Autobauer in der Krise Opel-Betriebsrat sieht Probleme bei Trennung von GM

Wie weiter bei Opel? Laut Betriebsrat ist die Trennung vom Mutterkonzern GM unwahrscheinlich. In Schweden hingegen ist eine Fusion von Saab und Opel im Gespräch - ohne GM

Abschottung von GM ja, Loslösung nein. Darauf werde die Suche nach wirtschaftlicher Rettung des angeschlagenen Autoherstellers Opel vermutlich hinauslaufen, sagte der Eisenacher Opel-Betriebsratschef Harald Lieske. Eine Abschottung solle die Bedenken der deutschen Steuerzahler zerstreuen, dass durch Staatshilfen für Opel statt dessen General Motors (GM) in den USA saniert werde, zitierte die Thüringer Allgemeine Lieske. Die thüringische Stadt ist einer der vier deutschen Opel-Standorte. 

Eine hundertprozentige Loslösung von GM sei hingegen nicht möglich, beide Konzerne seien zu stark verflochten, sagte Lieske weiter. Er plädiert für eine Minderheitsbeteiligung von GM. Zugleich verlangte der Betriebsratschef, GM Europe müsse in dem noch ausstehenden Zukunftskonzept klar vorlegen, wie viele Beschäftigte man pro Werk halten wolle.

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GM ist mit der Bundesregierung auch im Hinblick auf Staatshilfe im Gespräch. Wie der Spiegel berichtet, beziffert die Bundesregierung den Bedarf an Garantie des Unternehmens mittlerweile auf derzeit 3,3 Milliarden Euro. Bislang war von Bürgschaften in Höhe von 1,8 Milliarden Euro die Rede.

Die Arbeitnehmervertreter bei Opel zeigten sich angesichts der katastrophalen Lage des Mutterkonzerns zu Zugeständnissen bereit, etwa zu einer Arbeitszeitverkürzung. "Wenn das hilft, Kosten zu sparen, ist es sicher eine Option", sagte Lieske.

Betrachtet würden alle Möglichkeiten, "von Arbeitszeitverkürzungen über Viertagewoche", sagte Opel-Konzernbetriebsratchef Klaus Franz. In der Bild-Zeitung hatte Franz zuvor vorgerechnet: "Eine Werkschließung kostet 400 bis 500 Millionen Euro. Es ist besser, die Fertigung zu flexibilisieren." Er betonte, es sei wichtig für die Zukunft, einen neuen geeigneten Partner zu finden.

Opel hat in Deutschland vier Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach. In den vergangenen Tagen hatte es unter Verweis auf GM-Kreise Spekulationen gegeben, das Opel-Werk in Bochum könnte geschlossen und das in Eisenach verkauft werden. Opel Europe soll nach dem Willen der GM-Spitze in den kommenden Wochen einen Sanierungsplan ausarbeiten. Zugleich zeigt sich GM-Chef Rick Wagoner offen für eine schrittweise Herauslösung Opels aus dem ums Überleben kämpfenden GM-Konzern.

Andere Informationen hat dagegen die schwedische Boulevard-Zeitung Expressen. Das Stockholmer Blatt berichtete über Verhandlungen des schwedischen Autoherstellers Saab mit Opel über ein Zusammengehen ohne die bisherige US-Konzernmutter GM. Ins Gespräch gebracht wurden an anderen Stellen auch Optionen von der Mitarbeiterbeteiligung bis zum Einstieg eines chinesischen Partners.

Eine nationale Lösung schwebt dagegen dem neuen Generalsekretär der CSU, Alexander Dobrindt, vor. Er forderte die deutschen Autohersteller auf, ein Konzept zur Kooperation oder einer Übernahme von Opel vorzulegen. "Das ist der richtige Weg, um die deutschen Opelstandorte mit ihren zigtausend Arbeitsplätzen zu sichern", sagte er der Bild. Die deutschen Autohersteller hätten nun "die einmalige Gelegenheit, sich mit Opel im besonders zukunftsträchtigen Segment der Klein- und Mittelklassewagen breiter aufzustellen".

Leser-Kommentare
    • peto1
    • 20.02.2009 um 9:26 Uhr

    Also von der Werksschliesung das will und möchte natürlich keiner, aber man sollte doch in unbedingt in Betracht ziehen wenigstens das Werk und Belegschaft zu Erneuern und den Anderen menchen und Ideen auch die möglichkeit und chonce geben vieleicht besseres hervorzubringen, sonst verhindert man den erneuerungs prozess des unternehmens sowie des Marktes, man kan nicht um Jeden preis um die belegschaft kämpfen man sollte anderen Menchen auch eine chonse geben
    über die jahre ist das Werk und Belegschaft ziemlich Eingerostet und wer möchte schon mit einer rostlaube unterwegs sein.

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