Papst-Debatte "Auftreten, nicht austreten!"

Stefan Vesper, Generalsekretär der Deutschen Katholiken, fürchtet nachhaltigen Schaden für die Kirche durch die Wiederaufnahme der Pius-Brüder. Und freut sich über den Widerstand

Hat viele Katholiken in Deutschland entsetzt: Papst Benedikt XVI.

Hat viele Katholiken in Deutschland entsetzt: Papst Benedikt XVI.

ZEIT ONLINE: Deutsche Katholiken – Laien, Theologen, aber auch Bischöfe – haben in seltener Eintracht gegen die Entscheidung des Papstes protestiert, vier Bischöfen der traditionalistischen Pius-Bruderschaft und insbesondere den Holocaust-Leugner Richard Williamson wieder in die Kirche aufzunehmen. Was überwiegt bei Ihnen: das Entsetzen über den verhängnisvollen Schritt von Benedikt XVI. – oder die Freude über den Aufstand des Kirchenvolks gegen den Vatikan?

Stefan Vesper: Es dominiert das Entsetzen, die Betroffenheit und Ratlosigkeit über diese Entscheidung und ihre Folgen. Ich fürchte einen großen Ansehensverlust der katholischen Kirche. Trotzdem hat es mich gefreut zu sehen, wie sich das ganze katholische Volk in Deutschland unmittelbar von Bischof Williamson distanziert hat und wie alle Bischöfe und Laien ganz klar ihren Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil unterstrichen und verlangt haben, dass sich die Pius-Brüder dazu bekennen müssen.

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ZEIT ONLINE: Es geht also nicht nur um die antisemitischen Äußerungen eines einzelnen Bischofs, sondern um die Grundhaltung dieser traditionalistischen Gemeinschaft?

Vesper: Ja. Das Zweite Vatikanische Konzil ist für die Katholiken in Deutschland, aber auch weltweit unbestritten. Es ist die Grundlage unseres Lebens, Denkens und Handelns als Christen in der Kirche. Das Paradoxe ist jetzt, dass durch eine Splittergruppe außerhalb der Kirche, am äußersten rechten Rand, dies alles infrage gestellt wird und unser Ansehen dadurch so nachhaltig Schaden nimmt.

ZEIT ONLINE: Warum hat der Papst dann diesen verhängnisvollen Schritt getan, ganz unabhängig davon, ob er von den Äußerungen von Williamson vorher wusste oder nicht?

Vesper: Der Papst ist auf die Einheit der Kirche verpflichtet. Er muss sich Sorgen machen, wo immer sie in Gefahr ist. Das trägt jeder Katholik mit. Dass seine ausgestreckte Hand von führenden Mitgliedern der Pius-Brüderschaft aber so ausgeschlagen wurde, kommt mir vor wie eine Ohrfeige. Man sollte jetzt die Konsequenzen ziehen.

ZEIT ONLINE: Also sie wieder aus der Kirche werfen?

Vesper: Der Vatikan sollte jedenfalls nicht wieder 20 Jahre warten. So lange dauert der Prozess nämlich schon. Es sollte eine kurze Frist gesetzt werden, um sich dann endgültig von der Pius-Bruderschaft zu trennen.

ZEIT ONLINE: Wieso hat diese Entscheidung die Katholiken gerade in Deutschland so viel stärker in ihrem Protest geeint und so viel mehr Widerstand ausgelöst als frühere umstrittene Entscheidungen des jetzigen Papstes oder seiner Vorgänger, etwa beim Konflikt um die Schwangerschafts-Beratung oder die Abendmahlsgemeinschaft mit Protestanten?

Vesper: Es ist ein doppeltes Moment: Zum einen das Anzweifeln des Zweiten Vatikanischen Konzils, verbunden mit dem Leugnen des Holocaust. Das hat hohe Emotionen geweckt. Ich selber habe als Katholik und als Deutscher entsetzt reagiert, als ich davon gehört habe. Vielen ging es genauso. Hinzu kommt, dass die Kirche grundsätzlich nicht vom Weg des Konzils abgehen darf. Wir wollen aktive, engagierte Christen sein, die in einer kritischen Zeitgenossenschaft in der Welt leben, nicht als eine Splittergruppe am Rand der Gesellschaft.

Leser-Kommentare
  1. Zitat - Darum ist es wichtig, jetzt aufzutreten und nicht auszutreten, und mit aller Kraft weiter an dem Konzept einer modernen Kirche zu arbeiten, die sich in der Welt engagiert. -

    Dazu folgender Link

    http://www.sueddeutsche.d...

    mit folgendem Auszug ....

    Einige Theologen argumentieren, die Lehre der Kirche lasse durchaus Raum für eine liberalere Haltung. Sie verbiete zwar generell, also auch verheirateten Paaren, den Gebrauch von Präservativen zum Zweck der Empfängnisverhütung.

    Finsterstes Mittelalter. In der Bibel steht nichts von Empfängnisverhütung, schon garnicht bei verheirateten Paaren.

    Ich muss es wiederholen bevor ich "angebrüllt" werde, dass nur Katholiken dazu was sagen dürfen.

    Ich bin Christ und bin aus der Kirche ausgetreten weil ich die Institution Kirche/Vatikan nicht akzeptieren kann.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

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    • Anonym
    • 09.02.2009 um 12:04 Uhr

    Ob man Austritt oder nicht hängt von dem persönlichen Glauben bzw. der Einschätzung ab, ob die Kirche auf Dauer und in Masse eher Richtiges oder eher Falsches tut.
    Wer hier in der Kirche nur Schlechtes sieht, muss selbstverständlich austreten!

    Kirche ist eine menschliche Organisation, also mit menschlichen Fehlern und Fehlleistungen behaftet.
    Mit absolutistischer Ignoranz, wie sie viele Gegner als billige Ausrede nutzen, ethisch moralischen Fragen auszuweichen, die weniger genehm sind, wird jedenfalls Nichts besser.
    Im Gegenteil ist das doch genau der Geist der Inquisition, der Gott sei Dank institutionell heute in der Kirche überwunden ist, wenn auch noch in vielen Köpfen in der Kirche, aber auch in der Gegnerschaft verhaftet geblieben.
    Es ist verdammt leicht gegen etwas zu sein und verdammt schwer das Fehlerhafte auszuhalten, das man nicht korrigieren kann, aber um des Guten Willen in Kauf nehmen muss.

    Maximale einseitige Forderungen sind ein Synonym für Unfähigkeit und Ergebnislosigkeit!

    Berthold Grabe

    • Anonym
    • 09.02.2009 um 12:04 Uhr

    Ob man Austritt oder nicht hängt von dem persönlichen Glauben bzw. der Einschätzung ab, ob die Kirche auf Dauer und in Masse eher Richtiges oder eher Falsches tut.
    Wer hier in der Kirche nur Schlechtes sieht, muss selbstverständlich austreten!

    Kirche ist eine menschliche Organisation, also mit menschlichen Fehlern und Fehlleistungen behaftet.
    Mit absolutistischer Ignoranz, wie sie viele Gegner als billige Ausrede nutzen, ethisch moralischen Fragen auszuweichen, die weniger genehm sind, wird jedenfalls Nichts besser.
    Im Gegenteil ist das doch genau der Geist der Inquisition, der Gott sei Dank institutionell heute in der Kirche überwunden ist, wenn auch noch in vielen Köpfen in der Kirche, aber auch in der Gegnerschaft verhaftet geblieben.
    Es ist verdammt leicht gegen etwas zu sein und verdammt schwer das Fehlerhafte auszuhalten, das man nicht korrigieren kann, aber um des Guten Willen in Kauf nehmen muss.

    Maximale einseitige Forderungen sind ein Synonym für Unfähigkeit und Ergebnislosigkeit!

    Berthold Grabe

  2. Die jüngeren Katholiken mögen dem vielleicht zustimmen, aber ich weiss von vielen
    die sich 40 Jahre lang verleugnet fühlten. Ihnen wurde erzählt, die tridentinische Messe sei nun verboten und alles was ihnen bislang heilig war, gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Benedikt hat diesen Schmerz vermutlich selbst empfunden oder doch wenigstens nachempfunden. Dass am 7.7.07 diese Messform wieder allgemein erlaubt wurde, war für mich etwas ganz besonderes.
    Es durfte aber in vielen Diözesen keine "Werbung" für diese Messe gemacht werden. Man setzte Termine fest und hoffte wohl, niemand würde kommen.
    Ich spreche nun für meine Diözese (Paderborn). Zufällig stieß ich 2 Tage vor dem angesetzten ersten Termin im Internet auf einen Hinweis. Ich verlegte meine Termine um an diesem Tag in Paderborn sein zu können.Es wurde eine kleine Nebenkapelle im Dom zu Verfügung gestellt. Es erschienen mindestens 120 Personen und widerwillig-ich kann es nicht anders benennen-stellte man mehr Raum zur Verfügung. Diese Messe war ein wundervolles Erlebnis.

    Was ich damit sagen will, die kath. Kirche hat versäumt den Freunden dieses Messritus eine Heimat zu bieten nach dem II. Vaticanum und so suchten sich manche eine Heimat bei den Pius-Brüdern. Und der "Zentralrat" der Katholiken meint heute noch, das wären Randerscheinungen die man vernachlässigen könnte.
    Das halte ich für einen Irrtum. Wir sind nur treuer im Glauben und nicht so leicht
    angekränkelt wie die, die meinen nun aus der Kirche austreten zu müssen.

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    Als jemand der vor, während und auch noch ein Jahre nach dem 2. Vatikanum Ministrant war, würde mich die von Ihnen beschriebene 'Messe light' eher ängstigen: ich hätte die begründete Befürchtung, dass ich meine Kindheitserinnerungen zerstöre.

    120 Leute? Die passten bei dem Dom in dem ich in den 60ern tätig war ja in den Beichtstuhl. Da hatten wir ja zu Weihnachts-Mitternachtsmette mehr Ministranten im Einsatz.

    aber mich hat es immer interessiert, was Menschen zu irgendeinem Glauben bewegt, wodurch sie angezogen werden oder überzeugt sind, dieses oder jenes zu glauben.

    In den 70ern habe ich mich intensiv auch mit nicht-christl. Religionen beschäftigt und viele Veranstaltungen von Gurus und neuen Religionsverkündern besucht. Immer wieder ist mir dabei aufgefallen, dass sich die Menschen offensichtlich weniger von den Inhalten der Reden und Texte dieser Gurus angezogen fühlten und überzeugt wurden, sondern meistens nur von Riten oder gar von der Sprache des Gurus, von seiner Stimme oder auch Gestik.

    Oft hörte ich von Leuten, die nur Deutsch oder nur wenig Englisch sprachen: "Ach, wenn er (der Guru) in Englisch spricht, dann ist doch alles so viel klarer als in den deutschen Übersetzungen. Und wenn er in seiner Muttersprache spricht, ach, da kommt alles rüber ..." Mir wurde immer deutlicher, dass sich solche Menschen von reinen Äußerlichkeiten verleiten lassen und in Illusionen schwebten.

    Ähnliches scheint mir für diesen Tridentinischen Ritus zu gelten: die Menschen, die kein Latein verstehen, verstehen nur das, was sie sich einbilden, zu verstehen, sie erleben also nur ihre eigenen Fantasien und projizieren (hineingeheimnissen) diese hinein in den Text, in die Priesterfigur. Andere, die den Text verstehen, weil sie Latein beherrschen, würden den Text auch auf Deutsch verstehen und da würde sich inhaltlich nichts ändern. Nur der Klang der Sprache ist eben zu unterscheiden. Die wirkung von solchen Messen/Riten ist immer auch massenpsychologisch zu erklären.

    Von Mao weiß man, dass er diese emotionale, semantische Struktur der Chinesischen Sprache meisterhaft ausnutzen und die Sprache derart einsetzten konnte, dass sie einerseits eine rein politische und andererseits eine spirituelle Ebene zum Ausdruck brachte. Einige alte Sprachen, z.B. Sanskrit, sind auch konkret so angelegt, grammatisch wie semantisch, dass sie einerseits Weltliches und andererseits Spirituelles ausdrücken können. Dadurch gibt es verschiedene Übersetzungen mit verschiedenen Konnotationen. Sprachpsychologisch gäbe es hier also vieles zu untersuchen.

    Prinzipiell meine ich, dass man niemals einen Gott oder das Göttliche per se auf die Erde und in die Herzen der Menschen bringen kann durch (mechanistische) Riten, die dazu noch von festgelegten (starren) Sprachritualen begleitet sind. Weder Sprache noch Geste kann Gott im Menschen erwecken. Nur die innere Ausrichtung auf das Göttliche vermag dieses (vgl. Teilhard de Chardin). Und diese Ausrichtung und Einstellung, diese Öffnung liegt weit, weit jenseits von Sprache und Ritualen.

    Man muss also auch bei Ihnen annehmen, dass Sie leider gar nicht wissen, was Sie beten und was Sich-Gott-öffnen bedeutet., wenn Sie reine starre Riten als Weg zu Gott verteidigen.

    Als jemand der vor, während und auch noch ein Jahre nach dem 2. Vatikanum Ministrant war, würde mich die von Ihnen beschriebene 'Messe light' eher ängstigen: ich hätte die begründete Befürchtung, dass ich meine Kindheitserinnerungen zerstöre.

    120 Leute? Die passten bei dem Dom in dem ich in den 60ern tätig war ja in den Beichtstuhl. Da hatten wir ja zu Weihnachts-Mitternachtsmette mehr Ministranten im Einsatz.

    aber mich hat es immer interessiert, was Menschen zu irgendeinem Glauben bewegt, wodurch sie angezogen werden oder überzeugt sind, dieses oder jenes zu glauben.

    In den 70ern habe ich mich intensiv auch mit nicht-christl. Religionen beschäftigt und viele Veranstaltungen von Gurus und neuen Religionsverkündern besucht. Immer wieder ist mir dabei aufgefallen, dass sich die Menschen offensichtlich weniger von den Inhalten der Reden und Texte dieser Gurus angezogen fühlten und überzeugt wurden, sondern meistens nur von Riten oder gar von der Sprache des Gurus, von seiner Stimme oder auch Gestik.

    Oft hörte ich von Leuten, die nur Deutsch oder nur wenig Englisch sprachen: "Ach, wenn er (der Guru) in Englisch spricht, dann ist doch alles so viel klarer als in den deutschen Übersetzungen. Und wenn er in seiner Muttersprache spricht, ach, da kommt alles rüber ..." Mir wurde immer deutlicher, dass sich solche Menschen von reinen Äußerlichkeiten verleiten lassen und in Illusionen schwebten.

    Ähnliches scheint mir für diesen Tridentinischen Ritus zu gelten: die Menschen, die kein Latein verstehen, verstehen nur das, was sie sich einbilden, zu verstehen, sie erleben also nur ihre eigenen Fantasien und projizieren (hineingeheimnissen) diese hinein in den Text, in die Priesterfigur. Andere, die den Text verstehen, weil sie Latein beherrschen, würden den Text auch auf Deutsch verstehen und da würde sich inhaltlich nichts ändern. Nur der Klang der Sprache ist eben zu unterscheiden. Die wirkung von solchen Messen/Riten ist immer auch massenpsychologisch zu erklären.

    Von Mao weiß man, dass er diese emotionale, semantische Struktur der Chinesischen Sprache meisterhaft ausnutzen und die Sprache derart einsetzten konnte, dass sie einerseits eine rein politische und andererseits eine spirituelle Ebene zum Ausdruck brachte. Einige alte Sprachen, z.B. Sanskrit, sind auch konkret so angelegt, grammatisch wie semantisch, dass sie einerseits Weltliches und andererseits Spirituelles ausdrücken können. Dadurch gibt es verschiedene Übersetzungen mit verschiedenen Konnotationen. Sprachpsychologisch gäbe es hier also vieles zu untersuchen.

    Prinzipiell meine ich, dass man niemals einen Gott oder das Göttliche per se auf die Erde und in die Herzen der Menschen bringen kann durch (mechanistische) Riten, die dazu noch von festgelegten (starren) Sprachritualen begleitet sind. Weder Sprache noch Geste kann Gott im Menschen erwecken. Nur die innere Ausrichtung auf das Göttliche vermag dieses (vgl. Teilhard de Chardin). Und diese Ausrichtung und Einstellung, diese Öffnung liegt weit, weit jenseits von Sprache und Ritualen.

    Man muss also auch bei Ihnen annehmen, dass Sie leider gar nicht wissen, was Sie beten und was Sich-Gott-öffnen bedeutet., wenn Sie reine starre Riten als Weg zu Gott verteidigen.

    • gayorg
    • 06.02.2009 um 21:24 Uhr

    der papst hat immer !!! recht , so ist das nun mal bei den Christen, ( SORRY KATHOLIKEN )

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    der papst hat immer !!! recht , so ist das nun mal bei den Christen, ( SORRY KATHOLIKEN )

    ...im Gegensatz zu Ihnen! Haben sie auch schon mal recht gehabt?

    der papst hat immer !!! recht , so ist das nun mal bei den Christen, ( SORRY KATHOLIKEN )

    ...im Gegensatz zu Ihnen! Haben sie auch schon mal recht gehabt?

  3. 4. Genau

    der papst hat immer !!! recht , so ist das nun mal bei den Christen, ( SORRY KATHOLIKEN )

    ...im Gegensatz zu Ihnen! Haben sie auch schon mal recht gehabt?

    Antwort auf "AUFTRETEN ?"
  4. Als jemand der vor, während und auch noch ein Jahre nach dem 2. Vatikanum Ministrant war, würde mich die von Ihnen beschriebene 'Messe light' eher ängstigen: ich hätte die begründete Befürchtung, dass ich meine Kindheitserinnerungen zerstöre.

    120 Leute? Die passten bei dem Dom in dem ich in den 60ern tätig war ja in den Beichtstuhl. Da hatten wir ja zu Weihnachts-Mitternachtsmette mehr Ministranten im Einsatz.

    Antwort auf "Einigkeit ?"
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    120 Menschen, das hört sich "mickerig" an, aber an einem Mittwoch um 18,30 Uhr?

    Light? Ach was, wenn man hungrig ist, schmeck light auch. Wenn auch vollfett ganz gewiss schmackhafter ist. Was mich aber nicht zu den Pius-Brüdern bringen würde!
    Das ist mir nun doch zu üppig.

    Introibo ad altare dei..
    Ehemalige Messdiener sind mir sehr sympatisch!!

    120 Menschen, das hört sich "mickerig" an, aber an einem Mittwoch um 18,30 Uhr?

    Light? Ach was, wenn man hungrig ist, schmeck light auch. Wenn auch vollfett ganz gewiss schmackhafter ist. Was mich aber nicht zu den Pius-Brüdern bringen würde!
    Das ist mir nun doch zu üppig.

    Introibo ad altare dei..
    Ehemalige Messdiener sind mir sehr sympatisch!!

    • Crest
    • 06.02.2009 um 21:46 Uhr

    Dem interessierten Leser fällt die intellektuell unterschiedliche Tönung der beiden Interviewten sofort auf.

    R. Henseler vermittelt bereits nach wenigen Sätzen den Eindruck, zu wissen , von was er redet und bringt die kirchenrechtlichen Aspekte auf den Punkt. Vor allem zeigt er, dass man argumentativ in die Offensive gehen kann und tut dies auf nicht uncharmante Weise.

    Und S. Vesper? Wäre ich praktizierender Katholik, dann hätte ich den Eindruck, da ist ein "General"(Sekretär), so pazifistisch geprägt, dass er meine Kirche beim ersten Schuss im Stich ließe. Sein Verhalten wäre für mich einfach nur zum weinen. (Es ist mir zu mühsam und auch nicht wert, das jetzt Punkt für Punkt aufzudröseln. Es ist summa summarum reine "Betroffenheitsretorik": Nur ein paar Auszüge:

    Es dominiert das Entsetzen, die Betroffenheit und Ratlosigkeit über diese Entscheidung und ihre Folgen.

    Der Vatikan sollte....

    Ich mache mir große Sorge... )

    Ich frage mich, was ein Pater Leppich zu einem solchen Laien (im doppelten Wortsinn) gesagt hätte.

    Herzlichst Crest

  5. 120 Menschen, das hört sich "mickerig" an, aber an einem Mittwoch um 18,30 Uhr?

    Light? Ach was, wenn man hungrig ist, schmeck light auch. Wenn auch vollfett ganz gewiss schmackhafter ist. Was mich aber nicht zu den Pius-Brüdern bringen würde!
    Das ist mir nun doch zu üppig.

    Introibo ad altare dei..
    Ehemalige Messdiener sind mir sehr sympatisch!!

    Antwort auf "Besser nicht"
  6. Das empfindlichste Organ des Menschen ist der Geldbeutel. Die katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland hatte in den letzten zehn Jahren Kirchensteuereinnahmen von überschlägig 50 Milliarden Euro. Wenn der neo-mittelalterliche Papst Benedettto mitansehen müsste, wie in Deutschland "nur" eine Milliarde Euro jährlich flöten geht, weil ein Teil seiner deutschen Schafherde mit den Füßen über seine Politik abstimmt und aus der Kirche austritt, ach, wie schnell würde da die Pius-Neonazibruderschaft aus dem Tempel gejagt werden! Wie räudige Hunde! Dass Stefan Vesper als "Generalsekretär der Deutschen Katholiken" hier in der "ZEIT" das Gegenteil davon propagiert, nämlich "Auftreten, statt Austreten", entspricht seiner Interessenlage, nicht aber der Interessenlage der Weltkirche. Es wird Zeit, dass endlich mal ein Farbiger Papst wird, der die Rassisten vom Piusverein das Fürchten lehrt; und der Sitz des Papstes sollte dann auch gleich verlegt werden, egal, ob nach Südafrika oder nach Kolumbien. YES WE CAN!

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