FDP-Höhenflug Kanzler Westerwelle

Die FDP liegt in den Umfragen nur noch Nuancen hinter der SPD. Böte man Westerwelle die Kanzlerschaft an, ließe der sich bestimmt schnell auf eine gelbe Ampel ein

Wer gestern die Talkrunde bei Sandra Maischberger gesehen hat, weiß: Frank-Walter Steinmeier hat keine Chance, Kanzler zu werden. Der Mann ist nicht witzig, obwohl ihm seine Redenschreiber etliche Gags aufgeschrieben haben. Er ist so knöchern und dröge, dass Frau Maischberger, die eigentlich immer für einen Flirt vor der Kamera zu haben ist, heilfroh war, als Joschka Fischer und Hans-Dietrich Genscher endlich dazu stießen. Die beiden Polit-Rentner gaben der Runde wenigstens ein bisschen Pep.  

Man kann viel Hämisches über Guido Westerwelle sagen, ein besserer Unterhalter als Steinmeier ist der Bonner Anwaltssohn allemal. Den nassforschen Auftritt von früher hat er sich inzwischen abgewöhnt. Er krakeelt weniger, auch zu Big Brother würde er nicht mehr gehen. Heute verkörpert Westerwelle den feinsinnigen, kunstinteressierten, glücklich liierten Neo-Liberalen light.

Richtig, Charme ist nicht alles in der Politik. Er hilft zwar dabei, Sympathiepunkte zu sammeln: beim Wähler, bei Arbeitern und Bossen, auch im Ausland. Aber ohne realistische Machtoptionen und ohne zündende Inhalte bleibt selbst der größte Charmebolzen ein politisches Leichtgewicht.  

Blöderweise hat Steinmeier auch hier Defizite. Als Anführer einer 22-Prozent-Partei - so wird die SPD seit Wochen schon in den Umfragen gehandelt - werden die Sozialdemokraten nur dann den Kanzler stellen können, wenn sie entweder doch mit der Linkspartei koalieren, was Steinmeier westfälisch-kategorisch ausschließt. Oder wenn sie Grüne und FDP zu einer gemeinsamen Ampel-Regierung überreden können, was schwieriger ist als Dieter Bohlen und Günther Grass an einen runden Tisch zu bekommen. Schon in Hessen scheiterte die SPD am standhaften Njet der Liberalen.

Zu den Inhalten: Steinmeier sagt zwar, dass die Krise die richtige Zeit sei für sozialdemokratische Politik. Ganz klar, was er damit meint, wird aber nicht. Mutiert die Steinmeier-SPD jetzt zur stahlkalten Enteigner-Partei, die Aktionären die Anteile wegnimmt, den Managern die Boni streicht und die unpopuläre Blut-Schweiß-und-Tränen-Rhetorik der Agenda 2010 vergisst?

Wie wohltuend dagegen der skrupelbehaftete Zweifel der Westerwelle-Partei. Sie weiß an diesem Tag nicht genau, ob sie das Banken-Enteignungsgesetz begrüßen oder verdammen soll. Sie will den freien Markt schützen, aber auch die Unternehmen, die sich darauf bewegen und in Not geraten sind. Sie will die Steuern senken, aber keine neuen Schulden machen. Die FDP ist die Kreuzritterin für warme Bürgerrechte und Hüterin der Marktwirtschaft. In der Opposition geht halt alles gleichzeitig.

Deshalb belohnt sie der Wähler momentan auch mit historisch guten Umfragewerten: Mit 18 Prozent liegen die Liberalen nur noch vier Prozentpunkte hinter der SPD, die in guten Zeiten fast zehnmal so stark war wie die FDP.

Was kann die SPD also tun? Nach einem Abend bei Maischberger muss es den SPD-Strategen dämmern: Die SPD hat dieses Jahr die besten Chancen, sich weiter an der Regierung zu beteiligen, wenn sie die Flucht in die Offensive antritt und der FDP die Kanzlerschaft anbietet. Westerwelle wird Merkel dann schneller einen Korb geben, als andere bis 18 zählen können. Steinmeier kann Vizekanzler bleiben. Und Klaus Wowereit kann sich warmlaufen für 2013.
 

 
Leser-Kommentare
  1. IHN als Kanzler scheint mir doch ein wenig abgehoben, ich goenne der FDP
    und Herrn Westerwelle natuerlich den Erfolg und sehe sie auch bei 17/18% dies mittelfristig.ABER MAN DARF NICHT DIE VIELEN PROTESTWAEHLER VERGESSEN, diese sind keine bestaendige Klientel der FDP und das Blatt kann sich schnell wenden. Unsere Kanzlerin verliert derzeit viele Waehlerstimmen und eine
    Person mit Charisma egal ob CDU/CSU/SPD haette Chancen die temporaer
    verlorenen Stimmen wieder einzusammeln. Die GRUENEN indentifiziere ich
    mit Claudia Roth und SdazN

    Herr Steinmeier war gestern bei Frau Maischberger mehr als sproede, SO
    kann er kein Vertrauen gewinnen, kein Humor, keine Gags, nichts auszusagen
    was wirklich interessiert , leider. Fuer mich ist die Planstelle Kanzler/Kanzlerin noch immer vollkommen offen.

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    und Spaß und Witzereißen zu tun. Dafür habt Ihr, die Ihr solches liebt, doch Euren Westerwelle, hattet Euren Glos, Stoiber und habt nun auch Lafontaine und Ihr könntet jederzeit zu Priol oder anderen KaberettistInnen umschalten.
    Jeder, der die Medien in der letzten Zeit studiert und gesehen hat, wie manche JournalistInnen wie die Geier herfallen über irgendwelche lapidaren witzig gemeinten Gags von PolitikerInnen, um diese dann mit tierischem Ernst auszuschlachten bis hin zu Namensvandalismus, der kann nur allzu gut verstehen, dass KanzlerkandidatInnen sich auf Plaudereien irgendwelcher TalkmasterInnen nicht einlassen wollen.

    Es begann ja auch bei Maischberger mal wieder mit dem Namen, um über die Wahl des Namens irgendwie auf die politische Wahrhaftigkeit rückschließen zu können. Mit solchen Gagaistinnen sollten sich ernste Politiker nicht zu tief in die Gagologie einlassen, sonst wird die gesamte Politik nur noch zum Gagga verkommen.

    Westerwelle und Kanzler - das ist echt ein Witz! Bewahre uns der Allmächtige vor einem Gagologen wie Westerwelle als Kanzler! Der, Westerwelle, käme auf die Idee und würde Dolly Buster, die er mal als Zugstute in einem Wahlkampf seiner Spaßpartei einsetzte, zur Außenministerin machen, damit auch der Rest der Welt eine geile und gaggaistische Politik erlebt, bevor alles untergeht.

    und Spaß und Witzereißen zu tun. Dafür habt Ihr, die Ihr solches liebt, doch Euren Westerwelle, hattet Euren Glos, Stoiber und habt nun auch Lafontaine und Ihr könntet jederzeit zu Priol oder anderen KaberettistInnen umschalten.
    Jeder, der die Medien in der letzten Zeit studiert und gesehen hat, wie manche JournalistInnen wie die Geier herfallen über irgendwelche lapidaren witzig gemeinten Gags von PolitikerInnen, um diese dann mit tierischem Ernst auszuschlachten bis hin zu Namensvandalismus, der kann nur allzu gut verstehen, dass KanzlerkandidatInnen sich auf Plaudereien irgendwelcher TalkmasterInnen nicht einlassen wollen.

    Es begann ja auch bei Maischberger mal wieder mit dem Namen, um über die Wahl des Namens irgendwie auf die politische Wahrhaftigkeit rückschließen zu können. Mit solchen Gagaistinnen sollten sich ernste Politiker nicht zu tief in die Gagologie einlassen, sonst wird die gesamte Politik nur noch zum Gagga verkommen.

    Westerwelle und Kanzler - das ist echt ein Witz! Bewahre uns der Allmächtige vor einem Gagologen wie Westerwelle als Kanzler! Der, Westerwelle, käme auf die Idee und würde Dolly Buster, die er mal als Zugstute in einem Wahlkampf seiner Spaßpartei einsetzte, zur Außenministerin machen, damit auch der Rest der Welt eine geile und gaggaistische Politik erlebt, bevor alles untergeht.

    • Anonym
    • 18.02.2009 um 13:47 Uhr

    Das Ding ist etwas was mich selbst überrascht aber die Statements von FDP Politikern, das Führungspersonal hat sich auch ziemlich stark verändert die letzte Zeit, sowie deren Handeln bei Abstimmungen etc. in Bund und Ländern und deren Interventionen gegen Vorratsdatenspeicherung und Co. haben mich inzwischen, aufgrund des Wahlgeheimnisses bleibe ich vage, eventuell zu einem FDP Wähler gemacht ;-)

    Ich bin kein Ideologe und Jahrgang 86 also in einer Zeit aufgewachsen in der die alten Milieus schon zerfallen sind, bin also einer dieser gefürchteten "Wechselwähler". Die FDP hat wohl am besten erkannt dass man Wähler meiner Generation nicht mehr wie unsere Eltern ködert, es reicht nicht immer einen großen Popanz voller Weltbild, Ideologie und großer Stoßrichtung vorzugeben - ich schau mir Punkt für Punkt schon genau die Wahlprogramme an, zumindest dort wo sie mich berühren. Und entgegen der Parteien die Wechselwähler fast mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser finde ich diese Entwicklung gut, spricht sie doch für eine erreichte Reife unserer Demokratie. Die SPD verschärft ihren Abstieg dadurch indem sie sich auf, vermeintliche, Stärken besinnen will und wieder mit großem Weltbild und Pathos anfängt anstatt sich darum zu kümmern warum sie immer mehr Zuspruch verliert - die einzelnen Sachfragen. Hartz 4 ist nur eine davon. Mir hilft kein Pathos und kein Bierzeltredner mit hochrotem Kopf und verschwitztem Hemd der die Faust in die Höhe reckt, das stößt mich eher ab, wenn die Politik die dann gemacht wird mit diesem Bild in den Bierzelten kollidiert. Die SPD Oberen benutzen ja seit neuestem den Bergmannsgruß "Glück Auf" und bemerken die Ironie darin gar nicht, der Niedergang des Bergbau ist nicht nur politisch besiegelt denn die dreckige Kohle gehört auch nicht mehr in unsere Zeit, ist von Gestern - Glück Auf, SPD!

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    ...dann mal ein wenig Nachhilfe von einem verspäteten 68'er (bitte mit Augenzwinkern lesen - soviel Glosse muß sein;-)):

    ich schau mir Punkt für Punkt schon genau die Wahlprogramme an, zumindest dort wo sie mich berühren. Das nennt man auch das St. Florians-Prinzip: Was mich nicht betrifft, muss mich auch nicht interessieren. Wir alten 68'er dagegen wissen: ALLES ist politisch...

    Die SPD verschärft ihren Abstieg dadurch indem sie sich auf, vermeintliche, Stärken besinnen will und wieder mit großem Weltbild und Pathos anfängt anstatt sich darum zu kümmern warum sie immer mehr Zuspruch verliert - die einzelnen Sachfragen. Nun, das ist der Unterschied zwischen einer Volkspartei (SPD) und einer Klientelpartei (F.D.P.): Die Volkspartei muß sich um alles kümmern, die Klientelpartei kann sich auf Einzelfragen zurückziehen und den Leuten nach dem Mund reden.

    Und entgegen der Parteien die Wechselwähler fast mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser finde ich diese Entwicklung gut, spricht sie doch für eine erreichte Reife unserer Demokratie. Ausnahmsweise mal ernst gesprochen: Ein Staat ist kein Supermarkt, Politik kein Wunschprogramm. Was Sie betreiben, ist keine "reife" Demokratie, die Art von Rosinenpickerei, die jedem Staatswesen zum Verhängnis wird.

    denn die dreckige Kohle gehört auch nicht mehr in unsere Zeit, Okay, also auf zum fröhlichen Enteignen - "Kohle" stinkt vielleicht nicht, ist aber immer dreckig...

    Mir hilft kein Pathos und kein Bierzeltredner mit hochrotem Kopf und verschwitztem Hemd der die Faust in die Höhe reckt, Mir auch nicht, aber ich bin ja auch kein Bayer...;-)

    ...dann mal ein wenig Nachhilfe von einem verspäteten 68'er (bitte mit Augenzwinkern lesen - soviel Glosse muß sein;-)):

    ich schau mir Punkt für Punkt schon genau die Wahlprogramme an, zumindest dort wo sie mich berühren. Das nennt man auch das St. Florians-Prinzip: Was mich nicht betrifft, muss mich auch nicht interessieren. Wir alten 68'er dagegen wissen: ALLES ist politisch...

    Die SPD verschärft ihren Abstieg dadurch indem sie sich auf, vermeintliche, Stärken besinnen will und wieder mit großem Weltbild und Pathos anfängt anstatt sich darum zu kümmern warum sie immer mehr Zuspruch verliert - die einzelnen Sachfragen. Nun, das ist der Unterschied zwischen einer Volkspartei (SPD) und einer Klientelpartei (F.D.P.): Die Volkspartei muß sich um alles kümmern, die Klientelpartei kann sich auf Einzelfragen zurückziehen und den Leuten nach dem Mund reden.

    Und entgegen der Parteien die Wechselwähler fast mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser finde ich diese Entwicklung gut, spricht sie doch für eine erreichte Reife unserer Demokratie. Ausnahmsweise mal ernst gesprochen: Ein Staat ist kein Supermarkt, Politik kein Wunschprogramm. Was Sie betreiben, ist keine "reife" Demokratie, die Art von Rosinenpickerei, die jedem Staatswesen zum Verhängnis wird.

    denn die dreckige Kohle gehört auch nicht mehr in unsere Zeit, Okay, also auf zum fröhlichen Enteignen - "Kohle" stinkt vielleicht nicht, ist aber immer dreckig...

    Mir hilft kein Pathos und kein Bierzeltredner mit hochrotem Kopf und verschwitztem Hemd der die Faust in die Höhe reckt, Mir auch nicht, aber ich bin ja auch kein Bayer...;-)

  2. Die meisten Zugänge hat die FDP von enttäuschten CDU-Wählern, die die CDU inzwischen zu sozialdemokratisch empfinden. Würde die FDP mit der SPD und den Grünen koalieren, wäre sie diese Überläufer und auch die FDP-Stammwähler schneller los, als sie überhaupt denken kann.
    Die FDP müsste wieder darum bangen, überhaupt in die Landesparlamente einzuziehen. Deswegen würde Westerwelle nicht die Kanzlerschaft in einer Ampel annehmen. Wetten dass!

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    • NoG
    • 18.02.2009 um 14:45 Uhr

    "Die meisten Zugänge hat die FDP von enttäuschten CDU-Wählern, die die CDU inzwischen zu sozialdemokratisch empfinden."

    vielleicht sind sie einfach nur enttaeuscht?
    das muss ja noch lange nichts mit dem inhalt der cdu arbeit zu tun haben...

    • NoG
    • 18.02.2009 um 14:45 Uhr

    "Die meisten Zugänge hat die FDP von enttäuschten CDU-Wählern, die die CDU inzwischen zu sozialdemokratisch empfinden."

    vielleicht sind sie einfach nur enttaeuscht?
    das muss ja noch lange nichts mit dem inhalt der cdu arbeit zu tun haben...

  3. zum Knuddeln gern habe.
    Ist er nicht süß? Vor allem wenn er seinen Hammer-Rollkragenpulli trägt. Straht gleichzeitig männliche Härte und Feinfühligkeit aus. Und Kompetenz, männliche Kompetenz. Der Mann weiß einfach wo es lang geht. Er sieht aus wie ein Adler. Die Verkörperung des Adlers da auf der Flagge oder wo das war.
    Erinnert mich an meinen Erdkundelehrer, Spülanski, auch liebevoll Spüli genannt. Was haben wir ihn liebgehabt, den alten Spüli. Aber hart war er...

    [Anmerkung: Bitte tragen Sie zu einer sachlichen und niveauvollen Diskussion bei. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

  4. ...dann mal ein wenig Nachhilfe von einem verspäteten 68'er (bitte mit Augenzwinkern lesen - soviel Glosse muß sein;-)):

    ich schau mir Punkt für Punkt schon genau die Wahlprogramme an, zumindest dort wo sie mich berühren. Das nennt man auch das St. Florians-Prinzip: Was mich nicht betrifft, muss mich auch nicht interessieren. Wir alten 68'er dagegen wissen: ALLES ist politisch...

    Die SPD verschärft ihren Abstieg dadurch indem sie sich auf, vermeintliche, Stärken besinnen will und wieder mit großem Weltbild und Pathos anfängt anstatt sich darum zu kümmern warum sie immer mehr Zuspruch verliert - die einzelnen Sachfragen. Nun, das ist der Unterschied zwischen einer Volkspartei (SPD) und einer Klientelpartei (F.D.P.): Die Volkspartei muß sich um alles kümmern, die Klientelpartei kann sich auf Einzelfragen zurückziehen und den Leuten nach dem Mund reden.

    Und entgegen der Parteien die Wechselwähler fast mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser finde ich diese Entwicklung gut, spricht sie doch für eine erreichte Reife unserer Demokratie. Ausnahmsweise mal ernst gesprochen: Ein Staat ist kein Supermarkt, Politik kein Wunschprogramm. Was Sie betreiben, ist keine "reife" Demokratie, die Art von Rosinenpickerei, die jedem Staatswesen zum Verhängnis wird.

    denn die dreckige Kohle gehört auch nicht mehr in unsere Zeit, Okay, also auf zum fröhlichen Enteignen - "Kohle" stinkt vielleicht nicht, ist aber immer dreckig...

    Mir hilft kein Pathos und kein Bierzeltredner mit hochrotem Kopf und verschwitztem Hemd der die Faust in die Höhe reckt, Mir auch nicht, aber ich bin ja auch kein Bayer...;-)

    Antwort auf "Glosse schön und gut"
    • NoG
    • 18.02.2009 um 14:45 Uhr

    "Die meisten Zugänge hat die FDP von enttäuschten CDU-Wählern, die die CDU inzwischen zu sozialdemokratisch empfinden."

    vielleicht sind sie einfach nur enttaeuscht?
    das muss ja noch lange nichts mit dem inhalt der cdu arbeit zu tun haben...

    Antwort auf "Schöne Story"
  5. Man kann viel Hämisches über Guido Westerwelle sagen, ein besserer Unterhalter als Steinmeier ist der Bonner Anwaltssohn allemal.

    Dann gebt ihm doch endlich einen Plattenvertrag oder eine eigene Fernsehshow, damit er sein Potential voll ausschöpfen kann!

    Oder bin ich hier der einzige, der sich nicht von einem Komödianten regieren lassen möchte?

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    nee, nee abu zoff, ganz meiner meinung
    Es ist immerhin eine "Talkshow", die eigentlich dafür da ist, zu zeigen, was für ein politischer Mensch der Franky ist und nicht was ein ach so toller Witzbold er ist. Lieber ein humorloser efolgreicher, als ein witziger aber planloser Politiker. Außerdem finde ich Merkel genauso langweilig und die ist ja bekanntermaßen Kanzlerin...
    Soviel dazu

    • dacapo
    • 18.02.2009 um 22:44 Uhr

    Also, Abu Zoff ist wohl nicht alleine. Wenn es dem Zeit-Schreiber doch so am Humor liegt, warum würde er denn Westerwelle ertragen? Hat er den erwünschte Humor, ist er der Meister des Flirts? Worum geht's denn nun in diesem Artikel? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Es fehlt wohl Ypsilanti auf dem Markt der Schreiber. Jetzt fällt ihnen aber auch nichts mehr ein. Ypsilanti war machtgeil, Steinmeier ist humorlos - was ist das nur für eine Welt. Die ZEIT schiesst sich mit aller Gewalt auf dei SPD ein. Wann fängt der deutsche Journalismus an, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Sie können doch nicht alle die BILD nachmachen.

    nee, nee abu zoff, ganz meiner meinung
    Es ist immerhin eine "Talkshow", die eigentlich dafür da ist, zu zeigen, was für ein politischer Mensch der Franky ist und nicht was ein ach so toller Witzbold er ist. Lieber ein humorloser efolgreicher, als ein witziger aber planloser Politiker. Außerdem finde ich Merkel genauso langweilig und die ist ja bekanntermaßen Kanzlerin...
    Soviel dazu

    • dacapo
    • 18.02.2009 um 22:44 Uhr

    Also, Abu Zoff ist wohl nicht alleine. Wenn es dem Zeit-Schreiber doch so am Humor liegt, warum würde er denn Westerwelle ertragen? Hat er den erwünschte Humor, ist er der Meister des Flirts? Worum geht's denn nun in diesem Artikel? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Es fehlt wohl Ypsilanti auf dem Markt der Schreiber. Jetzt fällt ihnen aber auch nichts mehr ein. Ypsilanti war machtgeil, Steinmeier ist humorlos - was ist das nur für eine Welt. Die ZEIT schiesst sich mit aller Gewalt auf dei SPD ein. Wann fängt der deutsche Journalismus an, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Sie können doch nicht alle die BILD nachmachen.

    • hagego
    • 18.02.2009 um 16:00 Uhr

    Fast eine Gegen-Glosse.

    Nicht, dass dieser Satz der wichtigste Ihres Artikels wäre, aber wie meinen Sie, Herr Schlieben, ihn denn nun: "Die FDP ist die Kreuzritterin für warme Bürgerrechte..."? (Zitat M. Schlieben).

    Die FDP hat gegenüber der SPD ja den Vorteil, dass sie viele Jahre nicht besonders viel zu sagen hatte. Sie war und ist z.Z. in Berlin immer noch in der Opposition. Diese Bänke sind hart. Auf sie richten sich augenblicklich nur wenig Scheinwerfer.

    Die SPD hat unter Kanzler Schröder und Müntefering "klare Kante" gezeigt. Und die Wählerinnen und Wähler haben dieser Politik "eine lange Nase" gezeigt. Manches an dem Agenda 2010-Programm war richtig, es wurde aber nur ungenügend kommuniziert. Und manches war einfach haarsträubend, wenn man den Hintergrund der sozialdemokratischen Wähler betrachtet. Jetzt kann sich die SPD immer noch nicht entscheiden, ob sie den sog. kleinen Leuten wieder ein Stückchen entgegenkommt. Oder ob sie mit einer camouflierten Sozial-CDU wetteifern sollte. Oder ob sie sich gar mit den neoliberalen Westerwellen anfreunden könne.

    Alles bleibt, wie es ist. Nur Guido W. arbeitet wieder hauptberuflich
    in einer Kanzlei.

    Die CDU wird im September nicht so viel Stimmen bekommen, wie sie jetzt insgeheim hofft (bis auf den Bayern-Horst, der hofft eher auf eine ähnliche Abreibung, wie sie Beckstein & Huber erhalten haben). Die FDP wird - auch ohne Möllemann - keine 18% erhalten. Und die SPD wird im Herbst mehr Stimmen bekommen, als wenn jetzt gewählt würde. Aber vorher muss diese alte sozialdemokratische Partei Flagge zeigen - und sagen, welche Schwerpunkte im Wahlkampf eine herausgehobene Rolle spielen werden. Und welche Köpfe dafür eintreten. Heute muss sich die SPD ja fragen lassen, wo denn Sigmar Gabriel geblieben ist. Der Hoffnungsträger schlechthin - ist er sozusagen atomisiert worden? Oder will er Nachfolger Mehdorns werden? Und wartet jetzt schon auf dem Abstellgleis...

    Wenn nicht zuerst der Karneval käme, würde ich uns allen schöne Ostertage wünschen! Aber die Überraschungseier gibts am Abend nach der Bundestagswahl: Alles bleibt, wie's ist. Und Guido arbeitet wieder hauptberuflich in einer renommierten Kanzlei... statt im Fast-Kanzleramt.

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    Die SPD müsste sich personell von den Agenda-Vertretern ( Steinmeier, Steinbrück, Müntefering usw). trennen.
    Sie müsste die Agenda-Politik als Verfehlung einordnen.
    Sie müsste mit der Forderung nach der Verstaatlichung der Energiekonzerne und der Nicht-Privatisierung der Bahn in den Wahlkampf ziehen.
    Machttaktisch gesehen müsste sie die Linke umwerben, anstatt sie zu diffamieren.
    Die Rente mit 67 müsste zurück genommen werdfen.
    Dann würde die SPD auf annähernd 40% kommen.
    Das wird sie aber nicht tun, die "Macher" ziehen es vor, die Partei zugunsten ihres persönlichen Vorteils zu ruinieren ( Projekt 20-).

    Die SPD müsste sich personell von den Agenda-Vertretern ( Steinmeier, Steinbrück, Müntefering usw). trennen.
    Sie müsste die Agenda-Politik als Verfehlung einordnen.
    Sie müsste mit der Forderung nach der Verstaatlichung der Energiekonzerne und der Nicht-Privatisierung der Bahn in den Wahlkampf ziehen.
    Machttaktisch gesehen müsste sie die Linke umwerben, anstatt sie zu diffamieren.
    Die Rente mit 67 müsste zurück genommen werdfen.
    Dann würde die SPD auf annähernd 40% kommen.
    Das wird sie aber nicht tun, die "Macher" ziehen es vor, die Partei zugunsten ihres persönlichen Vorteils zu ruinieren ( Projekt 20-).

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