Kernenergie Atomkraft hilft dem Klima nichtSeite 2/2
Zudem sind die Pläne für Kraftwerksneubauten, die von den Regierungen derzeit im Wochentakt verkündet werden, vollkommen unrealistisch. Es handelt sich um Absichtserklärungen, mehr nicht. In Europa gibt es zurzeit gerade einmal zwei AKW-Baustellen: in Frankreich und in Finnland.
An beiden Standorten verzögern sich schon jetzt die Bauarbeiten, weil die Behörden Mängel feststellten. Im französischen Flamanville verhängte die Aufsicht ein Bauverbot wegen mangelhafter Schweißarbeiten und Rissen im Beton. Dass der Vorzeigemeiler teurer wird, als geplant, ist sicher. Ähnlich die Lage im finnischen Olkiluoto: Der erste neue Meiler in Europa seit Tschernobyl sollte eigentlich dieses Jahr ans Netz gehen. Nun wird es wohl 2012.
Darüber hinaus verweist die Branche gerne auf die angeblich so geringen Kosten der Atomenergie. Sie halte den Strompreis niedrig und sei deswegen sozial. Doch auch dieses Argument zieht nicht. Der niedrige Preis ist nur möglich, weil die Kernenergie in der Vergangenheit hochgradig subventioniert wurde – allein in Deutschland mit mehr als 100 Milliarden Euro.
Fatih Birol, der Chefökonom der IEA, schätzt, dass weltweit jedes Jahr mindestens 20 neue Meiler gebaut werden müssten, damit die Atomkraft überhaupt irgendeinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten könne – und das bei einer noch immer ungelösten Endlagerfrage. Die Branche aber besitzt überhaupt nicht die Kapazitäten, um sämtliche Pläne zu realisieren, und die Modelle, die aktuell im Gespräch sind, wurden noch nie gebaut.
Die Kernkraft-Zukunft ist nicht so rosig, wie die Atombranche sie malt.
- Datum 29.07.2009 - 18:10 Uhr
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- Serie Energie
- Quelle ZEIT ONLINE, 6.2.2009 - 13:34 Uhr
- Kommentare 120
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Meine Güte, was für !Argumente! gegen die Kernkraft.
Die Vergleiche mit Einsparpotenzialen durch Energiesparen sind völliger Humbug. Je mehr Energie ich spare, desto größer der Anteil des danach verbleibenden Energiebedarfs, den ich durch Kernenergie CO2-neutral decken darf. Das sind dann nicht mehr 6%, sondern plötzlich 30%. Warum das eine das andere ausschließen soll? Schleierhaft.
Die Kernkraft ist nur günstig, weil sie in der Vergangenheit subventioniert wurde? Tolle Begründung, um die nun einmal ausgegebenen Subventionen nunmehr ersatzlos abzuschreiben. Sollte es jemals so weit kommen, daß durch jahrzehntelange EEG-Subventionen, sagen wir mal, Windkraft endlich marktfähig wird, dann wollen wir bitte auch diesen künstlich teuer rechnen: weg damit, ist doch nur durch Subventionen möglich geworden. Wie wäre es mit dem umgekehrten Argument: jetzt haben wir den Aufwand betrieben, nun laßt uns auch die Früchte ernten?
Die Endlagerung ist ungelöst? Der Salzstock Gorleben ist praktisch ein fertiges Endlager, und zwar ein taugliches. Einzig die Politik, genauer: bestimmte Teile derselben, verhindert seit vielen, vielen Jahren die letzten Schritte zu dessen Inbetriebnahme - weil ein "gelöstes Endlagerproblem" den Kernkraftgegner ihr wichtigstes Argument aus den Segeln nähme.
Die Firmen haben zu wenig Kapazitäten? Das ist nun wirklich der Gipfel. Wäre der politische Wille da, dann würden die Kapazitäten entsprechend steigen, oder?
genauso tauglich wie Asse. Aber keine Frage, es wird wahrscheinlich die nächsten 30 Jahre halten und dann nach uns die Sintflut.
Der Salzstock Asse sollte auch ein sicheres Endlager sein. Dort sind schwach- und mittelradioaktiv belastete Stoffe gelagert. Der Salzstock säuft aktuell ab. Man weiß immer noch nicht, wie man die absehbare Umweltkatastrophe am besten abwenden kann.
Soviel zu sicheren Endlagern in Salzstöcken wie in Gorleben.
Wer mehr zum unsicheren Endlager Asse wissen will, braucht nur mit mit einer Suchmaschine nach Asse zu suchen.
Nervt mich seit Jahren, dass die Volksverbloedung in Deutschland einen Wiedereinstieg in die Kernkraft fast aussichtslos macht. Von wegen Kernkraftlobby...
Kernkraftwerke der 70er Jahre sind nicht die langfristige Loesung die wir suchen, aber ein wichtiger Schritt das Risiko eines Klimawandels zu veringern. Ist wirklich eine Risikoabwaegung, mehr als Alles.
Wenn ich das richtig vertsehen, dann koennen bis zu 95% des Uraniums recycled werden. Dazu muessten wir aber alle Franzosen werden und schnelle Brueter und Wiederaufbereitungsanlagen moegen.
(entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
Marcus Maedl
San Diego, CA
genauso tauglich wie Asse. Aber keine Frage, es wird wahrscheinlich die nächsten 30 Jahre halten und dann nach uns die Sintflut.
Der Salzstock Asse sollte auch ein sicheres Endlager sein. Dort sind schwach- und mittelradioaktiv belastete Stoffe gelagert. Der Salzstock säuft aktuell ab. Man weiß immer noch nicht, wie man die absehbare Umweltkatastrophe am besten abwenden kann.
Soviel zu sicheren Endlagern in Salzstöcken wie in Gorleben.
Wer mehr zum unsicheren Endlager Asse wissen will, braucht nur mit mit einer Suchmaschine nach Asse zu suchen.
Nervt mich seit Jahren, dass die Volksverbloedung in Deutschland einen Wiedereinstieg in die Kernkraft fast aussichtslos macht. Von wegen Kernkraftlobby...
Kernkraftwerke der 70er Jahre sind nicht die langfristige Loesung die wir suchen, aber ein wichtiger Schritt das Risiko eines Klimawandels zu veringern. Ist wirklich eine Risikoabwaegung, mehr als Alles.
Wenn ich das richtig vertsehen, dann koennen bis zu 95% des Uraniums recycled werden. Dazu muessten wir aber alle Franzosen werden und schnelle Brueter und Wiederaufbereitungsanlagen moegen.
(entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
Marcus Maedl
San Diego, CA
Die Verfahrenskombination aus heimischer Kohle und
weiter nutzbarer Atomenergie ergibt eine Kostenminderung.
Co2-Einsparungen werden ceteris paribus nicht erzielt.
Ich denke, die Laufzeitenverlängerung kommt auch in
der BRD. Keine Frage. Schwarz-Gelb macht das.
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Die Aufklärung darf kein leerer Wahn werden in einer Zeit der Anmaßungen.
genauso tauglich wie Asse. Aber keine Frage, es wird wahrscheinlich die nächsten 30 Jahre halten und dann nach uns die Sintflut.
3 Mio. Jahre sicher. Das Problem der Endlagerung ist ein Pseudoproblem was aus reiner Profilierungssucht einiger Politiker diskutiert wird.
sind zwei völlig verschiedene paar stiefel. asse war nie für hochradioaktiven müll bestimmt. asse ist eine reine medienkampagne
der atomgegner, wenn man keine richtigen argumente hat.
ich habe ´88 abi gemacht. ich hatte physik LK, zwar nicht glanzvoll, aber immerhin. die jungen damen, die damals an unserer schule die anti-akw stimmung anheizten und ein entsprechendes outfit spazierentrugen, waren vornehmlich toechter von gewerkschaftern und von der ev.luth kirche nahestehenden personen. und alle sie hatten naturwissenschaftliche fächer abgewählt.
das fach, um das es ihnen ging, fängt zwar auch mit P an,
ist aber nicht Physik :) die akw´s mußten ein stück weit als metapher für teile des deutschen establishments herhalten. nach dem motto:
lebensfeindlich und bedrohlich, wie jene herrschaftsmenschen, so die böse technik.
3 Mio. Jahre sicher. Das Problem der Endlagerung ist ein Pseudoproblem was aus reiner Profilierungssucht einiger Politiker diskutiert wird.
sind zwei völlig verschiedene paar stiefel. asse war nie für hochradioaktiven müll bestimmt. asse ist eine reine medienkampagne
der atomgegner, wenn man keine richtigen argumente hat.
ich habe ´88 abi gemacht. ich hatte physik LK, zwar nicht glanzvoll, aber immerhin. die jungen damen, die damals an unserer schule die anti-akw stimmung anheizten und ein entsprechendes outfit spazierentrugen, waren vornehmlich toechter von gewerkschaftern und von der ev.luth kirche nahestehenden personen. und alle sie hatten naturwissenschaftliche fächer abgewählt.
das fach, um das es ihnen ging, fängt zwar auch mit P an,
ist aber nicht Physik :) die akw´s mußten ein stück weit als metapher für teile des deutschen establishments herhalten. nach dem motto:
lebensfeindlich und bedrohlich, wie jene herrschaftsmenschen, so die böse technik.
Über den Neubau kann man in Deutschland ja meinetwegen streiten. Was aber nicht nachvollziehbar ist, ist daß die mit modernsten und sichersten Atomkraftwerke der Welt in Deutschland (wo zudem auch noch strenge Kontrollen herrschen) aufgrund von politisch-ideologischer Verblendung weit vor eigentlichem Ablauf vom Netz genommen werden sollen, während wir den Atomstrom aus Frankreich und anderswoher importieren. Gleichzeitig baut man neue Kohlekraftwerke und meint seitens der Politik damit die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. Hier siegt mal wieder Gutmenschenträumerei über Vernunft. Getreu dem Pipi-Langstrumpf-Credo: Ich mache mir die Welt wide-wide-wie sie mir gefällt.
Es bleibt zu hoffen, daß Schwarz-Gelb im Bund demnächst die Mehrheit erhält und diesem rot-grünen Spuk ein Ende bereitet.
Der Spruch "modernsten und sichersten Atomkraftwerke der Welt in Deutschland" ist so abgedroschen, dass er fast nicht mehr zu ertragen ist. Woher kommt dieses Wissen (Unwissen, Halbwissen)?
Der Spruch gehört in die Reihe: "Die Erde ist eine Scheibe" und "Iss Spinat, da ist viel Eisen drin."
Der Spruch "modernsten und sichersten Atomkraftwerke der Welt in Deutschland" ist so abgedroschen, dass er fast nicht mehr zu ertragen ist. Woher kommt dieses Wissen (Unwissen, Halbwissen)?
Der Spruch gehört in die Reihe: "Die Erde ist eine Scheibe" und "Iss Spinat, da ist viel Eisen drin."
wäre denn rosig? Die der subventionierten Windturbinen,
mit unkalkulierbaren Betriebsstunden? Oder Solarzellen
im Grau unserer Tage? Wenn der Weltrettungsrummel
der IPCC-Päpste den Leuten nicht den Verstand ausge-
schaltet hätte, könnte man heute sachlich-nüchtern
über gut gemischte Energie-Erzeugung diskutieren, die
uns auch unabhängiger von Gas-Gerd & Cons. machen
würde.
... da gehe ich jede Wette ein. Aber nicht wegen des Klimas, sondern wegen der super Profite an den bereits abgeschriebenen A-Kraftwerken. Denn das der Strom nennenswert billiger wird und die Konzerne dafür auf ihre Mrd. Einnahmen verzichten, glaubt doch wohl niemand, oder? Ebensowenig wird das gewählte Lumpenpack auf lukrative Aufsichtsratsposten verzichten wollen, Schröder und Clement zeigen wie es geht.
Die Kosten für die Ach-So-Billige Atomkraft, die über den Betrieb der Anlagen hinausgehen, bezahlen natürlich wir. Ebenso wie wir die Risiken tragen und den Schaden haben (A-Kraftwerke sind nicht richtig haftpflichtversichert, to big to fail). Den mindestens jahrhunderte bis jahrtausende strahlenden Dreck müssen sowieso wir (und unsere Kinder) versorgen. Wie sicher dabei etwa Gorleben ist, kann man hier nachlesen, wie verantwortlich Industrie und Politik mit dem Müll umgehen, sieht man etwa bei ASSE II.
Nur völlig merkbefreite setzen noch weiter auf diese Technologie, wo selbst das sonnenarme Deutschland mit lediglich 2% Fotovoltaik auf seiner Fläche, seinen kompletten Strom-Energiebedarf decken könnte. Von Windkraft, Erdwärme, Biomasse, Wasserkraft etc. und entsprechender Einspartechnik gar nicht zu reden. MAN MUSS ES NUR ENERGISCH angehen, zu dumm, dass dezentrale Energieversorgung nicht dasselbe Bestechungspotential hat, wie zentrale Großkraftwerke von Mega-Konzernen. Wenigstens gibt es das EEG, das tröstet etwas.
wenn es wirklich zu einem Unglück in einem Atomkraftwerk kommen sollte würde ich freiwillig auf die Haftpflicht verzichten.
Aber rechnen wir doch mal Ihr Sonnenwunderwerk nach. 2% der Grundfläche Deutschlands sollen uns also von allen Sorgen erlösen, das wären 7000 Quadratkilometer Solarpaneel mal wieviel Euro pro qm? berlin hat übrigens ca 890 Quadratkilometer Fläche.
wenn es wirklich zu einem Unglück in einem Atomkraftwerk kommen sollte würde ich freiwillig auf die Haftpflicht verzichten.
Aber rechnen wir doch mal Ihr Sonnenwunderwerk nach. 2% der Grundfläche Deutschlands sollen uns also von allen Sorgen erlösen, das wären 7000 Quadratkilometer Solarpaneel mal wieviel Euro pro qm? berlin hat übrigens ca 890 Quadratkilometer Fläche.
Kurzfristig wird man einen kompletten Ausstieg nur mit riesigen Subventionen schaffen. Und das bei bereits leeren Kassen. Das muss aber nicht heißen, dass es langfristig nicht besser ist.
Wer kann schon Endlagerkosten über ein paar hunderttausend Jahre rechnen?
ist ohne Subventionen zu haben. Man muß nur den Kraftwerksbetreibern eine volle Haftplichtversicherung aufs Auge drücken. Jeder Autofahrer muß schließlich auch für seine Unfälle versichert sein, warum nicht jeder Kraftwerksbetreiber? Weil die Energieversorger eine solche Versicherung nicht würden zahlen wollen, würden sie sofort alle aussteigen.
ist ohne Subventionen zu haben. Man muß nur den Kraftwerksbetreibern eine volle Haftplichtversicherung aufs Auge drücken. Jeder Autofahrer muß schließlich auch für seine Unfälle versichert sein, warum nicht jeder Kraftwerksbetreiber? Weil die Energieversorger eine solche Versicherung nicht würden zahlen wollen, würden sie sofort alle aussteigen.
Wie man an den Kommentaren sehen kann, ist die Lobby/Marketing Arbeit der Atomstromer wirklich exzellent. Kommentar 1 ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, aber der meint das wirklich ernst! Sehr traurig dass danach dann poltische Entscheidungen gefällt werden (Wahlen). Gas-Gerd hatte schon Recht - ist nur Stimmvieh.
Leider tauchen immer wieder die gleichen Nonsenskommentare auf: Ist doch alles sicher, wir haben doch ein Endlager, Wind und Sonne sind ja nicht kalkulierbar, Kernenergie macht unabhängig etc etc. Immer derselbe Blödsinn aus den Atomlobby-Prospekten.
Der Artikel an sich ist ziemlich gut, wenn er auch sehr kurz nur ausgewählte Probleme anspricht. Atomkraftwerksneubauten sind allesamt Luftschlösser. Alle im Bau befindlichen Reaktoren sind Bauruinen, die niemals Gewinn erwirtschaften werden, aber extrem teuer sind.
Desweiteren fehlt der Welt (!) das Kapital, um Neubauten überhaupt realisieren zu können. Da müsste Obama sein Konjunkturpaket verzehnfachen und es bliebe nix für das Volk übrig, ausser paar Fässer mit Brennstäben, an denen sich die Ärmsten dann wärmen dürfen.
zu den altbackenen Argumenten der vorangegangenen Kommentatoren:
Unabhängigkeit dank Kernenergie - selten so gelacht. Man sollte sich einfach mal die Mühe machen und googeln, wo Uran abgebaut wird (schon die "unglaubliche" Anzahl Länder). Dann kann man nochmal drüber nachdenken, was Unabhängigkeit wirklich bedeutet.
Wind/Sonne sind nicht kalkulierbar: So what?! Wir haben ein europäisches Stromnetz und kaufen den Strom eben, der fehlt und verkaufen ihn, wenn wir zuviel haben. Sowas nennt man REALITÄT. Schon lange...
Wir kaufen dann Atomstrom der Anderen. Richtig und man mag das politisch heuchlerisch nennen. Aber wir haben nicht das Problem der Endlagerung (Aufwand/Kosten/Risiken). Damit können sich andere rumschlagen.
Der politische Wille erzeugt Kapazitäten. Jaja, genau. Es gibt nur 1 Giesserei weltweit, die das know how hat. Und das geben die nicht her. Die wären ja schön blöd. Und dass es in den 70igern den politischen Willen gab bestreitet sicher keiner, doch Kapazitäten haben sich da auch nicht entwickelt. Vielleicht ist das dann doch nicht so einfach, was?
Echte Unabhängigkeit erzeugt man nur mit Dezentralisierung der Produktion und mit geringerem Verbrauch. Dezentralisierung geht NIE mit Kernkraft, dazu ist die viel zu gefährlich und teuer. Wind,Sonne, Biomasse und wie sie alle heissen sind echte Dezentralisierung und damit langfristig erfolgreicher. Und wer weniger verbraucht, der kommt auch mit "unberechenbaren" Stromquellen aus, denn die Stromvorratstechnologie (ok...Batterien) bleibt auch nicht stehen.
Vieles davon erschliesst sich nach nur 5 minuten Nachdenken und Internetrecherche und ich kann nicht verstehen, dass noch so viele Leute auf den Murks der Stromanbieter reinfallen...
"Sehr traurig dass danach dann poltische Entscheidungen gefällt werden (Wahlen). Gas-Gerd hatte schon Recht - ist nur Stimmvieh."
Auch wenn ich deinem Kommentar im Wesentlichen zustimme: spar dir doch dieses Bürgerbashing. Auch du weißt nicht wie eine Abstimmung zu dem Thema ausgehen würde und was Wahlen aussagen weiß jeder: das was die Parteien hineininterpretieren wollen, nicht mehr.
Im Gegensatz engagieren sich seit Jahrzehnten Menschen gegen Atomkraft, und Deutschland ist immerhin eines der wenigen Länder die den Ausstieg beschlossen haben und ein sehr erfolgreiches EEG haben. Trotzdem werde ich diesmal nicht grün wählen, es gibt halt auch noch andere Themen und ich will diese Partei nicht wieder als Ja-Sager in einer Koalition sitzen sehen, die den Sozialabbau weiter vorantreibt. Und glaubhaft für eine Bürgerdemokratie sind die Grünen auch nicht eingetreten, wie man damals vielleicht hätte hoffen können.
Kann mich Daniel080778 nur anschließen und möchte seine Argumente noch ein wenig weiter ausführen:
1)Wo ist die Unabhängigkeit des Atomstrom?
Unser Uran kommt hauptsächlich aus afrikanischen Ländern wie dem Sudan, eine wirklich Unabhängigkeit ist also nich zu erkennen.
2)Wie groß ist der Anteil der Atomenergie am Primärenergiebedarf Deutschlands?
Wenn man sich Statistiken anschaut, so stellt man fest dass der angegebene Teil der Atomenergie zwar schwankt, allerdings in allen Statistiken sehr gering ist. Jeder der die Meinung vertritt, Atomernergie wäre die Lösung unserer Energieprobleme, vergisst also, dass selbst bei Maximalbetrieb aller fertiggestellten Atomkraftwerke die gelieferte Energie niemals ausreichen würde.
3)Ist der Bau von neuen Atomkraftwerken sinnvoll?
Selbst wenn man es schaffen würde (was stark zu bezweifeln ist), schnell neue Atomkraftwerke zu bauen und in Betrieb zu nehmen, betseht immer noch das Problem der Uranbeschaffung. So haben einige Uranbergwerke mit massiven Einbruch von Wasser zu kämpfen. Außerdem gibt es Hochrechnungen (mit Vorsicht zu betrachten), dass das förderbare Uran bei weitem nicht mehr so lange reicht, wie bisher gedacht wurde. So ist z.B. das heutzutage verwendete Uran, fast ausschließlich Uran, welches aus ehemaligen Atomwaffen stammt. Der Vorschlag der Japaner auf einem der letzten Energiegipfel, massiv in den Neubau von Atomkraftwerken zu investieren, ist also auch zum Scheitern verurteilt.
Auch ist der Atomstrom keinesfalls CO2-frei. Die Aufbereitung und Herstellung des Urans verursacht ebenfalls CO2-Emission. Die Charme-Offensive der Atomlobby mit ihren schönen Plakaten von Atomkraftwerken als Klimaretter ist also nichts weiter als eine Schönrederei der Wirklichkeit.
4) Wird der Strom für den Endverbraucher billiger, wenn der Anteil des Atomstroms steigt?
Eindeutig mit Nein zu beantworten. Für den Endverbraucher würde sich bei Ausbau des Atomstromanteils kein Unterschied einstellen, da sich der Strompreis nach dem teuersten Anteil in der Produzentenkette richtet. Abgeschriebene Atomkraftwerke sind also eine reine Goldgrube für die Energiekonzerne.
5)Sind die Endlager sicher?
Schwer zu sagen, die Risiken sind auf jeden Fall nicht kalkulierbar. Asse ist seit längerem als Problem bekannt, wurde aber lange der Öffentlichkeit vorenthalten. Das Problem liegt auch dabei, dass man nicht genau weiß in welchem Zustand sich die Fässer befinden. Experten gehen davon aus, dass einige der Fässer beim Einlagern beschädigt wurden und ein einfaches Herauslösen aus der Umgebung nicht ohne Strahlenaustritt möglich ist.
6)Was ist also die Lösung des Energieproblems?
Eine schwierige Frage, Atomenergie auf jeden Fall NICHT. Die Förderung der erneuerbaren Energien ist eigentlich die einzige Möglichkeit. Auch der Ausbau eines Gesamteuropäischen Stromnetzes scheint sehr sinnvoll.
Und jeder der die Forschungsgelder in diese Richtung für verschwendet ansieht, sollte sich mal Statistiken anschauen, wieviel Forschungsgeld in Atomenergie gesteckt wurde und wie bescheiden die Entwicklung in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten war.
Ich bitte um Entschuldigung, dass nicht alle meiner Thesen mit Belegen untermauert sind. Einfach mal ein wenig suchen, es gibt zu jeder These genug Material im Netz.
Das ist die Frage, die ich mir immer wieder stelle.
Wie schaffen sie es nur ihren Blödsinn immer wieder so gut in den Köpfen der Menschen einzupflanzen.
Meine Güte 100 mrd Euro.
Man überlege sich mal wie weit wir in regenerativen Energien und Speichertechnologien wir wären, wenn das Geld da reingeflossen wäre.
Von der Arbeitsplätzen, die man als globaler know-how-Träger geschaffen hätte mal ganz zu schweigen.
Und dennoch schaffen sie es immer wieder.
Schon alleine DASS diese Diksussion immer wieder aufkommt ist schon ein Erfolg für die Lobby. Irgendwann ist auch der letzte weichgeklopft.
"Sehr traurig dass danach dann poltische Entscheidungen gefällt werden (Wahlen). Gas-Gerd hatte schon Recht - ist nur Stimmvieh."
Auch wenn ich deinem Kommentar im Wesentlichen zustimme: spar dir doch dieses Bürgerbashing. Auch du weißt nicht wie eine Abstimmung zu dem Thema ausgehen würde und was Wahlen aussagen weiß jeder: das was die Parteien hineininterpretieren wollen, nicht mehr.
Im Gegensatz engagieren sich seit Jahrzehnten Menschen gegen Atomkraft, und Deutschland ist immerhin eines der wenigen Länder die den Ausstieg beschlossen haben und ein sehr erfolgreiches EEG haben. Trotzdem werde ich diesmal nicht grün wählen, es gibt halt auch noch andere Themen und ich will diese Partei nicht wieder als Ja-Sager in einer Koalition sitzen sehen, die den Sozialabbau weiter vorantreibt. Und glaubhaft für eine Bürgerdemokratie sind die Grünen auch nicht eingetreten, wie man damals vielleicht hätte hoffen können.
Kann mich Daniel080778 nur anschließen und möchte seine Argumente noch ein wenig weiter ausführen:
1)Wo ist die Unabhängigkeit des Atomstrom?
Unser Uran kommt hauptsächlich aus afrikanischen Ländern wie dem Sudan, eine wirklich Unabhängigkeit ist also nich zu erkennen.
2)Wie groß ist der Anteil der Atomenergie am Primärenergiebedarf Deutschlands?
Wenn man sich Statistiken anschaut, so stellt man fest dass der angegebene Teil der Atomenergie zwar schwankt, allerdings in allen Statistiken sehr gering ist. Jeder der die Meinung vertritt, Atomernergie wäre die Lösung unserer Energieprobleme, vergisst also, dass selbst bei Maximalbetrieb aller fertiggestellten Atomkraftwerke die gelieferte Energie niemals ausreichen würde.
3)Ist der Bau von neuen Atomkraftwerken sinnvoll?
Selbst wenn man es schaffen würde (was stark zu bezweifeln ist), schnell neue Atomkraftwerke zu bauen und in Betrieb zu nehmen, betseht immer noch das Problem der Uranbeschaffung. So haben einige Uranbergwerke mit massiven Einbruch von Wasser zu kämpfen. Außerdem gibt es Hochrechnungen (mit Vorsicht zu betrachten), dass das förderbare Uran bei weitem nicht mehr so lange reicht, wie bisher gedacht wurde. So ist z.B. das heutzutage verwendete Uran, fast ausschließlich Uran, welches aus ehemaligen Atomwaffen stammt. Der Vorschlag der Japaner auf einem der letzten Energiegipfel, massiv in den Neubau von Atomkraftwerken zu investieren, ist also auch zum Scheitern verurteilt.
Auch ist der Atomstrom keinesfalls CO2-frei. Die Aufbereitung und Herstellung des Urans verursacht ebenfalls CO2-Emission. Die Charme-Offensive der Atomlobby mit ihren schönen Plakaten von Atomkraftwerken als Klimaretter ist also nichts weiter als eine Schönrederei der Wirklichkeit.
4) Wird der Strom für den Endverbraucher billiger, wenn der Anteil des Atomstroms steigt?
Eindeutig mit Nein zu beantworten. Für den Endverbraucher würde sich bei Ausbau des Atomstromanteils kein Unterschied einstellen, da sich der Strompreis nach dem teuersten Anteil in der Produzentenkette richtet. Abgeschriebene Atomkraftwerke sind also eine reine Goldgrube für die Energiekonzerne.
5)Sind die Endlager sicher?
Schwer zu sagen, die Risiken sind auf jeden Fall nicht kalkulierbar. Asse ist seit längerem als Problem bekannt, wurde aber lange der Öffentlichkeit vorenthalten. Das Problem liegt auch dabei, dass man nicht genau weiß in welchem Zustand sich die Fässer befinden. Experten gehen davon aus, dass einige der Fässer beim Einlagern beschädigt wurden und ein einfaches Herauslösen aus der Umgebung nicht ohne Strahlenaustritt möglich ist.
6)Was ist also die Lösung des Energieproblems?
Eine schwierige Frage, Atomenergie auf jeden Fall NICHT. Die Förderung der erneuerbaren Energien ist eigentlich die einzige Möglichkeit. Auch der Ausbau eines Gesamteuropäischen Stromnetzes scheint sehr sinnvoll.
Und jeder der die Forschungsgelder in diese Richtung für verschwendet ansieht, sollte sich mal Statistiken anschauen, wieviel Forschungsgeld in Atomenergie gesteckt wurde und wie bescheiden die Entwicklung in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten war.
Ich bitte um Entschuldigung, dass nicht alle meiner Thesen mit Belegen untermauert sind. Einfach mal ein wenig suchen, es gibt zu jeder These genug Material im Netz.
Das ist die Frage, die ich mir immer wieder stelle.
Wie schaffen sie es nur ihren Blödsinn immer wieder so gut in den Köpfen der Menschen einzupflanzen.
Meine Güte 100 mrd Euro.
Man überlege sich mal wie weit wir in regenerativen Energien und Speichertechnologien wir wären, wenn das Geld da reingeflossen wäre.
Von der Arbeitsplätzen, die man als globaler know-how-Träger geschaffen hätte mal ganz zu schweigen.
Und dennoch schaffen sie es immer wieder.
Schon alleine DASS diese Diksussion immer wieder aufkommt ist schon ein Erfolg für die Lobby. Irgendwann ist auch der letzte weichgeklopft.
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