US-Immobilienkrise Obama muss den Dukatenesel geben
Am Mittwoch, dem 30. Tag seiner Regentschaft, hat sich Barack Obama dem Kern der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gewidmet: Amerikas Not leidendem Immobilienmarkt
In Phoenix, Arizona, im Heimatstaat seines republikanischen Konkurrenten John McCain, dort, wo viele Häuser in den vergangenen Monaten fast die Hälfte ihres einstigen Kaufwertes verloren haben und Hunderttausende von Gebäuden unter den Hammer gekommen sind, verkündete der neue Präsident seinen neuesten Rettungsplan.
Etwa 75 Milliarden Dollar an Steuergeld will der neue Präsident bereitstellen , damit klamme Eigentümer ihre Hauskredite umfinanzieren können und Hypothekenzinsen niedrig bleiben – und damit von Zwangsversteigerung bedrohte Hausbesitzer nicht auf die Straße geworfen werden.
Es ist ein riskanter Schritt, die Notoperation leuchtet längst nicht allen Amerikanern ein. Besonders nicht jenen, die redlich und tapfer ihre Schulden begleichen und nicht verstehen, warum mit ihrem Steuergeld jenen geholfen werden soll, die sich bei ihrem Hauskauf vielleicht übernommen haben und über ihre Verhältnisse leben.
Viele fragen, warum sie für die Fehler und den Leichtsinn anderer geradestehen sollen – und wen sie demnächst sonst noch aushalten müssen? Im Finanzministerium, in direkter Nachbarschaft zum Präsidentensitz, scheint ein Dukatenesel zu stehen, der rastlos Dollarscheine auswirft: für die Zocker auf der Wall Street, die verarmten Banken, die verschuldeten Bundesstaaten, die marode Infrastruktur, die Autoindustrie – und jetzt auch für die Hausbesitzer.
Zu allem Überdruss: Sobald jemand seinen Koffer mit den grünen Scheinen vollgestopft und daheim abgeliefert hat, kehrt er zurück und bittet um mehr Geld, weil es nicht reiche.
Doch Obama hat kaum eine andere Wahl. Will er die Wirtschaft irgendwann wieder in Schwung bringen, muss er die Immobilienkrise in den Griff kriegen. Weil der Häusermarkt zusammengebrochen ist, sitzen die Banken auf wertlosen Wertpapieren und sind nicht mehr flüssig.
- Datum 29.04.2009 - 09:33 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
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Obama hats wirklich nicht leicht...!
Ich denke nicht, dass Obama an dieser Stelle wirklich Geld verschenken müsste. Wenn das Hauptziel darin besteht, dass die Familien nicht auf die Straße gesetzt werden, dann könnte man die Häuser doch kaufen und sie an ihre jetzigen Besitzer zu fairen Preisen vermieten. Man könnte ihnen eine favorisierte Rückkaufoption anbieten, falls die sich wirtschaftlich wieder konsolidieren. Ansonsten bleiben sie eben Mieter, solange sie wollen.
ist es ja, Geld zu geben ohne irgendeine Art der Gegenleistung. Zuerst wurden maroden Banken Milliarden hinterhergeworfen, und weil der Staat schonmal dabei ist, allen Verantwortungslosen dieser Welt noch einen Lohn dafür zu zahlen, daß sie die Verantwortungslosigkeit in großer Zahl beginen, sind nun in der nächsten Runde auch "armen" Häuslebauer dran.
Wer das irgendwann mal bezahlen soll, ist völlig offen.
Vor einigen Monaten erging die Weisung der US-Regierung an Fannie Mae und Freddie Mac, daß Rückzahlungen von Hypothelen auf maximal 37% eines Haushaltseinkommens gekappt werden, nach 10 Jahren die Restschulden erlassen werden. Das bedeutet nichts anderes als daß es sich seither rentiert, wenn ein Haushalt ziemlich wenig Einkommen hat, denn je weniger Einkommen ein Haushalt zur Verfügung hat, desto weniger muß er dafür bis zum Erlass der Schulden berappen und hat am Ende trotzdem ein Haus.
Das bedeutet auch, daß all diejenigen die Dummen sind, die ihre Häuser vor dieser Krise gekauft haben. Für die anständigen Kreditnehmer, die sich noch heute ihr Häuschen vom Mund absparen, bleibt nur der Blick ins Ofenrohr. All diejenigen aber, die - aus Blödheit oder aus Gier - die letzten Jahre am Immobilienmarkt zugegriffen haben, also auch die Kleinhäusler die sich ihre Hypotheken nie und nimmer leisten konnten, aber von Staats wegen trotzdem Kredite bekamen, stehen nun gut da.
Der Blödsinn scheint kein Ende zu nehmen.
Ja, das vestehe wer will - mein Mitleid mit den verschuldeten Hausbesitzern ist daher sehr begrenzt.
Ein Grund fuer diese Misere ist allerdings das katastrophale Mietrecht in den meisten US-Staaten...
Ja, das vestehe wer will - mein Mitleid mit den verschuldeten Hausbesitzern ist daher sehr begrenzt.
Ein Grund fuer diese Misere ist allerdings das katastrophale Mietrecht in den meisten US-Staaten...
"Besonders nicht jenen, die redlich und tapfer ihre Schulden begleichen und nicht verstehen, warum mit ihrem Steuergeld jenen geholfen werden soll, die sich bei ihrem Hauskauf vielleicht übernommen haben und über ihre Verhältnisse leben.
Viele fragen, warum sie für die Fehler und den Leichtsinn anderer geradestehen sollen – und wen sie demnächst sonst noch aushalten müssen?"
Leider wird in fast allen Zeitungsartikeln das Problem der Kreditweitergabe gar nicht oder nur am Rand angesprochen, obwohl hier einer der Hauptpunkte des Problemes liegen. Dies verschleiert auch oft gekonnt, auch die "redlichen" Schuldentilger sind nur zu leicht Opfer. Es gibt mehr als genug Kreditnehmer in den USA, welche bei Abschluß der Kredite sich durchaus im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten bewegten. Es möchte sich bitte einmal jeder Leser vor Augen führen, was es für ihn persönlich bedeuten würde, stiegen seine Raten von heut auf morgen auf das doppelte oder dreifache. Zudem ist häufig auch der Arbeitsplatzverlust ein Grund für Zahlingsschwierigkeiten.
Dies Steigerungen wurden aber gerade auch durch den ständigen Weiterverkauf der Papiere regelrecht erzwungen, schließlich wollte ja jeder mitverdienen. Dies schließt natürlich nicht aus, auch den wirtschaftlichen Irsinn eines ständigen "Wertwachstumes" zu beachten, ebenso wie die regelrechte Dummheit vieler, das hierbei zugrunde liegende Schneeballsystem nicht zu erkennen.
Was im Artikel völlig fehlt, ist der Hinweis darauf, daß die Hilfe konsequenterweise vor allem denen zugute kommen soll, welche relativ unverschuldet in Notlage gekommen sind.
"Viele fragen, warum sie für die Fehler und den Leichtsinn anderer geradestehen sollen – und wen sie demnächst sonst noch aushalten müssen?"
Na das ist doch mal eine Aussage. Wer ist gemeint? Mit Sicherheit etliche Hausbesitzer. Und was ist mit dem Finanzsystem? Handelte dieses leichtsinnig, maßlos, verbrecherisch zum Zwecke der Bereicherung?
"Weil der Häusermarkt zusammengebrochen ist, sitzen die Banken auf wertlosen Wertpapieren und sind nicht mehr flüssig."
Entsteht nicht eine Blase aufgrund oder durch wertloser Papiere?
"Deshalb erhalten die Unternehmer und die Bürger keine Kredite, können also nicht investieren, keine Löhne auszahlen, können keine Autos auf Pump kaufen und kein Geld aufnehmen, um ihre Kinder auf die Universität zu schicken."
Wir brauchen also ein System, welches so ziemlich auf Kredite aufgebaut ist? Wenn nicht alles auf "Pump" konsumiert werden kann ist dies ein Problem? Bekommt denn keiner Lohn, hat niemand "echte" Finanzwerte"?
Um es kurz zu machen, der Artikel verschleiert viele der ursächlischen Probleme oder verschweigt diese und damit auch entsprechende Lösungsmöglichkeiten. Statt dessen wird der Tenor, "Es wird viel Geld benötigt, um wieder so weiter machen zu können wie zuvor." Warum eigentlich, hat dies bisher so gut funktioniert?
Ja, das vestehe wer will - mein Mitleid mit den verschuldeten Hausbesitzern ist daher sehr begrenzt.
Ein Grund fuer diese Misere ist allerdings das katastrophale Mietrecht in den meisten US-Staaten...
Das Mietrecht wäre eine Baustelle, die die Amis mittelfristig in den Griff bekommen sollten, das stimmt. Es hat durchaus schon seinen Grund, weshalb bei uns hier in Deutschland der Immobilienmarkt weder so rasant anschwoll noch in diesen Tagen eine umso gravierendere Implosion erlebt. Unser Immobilienmarkt ist von Grund auf stabiler und ausgeglichener, und ich finde ihn ehrlich gesagt auch schwer in Ordnung im großen und ganzen.
Was mir zu denken gibt ist allerdings einmal mehr der Umstand, daß der Staat nun all denjenigen hilft, die in den Jahren zuvor entweder aus Blindheit, Gier oder Dummheit zugelangt haben. Das ist sowohl bei den Banken und Spekulanten der Fall als auch jetzt bei den Hausbesitzern, die bald keine mehr sind.
Was ich vor Augen habe ist der Arbeiter aus dem Mittelwesten, der vielleicht Mitte der 70er eine Hypothek auf sein Haus aufgenommen hatte und die letzten Dekaden damit beschäftigt war, für sich und seinen das Haus abzubezahlen. Der sitzt nun in der Nachbarschaft von Leuten, die vor wenigen Jahren zugegriffen haben, ohne die Verträge zu lesen. Weil das in so großer Zahl geschah, kann es sich der Staat nicht leisten, denen nicht irgendwie zu helfen. Das hilft allerdings dem ehrlichen Kreditnehmer nicht viel, denn der hat jahrzehntelang verzichtet, gespart, abgestottert, sitzt nun vor der abgezahlten Hütte und denkt sich "So, und wieder mal ist der Ehrliche der Dumme".
Wie will man denn dem erklären, daß die Welt nunmal so ist?
Das Mietrecht wäre eine Baustelle, die die Amis mittelfristig in den Griff bekommen sollten, das stimmt. Es hat durchaus schon seinen Grund, weshalb bei uns hier in Deutschland der Immobilienmarkt weder so rasant anschwoll noch in diesen Tagen eine umso gravierendere Implosion erlebt. Unser Immobilienmarkt ist von Grund auf stabiler und ausgeglichener, und ich finde ihn ehrlich gesagt auch schwer in Ordnung im großen und ganzen.
Was mir zu denken gibt ist allerdings einmal mehr der Umstand, daß der Staat nun all denjenigen hilft, die in den Jahren zuvor entweder aus Blindheit, Gier oder Dummheit zugelangt haben. Das ist sowohl bei den Banken und Spekulanten der Fall als auch jetzt bei den Hausbesitzern, die bald keine mehr sind.
Was ich vor Augen habe ist der Arbeiter aus dem Mittelwesten, der vielleicht Mitte der 70er eine Hypothek auf sein Haus aufgenommen hatte und die letzten Dekaden damit beschäftigt war, für sich und seinen das Haus abzubezahlen. Der sitzt nun in der Nachbarschaft von Leuten, die vor wenigen Jahren zugegriffen haben, ohne die Verträge zu lesen. Weil das in so großer Zahl geschah, kann es sich der Staat nicht leisten, denen nicht irgendwie zu helfen. Das hilft allerdings dem ehrlichen Kreditnehmer nicht viel, denn der hat jahrzehntelang verzichtet, gespart, abgestottert, sitzt nun vor der abgezahlten Hütte und denkt sich "So, und wieder mal ist der Ehrliche der Dumme".
Wie will man denn dem erklären, daß die Welt nunmal so ist?
Das Mietrecht wäre eine Baustelle, die die Amis mittelfristig in den Griff bekommen sollten, das stimmt. Es hat durchaus schon seinen Grund, weshalb bei uns hier in Deutschland der Immobilienmarkt weder so rasant anschwoll noch in diesen Tagen eine umso gravierendere Implosion erlebt. Unser Immobilienmarkt ist von Grund auf stabiler und ausgeglichener, und ich finde ihn ehrlich gesagt auch schwer in Ordnung im großen und ganzen.
Was mir zu denken gibt ist allerdings einmal mehr der Umstand, daß der Staat nun all denjenigen hilft, die in den Jahren zuvor entweder aus Blindheit, Gier oder Dummheit zugelangt haben. Das ist sowohl bei den Banken und Spekulanten der Fall als auch jetzt bei den Hausbesitzern, die bald keine mehr sind.
Was ich vor Augen habe ist der Arbeiter aus dem Mittelwesten, der vielleicht Mitte der 70er eine Hypothek auf sein Haus aufgenommen hatte und die letzten Dekaden damit beschäftigt war, für sich und seinen das Haus abzubezahlen. Der sitzt nun in der Nachbarschaft von Leuten, die vor wenigen Jahren zugegriffen haben, ohne die Verträge zu lesen. Weil das in so großer Zahl geschah, kann es sich der Staat nicht leisten, denen nicht irgendwie zu helfen. Das hilft allerdings dem ehrlichen Kreditnehmer nicht viel, denn der hat jahrzehntelang verzichtet, gespart, abgestottert, sitzt nun vor der abgezahlten Hütte und denkt sich "So, und wieder mal ist der Ehrliche der Dumme".
Wie will man denn dem erklären, daß die Welt nunmal so ist?
Das kann man wohl nicht - und ich finde es auch extrem unfair. Bei den Banken kann man zumindest noch sagen: wir muessen sie stuetzen, damit wir handlungsfaehig bleiben. Aber warum muessen einzelne klamme Hausbesitzer gestuetzt werden? Das Haus gehoert ihnen jetzt doch sowieso nicht, sondern der Bank. Springt der Staat ein, gehoert's eben dem Staat - und der soll es dann in Zukunft eben auch nutzen koennen. Ein Mietrecht auf Lebenszeit waere da ein mehr als faires Angebot - dann haette derjenige, der seine Schulden selbst zurueckgefuehrt hat etwas zu vererben oder kann verkaufen, der Nachbar aber nicht. Dennoch koennten beide menschenwuerdig wohnen.
Das kann man wohl nicht - und ich finde es auch extrem unfair. Bei den Banken kann man zumindest noch sagen: wir muessen sie stuetzen, damit wir handlungsfaehig bleiben. Aber warum muessen einzelne klamme Hausbesitzer gestuetzt werden? Das Haus gehoert ihnen jetzt doch sowieso nicht, sondern der Bank. Springt der Staat ein, gehoert's eben dem Staat - und der soll es dann in Zukunft eben auch nutzen koennen. Ein Mietrecht auf Lebenszeit waere da ein mehr als faires Angebot - dann haette derjenige, der seine Schulden selbst zurueckgefuehrt hat etwas zu vererben oder kann verkaufen, der Nachbar aber nicht. Dennoch koennten beide menschenwuerdig wohnen.
Mir gefällt der Artikel von Martin Klingst übrigens sehr gut, denn er schildert die Situation in den USA recht drastisch und wurde kürzlich von einer Deutschen, die in Atlanta lebt, in eindringlicher Weise in ZEIT online bestätigt (allerdings konzentrierte sie sich auf die kriminellen Aktivitäten der DEUTSCHEN BANK bei der Kreditvergabe in ihrer Nachbarschaft). Auch wenn man mich verdammt: Für mich ist BARACK OBAMA der "Zauberlehrling", der "dem schlechten Geld gutes Geld - in einem unglaublichen Maße - hinterherwirft. Hat er denn keine Berater, die ihm vergegenwärtigen, dass auf diese Art und Weise die Probleme nicht zu lösen sind? Mir fällt übrigens ein Erfinderkollege ein, der kurz vor der Pleite stand. Er war nicht mehr in seinem Büro zu erreichen, sondern immer auf Reisen! Und mit BARACK OBAMA haben wir nun auch einen "Reise-Präsidenten!". Dann noch seine neue Strategie für Afghanistan: Immer mehr Truppen! Kürzlich feierten die Russen den 20. Jahrestag des Rückzuges aus Afghanistan. Fotos von russischen Soldaten zeigten die Erleichterung, dieses schreckliche Land verlassen zu dürfen. Offensichtlich brauchen die USA ein neues Vietnam-Trauma. Nur werden unsere tapferen Soldaten in Afghanistan gezwungen werden, dies mit unseren amerikanischen Freunden zu teilen ("Mitgegangen - Mitgehangen!").
Herzliche Grüsse aus HILDESHEIM!
Klaus Metzger
Das kann man wohl nicht - und ich finde es auch extrem unfair. Bei den Banken kann man zumindest noch sagen: wir muessen sie stuetzen, damit wir handlungsfaehig bleiben. Aber warum muessen einzelne klamme Hausbesitzer gestuetzt werden? Das Haus gehoert ihnen jetzt doch sowieso nicht, sondern der Bank. Springt der Staat ein, gehoert's eben dem Staat - und der soll es dann in Zukunft eben auch nutzen koennen. Ein Mietrecht auf Lebenszeit waere da ein mehr als faires Angebot - dann haette derjenige, der seine Schulden selbst zurueckgefuehrt hat etwas zu vererben oder kann verkaufen, der Nachbar aber nicht. Dennoch koennten beide menschenwuerdig wohnen.
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