Politkowskaja-Prozess Plädoyers trotz großer Ermittlungslücken
Unmut im Politkowskaja-Prozess: Zwei Jahre nach der Ermordung der russischen Journalistin wurden in Moskau die Plädoyers gehalten - obwohl der Fall noch lange nicht aufgeklärt ist.
Der Mord, der am Montag vor einem Moskauer Gericht verhandelt wird, liegt mittlerweile mehr als zwei Jahre zurück. Am 7. Oktober 2006 erschossen Attentäter die Journalistin Anna Politkowskaja vor ihrer Wohnung. Vier Tschetschenen sind angeklagt, die Tat unterstützt zu haben. Der Täter ist nicht darunter.
Rustam Machmudow, der mutmaßliche Mörder, wird per internationalem Haftbefehl gesucht. Zwei seiner Brüder sind wegen Beihilfe angeklagt. Machmudow soll zwei Millionen US-Dollar für das Verbrechen bekommen haben – doch nur wenige Fakten und viele Gerüchte dringen aus dem Gerichtssaal an der Touristenmeile Alter Arbat im Moskauer Stadtzentrum.
Die Öffentlichkeit kann den Prozess nicht verfolgen, Journalisten und Beobachter von Menschenrechtsgruppen warteten vergeblich vor dem Gerichtssaal. Kurzfristig entschieden die Richter, hinter verschlossenen Türen zu verhandeln. Der Vorsitzende Richter hatte die Öffentlichkeit bereits mehrfach ausgeschlossen.
Der Prozess verläuft bislang schleppend. Mehrfach wurden Mitglieder der zwölfköpfigen Jury ausgetauscht, Akten und Videoaufzeichnungen vom Tatort gingen verloren. Nach einer vier Monate langen Verhandlungspause standen nun die Plädoyers der Ankläger und der Verteidiger an.
Erwartungsgemäß plädierte die Staatsanwaltschaft für einen Schuldspruch: "Wir sind überzeugt, dass die Menschen, die auf der Anklagebank sitzen, sich bei der Ausführung des Mordes an Politkowskaja schuldig gemacht haben", sagte Staatsanwältin Julia Safina. Die Beweise gegen die Beschuldigten seien erdrückend. Dagegen betonte die Verteidigung, dass die Beweisführung lückenhaft und den Beschuldigten vor allem kein Motiv nachgewiesen worden sei. Auch die Nebenklage, die Politkowskajas Angehörige vertritt, äußerte Zweifel an den vorgelegten Beweisen: "Die Qualität der Ermittlungen stellt uns nicht zufrieden".
Vor allem die Fahndung nach den Haupttätern verlief wenig erfolgreich. Der mutmaßliche Todesschütze Machmudow ist nach wie vor frei, seine Auftrageber sind unbekannt. Ein namhafter russischer Politiker soll den Mord angeordnet und bezahlt haben, der Geheimdienst habe den Tätern geholfen, schrieben russische Medien.
- Datum 23.04.2009 - 13:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE/haf/dpa, 16.02.2009
- Kommentare 7
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Die Art und Weise wie im Politkowskaja-Prozess ermittelt und jetzt auch verhandelt wird ist schon sehr erschreckend und absurd. Doch überrascht es wohl im Westen niemanden mehr...Wenn sich der Polizeichef schon am Mordtag hinstellt und behauptet das es wahrscheinlich wieder Tschetschenische Strauchdiebe waren, wen wundert da so eine Prozeßfarce mit verlorenem Beweismaterial und verschwundenen Zeugen. Hoch lebe Putin, der lupenreine Demokrat!
Typisch deutscher Journalismus, mehr Zeit werde ich nicht aufwenden, um diese typisch deutsche Idiote, seit den 1930er Jahren, zu kommentieren.
diese deutsche Idiotie in Ihren Augen besteht. Oder können Sie das gar nicht?
diese deutsche Idiotie in Ihren Augen besteht. Oder können Sie das gar nicht?
diese deutsche Idiotie in Ihren Augen besteht. Oder können Sie das gar nicht?
Es ist doch erstaunlich zu betrachten, wenn NATO U-Boote, die für die Abwrackpremie reif sind, zusammenstoßen und 5 Wochen später eine dürftige Achtzeilermerldung in der Zeit, FAZ, Welt und Konsorten veröffentlicht wird. Und wenn keine Informationen veröffentlicht werden, dann ist es Demokratie und Medienfreiheit die auf allen Geigen spielt, nur unterliegen diese Infomartionen dem Geheimdienst, also ist es ok. Wäre ein russisches U-Boot mit einem chinesischen zusammengestossen, wäre den Nato-Staaten die Druckerschwärze bereits am ersten Tag ausgegangen.
Werden im Falle POLITKOWSKAJA aktive FSB-Agenten befragt, deren Identität geheimhalten werden muss, ist das eine Verschwörung, ein undemokratischer Staat, ein archialisches System, anti-westlisches blabla oder wie auch immer.
[Rest entfernt, bitte vermeiden Sie Beleidigungen und missbrauchen Sie nicht Ihr Gastrecht im Forum der ZEIT/ Redaktion; svb]
Es ist doch erstaunlich zu betrachten, wenn NATO U-Boote, die für die Abwrackpremie reif sind, zusammenstoßen und 5 Wochen später eine dürftige Achtzeilermerldung in der Zeit, FAZ, Welt und Konsorten veröffentlicht wird. Und wenn keine Informationen veröffentlicht werden, dann ist es Demokratie und Medienfreiheit die auf allen Geigen spielt, nur unterliegen diese Infomartionen dem Geheimdienst, also ist es ok. Wäre ein russisches U-Boot mit einem chinesischen zusammengestossen, wäre den Nato-Staaten die Druckerschwärze bereits am ersten Tag ausgegangen.
Werden im Falle POLITKOWSKAJA aktive FSB-Agenten befragt, deren Identität geheimhalten werden muss, ist das eine Verschwörung, ein undemokratischer Staat, ein archialisches System, anti-westlisches blabla oder wie auch immer.
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Es ist doch erstaunlich zu betrachten, wenn NATO U-Boote, die für die Abwrackpremie reif sind, zusammenstoßen und 5 Wochen später eine dürftige Achtzeilermerldung in der Zeit, FAZ, Welt und Konsorten veröffentlicht wird. Und wenn keine Informationen veröffentlicht werden, dann ist es Demokratie und Medienfreiheit die auf allen Geigen spielt, nur unterliegen diese Infomartionen dem Geheimdienst, also ist es ok. Wäre ein russisches U-Boot mit einem chinesischen zusammengestossen, wäre den Nato-Staaten die Druckerschwärze bereits am ersten Tag ausgegangen.
Werden im Falle POLITKOWSKAJA aktive FSB-Agenten befragt, deren Identität geheimhalten werden muss, ist das eine Verschwörung, ein undemokratischer Staat, ein archialisches System, anti-westlisches blabla oder wie auch immer.
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Sie haben keine der Fragen beantwortet sondern nur die Position des Fragestellers diskreditiert. Die Fragen bleiben.
Stellt mir ein Junkie mit der Spritze im Arm die Frage: "Ob es richtig ist, dass es keine Heroin Abgabe gibt." Antworte ich ihm auch nicht - er ist ja schliesslich ein Junkie.
Aber die Frage bleibt und ich werde sie nie mehr los.
Wer Fragen tabuisiert, gewinnt mit Gewalt einen temporalen Schutz, aber die Zeit ist unendlich. Er verliert irgendwann und er weiss es.
Es wird der Tag kommen, wo die Fragen beantwortet werden. Sonst werden es immer und immer mehr unbeantwortete und kritische Fragen.
Fragen und Kritik sind zeitlos - der Junkie stirbt in der Gosse aber die Frage bleibt.
Dürfen ihre Kinder sie auch nicht alles Fragen? Werden Sie bestraft für die Frage: Papa, bist du glücklich. Papa, liebst du Mama noch? Papa, warum darf der dies und ich dies nicht?
Sie haben keine der Fragen beantwortet sondern nur die Position des Fragestellers diskreditiert. Die Fragen bleiben.
Stellt mir ein Junkie mit der Spritze im Arm die Frage: "Ob es richtig ist, dass es keine Heroin Abgabe gibt." Antworte ich ihm auch nicht - er ist ja schliesslich ein Junkie.
Aber die Frage bleibt und ich werde sie nie mehr los.
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Es wird der Tag kommen, wo die Fragen beantwortet werden. Sonst werden es immer und immer mehr unbeantwortete und kritische Fragen.
Fragen und Kritik sind zeitlos - der Junkie stirbt in der Gosse aber die Frage bleibt.
Dürfen ihre Kinder sie auch nicht alles Fragen? Werden Sie bestraft für die Frage: Papa, bist du glücklich. Papa, liebst du Mama noch? Papa, warum darf der dies und ich dies nicht?
was Sie uns eigentlich mitteilen wollen. Und was hat die U-Boot-Havarie mit dem Politkowskaya-Prozess zu tun? Und warum verschwinden in einem rechtsstaatlichen Verfahren Beweise? Und wie wollen Sie einen fairen Prozess durchführen, wenn die Öffentlichkeit von vornherein ausgeschlossen wird? Und weshalb werden die Geschworenen mehrmals im Verfahren ausgetauscht. Ist das in Russland so Usus?
Ich halte diese Sicht auf den Prozess übrigens nicht für ein deutsches "Problem". Dass wir uns hier im Westen fragen, ob in Russland immer alles mit rechten Dingen zugeht, hat nichts mit Voreingenommenheit zu tun. Die englische, französische, spanische, italienische... Presse sieht dies nicht recht anders. http://www.guardian.co.uk...
Alle Opfer der deutschen Propaganda?
Gilt Ihnen eigentlich jede Kritik an den in Russland herrschenden Verhältnissen als Voreingenommenheit?
Dieser Herr fühlt sich und sein Land ungerecht behandelt. Er kann keine Antworten auf diese Fragen geben. Für ihn sind die Fragen per se tabu und ungerecht. Es impliziert Null interesse auf die Antworten und eine Zufriedenheit mit dieser Art der (Halb)-Wahrheitsfindung.
Als Verteidigung warum er keine Fragen bei Fall X von Y zulässt. Weil Y bei Z auch keine Fragen zu lässt. Da der Westen bei dem "U-Boot" keine Fragen zulässt, hat er sich als Fragesteller diskreditiert und kein "RECHT" mehr Fragen zu Politkowskaya zu stellen.
Ihre kritischen Fragen werden bleiben - warum verschwinden Beweise. Warum tötet der Staat durch Strohmänner eigene Bürger auf der Strasse. Warum sind die anderen Bürger so "brain-washed" das es für eine Mehrheit ein *nötiges* Opfer war? Warum haben heute alle Angst davor die Wahrheit zu hören?
Warum ist es in diesem Lande einfacher Milliardär zu werden als politische Macht.
Dieser Herr fühlt sich und sein Land ungerecht behandelt. Er kann keine Antworten auf diese Fragen geben. Für ihn sind die Fragen per se tabu und ungerecht. Es impliziert Null interesse auf die Antworten und eine Zufriedenheit mit dieser Art der (Halb)-Wahrheitsfindung.
Als Verteidigung warum er keine Fragen bei Fall X von Y zulässt. Weil Y bei Z auch keine Fragen zu lässt. Da der Westen bei dem "U-Boot" keine Fragen zulässt, hat er sich als Fragesteller diskreditiert und kein "RECHT" mehr Fragen zu Politkowskaya zu stellen.
Ihre kritischen Fragen werden bleiben - warum verschwinden Beweise. Warum tötet der Staat durch Strohmänner eigene Bürger auf der Strasse. Warum sind die anderen Bürger so "brain-washed" das es für eine Mehrheit ein *nötiges* Opfer war? Warum haben heute alle Angst davor die Wahrheit zu hören?
Warum ist es in diesem Lande einfacher Milliardär zu werden als politische Macht.
Sie haben keine der Fragen beantwortet sondern nur die Position des Fragestellers diskreditiert. Die Fragen bleiben.
Stellt mir ein Junkie mit der Spritze im Arm die Frage: "Ob es richtig ist, dass es keine Heroin Abgabe gibt." Antworte ich ihm auch nicht - er ist ja schliesslich ein Junkie.
Aber die Frage bleibt und ich werde sie nie mehr los.
Wer Fragen tabuisiert, gewinnt mit Gewalt einen temporalen Schutz, aber die Zeit ist unendlich. Er verliert irgendwann und er weiss es.
Es wird der Tag kommen, wo die Fragen beantwortet werden. Sonst werden es immer und immer mehr unbeantwortete und kritische Fragen.
Fragen und Kritik sind zeitlos - der Junkie stirbt in der Gosse aber die Frage bleibt.
Dürfen ihre Kinder sie auch nicht alles Fragen? Werden Sie bestraft für die Frage: Papa, bist du glücklich. Papa, liebst du Mama noch? Papa, warum darf der dies und ich dies nicht?
Dieser Herr fühlt sich und sein Land ungerecht behandelt. Er kann keine Antworten auf diese Fragen geben. Für ihn sind die Fragen per se tabu und ungerecht. Es impliziert Null interesse auf die Antworten und eine Zufriedenheit mit dieser Art der (Halb)-Wahrheitsfindung.
Als Verteidigung warum er keine Fragen bei Fall X von Y zulässt. Weil Y bei Z auch keine Fragen zu lässt. Da der Westen bei dem "U-Boot" keine Fragen zulässt, hat er sich als Fragesteller diskreditiert und kein "RECHT" mehr Fragen zu Politkowskaya zu stellen.
Ihre kritischen Fragen werden bleiben - warum verschwinden Beweise. Warum tötet der Staat durch Strohmänner eigene Bürger auf der Strasse. Warum sind die anderen Bürger so "brain-washed" das es für eine Mehrheit ein *nötiges* Opfer war? Warum haben heute alle Angst davor die Wahrheit zu hören?
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