Irak Attentäterin tötet 40 Frauen und Kinder
Das Morden im Irak geht weiter: Eine schiitische Selbstmordattentäterin hat sich bei einer Wallfahrt in die Luft gesprengt
Nach Angaben von Augenzeugen und Polizisten starben bei dem Attentat in Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad, rund 40 Menschen. Fast alle Opfer waren Frauen und Kinder. Die etwa 40 Jahre alte Terroristin mischte sich nach Angaben von Augenzeugen in der Nähe der Ortschaft Al-Iskanderija unter eine Gruppe von Frauen, die sich mit ihren Kindern zu Fuß auf den Weg zum Schrein des Imams Hussein in Kerbela gemacht hatte. Dann zündete sie ihren Sprengstoffgürtel.
Nach Angaben der Polizei wurden zwischen 65 und 83 weitere Menschen verletzt. Genaue Opferzahlen lagen zunächst nicht vor. Sanitäter brachten die Toten und Verletzten in Krankenhäuser in Hilla, Kerbela und Al-Iskanderija. Al-Iskandarija liegt in einer Region, die vor zwei Jahren noch "das Todesdreieck" genannt wurde, weil damals Aufständische und Terroristen dort viele Anschläge verübten. In der Kleinstadt, die rund 60 Kilometer südlich der Hauptstadt liegt, leben etwa genau so viele Sunniten wie Schiiten.
Wie die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, starben am Freitag außerdem zwei Jungen, als eine Landmine neben einem Fußballplatz in Al-Iskanderija explodierte. Bereits am Donnerstag war in Kerbela unweit der Imam-Hussein-Moschee ein Sprengsatz detoniert. Zehn Pilger starben. 56 Menschen erlitten Verletzungen. Die Schiiten gedenken in diesen Tagen des Todes des von ihnen verehrten Hussein im Jahr 680. Die Feierlichkeiten zum "Arbaien" (der 40. Tag nach seinem Tod) in Kerbela erreichen am kommenden Montag ihren Höhepunkt. In der Ära des 2003 von der US-Armee gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, der ein säkularer Sunnit war, durften die Schiiten nicht in großen Gruppen zu Fuß nach Kerbela pilgern.
Das geistliche Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, verurteilte den Anschlag. Der Religionsgelehrte, der fast nie öffentlich in Erscheinung tritt, empfing am Freitag in seinem Haus in der Pilgerstadt Nadschaf den iranischen Außenminister Manuchehr Mottaki, der sich zu einem mehrtägigen Besuch im Irak aufhält. Säkulare Iraker und die sunnitischen Parteien beklagen seit Jahren das aus ihrer Sicht zu enge Verhältnis zwischen dem iranischen Regime und der von den religiösen Schiiten-Parteien dominierten Regierung in Bagdad.
- Datum 13.02.2009 - 17:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Nur einmal in meinem Leben möchte ich lesen:
Frau tötet 40 Menschen, 3 Männer und 10 Kinder!!!
Gleichberechtigung ist solange nicht erreicht, bis die „Zählung“ von Toten nicht mehr anfängt mit 100 Toten darunter 3 Frauen und 5 Kinder.
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