Dresden Geschichtsfälscher mit TrauerflorSeite 3/3
Einen Tag vor den befürchteten Auseinandersetzungen herrscht noch Unsicherheit in der Stadt über die genaue Streckenführung der einzelnen Veranstalter. Das städtische Verwaltungsgericht ist bemüht, den Vorplatz des Hauptbahnhofes nicht zum Kampfplatz werden zu lassen. Die Neonazis wollen dort ihren Marsch beginnen. Und dann ist da noch das Heimspiel von Dynamo Dresden morgen. Ein Klub, der viele potenzielle Gewalttäter anzieht.
Die Demokraten in der Stadt zeigen bereits am Morgen Flagge: An der Semperoper, wo am Abend ein Sinfoniekonzert zu Ehren der Bombenopfer stattfindet, hängt ein großes weißes Banner: "Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht – und für das, was unterbleibt“ (Erich Kästner).
Bei der Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof müssen diejenigen, die durch den Ehrenhain schreiten, an den in Stein eingemeißelten Namen von Orten vorbei, die man nicht übersehen kann. Neben "Dresden“ stehen da auch "Coventry“, "Lidice, "Ouradour“ und "Warschau“.
- Datum 14.02.2009 - 18:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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