Bundesliga, 21. Spieltag Kein Sieger im Revierderby
Schalke und Dortmund trennten sich 1:1. Die Gelsenkirchener kontrollierten die Partie, nutzten aber ihre Chancen nicht. Die Punkteteilung hilft keinem der Teams
Vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Arena auf Schalke hatte Ex-Nationalstürmer Kevin Kuranyi die Königsblauen mit einem spektakulären Seitfallzieher in Führung gebracht (20.). Zum Sieg reichte der Treffer aber nicht. Mohamed Zidan stellte mit seinem Tor in der 81. Minute den Spielverlauf fast auf den Kopf. Schalke verpasste den zweiten Rückrundensieg, der BVB blieb auch im vierten Punktspiel nach der Winterpause sieglos. Mit einem Sieg hätten die Klubs wieder Anschluss an die Uefa Pokal-Plätze finden können. So bleiben beide im Mittelfeld der Liga stecken.
Dortmunds Trainer konnte dem Unentschieden dennoch etwas Positives abgewinnen. "Nach diesem Spiel können wir uns über den Punkt freuen. Wir haben uns das Resultat in der zweiten Halbzeit auch verdient", sagte er nach dem elften Remis seiner Mannschaft in dieser Saison. Sein Kollege Fred Rutten teilte diese Freude nicht "Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß, denn ich denke, wir haben das Spiel taktisch und kämpferisch sehr gut im Griff gehabt. Aber wir mussten das zweite Tor machen", klagte Schalkes Trainer.
Von Krisenstimmung war im Schalker Spiel nichts zu spüren. Die Königsblauen agierten mit viel Schwung und beherrschten das Geschehen lange Zeit fast nach Belieben. Die besten Aktionen vor dem Tor von Roman Weidenfellder zeigte dabei vor allem Kuranyi, der jede Gelegenheit zum Abschluss nutzte und diesmal auch das nötige Glück beim Torschuss hatte.
In der 14. Minute köpfte der Ex-Nationalstürmer eine präzise Flanke von Lewan Kobiaschwili noch um Zentimeter am Kasten vorbei. Doch im zweiten Anlauf gelang Kuranyi ein Treffer: Halil Altintops Hereingabe schoss der Angreifer den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend auf akrobatische Weise ins Netz. Beim nächsten Versuch vergab Kuranyi aus ähnlicher Position sogar das mögliche 2:0.
Dabei hatten die Schalker mit der frühen Verletzung von Abwehrchef Mladen Krstajic einen Schock wegstecken müssen. Nach einem Tritt von Kevin Prince Boateng musste der Serbe schon nach zehn Minuten vom Platz, was Trainer Fred Rutten zu einer taktischen Änderung zwang. Heiko Westermann ging aus dem Mittelfeld ins Deckungszentrum zurück, Altintop rückte in die Schaltzentrale.
Die Dortmunder spielten dagegen über weite Strecken ohne Esprit und Selbstbewusstsein. Das Konzept von Trainer Jürgen Klopp mit einem massierten Mittelfeld und Alexander Frei als einziger Spitze ging nicht auf, weil die BVB-Spieler sich zu selten im Kampf um den Ball durchsetzen konnten. Schalkes Torhüter Manuel Neuer musste in den ersten 45 Minuten keinen Schuss auf sein Tor abwehren.
- Datum 21.02.2009 - 17:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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