Ernährung Die Kunst des EssensSeite 2/2

Plagemann appelliert, dass Frauen nach Möglichkeit mit Normalgewicht in die Schwangerschaft gehen und nicht "für zwei" essen. Außerdem rät er ihnen, möglichst lange zu stillen, denn auch das senkt das Risiko. "Die genauen Gründe kennt man noch nicht, aber es hat mit der Zusammensetzung der Muttermilch gegenüber der im Handel erhältlichen Milch zu tun", so Plagemann. Stillen verhindert auch die Gefahr der Übersättigung durch die Flasche.

Für alle, die dem Säuglingsalter entwachsen sind, hält die DGE Tipps zur Ernährung bereit, die sich in den letzten 20 Jahren nur minimal verändert haben. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel die Empfehlung, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse in kleinen Mengen, also etwa eine Handvoll, zu sich zu nehmen. Generell gilt: Die Abwechslung macht’s. Reichlich Getreideprodukte sollten darunter sein, Zucker, Salz, Eier oder Fleisch dagegen nur in Maßen. Die Speisen sollten schonend zubereitet sein, das heißt: kurz und bei niedrigen Temperaturen garen.

Man sollte sich Zeit nehmen, bewusst zu essen. Dann greift man automatisch zu verschiedenen Lebensmitteln und verpasst außerdem nicht den Zeitpunkt, an dem sich das Sättigungsempfinden einstellt. Dazu trinkt man am besten 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag, wobei es sich von selbst versteht, dass damit Säfte oder Wasser – mit oder ohne Kohlensäure – gemeint sind und nicht Alkohol oder Limonade. Im neuen Ernährungsbericht steht auch, dass Alkohol Krebs befördert, sofern der Tumor schon vorhanden ist.

 
Leser-Kommentare
    • WolfBu
    • 10.02.2009 um 12:37 Uhr

    Vieles stimmt sicher. Aber, wie ich schon woanders kommentierte habe, mir ist die Fixierung aufs Essen zu extrem. In den 60ern und 70ern haben wir als KInder Zucker und Margarine mit dem Löffel gegessen und waren dürr wie die Hänflinge. Warum? Weil wir immer draußen waren, immer in Bewegung. Körperliche Bewegung und Körperlichkeit gehörten zum Zentrum unseres Lebens. Aus meiner Sicht ist die mangelnde Bewegung der Jugendlichen das Problem, nicht so sehr das falsche Essen.

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    Dies entspricht auch meiner Erfahrung. Sämtliche Ernährungsumstellungen, ob nach Dr. Pudel oder LowCarb oder was auch immer, auch nach DGE-Empfehlungen, haben mich nicht schlanker, sondern immer fetter gemacht.

    Zugenommen habe ich (übrigens weder Süßzeug-, Limo- noch Fast- oder Fertigfoodfan, Kochbegeistert mit Hang zu Mittelmeerküche und Slow Food) immer in Streßphasen, trotz sehr bewußter Kalorienaufnahme und keinen Heißhungeranfällen (kenne ich gar nicht).

    Diese Streßphasen gingen immer mit extremem Bewegungsmangel einher. Ich nehme ausschließlich durch Sport ab, wenn es nicht gerade eine Extremdiät sein soll.
    Solange ich genügend Bewegung im Alltag hatte (mind. 2,5 Stunden am Tag), war ich schlank.

    Seit ich Ausdauer- und Kraftsport mache, nehme ich bei unveränderter Ernährung wieder ab.

    Dies entspricht auch meiner Erfahrung. Sämtliche Ernährungsumstellungen, ob nach Dr. Pudel oder LowCarb oder was auch immer, auch nach DGE-Empfehlungen, haben mich nicht schlanker, sondern immer fetter gemacht.

    Zugenommen habe ich (übrigens weder Süßzeug-, Limo- noch Fast- oder Fertigfoodfan, Kochbegeistert mit Hang zu Mittelmeerküche und Slow Food) immer in Streßphasen, trotz sehr bewußter Kalorienaufnahme und keinen Heißhungeranfällen (kenne ich gar nicht).

    Diese Streßphasen gingen immer mit extremem Bewegungsmangel einher. Ich nehme ausschließlich durch Sport ab, wenn es nicht gerade eine Extremdiät sein soll.
    Solange ich genügend Bewegung im Alltag hatte (mind. 2,5 Stunden am Tag), war ich schlank.

    Seit ich Ausdauer- und Kraftsport mache, nehme ich bei unveränderter Ernährung wieder ab.

    • chiva
    • 12.02.2009 um 19:09 Uhr

    Wir haben zwar in der Tat früher sowohl Zucker als auch Fett gegessen. Aber meißt in Reinform und nicht schön verpackt als Gummibärchen oder Milchschnitte. 10- 20 Gummibärchen sind schnell verzehrt, Aber 20 Stück Würfelzucker?? Hinzu kommt das die Verkaufspackungen immer größer wurden. Gab es ffrüher vielleicht hin und wieder mal ein kleines Tütchen, ist heute bereits oft schon 300 Gr. darin. Das gleiche gilt für Chipstüten und ähnlichen Fastfood. Immer schön big, bigger. Meiner Meinung nach liegt das Problem sowohl in der mangelden Bewegung, als auch an dem Überfluss gerade ungesunder Lebensmittel, die zudem oft auch noch preiswert sind. Oft werden kleine Kinder mit diesen Produkten regelrecht gemästet. Durch Werbung wird den Mütter eine gesunde Ernährung durch Milchschnitte und ähliche Produkte suggeriert. Doch diese enthalten in erster Linie Zucker !!

  1. Dies entspricht auch meiner Erfahrung. Sämtliche Ernährungsumstellungen, ob nach Dr. Pudel oder LowCarb oder was auch immer, auch nach DGE-Empfehlungen, haben mich nicht schlanker, sondern immer fetter gemacht.

    Zugenommen habe ich (übrigens weder Süßzeug-, Limo- noch Fast- oder Fertigfoodfan, Kochbegeistert mit Hang zu Mittelmeerküche und Slow Food) immer in Streßphasen, trotz sehr bewußter Kalorienaufnahme und keinen Heißhungeranfällen (kenne ich gar nicht).

    Diese Streßphasen gingen immer mit extremem Bewegungsmangel einher. Ich nehme ausschließlich durch Sport ab, wenn es nicht gerade eine Extremdiät sein soll.
    Solange ich genügend Bewegung im Alltag hatte (mind. 2,5 Stunden am Tag), war ich schlank.

    Seit ich Ausdauer- und Kraftsport mache, nehme ich bei unveränderter Ernährung wieder ab.

    Antwort auf "Merkwürdig...."
  2. Dritter Absatz, letzter Satz:
    "ernährungsphysiologisch problematische ungesättigte Fettsäuren" - bislang wurden doch immer die gesättigten Fettsäuren als ungesund und die Ungesättigten als gesund vermarktet. Hat sich daran etwas geändert?

    • rena85
    • 11.12.2009 um 17:20 Uhr

    esgibt 3 Arten von Fettsäuren, die bei der Ernährung beachtet werden: gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte.
    Die letzten gelten ernährungsphysiologisch als die "guten".
    Die gesättigten sind die "bösen" ,-). UFs gehören meines Wissens nach nicht zu den bedenklichen - deshalb gehe ich von einem redaktionellen Fehler aus.

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