiten suchen. Ich denke, auf diesem Prinzip beruht auch die Arbeit Herrn Braungarts. Wenn Sie dieses Prinzip aber leugnen, verschließen Sie nur die Augen davor, daß der Mensch oder andere Lebewesen immer nach solch Möglichkeiten Ausschau halten werden. Und das wird nichts und niemand verhindern können.
Oder in einem menschlichen Beispiel; Sie können in einem mit Erdwärme und Solarenergie geheizten Haus sitzend gern jederzeit von einem Ihrer Mitbürger (mit 10€ auf dem Konto) mitten im Winter verlangen, doch auf seine Braunkohleheizung zu verzichten. Sie können aber natürlich auch andere Lösungsmöglichkeiten suchen, welche uns natürlich schlußendlich auch wieder zur Systemfrage führen.
Der Verzicht sollte nach meiner Meinung eher im Ausschluß einzelner Wege zu einem Produkt/ Ziel liegen. Nicht in den Möglichkeiten selber.
Ihre Fragen sind meines Erachtens durchaus richtig. Sehen Sie diese doch aber einmal als Herausforderung und nicht als Hindernis. Dann entstehen hieraus nach meiner Meinung Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Es ist doch nicht schlimm, weiß man nicht unmittelbar auf jede Frage eine Antwort, schlimm ist es, schon aus dieser Tatsache heraus nicht nach Antworten suchen zu wollen und sich regelrecht Lösungsmöglichkeiten zu verweigern.
Ich entnehme dann Ihrem Artikel auch, dem Verzicht auf viele Alltagsdinge wird von Ihnen der Vorrang eingeräumt. Dies ist aber nach meiner Meinung einer der größten Fehler in einem Gutteil des gängigen "Umweltschutzes". Planloser Allgemeinverzicht verhindert Entwicklung, und damit schlußendlich auch umweltgerechtere Lösungen. Er begünstigt in seiner Konsequenz die Entstehung maßloser Eliten massiv und führt am Ende zu gesellschaftlicher Stagnation welche mit heutigen Umständen durchaus vergleichbar ist. Es ist eben ein Grundbedürfnis des Menschen, begründet in den Genen aus der Evolution heraus, seine Lebenswirklichkeit zu verbessern. Unsere ganze Entwicklung, und die aller anderen Lebewesen beruht seit der Entstehung des Urschleimes hierauf.
Der Mensch hat hierzu natürlich ein paar Möglichkeiten mehr. Anhand eines Beispieles; Der Kolibri veränderte sich selbst, indem er je nach Gattung seinen Schnabel verlängerte, Schimpansen verlängerten nicht etwa ihre Zunge und Schnauze, um Termiten zu angeln, sie benutzen Stöcke. So halten sich die Schimpansen andere Möglichkeiten des Nahrungserwerbes offen. Der Mensch hat nun nicht nur die Möglichkeit den Termitenhaufen wegzusprengen, was langfristig bei beabsichtigter Nutzung natürlich ziemlich dämlich ist aber übertragen oft genug praktiziert wird, er kann auch noch nach anderen Möglichkeiten suchen. Ich denke, auf diesem Prinzip beruht auch die Arbeit Herrn Braungarts. Wenn Sie dieses Prinzip aber leugnen, verschließen Sie nur die Augen davor, daß der Mensch oder andere Lebewesen immer nach solch Möglichkeiten Ausschau halten werden. Und das wird nichts und niemand verhindern können.
Oder in einem menschlichen Beispiel; Sie können in einem mit Erdwärme und Solarenergie geheizten Haus sitzend gern jederzeit von einem Ihrer Mitbürger (mit 10€ auf dem Konto) mitten im Winter verlangen, doch auf seine Braunkohleheizung zu verzichten. Sie können aber natürlich auch andere Lösungsmöglichkeiten suchen, welche uns natürlich schlußendlich auch wieder zur Systemfrage führen.
Der Verzicht sollte nach meiner Meinung eher im Ausschluß einzelner Wege zu einem Produkt/ Ziel liegen. Nicht in den Möglichkeiten selber.
Diese beiden Faktoren bedingen einander auf eine sehr infame Art und Weise.
Die systemische Korruption, die auf der Konsum- und Statussucht fusst, hat ja dieses politische System geschaffen, mit dem wir uns heute in den Industriestaaten herumplagen.
Es ist schon sehr aufschlußreich, dass mittels der forcierten Finanzierung, Entwicklung und Förderung verblödender und idiotisierender Unterhaltung qua TV-, Kino-, Computer- und Lifstyleprintunterhaltung die Verblödung speziell auch in unserer Jugend voran getrieben wird. Es nützt den wirtschaftlich und politisch privilegierten Teilen unserer Bevölkerung, wenn wir immer dämlicher werden und uns immer leichter manipulieren lassen. (Siehe insbesondere das System der breiten und tiefen Agitation, Propaganda und Desinformation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)
Das wir hier mit einem System staatlich organisierter und strukturierter Wirtschaftskriminalität zu tun haben, wird nicht nur durch die faktische Mafiastrukturen des Gesundheits- und Pharmasystems dokumentiert.
Das Beispiel der nachpolitischen Karriere von Gerhard Schröder u.v.a. mehr, leistet auch hier Aufklärungsarbeit.
Diese geschlossenen Systemen der Vettern-, Günstlings- und Begünstigungsstrukturen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung, sind die Ursachen, die einer intelligenten und ökologischen Wirtschaftsproduktion im Wege stehen.
Schaffen wir mit Organisationen wie transparency international, campaq, attac usw. politische Erschütterungen, dann schaffen wir die Voraussetzungen einer intelligenten Lebensweise, nicht nur hinsichtlich unseres Konsums sondern auch mit Blick auf unserer Arbeitsweisen und Arbeitsbedingungen, die heute ja wahrlich eher etwas mit Stasi, Gulag, Zwangs- und Sklavenarbeitslager zu tun haben als mit menschlichen Verhältnissen.
Cradle-to-Cradle ist ja schon wieder ein schönes neues Wort nachdem das Wort Recycling nach Jahren der Mülltrennung nicht mehr recyclebar ist.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren