Thomas Hitzlsperger "Die Kanzlerin braucht Unterstützung"
Thomas Hitzlsperger über den Wandel der CSU, Vertrauen in Politiker und seine Begegnungen mit Angela Merkel: "Alles außer Fußball" - unser Kolumnengespräch über Politik
© Jörg Koopmann für ZEIT ONLINE
ZEIT ONLINE: Herr Hitzlsperger, wie oft haben Sie sich in der Umkleidekabine über Politik unterhalten?
Thomas Hitzlsperger: Da muss ich überlegen. Nein, ich habe mich in der Kabine noch nie über Politik unterhalten. Ich will das auch niemandem aufzwingen. Es kam mal vor, dass ich in der Kabine nicht den Sportteil einer Zeitung gelesen habe. Da kam schon die Frage, wo ist der Sportteil.
ZEIT ONLINE: Passt das eigentlich zusammen, Politik und Fußball?
Hitzlsperger: Ich glaube, es gibt wenige Fußballer, die sich über Politik äußern. Umgekehrt ist das anders.
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ZEIT ONLINE: Haben Fußballer kein Interesse an Politik?
Hitzlsperger: Doch, ich denke schon. Sie sprechen nur nicht darüber, weil es gefährlich ist.
ZEIT ONLINE: Gefährlich?
Hitzlsperger: Es ist ein Risiko, wenn Fußballer politisch werden. Wenn sie sich über etwas äußern, ohne genau darüber Bescheid zu wissen. Ein paar unbedachte Aussagen sind gefährlich. Ich kenne Politiker nur aus Zeitung und Fernsehen, da ist ein Urteil schwer. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
ZEIT ONLINE: Kennen Sie keinen Politiker näher?
- Alles Außer Fußball
Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
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Hitzlsperger: Die Bundeskanzlerin war ein paar mal in der Kabine der Nationalmannschaft. Während der WM 2006 und vor dem Spiel gegen England im vergangenen November lud sie die Mannschaft ins Kanzleramt ein. Frau Merkel ein paar Fragen zu stellen, war sehr interessant.
ZEIT ONLINE: Was wollten Sie wissen?
Hitzlsperger: Vor der WM habe ich gefragt, ob es ein Fehler war, den Wirtschaftsprofessor Paul Kirchhof, der das Steuersystem vereinfachen wollte, ins Wahlkampf-Team mit aufzunehmen.
ZEIT ONLINE: Was hat sie erzählt?
- Datum 30.09.2009 - 17:22 Uhr
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- Serie Alles außer Fußball
- Quelle ZEIT ONLINE
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ja, was soll man dazu sagen? Vielleicht etwas nichtssagend das Interview?
Wenn Leute nichts zu sagen haben, warum werden sie dann interviewt?
Also ich gebe Kommentar 1) recht, man sollte kompetentere Personen die Gelegenheit zu einem Interview geben , dies umsomehr als dass DIE ZEIT fuer ein gutes Qualitaetslabel steht, dies mit herzl.Gruessen an die Redaktion,merci.
Kanzlerin unterstuetzen ? non !! aber ich toleriere sie in Gottes Namen. Wenn jemand den Waehler so anluegt: "mit mir wird es keine MwSt-Erhoehung geben" dann muss man auch nicht gewaehlt werden. ich jedenfalls werde weder bei der EUROPA- noch bei der BUNDESTAGSWAHL
die CDU oder SPD waehlen, dies eben nach den gemachten Erfahrungen und weil diese Herrschaften meinen:
ACH nach vier Jahren hat der Waehler das doch vergessen. diesmal aber
leider nicht.arno-cote d'azur
..., der aber eindeutig gegen das journalistische Vermögen des Autors spricht!
Achtung, bei diesem Interview ist nicht wichtig was der DFB-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, den ich durchaus schätze, antwortet. Wichtig ist, was ZEITonline für 'einen Schwachsinn' in dem Kolumnegespräch alles so abfragt.
Für die Fragen ist nicht Hitzlsperger verantwortlich.
[Anmerkung: Bitte formulieren Sie Kritik sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Kann nur den Kommentar von maharadscha bestätigen:
"Was bin ich doch ein toller Typ", diese Selbstbeweihräucherung vom Fußballer Hitzelsberger, einfach ätzend; wenn ich den Artikel nicht gelesen hätte, ich hätte nichts vermisst.
... hier gab es nichts zu lesen.
Ein Zitat aber ist doch symptomatisch - ich gebe sinngerecht wieder: "Ich urteile nicht über Politik, weil ich keinen Politiker persönlich kenne." In einer parlamentarischen Demokratie, in der das die Auffassung von "Politik" ist - und ich glaube, dass der Fußballer sich recht gut eignet, um dem Volk 'aufs Maul zu schauen' -, da stimmt doch etwas nicht.
"Polis" steht nicht nur für "Stadt", sondern vor allem auch für "Gemeinschaft". Wieviel bleibt davon erhalten, wenn Politik das ist, was 'die da oben' oder Frau Merkel im Kanzleramt machen?
"Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich," heisst es in der Bibel.
Nachdem ich vor einiger Zeit "The Hammer" an dieser Stelle arg kritisiert habe, begann er nun sich in mein Herz zu spielen - immerhin traf er jetzt sogar zweimal ins Tor - und zu schreiben, aber nach diesem Interview gibt es nur noch einen Bibelspruch: "Selig, die nichts zu sagen haben und trotzdem schweigen." Amen.
Immerhin kann sich unser lieber Thomas glücklich schätzen einer der wenigen Fußballer zu sein, die wissen, dass Frau Merkel unsere Bundeskanzlerin ist und Deutschland gerade wieder einmal von der CDU/CSU regiert wird.
Die CSU wird er ja sicherlich kennen, wenn er in der Münchner Schickeria verkehren sollte.
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