Arbeitsmarktdaten US-Firmen bauen massiv Jobs ab

Die Wirtschaft verliert im Januar so viele Jobs wie seit 1976 nicht mehr. In Washington steigt der Druck auf den Kongress, das Konjunkturpaket schnell zu verabschieden

Die Zahl der Arbeitssuchenden in den USA wächst

Die Zahl der Arbeitssuchenden in den USA wächst

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums strichen die Unternehmer in den USA im Januar 598.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 7,6 Prozent das höchste Niveau seit mehr als 16 Jahren. Im Dezember waren es noch 7,2 Prozent.

Besonders stark gebeutelt wurde die Industrie, wo mit 207.000 so viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren wie seit mehr als 26 Jahren nicht mehr. Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 summiere sich der Stellenverlust auf 3,6 Millionen, sagte der zuständige Statistiker Keith Hall, und "etwa die Hälfte des Abbaus fand in den vergangenen drei Monaten statt".

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Experten sehen nun die Politik unter Druck, das 900 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm möglichst schnell zu verabschieden. Obama erhalte ein wichtiges neues Argument, sagte Greg Salvaggio von Tempus Consulting: "Es lässt ihn sagen, dass wir jetzt handeln müssen."

Obama hatte schon am Donnerstag vor düsteren Arbeitsmarktdaten gewarnt und dringt nun auf eine rasche Verabschiedung des Programms. "Wenn wir nicht schnell zu einer Unterzeichnung des Rettungspakets kommen, wird sich die Wirtschaft, die ohnehin in einer Krise ist, einer Katastrophe gegenübersehen", sagte er.

Der Senat wollte am Freitag die Debatte über das milliardenschwere Konjunkturpaket wieder aufnehmen, mit dem die weltweit größte Volkswirtschaft wieder in Schwung gebracht werden sollte. Dabei sind noch einige Streitpunkte aus dem Weg zu räumen. Es geht um die Kürzung des Programms um etwas mehr als 100 Milliarden Dollar. Sollte es keine Einigung geben, werde er sich für eine Kampfabstimmung am Sonntag einsetzen, kündigte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, an. Obama will das Konjunkturpaket bis zum 16. Februar unterschriftsreif auf seinem Schreibtisch haben.

Leser-Kommentare
  1. Jawohl... weiter so und alle müssen sich daran ein Beispiel nehmen. Zuerst kommen die Ansprüche der Aktionäre, danach der grosse Rest der Gesellschaft.

    Wie selbstverständlich dies praktiziert wird obwohl soviele konstant darüber nachdenken wie man die negativen Nebenerscheinungen des Kapitalbasierten Systems den beseitigen könnte.

    Nur die Aktionäre, die werden nicht gefragt... Wollen die überhaupt gefragt werden? Warum halten die sich jetzt, wo viele Hilfe brauchen so ruhig im Hintergrund so das man sie und die vergangen Profite und Renditen leicht vergisst. Haben die dafür auch Lobbyisten... ?

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    • gayorg
    • 06.02.2009 um 20:59 Uhr

    JE SCHLECHTER DIE ZAHLEN, JE MEHR DRUCK, UND UMSOMEHR STEIGEN DIE AKTIEN, WEIL DANN JA IMMER SCHNELLER IMMER GRÖSSERE RETTUNGSPAKETE DURCHGEWUNKEN WERDEN, PERVERSES SYSTEM ! was sagt die Zeit ? WEITER SOO

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