Atlantik Atom-U-Boote kollidiert
Sie gehören zu den wichtigsten Waffen der Marine, sie verfügen über moderne Technik, dennoch stießen ein britisches und ein französisches Atom-U-Boot im Atlantik zusammen

© Jeff J Mitchell/Getty Images
Die HMS Vanguard liegt im Dock im schottischen Stützpunkt Faslane. Nach einem Unfall auf hoher See muss sie nun repariert werden
Zwei Atom-U-Boote aus Frankreich und Großbritannien sind Anfang Februar im Atlantik zusammengestoßen und dabei schwer beschädigt worden. Die mit jeweils 16 Atom-Raketen bestückten U-Boote sollen trotz ihrer hochmodernen Sonargeräte das jeweils andere Unterwasser-Fahrzeug übersehen haben, berichteten britische Medien unter Berufung auf Militärkreise.
Die Verteidigungsministerien von Frankreich und Großbritannien wollten den Unfall nicht bestätigen. Über U-Boot-Operationen würden grundsätzlich keine Auskünfte erteilt, hieß es in London. Ein Sprecher stellte aber klar, dass es zu keiner Beeinträchtigung der nuklearen Sicherheit gekommen sei.
Experten rätseln nun, warum die Schiffe sich trotz der modernen Detektoren der Sonar- und Radaranlage übersehen konnten. Marineoffiziere sprachen von einem außergewöhnlichen Unfall. "Unter Wasser konnten sie sich nicht sehen", sagte ein Offizier in der Zeitung Guardian . Dass die Technik an Bord von beiden Schiffen versagte, scheint ausgeschlossen.
Nach der Kollision soll die französische Le Triomphant ihre Reise eigenständig fortgesetzt haben, während die britische HMS Vanguard in ihren schottischen Heimathafen Faslane geschleppt worden sein soll. Angaben über Verletzte unter den insgesamt 240 Seeleuten gab es nicht.
Den Medien-Berichten zufolge kam es zu der Kollision zwischen dem 3. und 4. Februar. Beide etwa 150 Meter langen U-Boote hätten sich in rauer See auf eigenständigen Missionen befunden und seien zum Unfallzeitpunkt unter Wasser gewesen. Die HMS Vanguard trug sichtbare Dellen und Kratzer am Rumpf davon.
Die U-Boote gehören zum atomaren Abschreckungsprogramm beider Länder. Die britische Armeeführung versicherte, dass die Fähigkeit zum Atomschlag weiter gegeben sei. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es bei einer solchen Kollision zu einer nuklearen Explosion kommen kann", zitierte die Boulevardzeitung Sun einen Offizier. "Aber ein radioaktives Leck wäre möglich gewesen. Schlimmer noch, wir hätten die Besatzung und die Sprengköpfe verlieren können. Das wäre eine nationale Tragödie gewesen."
- Datum 16.02.2009 - 15:41 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE/haf/dpa
- Kommentare 12
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Aber das war doch mit radioaktiv-mäßiger Sicherheit eine strategisch geplante Übung!!
Natürlich hat nie eine Gefahr bestanden, alles bestens, wie bei der Weltfinanzkrise ...
nur wenn die Eigendynamik der Systeme einmal entfesselt ist, dann ist die Hektik groß, und dann bitte "nach vorne in die Zukunft schauen" , nur nicht nach hinten,
um zu entlarven wie es zu dem Irrsinn gekommen ist !
Müssen die Katastrophen erst "gefühlt" werden, ehe die Krisen bekämpft werden ??
Abschaffen alle Atomwaffen: Wie Obama - Helmut Schmidt - Richard von Weizsäcker u.a.m gefordert haben ! Aber dalli !
Ach wäre das doch nur - im Interesse der heimischen Medien - ein Zusammenstoss von einem russischen und einem chinesichen U-Boot gewesen.
Ein ganzes Fass Druckerschwärze hätte nicht ausgereicht.
Dass die Ortungs- und Navigationssysteme beider Boote in gleichselbber 3-D Position, im gleichselben Zeitraum entweder voll ausgefallen oder fehlerhaft gearbeitet haben sollen, ist kaum wahrscheinlich.
Unaufmerksamkeit ist ebenso auszuschließen, da akustische, visuelle und menschliche Alarmketten sich gegenseitig stützen und erkennen.
Schließlich kommt dann noch das im Grunde unmögliche 3-D Zusammentreffen mit der Kollision hinzu, weshalb nur ein Schluß möglich ist, nämlich ein gemeinsames Übungsprojekt.
Natürlich wird diese Version ins Absurde gezogen, doch es bleibt trotzdem die einzige Grundvariante.
Besseres in der Mittagspause zu tun gehabt haben:
http://de.wikipedia.org/w...
;-)
Besseres in der Mittagspause zu tun gehabt haben:
http://de.wikipedia.org/w...
;-)
Alle sprechen nur von den hochentwickelten Sonar- und Radarsystem, die das andere U-Boot eigentlich hätten orten müssen, doch den, für mich plausibelsten Grund hat bisher keiner erwähnt...und zwar die Tarnung. Es ist doch offensichtlich das nicht auf beiden U-Booten gleichzeitig die Ortungssysteme ausgefallen sind oder die dafür zuständigen Offiziere bzw. Matrosen gepennt haben. Beide haben das andere U-Boot gar nicht erst gesehn. Solche Unfälle sind doch der beste Beweis für eine fortschritliche Entwicklung der Technik...zumindest der Tarntechnik.
Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Minister a.D. Dr. Sebastian Pflugbeil (Neues Forum) ist der einzige Politiker in Deutschland, der Atomkraftwerke wirklich blitzschnell dicht machte. Mit der Atomindustrie kann es für gesundheitsbewußte und freiheitsliebende Bürgerinnen und Bürger keine Koexistenz geben. Ob Ausstiegslüge, Atomkraftwerke als Klimaretter, Kinderkrebsstudie um AKW, die Legende vom sicheren Endlager oder jeder weitere Castortransport: es lohnt sich mitzustreiten für eine bessere Welt, für eine Welt ohne Atomkraft, gegen jedes weitere Kilo Atommüll. Wie man den nuklearen Spuk in Rekordzeit beenden kann und seine Plagegeister aus den eigenen 4 Wänden vertreibt, steht hier:
www.fair-news.de/index.ph...
Besseres in der Mittagspause zu tun gehabt haben:
http://de.wikipedia.org/w...
;-)
Alles in allem trägt das bisher bekannt gewordene Gesamtbild alle Charakteristika eines Andockmanövers unter Wasser, entweder als Leerversuch oder zur Übergabe und Übernahme von Personen, Informationen oder Gerät.
Das sind im Grunde Routineoperationen unter Freunden, die allerdings hier an diesem Beispiel durchaus auch gegen Dritte Freunde möglich sind.
Entsprechende Schleusenkammern sind auf jedem U-Boot vorhanden.
Unter Wasser spielen noch extreme Strömungen, Temperaturunterschide und unkalkulierbare Faktoren eine schwerwiegende Rolle, im Gegensatz zu Weltraummanövern.
Die Nähe kann also nur gewollt gewesen sein!
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