Verdacht auf Atomprogramm Uranspuren in Syrien gefunden

Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde haben in Syrien Uranpartikel entdeckt. Die US-Regierung zeigt sich alarmiert

Neben den Uranspuren wurden in der mutmaßlichen syrischen Atomanlage Spuren von Grafit entdeckt, das bei bestimmten Atom-Reaktortypen für den Bau des Reaktorkerns verwendet wird. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA hervor, der in Wien an Diplomaten herausgegeben wurde.

Die Spuren wurden demnach bereits im Juni 2008 auf einem Gelände gefunden, auf dem nach Meinung Israels und der USA ursprünglich ein heimlich gebauter syrischer Reaktor stand. Das Gebäude bei al Kibar war von der israelischen Luftwaffe 2007 zerstört worden.

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Die US-Regierung forderte Syrien auf, "in vollem Umfang" mit der IAEA zusammenzuarbeiten sowie ihr ungehinderten Zugang zu allen Informationen und verdächtigen Geländen zu gewähren.

Ein weiterer Untersuchungsbericht der IAEA stellte fest, dass der Iran die Urananreicherung zuletzt deutlich verlangsamt hat. Washington forderte den unverzüglichen Stopp. Solange Teheran nicht seinen internationalen Verpflichtungen nachkomme, "kann die Weltgemeinschaft nicht darauf vertrauen, dass das iranische Programm ausschließlich friedlichen Zwecken dient", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums.

Teheran weigert sich jedoch weiter, einige Fragen zu seinem früheren geheimen Atomprogramm zu beantworten.

 
Leser-Kommentare
  1. Uran und Grafit kommen auch in der Natur vor.
    Was sollen derartige Meldungen?

  2. Soll uns der Artikel schon mal auf die nächste Sau vorbereiten die durchs Dorf getrieben werden soll nachdem sich unsere transatlantischen Freunde am Iran verhoben haben?

    • df
    • 20.02.2009 um 16:32 Uhr

    kann man Uranreste finden, die stammen von den Nato Bomben die dort abgeworfen wurden. Die gleichen die auch Israel verwendet.

  3. "Solche Artikel", sollen vermutlich daran erinnern, dass im Nahen Osten so manches Unrechtsregime davon träumt, sich Atomwaffen zu beschaffen. Syrien ist nicht gerade das Land, bei dem ich beim Fund von Uranspuren auf natürliche Vorkommen schließen würde. Schlimm genug, dass schon heute unter den Mitgliedern des Atomwaffenclubs einige sind, denen nicht über den Weg zu trauen ist. Nicht auszudenken, wenn dieser unselige Verein ausgerechnet im Nahen Osten Zuwachs erhielte.

  4. Wer bei einer Meldung über einen verdächtigen Uranfunde der IAEA in einem nicht gerade als friedliebender Rechtsstaat bekannten Land im Nahen Osten sogleich unterstellt, es handele sich dabei lediglich um das abgereicherte, für panzerbrechende Munition verwendete U238 und damit unterstellt, dass die Spezialisten der IAEA dieses nicht von dem für die Herstellung von Kernwaffen benötigten Isotop U235 zu unterscheiden wissen, ist verdächtig zu versuchen, die gefährlichen Absichten friedloser Potentaten zu verschleiern.

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    (...) in einem nicht gerade als friedliebender Rechtsstaat bekannten Land im Nahen Osten (...) die gefährlichen Absichten friedloser Potentaten zu verschleiern.

    Diese Absichten hätte ich doch gern einmal von Ihnen erläutert, falls es Ihnen Ihre Zeit erlaubt.

    (...) in einem nicht gerade als friedliebender Rechtsstaat bekannten Land im Nahen Osten (...) die gefährlichen Absichten friedloser Potentaten zu verschleiern.

    Diese Absichten hätte ich doch gern einmal von Ihnen erläutert, falls es Ihnen Ihre Zeit erlaubt.

    • FahadA
    • 20.02.2009 um 18:52 Uhr

    @Klaus-Henning.

    "...
    6. The Agency has continued its analysis of all information to it as a result of the 23 June 2008 visit to the Dair Alzour site, as well as information from other sources. Additional analyses of the environmental samples taken from the Dair Alzour site have also been carried out by a number of laboratories participating in the Agency's (IAEA) Network of Analytical Laboratories. These analyses have revealed additional particles of anthropogenic (!) uranium. These uranium particles, and those identified as a result of the previous analyses, are of a type not included in Syria's declared inventory of nuclear material.

    7. The Agency's current assessment is that there is a low probability (beachten Sie, wie vorsichtig hier formuliert wird) that the uranium was introduced by the use of missiles as the isotopic and chemical composition and the morphology of the particles are all inconsitsent with what would be expected from the use of uranium based munitions.

    ..."

    http://isis-online.org/pu...

    Was den Iran angeht, so weigert sich Tehran, auf die Anschuldigungen zu reagieren, deren Basis Informationen auf dem 2004 von der MKO gestohlenen Laptop ist, von denen die Machthaber ausgehen, dass sie gefaelscht wurden. Man wuerde wohl reagieren, falls die amerikanische Regierung, der der Laptop zugespielt wurde, die Originaldateien herausruecken wuerde, was aber seit Jahren nicht geschieht. Der DG der IAEA (ElBaradei) fordert denn auch die USA auf, die Informationen im Original zur Verfuegung zu stellen. Hier von einem 'frueheren' illegalen Atomprogramm Irans zu schreiben, widerspricht eigentlich der journalistischen Sorgfaltspflicht.

    Lesen Sie mehr zum neuen IAEA-Bericht hier: http://aliqapoo.wordpress...

  5. (...) in einem nicht gerade als friedliebender Rechtsstaat bekannten Land im Nahen Osten (...) die gefährlichen Absichten friedloser Potentaten zu verschleiern.

    Diese Absichten hätte ich doch gern einmal von Ihnen erläutert, falls es Ihnen Ihre Zeit erlaubt.

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    Gefährliche Absichten sind anzunehmen, sofern die Errichtung nukleartechnischer Anlagen nicht nur friedlichen Zwecken dient. Die ungenügende Kooperation Syriens mit der IAEA und Hinweise auf "Entwicklungshilfe" durch Nordkorea legen dieses nahe. Details unter anderem hier:
    Nuclear Weapons Programs
    http://www.globalsecurity...

    Gefährliche Absichten sind anzunehmen, sofern die Errichtung nukleartechnischer Anlagen nicht nur friedlichen Zwecken dient. Die ungenügende Kooperation Syriens mit der IAEA und Hinweise auf "Entwicklungshilfe" durch Nordkorea legen dieses nahe. Details unter anderem hier:
    Nuclear Weapons Programs
    http://www.globalsecurity...

  6. Gefährliche Absichten sind anzunehmen, sofern die Errichtung nukleartechnischer Anlagen nicht nur friedlichen Zwecken dient. Die ungenügende Kooperation Syriens mit der IAEA und Hinweise auf "Entwicklungshilfe" durch Nordkorea legen dieses nahe. Details unter anderem hier:
    Nuclear Weapons Programs
    http://www.globalsecurity...

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    Die Urananreicherung und der Gebrauch von Kernenergie ist legitimes Recht eines jeden Staates. Soweit ich mich entsinnen kann gibt es in der Ecke nur einen Staat welcher atomar bewaffnet ist und regelmäßig das Völkerrecht bricht.
    Von der Endeckung von Uranspuren auf die Entwicklung von Atombomben zu schließen ist mehr als gewagt.

    Die Urananreicherung und der Gebrauch von Kernenergie ist legitimes Recht eines jeden Staates. Soweit ich mich entsinnen kann gibt es in der Ecke nur einen Staat welcher atomar bewaffnet ist und regelmäßig das Völkerrecht bricht.
    Von der Endeckung von Uranspuren auf die Entwicklung von Atombomben zu schließen ist mehr als gewagt.

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