Wegen der Beschwerden habe man sich entschlossen, zu den alten Regeln zurückzukehren, schrieb Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem Unternehmens-Blog . Die kritisierten Bedingungen hatten dem Unternehmen einen weitreichenden Zugriff auf von den Nutzern veröffentlichte Texte, Fotos und Videos ermöglicht.

Nun arbeite Facebook an einer neuen Version, die die "Werte und Prinzipien der mehr als 175 Millionen Facebook-Nutzern" widerspiegele, schrieb Zuckerberg. Zunächst bezog sich der Chef jedoch nur auf den Stil der Nutzungsbedingungen. Die Wortwahl der Anfang Februar veröffentlichten Regelungen sei zu förmlich gewesen, begründete er. Künftig sollen Nutzer in einem Forum Fragen und Anregungen zum Neuentwurf der Geschäftsbedingungen eintragen können.

Facebook hat weltweit 175 Millionen Mitglieder. In dem Netzwerk präsentieren sie sich mit einer eigenen Profilseite und tauschen sich mit anderen Mitgliedern aus, die sie als "Freund" oder "Freundin" registriert haben.

Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Santa Clara  hatte die Nutzungsbestimmungen am 4. Februar geändert. Darin beanspruchte Facebook das "unwiderrufliche" Nutzungsrecht an allen veröffentlichten Daten, Fotos und Videos, also auch, nachdem ein Nutzer seinen Account löscht.

Nachdem das Verbraucherschutz-Blog Consumerist.com am vergangenen Wochenende darauf aufmerksam machte, begannen Zehntausende Nutzer zu protestieren. Facebook versuchte den Konflikt anfangs zu schlichten, indem es betonte, die Besitzrechte für die Inhalte lägen weiter bei den Nutzern.

Doch Facebook müsse die Inhalte unbeschränkt nutzen dürfen, um sie für andere Mitglieder sichtbar zu machen, hieß es jetzt wieder. Der Grund: Wenn ein Mitglied seinen Account lösche, sollen dessen Freunde eine Kopie der ihnen zugesandten Inhalte behalten können. In anderen Netzwerken sind in einem solchen Fall die Spuren der ausgetretenen Person bei deren Freunden nur noch eingeschränkt lesbar.