Wege aus der KriseDie perfekte Kreislaufwirtschaft

Ressourcen zu sparen bringt uns nicht weiter. Wir müssen lernen, intelligent mit den Rohstoffen der Erde umzugehen. So können wir die Umwelt schützen, ganz ohne Verzicht

Ein Baum im Winter. Blüht er, achtet er nicht auf Effizienz - das könnte uns zum Vorbild dienen

Ein Baum im Winter. Blüht er, achtet er nicht auf Effizienz - das könnte uns zum Vorbild dienen

In nicht allzu ferner Zukunft wird es nur noch zwei Arten von Produkten geben: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch abbaubar sind, und Gebrauchsgüter, die sich endlos weiterverwenden lassen – von der Wiege bis zur Wiege (Cradle-to Cradle).

Warum sollte eine Waschmaschine aus 260 Plastikarten bestehen, wenn fünf bis sieben Sorten für ihre Herstellung ausreichen? Noch dazu, wenn sie keine giftigen Gase absondern? Die für ein Produkt verwendeten Stoffe müssten an seinem Lebensende nicht zwingend auf dem Müll landen. Alle Bauteile sollten sich entweder als Verbrauchsgüter in biologische Kreisläufe überführen oder in technischen Kreisläufen wiederverwerten lassen.

Anzeige
Lesen Sie hier alle Artikel der Serie "Green New Deal"

Lesen Sie hier alle Artikel der Serie "Green New Deal"

Bislang geht Recycling zwar immer mit einem gewissen Qualitätsverlust der verwendeten Rohstoffe einher, der sich aus physikalischen Gründen nicht ganz vermeiden lässt. Ziel sollte aber sein, ihn so gering wie möglich zu halten.

Das ist keine Utopie. Schon heute zersetzen sich T-Shirts, Kleider, Polsterbezüge (zum Beispiel die des Airbus), Turnschuhe, Staubsaugerbeutel, Kosmetikprodukte oder Waschmittel in der Natur zu biologisch abbaubaren Nährstoffen. So werden sie dem Naturkreislauf wieder zugeführt. Viele Produkte funktionieren bereits nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Tausende könnten es sein.

Die Idee lässt sich auch auf Gebrauchsgüter anwenden, etwa auf Fernsehgeräte, Autos oder synthetische Fasern. Sie können nach Erfüllung ihrer Funktion zu "technischen  Nährstoffen" zerlegt und so zur Basis für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände werden. Im vergangenen Herbst wurden auf der "Greenbuild International Conference and Expo" in Chicago Beispiele für solche Gegenstände gezeigt. Steelcase, ein bekannter Hersteller von Büroeinrichtungen, stellte besonders viele Cradle-to-Cradle-Produkte aus.

Wenn es darum geht, die Umwelt zu schützen, setzen die politisch Verantwortlichen bisher viel zu sehr auf fragwürdigen Öko-Aktivismus. Welche Schäden das anrichten kann, zeigt das Beispiel der Biodiesel-Förderung besonders deutlich. Ein Hektar Regenwald speichert etwa 300 Tonnen Kohlenstoff, ein Hektar Palmölplantage weniger als 40 Tonnen. Der Wald nützt dem Klima weitaus mehr. Dennoch wird immer noch Regenwald gerodet, um Palmen für die Biodieselproduktion anzupflanzen. Europa ist durch die Biodiesel-Förderung zum größten Importeur für Speiseöle geworden.

Auch in anderen Bereichen greift Öko-Aktivismus um sich. So wurde der Verzicht auf Asbest in Bremsbelägen mit dem Einsatz des ebenso krebserzeugenden Antimon teuer erkauft. Ähnliche Beispiele sind gefährliche Ersatzstoffe für Blei in Elektronikteilen oder das Dosenpfand. Solche vermeintlichen Verbesserungen richten nicht nur Schaden an. Sie verhindern auch grundlegende, wirklich effektive Veränderungen.

Leserkommentare
  1. Ja, Sie haben schon deutlich gemacht, dass "ein ueberstuerzter Aufbruch" nicht ihr Lieblingsszenario ist. Ich habe ja auch gar nichts gegen Investitionen in Raumfahrtprogramme, wenn man sie sich leisten kann.

    widersinning erscheint mir nur, zugleich die Raumfahrt zu finanzieren, damit sie uns eines Tages in den Stand versetzt, auf einen anderen Planeten ueberzusetzen, waehrend man es mehr oder weniger einfach geschehen laesst, dass sich auf unserem eigenen Planeten die Atmosphaere zu unseren Ungungsten durch unser eigenes Einwirken veraendert, dass die Waldflaechen immer mehr zurueckgehen, weil wir Fleisch in einer irrsinnigen Menge in uns hineinstopfen. Etc...

    Ist es nicht viel kostenguenstiger erst einmal alles zu tun, um unseren Planeten im bestmoeglichen Zustand zu halten? Wenn dann noch Ressourchen da sind, kann man sie gerne auch in die Raumfahrt stecken.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:03 Uhr

    Das Invest in die bemannte Raumfahrt bewegt sich in entwickelten Gesellschaften in der Größenordnung von 5 Promille des Bruttosozialproduktes. (Die höhere Visibility der Raumfahrt suggeriert einen weit höheren Aufwand.)

    Die Aufforderung erst einmal alles zu tun, um unseren Planeten im bestmöglichen Zustand zu halten, führte dazu, auf Dauer nichts anderes mehr zu tun und scheitert im Ansatz auch schon daran, dass keine (ich wiederhole keine) Einigung darüber zu erzielen ist, was der bestmögliche Zustand ist. (Die Interessen sind verschieden - führen Sie besipielhaft bzgl. der Finanzen nur mal eine Diskussion über den neuen CERN-Teilchenbeschleuniger - und selbst ein Klimawandel hat nicht nur Verlierer.)

    Da wir uns nicht kennen, darf ich es also undiplomatisch grell formulieren: Die Ansicht, Investionen in die Raumfahrt "erst wenn man sie sich leisten kann" ist undurchdacht.

    Herzlichst Crest

    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:03 Uhr

    Das Invest in die bemannte Raumfahrt bewegt sich in entwickelten Gesellschaften in der Größenordnung von 5 Promille des Bruttosozialproduktes. (Die höhere Visibility der Raumfahrt suggeriert einen weit höheren Aufwand.)

    Die Aufforderung erst einmal alles zu tun, um unseren Planeten im bestmöglichen Zustand zu halten, führte dazu, auf Dauer nichts anderes mehr zu tun und scheitert im Ansatz auch schon daran, dass keine (ich wiederhole keine) Einigung darüber zu erzielen ist, was der bestmögliche Zustand ist. (Die Interessen sind verschieden - führen Sie besipielhaft bzgl. der Finanzen nur mal eine Diskussion über den neuen CERN-Teilchenbeschleuniger - und selbst ein Klimawandel hat nicht nur Verlierer.)

    Da wir uns nicht kennen, darf ich es also undiplomatisch grell formulieren: Die Ansicht, Investionen in die Raumfahrt "erst wenn man sie sich leisten kann" ist undurchdacht.

    Herzlichst Crest

  2. . Er wollte nur als erster in der Kommentatorenliste stehen und hat in der schnelle irgendwas geschrieben . anders nicht zu erklären . antwort lohnt nicht

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:07 Uhr

    Herzlichst Crest

    Ich kannte Ihre Kommentare bisher nicht , und hätte nicht gedacht , dass solche Denkansätze jemand ernsthaft als Diskussionsgrundlage in Betracht zieht . Erinnert mich an apokalyptisch selbstmörderischen Wissenschaftlern in Science-Fiction Filmen . Mit vernünftigen Argumenten zu widersprechen ,ist höchstwahrscheinlich sinnlos . Es sollen Andere tun .

    Oder lachen Sie etwa doch??

    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:07 Uhr

    Herzlichst Crest

    Ich kannte Ihre Kommentare bisher nicht , und hätte nicht gedacht , dass solche Denkansätze jemand ernsthaft als Diskussionsgrundlage in Betracht zieht . Erinnert mich an apokalyptisch selbstmörderischen Wissenschaftlern in Science-Fiction Filmen . Mit vernünftigen Argumenten zu widersprechen ,ist höchstwahrscheinlich sinnlos . Es sollen Andere tun .

    Oder lachen Sie etwa doch??

    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:03 Uhr

    Das Invest in die bemannte Raumfahrt bewegt sich in entwickelten Gesellschaften in der Größenordnung von 5 Promille des Bruttosozialproduktes. (Die höhere Visibility der Raumfahrt suggeriert einen weit höheren Aufwand.)

    Die Aufforderung erst einmal alles zu tun, um unseren Planeten im bestmöglichen Zustand zu halten, führte dazu, auf Dauer nichts anderes mehr zu tun und scheitert im Ansatz auch schon daran, dass keine (ich wiederhole keine) Einigung darüber zu erzielen ist, was der bestmögliche Zustand ist. (Die Interessen sind verschieden - führen Sie besipielhaft bzgl. der Finanzen nur mal eine Diskussion über den neuen CERN-Teilchenbeschleuniger - und selbst ein Klimawandel hat nicht nur Verlierer.)

    Da wir uns nicht kennen, darf ich es also undiplomatisch grell formulieren: Die Ansicht, Investionen in die Raumfahrt "erst wenn man sie sich leisten kann" ist undurchdacht.

    Herzlichst Crest

    • Crest
    • 14.02.2009 um 19:07 Uhr
  3. Ich kannte Ihre Kommentare bisher nicht , und hätte nicht gedacht , dass solche Denkansätze jemand ernsthaft als Diskussionsgrundlage in Betracht zieht . Erinnert mich an apokalyptisch selbstmörderischen Wissenschaftlern in Science-Fiction Filmen . Mit vernünftigen Argumenten zu widersprechen ,ist höchstwahrscheinlich sinnlos . Es sollen Andere tun .

    Oder lachen Sie etwa doch??

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich wuerde auch gerne kennenlernen was in diesem crest umgeht. Er postuliert ja sogar schamlos Menschenopfer als Grundlage fuer einen Technischen Fortschritt. Jetzt oder es ist zu spaet kommt dabei noch hinzu. Und kommt dann bei anderen mit dem Attribut undurchdacht. Ein gewisser Doktor vor 60 Jahren hatte auch mit Menschenopfer zu tun und fuer Fortschritt gesorgt. Ist das was sie im auge haben Crest?

    In einer anderen Diskussion gab er zu html das diese Art zu Fortschritt gekommen zu sein die beste ist. Worauf ich Ihm sagte das er damit impliziert er habe die anderen Art und Weisen gegengetestet was nicht der Fall sein kann. Im uebrigen ist es flach und peinlich gedacht, wenn man annimmt das die beschraenkte quantitaet an blicken auf eine sache besser waere als wenn alle diesen blick tun koennten. Deswegen ist er nur ein angebender Wissenschaftler. Empirisch und vernuenftig sind die Dinge nicht wie er sie angeht bzw. was dabei heraus kommt. Es mutet eher an als wuerde er sich als "Wissenschafter" der Metaphysik zugewandt haben. Die die draufgehen weil wir einen Fortschritt erzielen heisst doch eigentlich nur. Der richtige geist wird in der richtigen Familie geboren. Wenn er mal fuehlen koennte wie sich seine Idee anfuehlt in seiner eigenen Haut.
    Doch der der unseren Planeten so unsaeglich verschmutzt moechte als erstes weg und das auf weiteren opfen. Ziemlich intelligent dieses Denken.

    @Crest. Es scheiter nur an Ihnen selbst und Ihresgleichen. Das werden Sie selbst nicht verstehen koennen.

    Maximus Successus

    Ich wuerde auch gerne kennenlernen was in diesem crest umgeht. Er postuliert ja sogar schamlos Menschenopfer als Grundlage fuer einen Technischen Fortschritt. Jetzt oder es ist zu spaet kommt dabei noch hinzu. Und kommt dann bei anderen mit dem Attribut undurchdacht. Ein gewisser Doktor vor 60 Jahren hatte auch mit Menschenopfer zu tun und fuer Fortschritt gesorgt. Ist das was sie im auge haben Crest?

    In einer anderen Diskussion gab er zu html das diese Art zu Fortschritt gekommen zu sein die beste ist. Worauf ich Ihm sagte das er damit impliziert er habe die anderen Art und Weisen gegengetestet was nicht der Fall sein kann. Im uebrigen ist es flach und peinlich gedacht, wenn man annimmt das die beschraenkte quantitaet an blicken auf eine sache besser waere als wenn alle diesen blick tun koennten. Deswegen ist er nur ein angebender Wissenschaftler. Empirisch und vernuenftig sind die Dinge nicht wie er sie angeht bzw. was dabei heraus kommt. Es mutet eher an als wuerde er sich als "Wissenschafter" der Metaphysik zugewandt haben. Die die draufgehen weil wir einen Fortschritt erzielen heisst doch eigentlich nur. Der richtige geist wird in der richtigen Familie geboren. Wenn er mal fuehlen koennte wie sich seine Idee anfuehlt in seiner eigenen Haut.
    Doch der der unseren Planeten so unsaeglich verschmutzt moechte als erstes weg und das auf weiteren opfen. Ziemlich intelligent dieses Denken.

    @Crest. Es scheiter nur an Ihnen selbst und Ihresgleichen. Das werden Sie selbst nicht verstehen koennen.

    Maximus Successus

  4. Ich wuerde auch gerne kennenlernen was in diesem crest umgeht. Er postuliert ja sogar schamlos Menschenopfer als Grundlage fuer einen Technischen Fortschritt. Jetzt oder es ist zu spaet kommt dabei noch hinzu. Und kommt dann bei anderen mit dem Attribut undurchdacht. Ein gewisser Doktor vor 60 Jahren hatte auch mit Menschenopfer zu tun und fuer Fortschritt gesorgt. Ist das was sie im auge haben Crest?

    In einer anderen Diskussion gab er zu html das diese Art zu Fortschritt gekommen zu sein die beste ist. Worauf ich Ihm sagte das er damit impliziert er habe die anderen Art und Weisen gegengetestet was nicht der Fall sein kann. Im uebrigen ist es flach und peinlich gedacht, wenn man annimmt das die beschraenkte quantitaet an blicken auf eine sache besser waere als wenn alle diesen blick tun koennten. Deswegen ist er nur ein angebender Wissenschaftler. Empirisch und vernuenftig sind die Dinge nicht wie er sie angeht bzw. was dabei heraus kommt. Es mutet eher an als wuerde er sich als "Wissenschafter" der Metaphysik zugewandt haben. Die die draufgehen weil wir einen Fortschritt erzielen heisst doch eigentlich nur. Der richtige geist wird in der richtigen Familie geboren. Wenn er mal fuehlen koennte wie sich seine Idee anfuehlt in seiner eigenen Haut.
    Doch der der unseren Planeten so unsaeglich verschmutzt moechte als erstes weg und das auf weiteren opfen. Ziemlich intelligent dieses Denken.

    @Crest. Es scheiter nur an Ihnen selbst und Ihresgleichen. Das werden Sie selbst nicht verstehen koennen.

    Maximus Successus

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service