Nahost Die Wahl in Israel von A bis Z
Für was steht die Schas-Partei, was will der Likud-Block, was bedeutet Israel Beitenu, wie viele Abgeordnete sitzen in der Knesset? Ein Wahl-Lexikon

© AHMAD GHARABLI/AFP/Getty Images
Wahlkampf in Israel: Eine Araberin läuft an einem Plakat vorbei, dass für die israelische Außenministerin und Kadima-Vorsitzende Zipi Liwni wirbt und verunstaltet wurde
Arabische Israeli
Rund 1,2 Millionen Araber leben in Israel, sie machen rund ein Fünftel der Bevölkerung und etwa 14 Prozent der Wahlberechtigten aus. Sie sehen sich selber aber nur als Bürger zweiter Klasse. Viele Juden und jüdische Politiker misstrauen ihnen, weil sie traditionell aufseiten der Palästinenser stehen.
Beschuss
Der Süden Israels hatte erneut ein unruhiges Wochenende – es gab wieder Raketenalarm. Auch nach der Bodenoffensive der israelischen Armee im Gaza-Streifen beschießen radikale Palästinenser regelmäßig israelische Siedlungen mit Grad- und Kassam-Raketen. Wie dieser Beschuss beendet werden kann, war die wichtigste Frage im Wahlkampf.
Chadasch
Die jüdisch-arabische Chadasch-Partei steht im politischen Spektrum Israels sehr weit links. Sie konkurriert mit der ebenfalls linken Merez-Partei, der Chadasch-Vertreter zu große Nähe zur Regierung vorwerfen.
Demoskopen
Den Wahlforschern fällt es diesmal besonders schwer, den Wahlausgang vorherzusagen. Zu eng ist der Abstand zwischen den Parteien Kadima und Likud. Die letzte Meinungsumfrage ergab, dass der Likud-Block mit nur zwei Parlamentssitzen führt und zehn Prozent der Wähler noch unentschlossen waren.
Ermittlungen
Auch dieser Wahlkampf wird von Verdächtigungen und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft überschattet. Bereits gegen den scheidenden Premier Ehud Olmert wurde wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt, was letztlich die Neuwahl auslöst. Nun ist Avigdor Lieberman von der Partei Israel Beitenu ins Visier der Ermittler geraten – ebenfalls wegen Bestechlichkeit.
Führungsqualität
war ein Schlüsselbegriff in diesem Wahlkampf. Ehud Barak von der Arbeitspartei und Benjamin Netanjahu vom Likud verweisen auf ihre Führungsqualitäten als ehemalige hochrangige Offiziere. Ihre Konkurrentin Zipi Liwni, die nur kurz in der Armee diente, verweist auf ihre Kompetenz als Außenministerin und stellvertretende Regierungschefin.
- Datum 11.02.2009 - 08:42 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








das Subjekt hier. Der jüdische Staat und die Mehrheit der Bevölkerung dort behandelt (und nicht nur sieht) die Araber, die sich überwiegend zum Christentum oder zum Islam bekennen, nicht als gleichberechtigte Bürger.
Ansonsten ist Lieberman der Jörg Haider oder der La Pen der isr. Politik. Wo ist das Anti-faschistische Geschrei aus der aufgeklärten Welt? Das ist eine Person, die öffentlich sich äußerte, Israel solle gegen die Palästinenser in Gaza nuklear Waffen einsetzten. Eins seiner Parteimitglieder und Parlamentabgeordneten bedrohte vor ca. einem Jahr die Paläst. in Gaza mit einem "Holocaust" (wörtlich hat er gesagt, Shoa). Israel geht bankrott.. Es kann nur noch Zivilisten bombardieren.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren