Feinstaub Streit um Abwrackprämie für Altöfen
Holzöfen verschmutzen die Luft mehr als der Straßenverkehr. Die Umsetzung einer Immissionsverordnung verzögert sich weiter. Ein Interview mit Staatsminister Markus Söder
ZEIT ONLINE: Warum fordern Sie Abwrackprämien für alte Öfen?
Markus Söder: Alte Öfen tragen erheblich zur Feinstaubbelastung bei. Deshalb ist eine Sanierung dieser Altanlagen dringend geboten. Dafür wollen wir eine größere Akzeptanz bei den Bürgern erreichen. Eine Abwrackprämie soll den nötigen Anreiz für den Austausch von umweltschädlichen Geräten schaffen. Wer seinen Ofen durch einen neuen ersetzt, soll dafür eine Prämie erhalten.
ZEIT ONLINE: Soll die Prämie nur für besonders saubere Öfen mit Blauem Engel oder Partikelfilter fließen oder für alle, die gültige Standards erfüllen?
Söder: Voraussetzung könnte sein, dass der Altofen vor 1995 gebaut wurde. Wichtig ist, dass der neue Ofen den aktuellen Anforderungen zum Feinstaubausstoß entspricht.
ZEIT ONLINE: Wie hoch wären etwa die Prämien, welche Gesamtsumme stünde zur Verfügung und welches Ministerium würde sie finanzieren?
Söder: Die Details müssen vom Bundesumweltministerium festgelegt werden. Denkbar ist, dass die Abwrackprämie bei 20 Prozent der Anschaffungskosten für einen neuen Ofen liegen könnte.
ZEIT ONLINE: Wie ist die Haltung Bayerns zur neuen Bundesimmissionsschutz-Verordnung? Gibt es Konflikte mit dem Bundesumweltministerium?
Söder: Im Moment befindet sich der Verordnungsentwurf in der Ressortabstimmung zwischen den zuständigen Bundesministerien. Aus bayerischer Sicht halten wir die Verordnung für immens wichtig. Die Reduzierung des Feinstaubs ist ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz. Die Verhandlungen waren jedoch auf Bundesebene ins Stocken geraten. Mit unserem Vorschlag der Abwrackprämie wollten wir die Debatte neu anstoßen. Ein Teilerfolg unserer Politik ist bereits, dass gemauerte Kachelöfen und offene Kamine von der Verordnung ausgenommen sind.
ZEIT ONLINE: Wo liegen Ihre Kritikpunkte am vorliegenden Entwurf?
Söder: Prinzipiell unterstützen wir die Novellierung der Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Sinnvoll wäre es aber, zum Beispiel noch die Erweiterung des Marktanreizprogramms aufzunehmen. So könnte in die neueste Technik zur automatischen Luftzufuhr investiert werden. Diese modernen Öfen beugen Bedienungsfehlern vor. Mehr Umweltbelastung kann nämlich auch durch falsches Heizen entstehen, etwa mit nassem Holz oder zu eng gestellten Holzscheiten.
ZEIT ONLINE: Wird die neue Verordnung überhaupt noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet?
Söder: Uns liegt viel an einer raschen Verabschiedung des Gesetzes. Was die zeitliche Machbarkeit anbelangt sind wir aber eher skeptisch. Leider hat Sigmar Gabriel zu lange gezögert.
Die Fragen stellte Hans Schuh
- Datum 19.02.2009 - 17:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Eigentlich im gleichen Atemzug .... 16.02.2009
Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger
http://www.faz.net/s/Rub8...
aber da es EON gehört wird es wohl keine Probleme geben. Was wäre mit einer Verschrottungsprämie für alte Kohlekraftwerke?
Ich habe vernommen, dass Herr Söder aus Brüssel zurück ist.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Der Fiskus scheint ja mittlerweile endgültig zum dummen August herabgesunken zu sein.
O tempora, o mores!
noch keine Abwrackprämien für minderwertige, lobbygesteuerte Politikersprüche. Die Beobachtungen in der Nachbarschaft hinsichtlich der Bevorratung von Brennholz / Pellets, der Installation von Solarzellen usw. ließ schon die heutigen Reaktionen erahnen. (im Spiegel gab's schon vor einem Jahr eine tolle Karikatur, in der ein völlig verqualmtes Tal in China dargestellt war, in dem Feinstaubfilter für deutsche Holzöfen produziert werden...).
Als Energietechniker lernt man im ersten Semester die Systemgrenzen der Beurteilung zu legen. Und das ist der Trick: zwar entsteht bei der Verbrennung von eon- Ruhr- oder Südgas kein Feinstaub, die Verlegung von 100 Metern Leitungen bei sommerlichen Verhältnissen setzt aber soviel Feinstaub frei wie 1000 Holzöfen in 10 Heizperioden.
Wir sollten also unbedingt über Abwrackprämien für unrentable Erdgasleitungen reden ....!
noch keine Abwrackprämien für minderwertige, lobbygesteuerte Politikersprüche. Die Beobachtungen in der Nachbarschaft hinsichtlich der Bevorratung von Brennholz / Pellets, der Installation von Solarzellen usw. ließ schon die heutigen Reaktionen erahnen. (im Spiegel gab's schon vor einem Jahr eine tolle Karikatur, in der ein völlig verqualmtes Tal in China dargestellt war, in dem Feinstaubfilter für deutsche Holzöfen produziert werden...).
Als Energietechniker lernt man im ersten Semester die Systemgrenzen der Beurteilung zu legen. Und das ist der Trick: zwar entsteht bei der Verbrennung von eon- Ruhr- oder Südgas kein Feinstaub, die Verlegung von 100 Metern Leitungen bei sommerlichen Verhältnissen setzt aber soviel Feinstaub frei wie 1000 Holzöfen in 10 Heizperioden.
Wir sollten also unbedingt über Abwrackprämien für unrentable Erdgasleitungen reden ....!
Es ist bekannt, dass Pelletöfen sehr viel Feinstaub erzeugen. Man hat sich sogar schon überlegt, ob Pelletöfen nicht mit Filtern ausgestattet werden müssten.
Davon ist nicht mehr die Rede. Stattdessen werden sie steuerlich unterstützt, indem Pellets im Gegensatz zu Öl, Gas und Strom nicht besteuert werden, mit dem Ergebnis, dass sich immer mehr Leute überlegen, zukünftig mit Pellets zu heizen.
Ich hab da noch nen alten Staubsauger ...
___________________
Lyriost – Madentiraden
Sie zahlen keine Steuer auf Heizöl oder Gas. Erfrechen sich keinen Strom für Nachtspeichheizungen zu beziehen und betreiben ihre Kachelöfen gar länger als 15 Jahre. Wo soll denn da das Geld für Pleitebanken, das Wachstum herkommen, wie das Bruttosozialprodukt gesteigert werden?
Eine Abwrackprämie für Politiker muss her.
Aber wahrscheinlich staubt´s zu sehr, wenn sie und ihre sinnfreien Ideen und Parolen entsorgt werden müssen.
der mir nicht mehr passt. Wo bleibt die Abfrackprämie für die Textilindustrie?
weitere Vorschläge wären eventuell:
- Abfragprämie (an Lehrer und Dozenten für die faire Gestaltung mündlicher Prüfungen)
- Abf*ckprämie (neue, politisch korrekte Bezeichnung für die Entlohnung des horizontalen Gewerbes)
- Abfackelprämie (irgendwomit muss man ja diejenigen Kamine fördern, die wenig Feinstaub aussenden)
- Abfreckprämie (das, was einem gelben Engel für die Beseitigung einer Panne zusteht)
...
weitere Vorschläge wären eventuell:
- Abfragprämie (an Lehrer und Dozenten für die faire Gestaltung mündlicher Prüfungen)
- Abf*ckprämie (neue, politisch korrekte Bezeichnung für die Entlohnung des horizontalen Gewerbes)
- Abfackelprämie (irgendwomit muss man ja diejenigen Kamine fördern, die wenig Feinstaub aussenden)
- Abfreckprämie (das, was einem gelben Engel für die Beseitigung einer Panne zusteht)
...
weitere Vorschläge wären eventuell:
- Abfragprämie (an Lehrer und Dozenten für die faire Gestaltung mündlicher Prüfungen)
- Abf*ckprämie (neue, politisch korrekte Bezeichnung für die Entlohnung des horizontalen Gewerbes)
- Abfackelprämie (irgendwomit muss man ja diejenigen Kamine fördern, die wenig Feinstaub aussenden)
- Abfreckprämie (das, was einem gelben Engel für die Beseitigung einer Panne zusteht)
...
Sehr gut, Morido! Hervorragend!
Ich habe Anlaß zu der Vermutung, daß wir zwei dermaleinst noch eine große Karriere als Staatssekretäre im Finanzministerium vor uns haben!
Sehr gut, Morido! Hervorragend!
Ich habe Anlaß zu der Vermutung, daß wir zwei dermaleinst noch eine große Karriere als Staatssekretäre im Finanzministerium vor uns haben!
Sehr gut, Morido! Hervorragend!
Ich habe Anlaß zu der Vermutung, daß wir zwei dermaleinst noch eine große Karriere als Staatssekretäre im Finanzministerium vor uns haben!
Ob das so ein schöner Job wäre. In Bayern kann ichs mir ja grad noch vorstellen, aber in Berlin...
Was meinst du, angenommen, wir entschließen uns am Ende doch nicht, diesen Posten anzutreten - haben wir dann Anspruch auf ne Absagprämie??
Ob das so ein schöner Job wäre. In Bayern kann ichs mir ja grad noch vorstellen, aber in Berlin...
Was meinst du, angenommen, wir entschließen uns am Ende doch nicht, diesen Posten anzutreten - haben wir dann Anspruch auf ne Absagprämie??
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