Nazi-Schulnamen Braune Flecken an allen StraßeneckenSeite 2/2
Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft GEW sieht zwar die Bildungsstätten in der Pflicht: "Manchen Schulen ist es einerseits relativ gleichgültig oder sie befürchten eine zu große öffentliche Diskussion. Die intensive Auseinandersetzung sollte aber stattfinden", sagt die stellvertretende Vorsitzende Marianne Demmer. Das Thema Schulnamen müsse jedoch von den einzelnen Gemeinden geklärt werden und sie kann nur in seltenen Fällen zur Ländersache gemacht werden.
Demmer verurteilt es jedoch scharf, wenn Kommunalpolitiker Druck auf Schulen ausübten, die sich von belasteten Schulnamen trennen wollen oder Millionenspenden ausschlagen.Beispiele hierfür gibt es nämlich viele. Jahrelang war das in der Auseinandersetzung um das Friedrich-Flick-Gymnasium in Kreuztal der Fall. Friedrich Flick, verurteilter Kriegsverbrecher, hatte sich mit hohen Summen eine Schule als Denkmal in seiner Kommune gekauft. Erst im Herbst 2008 wurde die mehr als dreißigjährige Auseinandersetzung mit der Umbenennung des Gymnasiums in Städtisches Gymnasium Kreuztal beendet.
Im Falle eines Gymnasiums am Tegernsee sollte 2005 eine zehn Millionen schwere Stiftung des Multimilliardärs und Gründers des Metro-Konzerns Otto Beisheim zur Verewigung im Schulnamen führen. Auf das ablehnende Schulkollegium wurde damals enormer kommunalpolitischer Druck ausgeübt. Beisheim war hochrangiges Mitglied der SS.
Im August 2008 bekam das Erich-Hoepner-Gymnasium in Berlin einen neuen Namen. Nach 52 Jahren distanzierte man sich auch dort erstmals von der Biografie des Wehrmachtsgenerals Hoepner. Der stellte sich zwar 1944 gegen Hitler, hatte jahrelang aber als Befehlshaber Angriffskriege mitgeführt.
Der Autor der Studie, Gemser, war auch an diesem Prozess maßgeblich beteiligt. Zweieinhalb Jahre versuchte er, die Berliner Behörden zu einer Umbenennung zu bewegen. Die Schule beantwortete Gemsers Schreiben mit den Hinweisen, dass man im Unterricht die geschichtliche Rolle Hoepners ausführlich beleuchte. Und mit der Frage, ob es "nichts Wichtigeres zu tun gibt."
- Datum 13.02.2009 - 15:03 Uhr
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es ist durchaus gerechtfertigt, die biografie jeder persoenlichkeit zu durchleuchten, die als gallionsfigur einer bildungsstaette dient oder dienen soll. das ist man alleine schon den kindern schuldig, denen man mit moeglichen schandflecken ihre spaeteren lebenslaeufe verunstaltet.
wer aber eine NS-zugehoerigkeit pauschal verurteilt, ist selbst nicht weit vom faschismus entfernt. manchen menschen war es nunmal nicht moeglich, sich waehrend der schwarzen 12 jahre in luft aufzuloesen und anschliessend bluetenrein wieder aufzutauchen. was bitte hat denn eine mitgliedschaft im NS-lehrerbund zu bedeuten? war das vielleicht die alternative zu arbeitslosigkeit oder gar inhaftierung? war das etwa schlimmer als aktive politische oder wissenschaftliche mitgestaltung im sozialismus? gibt es ein buch darueber, wieviele schulen noch immer die namen von persoenlichkeiten tragen, die tragende stuetzen der DDR waren, sich dadurch also nicht weniger schuldig gemacht haben, und denen man deshalb nicht weniger grossen respekt entgegenbringen sollte? wer wuerde bertolt brecht, hanns eisler oder anna seghers wegen ihrer SED-zugehoerigkeit oder -naehe pauschal verurteilen, wo sie doch so grosses fuer die kunst geleistet haben? gibt es noch manfred-von-ardenne-schulen, benannt nach einem wissenschaftler, der nicht nur unglaubliches in ferhsehtechnik und medizin, sondern auch beim bau der sowjetischen atombombe geleistet hat? oder wuerde es jemand wagen, erwin-strittmatter-schulen umzubenennen, weil er fuer die stasi gearbeitet hat - naja, und leider auch fuer die SS?
Hier haben wir ihn wieder, den, der Sozialismus, sowjetische Atombombe, die SED usw. mit der widerwärtigen NS-Bewegung und all ihren Facetten gleichsetzt und dabei ausserdem alle die beleidigt, die Nachteile in Kauf nehmen mussten weil sie nicht begeistert den rechten Arm hochrissen.
Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie ihr und euresgleichen mich anekelt.
keine schönen Grüße
[Anm.: Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche und konstruktive Debatte. Danke. /Die Redaktion pt.]
Hier haben wir ihn wieder, den, der Sozialismus, sowjetische Atombombe, die SED usw. mit der widerwärtigen NS-Bewegung und all ihren Facetten gleichsetzt und dabei ausserdem alle die beleidigt, die Nachteile in Kauf nehmen mussten weil sie nicht begeistert den rechten Arm hochrissen.
Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie ihr und euresgleichen mich anekelt.
keine schönen Grüße
[Anm.: Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche und konstruktive Debatte. Danke. /Die Redaktion pt.]
"Im August 2008 bekam das Erich-Hoepner-Gymnasium in Berlin einen neuen Namen. Nach 52 Jahren distanzierte man sich auch dort erstmals von der Biografie des Wehrmachtsgenerals Hoepner. Der stellte sich zwar 1944 gegen Hitler, hatte jahrelang aber als Befehlshaber Angriffskriege mitgeführt."
Ich hoffe, dass auch alle Stauffenberg-Schulen von ihrem Namen befreit werden, da für ihn dasselbe wir für Hoepner gilt. Eine Günter-Grass-Schule darf es ebenfalls niemals geben. Die Schmidt-Universität in Hamburg sollte wegen der Wehrmachtsvergangenheit von Helmut Schmidt ebenfalls umbenannt werden. Die Stadt Wolfsburg ist dann hoffentlich auch irgendwann mal dran.
Wenn diese Säuberung abgeschlossen ist, können wir uns den vielen Schulen in meiner ostdeutschen Heimat widmen, die immer noch die Namen von Vetretern des DDR-Regimes tragen. Jeder, der jemals Mitglied der SED, der Jungen Pioniere oder FDJ war, sollte umgehend der Damnatio memoriae anfallen.
Wenn dann Deutschland von allen Spuren des Bösen gereinigt ist, sollten wir Geralf Gemser in Anerkennung seiner grandiosen Initiative das Bundesverdienstkreuz verleihen.
Als allererstes sollte der Henry-Ford-Bau an der Freien Universität umbenannt werden (wie wäre es statt dessen mit Varian-Fry-Bau?)
Henry Ford war ein glühender Antisemit, der antisemitische Schriften wie "Der Ewige Jude" und die "Protokolle der Weisen aus Zion" herausgegeben hat, und zwar in einer Millionenauflage und weltweit. Allein in den USA vertrieb Ford zehn Millionen Stück des "Ewigen Juden", er ließ das Buch auf eigene Kosten ins Polnische, Rumänische, Tschechische, Serbokroatische, Ungarische, Griechische, Spanische, Portugiesische, Italienische, Holländische, Schwedische, Arabische und Deutsche übersetzen.
In den zwanziger Jahren hat Ford der jungen NSdAP Millionenspenden für Waffen gegeben, deshalb hing auch ein Portrait von ihm über Hitlers Schreibtisch in der Münchner Parteizentrale. Hitler bezeichnete Ford 1931 als "meine Inspiration".
Noch deutlicher war die Unterstützung während des Krieges: Ford-Autos rollten für die Wehrmacht, Ford bekam 1938 von den Nazis den "Adlerorden" verliehen (ein goldenes Kreuz mit vier kleinen Hakenkreuzen eingebettet in weißer Emaille an einer roten Schnur, dazu reiste der deutsche Botschafter eigens nach Detroit. Ein Jahr später schenkte Ford dem Führer 10.000 Reichsmark zum Geburtstag.
Nach dem Krieg stellte die US Army fest, dass Ford in Deutschland kriegswichtige Werke betrieb, die ein “Arsenal des Nazismus” waren, Ford hatte zudem Rohstoffe und Karossenteile aus den USA nach Deutschland importieren lassen. 1943 schloss Ford einen Vertrag mit der Wehrmacht, die Turbine für die V2 zu liefern (musste davon aber unter Druck der amerikanischen Armeeführung zurücktreten).
http://www.businessweek.c...
Der Chemnitzer Schullehrer hat recht, doch würde er noch viel reichere Beute machen, wenn er die noch in Ostdeutschland verbliebenen Straßen zählte, die nach kommunistischen und sowjetischen Helden benannt sind, darunter viele, die nicht einmal einen Fuß auf deutschen Boden setzten.
die russischen und sowjetischen Helden haben aber kein Genozid an einer Nation betrieben.
die russischen und sowjetischen Helden haben aber kein Genozid an einer Nation betrieben.
die russischen und sowjetischen Helden haben aber kein Genozid an einer Nation betrieben.
Vielleicht solten Sie sich doch mal etwas mit der Geschichte der Sowjetunion, der DDR und auch der von Väterchen Stalin beschäftigen.
Da gab es eine Menge Toter. Gut, die starben für den Sozialismus, aber tot sind sie halt trotzdem.
Stichworte wären der Terror von 1937, Kulaken, Deportation und auch GULAG.
Vielleicht solten Sie sich doch mal etwas mit der Geschichte der Sowjetunion, der DDR und auch der von Väterchen Stalin beschäftigen.
Da gab es eine Menge Toter. Gut, die starben für den Sozialismus, aber tot sind sie halt trotzdem.
Stichworte wären der Terror von 1937, Kulaken, Deportation und auch GULAG.
100 von über 33000 - das sind also "unglaubliche" ca. 3 Promille oder 0,3 Prozent!
Und der Autor schreibt "an allen Strassenecken"? Ist da die Perspektive verrutscht?
Mir gefallen Namen von Weltkriegs-II-Generälen an Schulen auch nicht. Aber die Diskussion sollte wirklich ohne diesen Saubermänner-Eifer geführt werden.
Übrigens, wer war 3 Jahre lang Staatoberhaupt eines Bundesstaates und anschliessend 23 Jahre lang des Gesamtstaates, welcher Hitler beim Start des II Weltkrieges unterstützte, und unter dessen Amtszeit noch vor dem Beginn des Krieges mehr als 6 Millionen Menschen starben ? Welche alte Stadt nennt sich heute noch nach ihm?
Richtig: Kalinin bzw. Kaliningrad. Das ist an und für sich nur ein russisches Problem - aber ist es dann moralisch, wenn wir diesen Namen ganz selbstverständlich verwenden? Womöglich noch eifrig, um unsere guten Absichten zu demonstrieren gegen böse verknöcherte Nationalisten und traurige alte Leute?
Sollten wir das als Saubermänner nicht abschaffen, genau wie die "Agnes-Miegel"-Schule?
Man sieht, wohin moralischer Rigorismus führt, wenn man ihn im Alltagsleben verwendet. Die militärischen Verschwörer des 20. Juli waren wohl alle keine lupenreinen Demokraten - sonst hätten sie schon lange vorher ihren Rang verloren, und kaum eine Chance gehabt, mit einer Bombe in Hitlers Nähe zu kommen.
Agnes Miegel hat wohl ein paar gute Gedichte geschrieben "... und die Düne kam und deckte sie zu", und sich dem Führerkult ergeben, wie damals so viele Leute, auch meine Eltern. Das ist nicht schön: aber von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Mitglied irgendeiner NS-Organisation zu sein, war in der Nazi-Zeit für viele unvermeidlich, die ihren Beruf nicht verlieren wollten.
Mit einem Wort: man muss auf den Einzelfall schauen.
Den Saubermännern aber empfehle ich, auch bei Hanns-Martin-Schleyer genauer hinzusehen!
Also: 0,3 Promille - wenn man alle Unterorganisationen und "nationalistische Heimatbücher aus dem NS-Lehrerbund" mitzählt: das ist ja gar nicht so schlecht!
Ich weiss nicht, was ich von der Einstellung halten soll, dass es ja doch ganz verständlich ist, Mitglied in einer der verschiedenen nationalsozialistischen Vereinigungen gewesen zu sein, um das eigenen berufliche Überleben zu sichern (Referenz: "...aber von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Mitglied irgendeiner NS-Organisation zu sein, war in der Nazi-Zeit für viele unvermeidlich, die ihren Beruf nicht verlieren wollten".
Das ist Verharmlosung (besonders die Floskel: wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...das passt hier m.E. überhaupt nicht).
Das ist ja gerade das unheimliche Phänomen des Holocaust bzw. seines Möglichwerdens: jeder/jede wollte kurzfristig überleben und war froh, glücklicherweise keiner Gruppe der zu vergasenden/verhungernden Versuchskaninchen anzugehören. Eigentlich widerlich.
Liegt's daran, dass man seine eigenen Eltern in Schutz nehmen möchte? Ihre Feigheit? Und/oder Ideenlosigkeit, sicher anders aktiv zu widersetzen und zu organisieren?
Und es ist vielleicht auch ein Zeichen von Feigheit/Ignoranz vieler, und keine besondere Heldentat, dass Schulnamensforschung 60(!) Jahre nach Ende einer der vielen menschengemachten Höllen auf Erden derart in Erscheinung tritt.
Solche "Rationalisierungen" kann man vielleicht nur "heilen", indem man Menschen in Simulatoren für Gaskammern, wochenlanges Hungern, medizinische Versuche, Erniedrigungen und Demütigungen, Massenerschiessungen etc. zwingt.
Ich weiss nicht, was ich von der Einstellung halten soll, dass es ja doch ganz verständlich ist, Mitglied in einer der verschiedenen nationalsozialistischen Vereinigungen gewesen zu sein, um das eigenen berufliche Überleben zu sichern (Referenz: "...aber von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Mitglied irgendeiner NS-Organisation zu sein, war in der Nazi-Zeit für viele unvermeidlich, die ihren Beruf nicht verlieren wollten".
Das ist Verharmlosung (besonders die Floskel: wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...das passt hier m.E. überhaupt nicht).
Das ist ja gerade das unheimliche Phänomen des Holocaust bzw. seines Möglichwerdens: jeder/jede wollte kurzfristig überleben und war froh, glücklicherweise keiner Gruppe der zu vergasenden/verhungernden Versuchskaninchen anzugehören. Eigentlich widerlich.
Liegt's daran, dass man seine eigenen Eltern in Schutz nehmen möchte? Ihre Feigheit? Und/oder Ideenlosigkeit, sicher anders aktiv zu widersetzen und zu organisieren?
Und es ist vielleicht auch ein Zeichen von Feigheit/Ignoranz vieler, und keine besondere Heldentat, dass Schulnamensforschung 60(!) Jahre nach Ende einer der vielen menschengemachten Höllen auf Erden derart in Erscheinung tritt.
Solche "Rationalisierungen" kann man vielleicht nur "heilen", indem man Menschen in Simulatoren für Gaskammern, wochenlanges Hungern, medizinische Versuche, Erniedrigungen und Demütigungen, Massenerschiessungen etc. zwingt.
„die russischen und sowjetischen Helden haben aber kein Genozid an einer Nation betrieben.“
Hatten Sie Geschichtsunterricht in der ehemaligen UdSSR???
Stalin trieb ab 1928 die Zwangskollektivierung Landwirtschaft unnachgiebig voran. Dabei brach er rücksichtslos den Widerstand der wohlhabenderen Bauern, die er als „Kulaken“ diffamierte. Folge, aber auch durchaus erwünschtes Hilfsmittel der Kollektivierung war eine riesige Hungersnot im ganzen Land, die besonders fürchterliche Ausmaße an der Wolga und in der Ukraine annahm. Sie kostete mehrere Millionen Menschen das Leben, jedoch sind genaue Opferzahlen nicht bekannt.
Quelle WIKIPEDIA (eigentlich aber auch Allgemeinwissen)
Dabei unterstützt von Menschen, die heute noch mit ihren Namen die Portale von Gebäuden oder Strassen schmücken.
Als was bezeichnen Sie denn das?
Geschichtsunfall??
Und über das NKWD später KGB und ähnliche Taten Ihrer „russischen und sowjetischen Helden“ sollte man - glaube ich – auch gar nicht erst reden...
waren eigentlich 1939 gegen Polen dabei? Natürlich hätte Hitler den Krieg auch alleine angefangen - aber Stalin hat ihm den Rücken freigehalten, Schmiere gestanden, wichtige Rohstoffe geliefert, und dafür brüderlich die Beute geteilt - und mußte später nichts davon wieder herausgeben.
waren eigentlich 1939 gegen Polen dabei? Natürlich hätte Hitler den Krieg auch alleine angefangen - aber Stalin hat ihm den Rücken freigehalten, Schmiere gestanden, wichtige Rohstoffe geliefert, und dafür brüderlich die Beute geteilt - und mußte später nichts davon wieder herausgeben.
waren eigentlich 1939 gegen Polen dabei? Natürlich hätte Hitler den Krieg auch alleine angefangen - aber Stalin hat ihm den Rücken freigehalten, Schmiere gestanden, wichtige Rohstoffe geliefert, und dafür brüderlich die Beute geteilt - und mußte später nichts davon wieder herausgeben.
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