Abraham LincolnDer rätselhafte Gründungsvater

Er schaffte die Sklaverei ab und bewahrte die Einheit der USA. Vor 200 Jahren wurde Abraham Lincoln geboren. Noch heute fasziniert er Amerika und dient Obama als Vorbild von 

Abraham Lincoln, der unvergessene 16. Präsident der USA, wurde vor 200 Jahren geboren

Abraham Lincoln, der unvergessene 16. Präsident der USA, wurde vor 200 Jahren geboren  |  © MPI/Getty Images

Mehr als 50 Bücher über Abraham Lincoln erscheinen dieses Jahr in den USA. Die Leser könnten gar nicht genug von ihm bekommen. Seit seinem Tod im April 1865 sind mehr Bücher über Lincoln erschienen als Tage vergangen. Gerade in Zeiten des Wandels interessierten die Menschen sich für den Präsidenten, sagt der Historiker Robert J. Brugger von der Johns Hopkins Universität: "Lincoln personifiziert das, wofür die USA stehen."

Lincolns Leben klingt wie das Märchen vom amerikanischen Traum. Der Bauernsohn aus der Wildnis in Illinois stieg auf zum umjubelten Präsidenten. Lincoln, der nur 18 Monate zu Schule ging, brachte sich vieles selber bei. Vergeblich versuchte sein Vater ihn mit Schlägen vom Lesen abzuhalten. Der ungehorsame Sohn bildete sich selber mit Fachliteratur zum Juristen aus und erhielt 1837 das Anwaltspatent.

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1854 hielt er eine Aufsehen erregende Rede gegen die Sklaverei. Dieser Appell leitete eine steile Karriere in der Republikanischen Partei ein. In den späten 1850er Jahren trat Lincoln häufig bei öffentlichen Debatten auf und wurde landesweit bekannt. Obwohl er im Jahr 1860 keinen Wahlkampf führte und sein Name nicht auf  den Wahllisten in den Südstaaten stand, wurde Lincoln zum 16. Präsidenten der USA gewählt.

Mitte des 19. Jahrhunderts war das Land gespalten, der Süden bestand auf die Sklavenhaltung, im Norden lehnten die Menschen sie aus religiösen und politischen Gründen ab. Lincolns Vorgänger James Buchanan hatte noch nach einem Kompromiss mit dem Süden gesucht – Lincoln war zu keinen Zugeständnissen bereit. Dabei sorgte er sich weniger um die Sklaven als um die USA: Der Staatenbund war ihm  nur denkbar als demokratisches Gemeinwesen, in dem alle Menschen frei sind. So blieb aus seiner Sicht allein die Wahl zwischen Teilung oder Krieg.

Die Südstaaten erklärten nach Lincolns Ernennung nach und nach ihre Unabhängigkeit. Der Bürgerkrieg begann im April 1861 mit dem Angriff von Truppen der Südstaaten auf eine Festung in South Carolina. Der frisch vereidigte Präsident Lincoln mobilisierte die Armee. Die Soldaten der Südstaaten eilten zunächst von Sieg und Sieg, doch Lincoln blieb hart. Er werde das Spiel nicht aufgeben, bevor er nicht alle seine Karten gespielt habe.

Privat war Lincoln eher ein friedliebender Mensch. Als Kind pflegte er aus dem Nest gefallene Küken und rettete Schildkröten vor den Quälereien anderer Kinder. Als Politiker nahm er hingegen einen Bürgerkrieg in Kauf, in dem mehr Amerikaner starben als in jedem anderen Waffengang.

Leserkommentare
  1. Seit seinem Tod im April 1865 sind mehr Bücher über Lincoln erschienen als Tage vergangen.

    144 × 365 = 52'560.
    Sicher??

    Abgesehen davon wird die Rolle, die Lincoln z. B. bei der Ausrottung der Ureinwohner Amerikas spielte, heute ebenso geflissentlich unterschlagen wie die Suspension der Bürgerrechte.

    Mag sein, dass da, wo viel Licht ist, viel Schatten sein muss...

  2. Herr Free gibt Schulbuchweisheiten wieder. Die stimmen bloß meistens genauso wenig wie viele Zeitungsartikel über Obama...

    Tatsächlich ging es im US-Bürgerkrieg um etwas völlig anderes:
    Die Abwehr der Hegemonie Europas über den nordamerikanischen Kontinent und die Zerschlagung der jungen amerikanischen Demokratie durch das Eingreifen europäischer Armeen auf Seiten der Konförderation. Man lese zum besseren Verständnis die Fiktion Churchills: " If Lee Had Not Won the Battle of Gettysburg"

    Nach dem Ausbruch des amerikanische Bürgerkriegs mußten viele Unternehmen in England und Frankreich aufgrund der immer schwieriger zu bekommenden Baumwolle Kurzarbeit einführen, Löhne herabsetzten und erste Entlassungen vornehmen, was zu Hungersnöten führte. Man google nach "Manchester Cotton Famine". Der Eintritt Englands und Frankreichs war 1862 eher wahrscheinlich, zudem betrieb der Papst Geheimdiplomatie zur Restauration Nordamerikas über Mexico.

    "Der Staatenbund war ihm nur denkbar als demokratisches Gemeinwesen, in dem alle Menschen frei sind." Die "emancipation proclamation" ging auf das Betreiben eines gewissen Cassius Marcellus Clay zurück. Lincoln akzeptierte. (Deshalb hieß der junge Muhammad Ali auch nicht Lincoln sondern Clay)
    Die größte Tat Clays vollbrachte dieser als Botschafter in Rußland: Er holte die russische Flotte nach New York und San Francisco.
    "I did more than any man to overthrow slavery. I carried Russia with us and thus prevented what would have been a strong alliance of France, England, and Spain against us, and thus saved the nation.''

    The US-Russian Entente That Saved The Union

    Angesichts des drohenden Konfliktes mit Rußland und den USA, was den Verlust von Kanada bedeuten konnte behielt das Britische Empire seine Neutralität bei.

    PS: Zum Attentäter Booth
    Der Bürgerkrieg war ein Riesengeschäft für die Rothschilds. Die Londoner Rothschild-Bank finanzierte den Norden, die Pariser Bank den Süden.

    Präsident Lincoln, durchschaute das Spiel und weigerte sich, 1862 und 1863, die immensen Zinsen der Rothschilds zu bezahlen. Vielmehr gab er dem Kongreß den Auftrag, die "Green Back"-Dollars drucken zu lassen, und damit die Unionstruppen zu bezahlen.

    Lincoln wurde am 14. April 1865 durch Rothschilds Agenten John Wilkes Booth ermordet, dieser aus dem Gefängnis befreit woauf Booth den Rest seines Lebens sorgenfrei in England verbrachte.

    Nach Lincolns Tod wurden die "Green Backs" wieder eingezogen und zu einem lächerlichen Preis von den Bankiers Morgan, Belmont und Rothschild ausgelöst. Die Banker begannen, über die entstehenden Eisenbahn- und Ölkonzerne, die amerikanische Politik zu korrumpieren.

    1913 wurde die US-Zentralbank privatisiert und damit die amerikanische Demokratie zerschlagen.
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

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    • KMurx
    • 12. Februar 2009 20:27 Uhr

    Wenn sie schon wikipedia als ihre "Quelle" zitieren, warum dann bitte selektiv?
    Was Booths 'Flucht' angeht:

    http://en.wikipedia.org/w...

    Den Rest ihrer Behauptungen ueberpruefe ich gar nicht mehr [...]

    Es ist genauso albern, "uebliche" Weltpolitik (Erwaegugen von anderen Maechten in einen Buergerkrieg einzugreifen - siehe Spanien, Koreakrieg, Bolivien, Kosovo, usw. usf.) als "Grund" bzw. das goldene Kalb des amerikanischen Buergerkrieges anzugeben. Die Gruende waren wie immer vielschichtig (Sklaverei, Eigenstaendigkeit der Staaten, Handels/Zollpolitik, usw. usf.), aber um eine "Hegemonie" Europas ging's sicher nicht.
    Siehe auch:
    http://en.wikipedia.org/w...

    Zum "Greenback" kann man hier nachlesen:
    http://en.wikipedia.org/w...
    Die "Fed" ist nicht Privat, dass ist auch Bloedsinn:
    http://en.wikipedia.org/w...

    [gekürzt. Bitte vermeiden Sie persönliche Angriffe und achten Sie bitte auf Ihre Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/ew]

  3. Bis zu seinem Tod 1865 hat Lincoln vielerlei geleistet, aber zu den Gründungsvätern gehört er nicht, denn die lebten bekanntlich hundert Jahre vor ihm.

    • Olly66
    • 12. Februar 2009 15:40 Uhr

    Er hat viel gemeinsam mit Edgar Allen Poe. Die Grausamkeit der eigenen Eltern kann keiner von den Klamotten abstreifen - da hilft die steilste Karriere nix!

    • janfree
    • 12. Februar 2009 16:10 Uhr

    Dear all,

    zunächst zu den Veröffentlichungszahlen: Laut dem zumeist sehr verlässlichen Magazin New Yorker gibt es mehr als 60.000 Bücher zu Lincoln. Amazon.com wirft immerhin über 61.000 Titel aus. Die Library of Congress gibt 10.000 Werke an (mehr als 10.000 Werke zeigt die Suchfunktion nie an).

    Und natürlich gehört Lincoln nicht zu den Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung. Dennoch zählt er für viele Amerikaner zu den Gründungsvätern der USA, weil er den Staatenverbund durch seine Handeln und Reden einen neuen Sinn gestiftet habe. "In weniger als 300 Worten hatte Lincoln den zerrissenen USA einen neuen Gründungsmythos gegeben", hatte ich geschrieben; daraus leitet sich die Überschrift ab - nicht aus der historischen Chronologie.

    Viele Grüße, JF

    • ArthurS
    • 12. Februar 2009 18:39 Uhr

    "Schwören auf Lincolns Bibel" - was für einen Aberwitz die Amerikaner da veranstalten, wo doch folgendes Zitat von Licoln stammt:

    "The Bible is not my book nor Christianity my profession. I could never give assent to the long, complicated statements of Christian dogma."

    Aber da für Amis gilt Christen=Gut und alle anderen böse (oder zumindest verdächtig), muss wohl Lincoln zwangsläufig so verzerrt werden, weil sonst vielen Amis eine Illusion zerplatzt...

    • KMurx
    • 12. Februar 2009 20:27 Uhr
    7. [...]

    Wenn sie schon wikipedia als ihre "Quelle" zitieren, warum dann bitte selektiv?
    Was Booths 'Flucht' angeht:

    http://en.wikipedia.org/w...

    Den Rest ihrer Behauptungen ueberpruefe ich gar nicht mehr [...]

    Es ist genauso albern, "uebliche" Weltpolitik (Erwaegugen von anderen Maechten in einen Buergerkrieg einzugreifen - siehe Spanien, Koreakrieg, Bolivien, Kosovo, usw. usf.) als "Grund" bzw. das goldene Kalb des amerikanischen Buergerkrieges anzugeben. Die Gruende waren wie immer vielschichtig (Sklaverei, Eigenstaendigkeit der Staaten, Handels/Zollpolitik, usw. usf.), aber um eine "Hegemonie" Europas ging's sicher nicht.
    Siehe auch:
    http://en.wikipedia.org/w...

    Zum "Greenback" kann man hier nachlesen:
    http://en.wikipedia.org/w...
    Die "Fed" ist nicht Privat, dass ist auch Bloedsinn:
    http://en.wikipedia.org/w...

    [gekürzt. Bitte vermeiden Sie persönliche Angriffe und achten Sie bitte auf Ihre Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/ew]

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    Nehmen wir Otto v. Bismark 1876: "The division of the United States into federations of equal force was decided long before the Civil War by the high financial powers of Europe. These Bankers were afraid that the US, if they remained as one block, and as one nation, would attain economic and financial independence, which would upset their financial domination over the world." (zitiert nach Cherep-Spiridovitch)

    Und auch Winston Churchill verfasste keinen "Blödsinn", sondern war Insider der Macht, genau wie Bismark. Beide wußten genau, es geht immer um Macht & Geld.

    Wieso erhielt Napoleon III einen Kredit über 210 Millionen Francs und was machten französische Truppen in Mexico?
    Wieso verbrachten die Briten zusätzliche 11000 Soldaten nach Kanada?
    Was machte die russische Flotte in New York? Übrigens erhielt der Zar später dafür 7,2 Millionen Dollar, die offiziell 1867 als Kauf von Alaska verbucht wurden. So stehts dann auch bei Wiki. Aber wieso brauchten die USA so kurz nach dem Bürgerkrieg diese entfernte Einöde, wenn der Mittlere Westen noch unerschlossen war?

    Die Booth-Geschichte bezieht sich das Buch "This One Mad Act" seiner eigenen Enkelin Izola Forrester. sie behauptet, daß Booth mit erst mit 39 Jahren in Calais gestorben sei.

    Wenn man aber nicht weiß, das die "Federal Reserve" eine Privatfirma ist, ist das schon fahrlässig, wenn man mitreden will ;)
    Die Anteilseigner waren 1913:

    * Rothschild Bank of London
    * Warburg Bank of Hamburg
    * Rothschild Bank of Berlin
    * Lehman Brothers of New York
    * Lazard Brothers of Paris
    * Kuhn Loeb Bank of New York
    * Israel Moses Seif Banks of Italy
    * Goldman, Sachs of New York
    * Warburg Bank of Amsterdam
    * Chase Manhattan Bank of New York

    Ja, der US-Präsident ernennt den Chairman (den die Banker vorschlagen).

    Wikipedia eiert da rum und nennt diese Scharade ein "quasi-public (government entity with private components) banking system".

    Hahaha: "private components"!!!
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

  4. Nehmen wir Otto v. Bismark 1876: "The division of the United States into federations of equal force was decided long before the Civil War by the high financial powers of Europe. These Bankers were afraid that the US, if they remained as one block, and as one nation, would attain economic and financial independence, which would upset their financial domination over the world." (zitiert nach Cherep-Spiridovitch)

    Und auch Winston Churchill verfasste keinen "Blödsinn", sondern war Insider der Macht, genau wie Bismark. Beide wußten genau, es geht immer um Macht & Geld.

    Wieso erhielt Napoleon III einen Kredit über 210 Millionen Francs und was machten französische Truppen in Mexico?
    Wieso verbrachten die Briten zusätzliche 11000 Soldaten nach Kanada?
    Was machte die russische Flotte in New York? Übrigens erhielt der Zar später dafür 7,2 Millionen Dollar, die offiziell 1867 als Kauf von Alaska verbucht wurden. So stehts dann auch bei Wiki. Aber wieso brauchten die USA so kurz nach dem Bürgerkrieg diese entfernte Einöde, wenn der Mittlere Westen noch unerschlossen war?

    Die Booth-Geschichte bezieht sich das Buch "This One Mad Act" seiner eigenen Enkelin Izola Forrester. sie behauptet, daß Booth mit erst mit 39 Jahren in Calais gestorben sei.

    Wenn man aber nicht weiß, das die "Federal Reserve" eine Privatfirma ist, ist das schon fahrlässig, wenn man mitreden will ;)
    Die Anteilseigner waren 1913:

    * Rothschild Bank of London
    * Warburg Bank of Hamburg
    * Rothschild Bank of Berlin
    * Lehman Brothers of New York
    * Lazard Brothers of Paris
    * Kuhn Loeb Bank of New York
    * Israel Moses Seif Banks of Italy
    * Goldman, Sachs of New York
    * Warburg Bank of Amsterdam
    * Chase Manhattan Bank of New York

    Ja, der US-Präsident ernennt den Chairman (den die Banker vorschlagen).

    Wikipedia eiert da rum und nennt diese Scharade ein "quasi-public (government entity with private components) banking system".

    Hahaha: "private components"!!!
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  • Schlagworte Abraham Lincoln | Barack Obama | USA | Amtseid | Bürgerkrieg | Präsident
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