Wirtschaftskrise Schluss mit dem Autowahn!
Deutschland sorgt sich um seine vermeintliche Schlüsselindustrie. Doch eine Gesellschaft, die auf herkömmliche Technologien setzt, hat in der Zukunft verloren

© Ford
Der Fordismus, das Wirtschaftsmodell der Nachkriegszeit, verband die Massenproduktion mit dem massenhaften Konsum. Im Bild ein Ford Taunus von 1952
Das Auto ist das liebste Kind der Deutschen. Kein Produkt wird gleichermaßen umworben, da es für alles steht, was uns gut und teuer ist: Status, Spaß und Erfolg. Kein Wunder also, dass die Automobilindustrie hierzulande als Schlüsselbranche gilt, von der Millionen Arbeitsplätze abhängen. Und es überrascht nicht, wenn die aktuellen Probleme dieser Branche als eine Art nationaler Notstand wahrgenommen werden: Kurzarbeit bei Daimler und Volkswagen, Opel vor der Insolvenz.
Die Sorge um Tausende Arbeitsplätze ist verständlich, ebenso wie die Frage, ob ein paar Milliarden Euro Staatshilfe für ihre Rettung nicht angemessen sind. Schließlich ist die Bundesregierung auch bereit, wesentlich größere Beträge für marode Banken vorzuschießen. Und ist es nicht wichtiger, die Schlüsselbranche des Landes zu retten, als Spekulationsverluste aufzufangen?
Doch die Debatte geht an der wesentlichen Frage vorbei. Das eigentliche Problem heißt nicht Opel, Daimler oder Volkswagen. Wer heute die Autoindustrie rettet, schiebt gleichzeitig ein viel grundlegenderes Problem auf. Die eigentlichen Ursachen liegen tiefer und sind in dem Wirtschaftsmodell der Nachkriegszeit zu suchen, das nicht zufällig nach einem Autohersteller benannt wurde. Der Fordismus – der Begriff entstand nach dem ersten Weltkrieg und leitet sich ab vom Namen des legendären Unternehmers Henry Ford – verband die Massenproduktion mit dem massenhaften Konsum.
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Die Rechnung war so einfach wie effizient: Durch das Fließband wurde die Arbeit eintöniger, die Fahrzeuge billiger und die Löhne höher. Die Methode wurde in den vergangenen Jahrzehnten vielfach modifiziert, doch das Prinzip beibehalten. Vor allem die Mittelschicht profitierte davon, die in Deutschland ein regelrechtes Wirtschaftswunder erlebte.
Das System hat jedoch einen Fehler. Was in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg noch wunderbar funktionierte, gerät heute in eine fundamentale Krise. Denn seit geraumer Zeit steigt die Produktivität schneller als die Nachfrage, und für die Produktion werden immer weniger Arbeitskräfte benötigt. Früher einmal bedeutete Massenproduktion: "von den Massen für die Massen produziert" , heute steht sie für: "von Wenigen für die Massen produziert".
Immer weniger produzieren immer mehr – diese Entwicklung wurde in den vergangenen Jahren noch zusätzlich verschärft, da die Reallöhne der Mittelschicht stagnierten, oder, wie in Deutschland, sogar zurückgingen. Da die Einkommen verschiedener gesellschaftlicher Segmente in Deutschland immer stärker auseinanderdrifteten, konnte ein kleiner Kreis von Reichen diesen Rückgang auch nicht mehr mit seinem Konsum kompensatorisch ausgleichen.
Da die reale Kaufkraft nicht mehr ausreichte, wurde die Nachfrage immer mehr über Kredite und Schulden finanziert. Damit dieses System weiter tragfähig bleibt, muss weiter produziert, konsumiert, verbraucht und entsorgt werden, selbst wenn wir es uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr leisten können. Die Autoindustrie ist der Prototyp dieses fordistischen Systems, hier wurde es zuerst eingeführt und erfolgreich etabliert.
Die Debatte über die Autokrise wird daher nur halbherzig geführt. Es geht nicht nur um neue Modelle, die kleiner und umweltfreundlicher sind. Vielmehr ist eine Krise des Fordismus und der mit ihm verbundenen Wirtschaftsweise zu verzeichnen. So verständlich es ist, jetzt Arbeitsplätze und Unternehmen retten zu wollen, so notwendig ist es auch, über solche konkreten Fragen und Entscheidungen hinaus in größerem sozioökonomischen Maßstab zu denken: Was kommt nach der Massenproduktion?
Der US-amerikanische Soziologe Richard Florida hat schon vor Jahren in Schriften wie Beyond Massproduction gewarnt: Die westlichen Industrienationen, die noch maßgeblich auf herkömmliche Technologien wie die der Automobilindustrie setzen, haben die Zukunft aus dem Blick verloren. Denn diese liege nicht mehr zuvörderst im "Hardware"-Sektor, sondern vielmehr in der Entwicklung neuer Ideen. Repetitive Hardware-Produktion ist inzwischen an vielen Orten auf der Welt kostengünstiger zu haben. Länder wie Deutschland oder die USA können ihren technologischen Vorsprung nur dann halten, wenn sie immer wieder neue Ideen entwickeln. Die Schlüsselbranche der Zukunft ist nach Florida für die alten Industrienationen die auf verschiedenste (ausgelagerte) Hardware-Bereiche bedarfsgerecht anwendbare, in sich dynamische Kreativwirtschaft.
Und was wäre derzeit kreativer, als sich Gedanken zu machen, wie eine Gesellschaft funktionieren kann, der langsam, aber sicher die fordistisch bestimmte Arbeit ausgeht? Eine Arbeitsweise, die sich wohlbemerkt selbst ad absurdum führt? Welche Schlüsselbranchen wollen und brauchen wir künftig? Wie und wo wollen wir produzieren? Und in welcher Relation zur Anzahl der Arbeitssuchenden? Neue Ansätze gibt es genug, wie beispielsweise die Debatte über das Grundeinkommen zeigt. Veränderungen, die grundsätzlicher sind als die Frage, ob Opel gerettet werden kann oder soll, stehen an. Schließlich ist es erst gut 30 Jahre her, dass die Schlüsselbranchen Deutschlands Kohle und Stahl hießen – heute ist die Kohleförderung ein höchst verlustreich gepäppelter Subventionsfall.
Vieles deutet aber darauf hin, dass von politischer Seite aus alle Anstrengungen unternommen werden, damit alles beim Alten bleibt. Wo hierzulande die Prioritäten liegen, sieht man unter anderem am aktuellen Konjunkturprogramm: Wer ein Kind in die Welt setzt, erhält eine einmalige Prämie von 100 Euro. Wer sein altes Auto verschrottet und ein neues kauft, bekommt 25 Mal so viel. Solange die vier Räder der Deutschen liebster Anhang sind, wird der überfällige Wandel nicht stattfinden.
- Datum 02.03.2009 - 14:31 Uhr
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hat mir gefallen. die geliebte autoindustrie mit ihren schoenen verbrennungsmotoren. unsere enkel werden sich ueber uns lustig machen wie wir in den grossstaedten mit den ganzen abgasen ueberhaupt leben konnten.
werden sich freuen...denn sie werden wahrscheinlich gar nicht ersten gezeugt:)
werden es die Enkel finden, dass wir einen auch für andere Zwecke so wichtigen Rohstoff einfach verbrannt haben.
werden sich freuen...denn sie werden wahrscheinlich gar nicht ersten gezeugt:)
werden es die Enkel finden, dass wir einen auch für andere Zwecke so wichtigen Rohstoff einfach verbrannt haben.
Man schätzt, dass die Erde ohne Nutzung fossiler Energieträger ein bis zwei Milliarden Menschen ernähren kann. Da ist wohl ebenfalls ein "Systemwechsel" absehbar. Aber vielleicht zahlen wir den überschüssigen viereinhalb Milliarden einfach ein "bedingungsloses Grundeinkommen"?
dieser systemwechsel...meinen sie damit das wir die kommunisten kriegen und die chinesen den kapitalismus??? die usa kriegen dann warhscheinlich den sozialstaat und alle sind happy???
es gibt alternativen! tesla zb. doch willst du 90.000 us dollar feur ein nichtdeutsches auto ausgeben???
siehste ich auch nicht. ich will das dies von opel kommt! darauf warte ich!
dieser systemwechsel...meinen sie damit das wir die kommunisten kriegen und die chinesen den kapitalismus??? die usa kriegen dann warhscheinlich den sozialstaat und alle sind happy???
es gibt alternativen! tesla zb. doch willst du 90.000 us dollar feur ein nichtdeutsches auto ausgeben???
siehste ich auch nicht. ich will das dies von opel kommt! darauf warte ich!
Der Artikel stößt Gedanken an, die politisch derzeit nicht handlungsleitend sind und es vermutlich auch nicht sein können. Politik orientiert sich am Faktischen, weil sie gegenwärtig um Stimmen kämpft und die Zukunft vor allen Dingen als Fortsetzung der konkreten Gegenwart begreift. Stabile Gegenwart - stabile Zukunft, lautet die Devise.
Sehr richtig hält Frau Dückers die Absurdität kapitalistischer Massenproduktion fest: Der Profit kann gesteigert werden durch Maximierung der Mittel auf Konsumentenseite oder durch Minimierung des Mittelaufwands auf Produktionsseite. Da global betrachtet der zweite Schritt Konkurrenzdruck erzeugt, dem die hiesige Wirtschaft entweder durch Innovation oder, im Falle von Massenkonsumgütern, durch Lohndumping entgegen treten muss, entsteht ein Wettlauf, der den Konsumenten zugunsten der Profiteure die Mittel entzieht.
D.h.: Der Wirtschaft im Kapitalismus geht es dann besser, wenn die Menschen möglichst viel konsumieren und wenn sie gleichzeitig möglichst wenig verdienen. Der Widerspruch ist offensichtlich.
Karl Marx hatte in seiner Analyse vollkommen recht, als er festhielt, dass es nur das Produktionsmittel menschlicher Arbeit sei, das durch Verwertung, d.h. durch Wertschöpfung im Zuge seines Verbrauchs, für Mehrwert sorge. Überall dort, wo maschinell automatisierte Produktion die Handarbeit ersetzt hat, sinken die Kosten und damit die Preise. Den größten Profit machen die, die nicht auf Automation, sondern auf härteste Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft setzen.
Der Ausdruck Ausbeutung ist dabei durchaus moralisch beladen, drückt jedoch keinen Vorwurf gegen den individuellen Unternehmer aus. Dieser bewegt sich in einem Spiel, dessen Regel er nicht maßgeblich bestimmen kann und denen er sich unterwirft. Das Spielfeld hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten global in gigantischem Maße ausgedehnt.
Die Autoindustrie ist schlichtweg das deutsche Beispiel in Resten bestehender industrieller Massenproduktion, die noch immer auf Menschenarbeit setzt. Die gegenwärtige wirtschaftspolitische Reaktion auf die Krise dieses Sektors kann nun in zwei Richtungen ausfallen: Rettung des Mehrwerts durch Aufrechterhaltung der Konsumkapazitäten oder durch noch radikalere Umstrukturierung in Richtung kostengünstiger Automation. Beides scheint die Politik von Konzernen wie Opel zu verlangen - was sonst ist hier mit der Forderung nach "Zukunftsfähigkeit" gemeint?
Am Erhalt der Konsumkapazitäten hat die Politik ein ureigenstes Interesse und den Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen kommt sie - auch aus diesem Eigeninteresse heraus - entgegen, soweit sie es für möglich hält. An der Automation aber hat sie ebenfalls ein Interesse, solange sie im Abwärtstrend der Produktionskosten weltweit die Konkurrenzfähigkeit und damit die fiskalische Stützung des Staates durch die Wirtschaft aufrechterhält.
Da wir alle Politik als das zu begreifen scheinen, was die da oben unter sich verabreden, bleibt es derzeit bei Appellen. Ohnehin wird an politischer Kraft von der Akademikerkaste, der Frau Dückers, meine Wenigkeit und die allermeisten Leser dieser Zeitung zugehören, nicht viel ausgehen. Wir könnten jedoch den Mut aufbringen, die Analysen auf die Spitze zu treiben.
Leider verharrt der Artikel der Autorin beim Problemkind Auto, statt die absolut korrekt analysierten Widersprüchlichkeiten großwirtschaftlicher Massenproduktion durch dieses Beispiel exemplifiziert zu sehen.
"D.h.: Der Wirtschaft im Kapitalismus geht es dann besser, wenn die Menschen möglichst viel konsumieren und wenn sie gleichzeitig möglichst wenig verdienen. Der Widerspruch ist offensichtlich."
Leider ist diese Aussage real und wirtschaftstheoretisch grundsätzlich falsch!
Den gerade Henry Ford hat bewiesen, dass hohe Löhne zu mehr Reichtum führen, weil ohne kaufkräftige Absatzmärkte die Produktion verhältnismäßig gering bleibt und selbst für die Kapitalisten zwar relativen Reichtum ermöglicht, aber absolut diesen begrenzt. Das dafür nicht unbedingt eine einförmige Fließbandarbeit erforderlich ist, ist seitdem ebenso bewiesen worden.
Auch ist das Problem der deutschen Industrie gerade der Verlust von Massenarbeitsplätzen, weil dieser primär Kaufkraft kostet bei den direkt Betroffenen und über die soziale Alimentierung dann auch noch die Kaufkraft der übrigen belastet.
Automatisierung ist aber nur deshalb "wirtschaftlicher" weil die hohen Löhne staatlich mit hohen Kosten durch Steuern und Abgaben belastet werden, was ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Automaten und die Kaufkraft senkt.
Unser Problem ist eben nicht der Kapitalismus, sondern die staatliche Ausbeutung und Rahmensetzung, die dermaßen hohe Belastungen erzeugt, dass wiederum nur kapitalistische Privilegierung in der Industrie das System am Leben erhält.
Das aber ist ein Schneeballsystem, das gerade zwangsläufig zusammenbricht.
Der heute so viel kritisierte Kapitalismus ist letztlich eben nicht das Problem, sondern die gewollten marktwirtschaftlichen Verwerfungen lassen das Instrument zwangsläufig aus dem Ruder laufen.
Man könnte es auch so ausdrücken: Lenkungsinterventionismus, sei er sozial, ökologisch oder sonstwie motiviert, führt wegen der zwangsläufigen Effizienzverluste zwangsläufig zu ausbeuterischen kapitalistischen Systemen, egal ob dies privat oder staatlich (DDR) daherkommt, wenn dieser Interventionismus nicht auf das absolut Notwendigste beschränkt wird.
Das ist einfach deshalb so, weil marktfremde Beweggründe, und seien sie noch so edel, erstmal ineffizient sind, vor allem wenn sie eben nicht eine Investition für zukünftige Effizienz sind, sondern Wohlstandsgarantien darstellen.
Berthold Grabe
Alles ist gesagt, keine Wortmeldung!
"D.h.: Der Wirtschaft im Kapitalismus geht es dann besser, wenn die Menschen möglichst viel konsumieren und wenn sie gleichzeitig möglichst wenig verdienen. Der Widerspruch ist offensichtlich."
Leider ist diese Aussage real und wirtschaftstheoretisch grundsätzlich falsch!
Den gerade Henry Ford hat bewiesen, dass hohe Löhne zu mehr Reichtum führen, weil ohne kaufkräftige Absatzmärkte die Produktion verhältnismäßig gering bleibt und selbst für die Kapitalisten zwar relativen Reichtum ermöglicht, aber absolut diesen begrenzt. Das dafür nicht unbedingt eine einförmige Fließbandarbeit erforderlich ist, ist seitdem ebenso bewiesen worden.
Auch ist das Problem der deutschen Industrie gerade der Verlust von Massenarbeitsplätzen, weil dieser primär Kaufkraft kostet bei den direkt Betroffenen und über die soziale Alimentierung dann auch noch die Kaufkraft der übrigen belastet.
Automatisierung ist aber nur deshalb "wirtschaftlicher" weil die hohen Löhne staatlich mit hohen Kosten durch Steuern und Abgaben belastet werden, was ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Automaten und die Kaufkraft senkt.
Unser Problem ist eben nicht der Kapitalismus, sondern die staatliche Ausbeutung und Rahmensetzung, die dermaßen hohe Belastungen erzeugt, dass wiederum nur kapitalistische Privilegierung in der Industrie das System am Leben erhält.
Das aber ist ein Schneeballsystem, das gerade zwangsläufig zusammenbricht.
Der heute so viel kritisierte Kapitalismus ist letztlich eben nicht das Problem, sondern die gewollten marktwirtschaftlichen Verwerfungen lassen das Instrument zwangsläufig aus dem Ruder laufen.
Man könnte es auch so ausdrücken: Lenkungsinterventionismus, sei er sozial, ökologisch oder sonstwie motiviert, führt wegen der zwangsläufigen Effizienzverluste zwangsläufig zu ausbeuterischen kapitalistischen Systemen, egal ob dies privat oder staatlich (DDR) daherkommt, wenn dieser Interventionismus nicht auf das absolut Notwendigste beschränkt wird.
Das ist einfach deshalb so, weil marktfremde Beweggründe, und seien sie noch so edel, erstmal ineffizient sind, vor allem wenn sie eben nicht eine Investition für zukünftige Effizienz sind, sondern Wohlstandsgarantien darstellen.
Berthold Grabe
Alles ist gesagt, keine Wortmeldung!
Inoffiziell hört man aus der Autobranche, dass die Krise schon früher losgegangen ist und dass die jetzige Finanzkrise dies lediglich aufgedeckt hat. Die Hersteller haben schlicht zu wenig in F&E investiert und damit zu lange Produktlebenszyklen gehabt. Zu viele "veraltete "Autos wurden auf Halde produziert - das ließ sich schon längere Zeitvor der "Krise" bei VW in Emden bewundern.
Ist es nicht merkwürdig, dass z.B. Audi sehr lange Lieferfristen für einen Q 5 hat?In einer echten Absatzkrise würde man doch das Gegenteil erwarten.
Wie auch immer, nun wird Kurzarbeit gemacht und die Beitragszahler der Arbeitsagenturen finanzieren die verfehlte Forschungs- und Produktpolitik der Auto-Industrie.
... es ist auch die mangelnde Nachfrage nach innovativen Fahrzeugen seitens der Konsumenten, die sich allzu sehr in ihrer Konsumentenrolle wohlfühlen (bzw. beim Nörgeln, wie wenig innovativ doch das Produktangebot ist...) sowie die stetige Fütterung der unflexiblen Großkonzerne mit eifrigem, gehaltsfixierten und stark aufstiegsorientierten Ingenieur-Nachwuchs, was sich u.a. im "karrierizistischen" Denken an den Hochschulen zeigt, ganz so, wie es die Personal-Marketing-Programme der großen Konzerne anstreben.
... es ist auch die mangelnde Nachfrage nach innovativen Fahrzeugen seitens der Konsumenten, die sich allzu sehr in ihrer Konsumentenrolle wohlfühlen (bzw. beim Nörgeln, wie wenig innovativ doch das Produktangebot ist...) sowie die stetige Fütterung der unflexiblen Großkonzerne mit eifrigem, gehaltsfixierten und stark aufstiegsorientierten Ingenieur-Nachwuchs, was sich u.a. im "karrierizistischen" Denken an den Hochschulen zeigt, ganz so, wie es die Personal-Marketing-Programme der großen Konzerne anstreben.
was Frau Dückers hier zu Papier brachte. Sie verpackt ihre persönliche Abneigung gegen Autos in Ausdrucksformen aus der Mottenkiste des Marxismus und des Klassenkampfes, um damit scheinbar allgemein gültige Argumente zu erzeugen.
Diese selbstgestrickte Mischung aus Sozialismus und Ökologie ist jedoch recht durchsichtig und bleibt somit am Boden einer sehr subjektiven und wenig sachlichen Abneigung kleben.
leben meist in Großstädten, wo vor der Haustüre alle 5 Minuten ein Bus, U-Bahn etc. Richtung Innenstadt abfährt.
Würden die in einem 300-Einwohner-Dorf im Hunsrück leben, änderte sich deren Meinung ganz schnell und ganz drastisch.
... füllen Ihren Kommentar "gleichfalls" nicht mit besonders brillianter Sachkenntnis, sondern möchten nur die Autorin des nicht schlechten Artikels (zeigt sich an der Kommentar-Flut...) diskreditieren. Herzlichen Glückwunsch und: Hut ab!
leben meist in Großstädten, wo vor der Haustüre alle 5 Minuten ein Bus, U-Bahn etc. Richtung Innenstadt abfährt.
Würden die in einem 300-Einwohner-Dorf im Hunsrück leben, änderte sich deren Meinung ganz schnell und ganz drastisch.
... füllen Ihren Kommentar "gleichfalls" nicht mit besonders brillianter Sachkenntnis, sondern möchten nur die Autorin des nicht schlechten Artikels (zeigt sich an der Kommentar-Flut...) diskreditieren. Herzlichen Glückwunsch und: Hut ab!
Die 100 € für jedes Kind sind wirklich ein Witz und ein Schlag ins Gesicht der Eltern. Aber man gewinnt wohl mehr Wählerstimmen, wenn man den Menschen Geld für ein neues Auto zuschießt.
Vielmehr stellt sich die Frage, warum man bei Überbevökerung und einer seit Jahrzehnten andauernden Massenarbeitslosigkeit Wurfprämien ausloben muß. Wir haben schon viel zu viel von denen, die zwar keine Arbeit haben, aber dank ihrer Kinder recht gut hier leben. Und zwar besser als in anderen Ländern. Die Abwrackprämie mag überflüssig sein, die Wurfprämie ist es aber auch.
Vielmehr stellt sich die Frage, warum man bei Überbevökerung und einer seit Jahrzehnten andauernden Massenarbeitslosigkeit Wurfprämien ausloben muß. Wir haben schon viel zu viel von denen, die zwar keine Arbeit haben, aber dank ihrer Kinder recht gut hier leben. Und zwar besser als in anderen Ländern. Die Abwrackprämie mag überflüssig sein, die Wurfprämie ist es aber auch.
... haben Sie jetzt nicht viel Ahnung, oder?
Die Automobil-Industrie (Automobil hier nur im ursprünglichen Sinne von "Selbstfahrer gemeint - ob nun Auto, LKW oder Motorrad; Diesel, Otto oder Wasserstoff) ist nicht nur vermeintlich, sondern tatsächlich eine Schlüsselindustrie. Man darf nur die Mitarbeiter der Produktions-Linie nicht mit "der Industrie" gleichsetzen. (Oder gar Opel mit Automobil-Industrie).
Beispielsweise "zieht" (oder "schiebt") die Automobil-Industrie die (Weiter-)Entwicklung von Industrie-Robotern. Zu der Verlagerung von (privaten) Lagernhallen auf (öffentlich finanzierte) Strassen namens "just in time" mag man ja nun stehen, wie man will, aber die Entwicklung solcher Konzepte erfordert schon einiges an Pfiffigkeit.
Man darf daraus aber nicht schliessen, dass nun Opel oder gar Schaeffler "systemisch" sind. Dem Zulieferer - sagen wir z.B Conti oder besser noch VDO - ist ja nun Wurscht, wo die Teile eingebaut werden. Sogar, ob nun in Deutschland oder Korea.
Schaeffler hat ja zwei Probleme:
Das eine ist, dass zwar die Mitarbeiter enorm produktiv sind (oder, wenn man so will, die Arbeitsplätze), die Volllast-Produktion aber gar nicht abgesetzt werden kann - daher: Kurzarbeit. Schon gar nicht, wenn jeder Arbeitsplatz von der Besitzerin mit 100'000 Euro Schulden extra belastet werden. (Sicher wird Herr Professor Sinn alsogleich vorschlagen, die Mitarbeiter sollten für die nächsten 10 Jahre auf 15% ihres Einkommens verzichten; während der Kurzarbeit natürlich mehr - dann lohnt es sich wieder)
Was passiert, wenn der Laden insolvent wird?
Die Mitarbeiter produzieren wie zuvor alles, was abgestzt werden kann, zu Kosten, die vorher wettbewerbsfähig waren und die es heute auch noch sind. Und wenn die Produktion längerfristig nicht abgesetzt werden kann, werden Arbeitsplätze abgebaut - egal, wem der Laden gehört.
Lediglich die Commerzbank hat ein Problem: Ihre Kredite gehen baden. Nicht gerade alles, aber ein paar Millirärdchen werden es schon.
Und die Schäfflers haben ein Problem. Und die Partei, die dann wohl keine Spenden mehr kriegt.
diese Zeiten sind vorbei. "Wohlstand" in der bisherigen Form geht immer auf Kosten der Resourcen unseres Planeten. Das dies langfristig nicht funktioniert ist bewiesen.
Jeremy Rifkin hat das 1995 in „Das Ende der Arbeit“ schoen beschrieben.
... dass Wohlstand einiger auf Kosten von Gesundheit, Lebensqualität, Bildung und Rechte vieler Habenichtse geht! Wir sind zuviele auf diesem Planeten und statt dem Trend der Vermehrung (der Habenichtse?) entgegenzuwirken, akzeptiert man offenbar, dass die Erdbevölkerung zwangsläufig weiter drastisch wachsen muss und man daher Anpassungsstrategien zu entwickeln habe (zB vertikale Landwirtschaft in Japan).
Dabei ist das Hauptproblem die Überbevölkerung, die weiter zunimmt! Und der nur durch Bildung und Sozialsysteme in den betroffenen Ländern Einhalt geboten werden könnte, ein mühseliger und langsamer Prozess! Und da kurzfristiges Überlebensdenken alle leitet, werden in rasendem Tempo überall auf der Erde derzeit Ökosysteme in vergleichbar kürzester Zeit zerstört (zB Ölsande in Kanada (http://abenteuerwissen.zd...), Diamantenabbau in Sierra Leone, Regenwaldabholzung für Palmölanbau in Indonesien, Regenwaldvernichtung zugunsten des Viehfutteranbaus in Brasilien (http://www.spiegel.de/wir...) etc).
Das ist die Realität und wir alle machen mit!
... dass Wohlstand einiger auf Kosten von Gesundheit, Lebensqualität, Bildung und Rechte vieler Habenichtse geht! Wir sind zuviele auf diesem Planeten und statt dem Trend der Vermehrung (der Habenichtse?) entgegenzuwirken, akzeptiert man offenbar, dass die Erdbevölkerung zwangsläufig weiter drastisch wachsen muss und man daher Anpassungsstrategien zu entwickeln habe (zB vertikale Landwirtschaft in Japan).
Dabei ist das Hauptproblem die Überbevölkerung, die weiter zunimmt! Und der nur durch Bildung und Sozialsysteme in den betroffenen Ländern Einhalt geboten werden könnte, ein mühseliger und langsamer Prozess! Und da kurzfristiges Überlebensdenken alle leitet, werden in rasendem Tempo überall auf der Erde derzeit Ökosysteme in vergleichbar kürzester Zeit zerstört (zB Ölsande in Kanada (http://abenteuerwissen.zd...), Diamantenabbau in Sierra Leone, Regenwaldabholzung für Palmölanbau in Indonesien, Regenwaldvernichtung zugunsten des Viehfutteranbaus in Brasilien (http://www.spiegel.de/wir...) etc).
Das ist die Realität und wir alle machen mit!
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