Ort des Grauens
Einen Tag nach der Einnahme Phnom Penhs durch die vietnamesischen Truppen, am 8. Januar 1979, entdeckten zwei Fotojournalisten im Stadtteil Tuol Svay Prey einen durch Wellblech und Stacheldraht eingezäunten Bezirk, von dem ein übler Geruch ausging. Es war das Gelände eines früheren Gymnasiums, das seit 1975 als Zentrale des Geheimdienstes unter dem Decknamen S 21 für Vernehmungen, Folter und Mord benutzt hatte. In der ehemaligen höheren Schule Phona Yat Lycéé wurden unter der Leitung des ehemaligen Mathematiklehrers Kaing Guek Eav, genannt Duch, mindestens 12.380 Menschen gefoltert und getötet. Die vietnamesischen Soldaten fanden auf dem Gelände noch 14 Leichen, zu Tode gefoltert, mit durchgeschnittener Kehle, einige enthauptet, dazu fünf verängstigte halbtote Kinder. S 21 war nur eines von Hunderten Gefängnissen, die sich über das Land zogen und in denen Abertausende von Menschen grauenvolle Tode starben. Duch ist der erste Gefängnisleiter, der sich nun vor einem auch international besetzten Gericht verantworten muss
- Datum 24.11.2009 - 13:26 Uhr
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als die ersten Berichte über die Gräuel der Roten Khmer in den Westen gelangten. Wer allerdings erwartet hatte, dass die Heerscharen der Revolutionseligen in diesem Land ihre radikalen Forderungen in ihrer Konsequenz überdacht hätten, wurde enttäuscht. Für die Linke fand dieses Ereignis praktisch nicht statt. Darüber auch nur zu diskutieren war alles andere als opportun.
Zunächst dachte ich, die Fotos wären von Ihnen.
Dann habe ich aber gelesen, dass Sie von 2 Fotojornalisten stammen.
Besonders bei Fotos Nr.5 und Nr.13 würde mich der Name des Fotografen/in interessieren.
Diese Fotostrecke finde ich sehr eindrucksvoll, gute Arbeit, mein Glückwunsch.
Gruß Max Stockhaus
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