Kindesmissbrauch Gequälte Gene

Schläge und Missbrauch in der Kindheit verwunden auch unser Erbgut. Schlimmste Erlebnisse können unsere Persönlichkeit verändern und sogar die Selbstmordgefahr erhöhen

Die Gene vergessen nicht: Wer als Kind Opfer von Gewalt wird, dessen Erfahrungen brennen sich auch in sein Erbgut ein

Die Gene vergessen nicht: Wer als Kind Opfer von Gewalt wird, dessen Erfahrungen brennen sich auch in sein Erbgut ein

Es sind Narben, die keiner sieht. Sie verstecken sich im Gehirn und stammen von Taten aus der Vergangenheit. Wer als Kind geschlagen, gedemütigt oder vergewaltigt wurde, dessen Leid spiegelt sich auch in seinem Erbgut wider. Misshandlungen verändern die Zellen des Hippocampus, der Schaltstelle unserer Gefühle und Erinnerungen. Es sind Wunden, die nicht mehr heilen.

Erstmals haben Forscher belegen können, dass furchtbare Erlebnisse aus der Kindheit nicht nur unser Gedächtnis, sondern auch unsere Gene prägen: "Kindesmissbrauch kann die körperliche Antwort auf psychischen Stress verändern und das Selbstmordrisiko erhöhen", schreiben Michael Meaney von der McGill University in Montreal und sein Team im Wissenschaftsmagazin Nature Neuroscience . Die Forscher untersuchten das Hirngewebe von insgesamt 24 Suizidopfern und zwölf Unfalltoten. Die Hälfte derjenigen, die sich umgebracht hatten, wurden in ihrer Kindheit psychisch oder physisch missbraucht. Die anderen zwölf Selbstmörder hatten keinerlei derartige traumatische Kindheitserlebnisse. Nun verglichen die Forscher das Erbgut dieser Todesopfer mit dem der Unfalltoten. Das  Ergebnis: Nur im Erbgut der misshandelten Menschen fanden sich Auffälligkeiten.

"Diese Studie gibt der Frage, wie sich Kindheitserlebnisse auf die lebenslange geistige Gesundheit eines Menschen auswirken, eine wissenschaftliche Grundlage", sagt Osborne Almeida. Der Mediziner forscht am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. "Unsere Umwelt verhält sich entweder im Einklang mit unserem genetischen Material oder setzt es manchmal komplett außer Kraft." Genau das scheint den Genen der traumatisierten Opfer passiert zu sein. Ihre Misshandlungen haben auch offene Wunden in den Zellen ihres Gehirns hinterlassen. Eben solche, die es ihnen versagte, dass ihre Psyche wieder heilen konnte.

Anzeige

Doch wie können Schläge unsere Persönlichkeit verändern und sich auf das Selbstmordrisiko von Menschen auswirken? Alles, was im Körper und Geist eines Menschen vor sich geht, wird von Genen gesteuert, denn sie enthalten die "Bauanleitungen" für Eiweiße. Diese Proteine wiederum sind für unseren gesamten Stoffwechsel zuständig. Einige von ihnen steuern sogar die Bildung anderer Eiweiße, die beeinflussen, welche Gene abgelesen werden und welche nicht.

Bei den Missbrauchsopfern, deren Gehirne Michael Meaney und seine Kollegen untersuchten, war die chemische Hülle, die die Gene umgibt, an einigen Stellen verändert. Wichtige Erbanlagen im Gehirngewebe waren dadurch automatisch abgeschaltet. Die Folge: Im Körper der Betroffenen wurde das Stresshormon Cortisol weitgehend unkontrolliert ausgeschüttet. Eiweiße, die das Hormon eigentlich im Zaum halten, konnten nicht mehr eingreifen. "Es ist, als würde einem bei voller Fahrt die Bremse abhanden kommen", sagt Almeida. Das Zusammenspiel aus Glück und Angst, Ruhe und Stress, ist gestört.

Normalerweise hilft uns Cortisol in hektischen Situationen den Überblick zu behalten. Wenn die Nebenniere genug des Stresshormons ausgeschüttet hat, erkennen dies bestimmte Empfänger im Gehirn. Diese Glucocorticoid-Rezeptoren sind entscheidend: Nur wenn sie richtig funktionieren, können sie den Cortisolfluss stoppen und regulieren. Gelingt ihnen dies nicht, können wir uns weniger gut konzentrieren und langfristig nehmen Gehirn und Geist Schaden. Das ist den untersuchten Toten passiert, deren Kindheit ein Martyrium gewesen sein muss. Ihr Gen namens NR3C1 , wurde durch die Misshandlungen verändert. Es ist die Erbinformation, die die Bauanleitung für den Stressrezeptor enthält. Ohne ihn geraten wir offenbar in ein Gefühlschaos.

"Allerdings heißt das nicht, dass jeder, der in seiner Kindheit eine Ohrfeige bekommen hat, schwere Depressionen bekommt und zum Selbstmörder wird", warnt Almeida. Zudem seien wichtige Fragen noch ungeklärt: "Hatten die Selbstmordopfer, bei denen niemand Missbrauch dokumentiert hat, auch wirklich eine unbeschwerte Kindheit?" Auch die Autoren der Studie geben zu bedenken, dass ihre Ergebnisse alternative Erklärungen nicht ausschließen.

Leser-Kommentare
  1. Ziemlich Lamarckistisch - dieses Gerede von der Veränderung der Erbanlagen - läuft ausdgeweitet auf eine Rassentheorie hinaus.

    Da damit eben nicht erbanlagen als anlagen, die vererbt werden biologisch gemeint sind - wie im Artikel offensiichtlich wird - sollte das gerede von Erbanlagen auch unterbleiben.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lef
    • 24.02.2009 um 17:36 Uhr

    Bricht Ihre darwinistische Welt zusammen, wenn festgestellt wird, dass Lamarck nicht ganz falsch lag? Oder halten Sie lieber die Luft an und stampfen mit den Füßen?

    Dann bauen Sie sich lieber einen sicheren Keller in Ihrem Gedankengebäude.
    Die darwinistische Sicht der Dinge bröckelt immer heftiger! Und Joachim Bauers (ff) Folgerungen sind nun wirklich wissenschaftlich begründet.

    (Das soll jetzt nicht gegen Darwin gehen - der hätte es wohl akzeptiert, wenn zu seiner Zeit die heutigen Erkenntnisse vorgelegen hätten.
    Darwin hat bestimmt nicht gewollt, dass aus seinen Thesen eine Religion wird, deren Nachläufer sich in ihrer Art von dem, wie die Kreationisten behaupten, kaum unterscheidet!)

    Noch putziger ist jedoch Ihre "Rassismuskeule", wo doch weit und breit von Rassismus nun wirklich überhaupt nichts zu sehen ist. Solche Art der Selbstverteidigung ist offenbar wirklich nur damit zu erklären, dass Sie längst wissen, dass Ihre fixative Grundhaltung inzwischen zu Unsinn geworden ist!

    Ich wünschte, die Darwinisten wären so intensiv mit ihrem Lieblingsfeind (den Kreationisten) beschäftigt, dass die gar nicht merken, dass beide Religionen längst anachronistisch sind.

    Ihr Kommentar laeuft auf Godwins Law hinaus.

    Gruss,
    pu

    • lef
    • 24.02.2009 um 17:36 Uhr

    Bricht Ihre darwinistische Welt zusammen, wenn festgestellt wird, dass Lamarck nicht ganz falsch lag? Oder halten Sie lieber die Luft an und stampfen mit den Füßen?

    Dann bauen Sie sich lieber einen sicheren Keller in Ihrem Gedankengebäude.
    Die darwinistische Sicht der Dinge bröckelt immer heftiger! Und Joachim Bauers (ff) Folgerungen sind nun wirklich wissenschaftlich begründet.

    (Das soll jetzt nicht gegen Darwin gehen - der hätte es wohl akzeptiert, wenn zu seiner Zeit die heutigen Erkenntnisse vorgelegen hätten.
    Darwin hat bestimmt nicht gewollt, dass aus seinen Thesen eine Religion wird, deren Nachläufer sich in ihrer Art von dem, wie die Kreationisten behaupten, kaum unterscheidet!)

    Noch putziger ist jedoch Ihre "Rassismuskeule", wo doch weit und breit von Rassismus nun wirklich überhaupt nichts zu sehen ist. Solche Art der Selbstverteidigung ist offenbar wirklich nur damit zu erklären, dass Sie längst wissen, dass Ihre fixative Grundhaltung inzwischen zu Unsinn geworden ist!

    Ich wünschte, die Darwinisten wären so intensiv mit ihrem Lieblingsfeind (den Kreationisten) beschäftigt, dass die gar nicht merken, dass beide Religionen längst anachronistisch sind.

    Ihr Kommentar laeuft auf Godwins Law hinaus.

    Gruss,
    pu

    • lef
    • 24.02.2009 um 17:36 Uhr

    Bricht Ihre darwinistische Welt zusammen, wenn festgestellt wird, dass Lamarck nicht ganz falsch lag? Oder halten Sie lieber die Luft an und stampfen mit den Füßen?

    Dann bauen Sie sich lieber einen sicheren Keller in Ihrem Gedankengebäude.
    Die darwinistische Sicht der Dinge bröckelt immer heftiger! Und Joachim Bauers (ff) Folgerungen sind nun wirklich wissenschaftlich begründet.

    (Das soll jetzt nicht gegen Darwin gehen - der hätte es wohl akzeptiert, wenn zu seiner Zeit die heutigen Erkenntnisse vorgelegen hätten.
    Darwin hat bestimmt nicht gewollt, dass aus seinen Thesen eine Religion wird, deren Nachläufer sich in ihrer Art von dem, wie die Kreationisten behaupten, kaum unterscheidet!)

    Noch putziger ist jedoch Ihre "Rassismuskeule", wo doch weit und breit von Rassismus nun wirklich überhaupt nichts zu sehen ist. Solche Art der Selbstverteidigung ist offenbar wirklich nur damit zu erklären, dass Sie längst wissen, dass Ihre fixative Grundhaltung inzwischen zu Unsinn geworden ist!

    Ich wünschte, die Darwinisten wären so intensiv mit ihrem Lieblingsfeind (den Kreationisten) beschäftigt, dass die gar nicht merken, dass beide Religionen längst anachronistisch sind.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Warum reden Sie die ganze Zeit von Darwinisten. Koennten Sie mir bitte Ihre Definition darlegen?

    Es gibt heute eine EvolutionsTHEORIE! Und kein vernuenftiger Naturwissenschaftler GLAUBT eine Theorie! Ein vernuenftiger Naturwissenschaftler WEISS dass die Evolutionstheorie momentan die beste FALSIFIZIERBARE Hypothese ist.

    Hierbei ist die Epigenetik kein Widerspruch sondern eine Ergaenzung, Hypothesen duerfen naemlich auch erweitert werden ...

    Gruss,
    pu

    Wenn man von tuten und blasen keine Ahnung hat, hält man einfach einmal die Fresse.

    Das problem besteht im Ausdruck "Erbgut" - gemeint ist aber eine Veränderung von Genen, wohl bestimmter Zellen, aufgrund von Missbrauch in der frühen Kindheit.
    Wenn jemand aber von der veränderung von ERBGUT schreibt, bedeutet dass, dass die Gene der entsprechenden Zellen - hier also: Sperma & Eizelle - verändert wurden und dies sich vererbt.

    Diese Ansicht - das Umwelt Erbanlagen nicht zufällig beeinflußt (also keine Mutation mehr vorliegt) - nennt man Lamarckismus nach dem gleichnahmigen Französischen Biologen um 1800.
    Der meinte, dass zwischen dem Verhälten eines organismus und seiner Umwelt eine anpassungsleistung vonstatten geht , die vererbt wird - eine anpassungsleistung geschieht ja auch - das vererben ist dabei das Problem.
    "Rasse" kommt dabei hinein, indem man eine Kulturation des Menschen konstatiert (Die Menschheit entwickelte verschiedene Kulturen), die sich eben auch auf seine Erbanlagen niederschlägt und eben auch vererbt wird.
    Damit hätten wir Menschen, die eben qua Erbanlagen bestimmten Kulturen zuneigen "von Natur aus" - jemand ist Deutscher oder Engländer oder Franzose, nicht weil er in einer deutschen oder französischen oder englischen Kultur aufgewachsen ist und es dabei gelernt hat Deutscher, Engländer oder Franzose zu sein (sich zu verhalten in allen Dingen wie...), sondern weil seine Eltern Deutsche, Engländer oder Franzosen waren unabgängig davon, wo er dann aufwächst. Das ist die Grundlage der "Blut & Boden-Ideologie" --> der Boden (Umwelt) bestimmt wie das Blut (Wesen & erbgut) ist und umgekehrt.

    Warum reden Sie die ganze Zeit von Darwinisten. Koennten Sie mir bitte Ihre Definition darlegen?

    Es gibt heute eine EvolutionsTHEORIE! Und kein vernuenftiger Naturwissenschaftler GLAUBT eine Theorie! Ein vernuenftiger Naturwissenschaftler WEISS dass die Evolutionstheorie momentan die beste FALSIFIZIERBARE Hypothese ist.

    Hierbei ist die Epigenetik kein Widerspruch sondern eine Ergaenzung, Hypothesen duerfen naemlich auch erweitert werden ...

    Gruss,
    pu

    Wenn man von tuten und blasen keine Ahnung hat, hält man einfach einmal die Fresse.

    Das problem besteht im Ausdruck "Erbgut" - gemeint ist aber eine Veränderung von Genen, wohl bestimmter Zellen, aufgrund von Missbrauch in der frühen Kindheit.
    Wenn jemand aber von der veränderung von ERBGUT schreibt, bedeutet dass, dass die Gene der entsprechenden Zellen - hier also: Sperma & Eizelle - verändert wurden und dies sich vererbt.

    Diese Ansicht - das Umwelt Erbanlagen nicht zufällig beeinflußt (also keine Mutation mehr vorliegt) - nennt man Lamarckismus nach dem gleichnahmigen Französischen Biologen um 1800.
    Der meinte, dass zwischen dem Verhälten eines organismus und seiner Umwelt eine anpassungsleistung vonstatten geht , die vererbt wird - eine anpassungsleistung geschieht ja auch - das vererben ist dabei das Problem.
    "Rasse" kommt dabei hinein, indem man eine Kulturation des Menschen konstatiert (Die Menschheit entwickelte verschiedene Kulturen), die sich eben auch auf seine Erbanlagen niederschlägt und eben auch vererbt wird.
    Damit hätten wir Menschen, die eben qua Erbanlagen bestimmten Kulturen zuneigen "von Natur aus" - jemand ist Deutscher oder Engländer oder Franzose, nicht weil er in einer deutschen oder französischen oder englischen Kultur aufgewachsen ist und es dabei gelernt hat Deutscher, Engländer oder Franzose zu sein (sich zu verhalten in allen Dingen wie...), sondern weil seine Eltern Deutsche, Engländer oder Franzosen waren unabgängig davon, wo er dann aufwächst. Das ist die Grundlage der "Blut & Boden-Ideologie" --> der Boden (Umwelt) bestimmt wie das Blut (Wesen & erbgut) ist und umgekehrt.

  2. 3. Haeh?

    Ihr Kommentar laeuft auf Godwins Law hinaus.

    Gruss,
    pu

  3. Warum reden Sie die ganze Zeit von Darwinisten. Koennten Sie mir bitte Ihre Definition darlegen?

    Es gibt heute eine EvolutionsTHEORIE! Und kein vernuenftiger Naturwissenschaftler GLAUBT eine Theorie! Ein vernuenftiger Naturwissenschaftler WEISS dass die Evolutionstheorie momentan die beste FALSIFIZIERBARE Hypothese ist.

    Hierbei ist die Epigenetik kein Widerspruch sondern eine Ergaenzung, Hypothesen duerfen naemlich auch erweitert werden ...

    Gruss,
    pu

    Antwort auf "Na und? "
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lef
    • 24.02.2009 um 22:41 Uhr

    Vielleicht wiisen Sie es ja wirklich nicht,
    aber die Grundthese der Neodarwinisten, vertreten z.B. durch Dawkins ("Das egoistische Gen")
    und die neuen Thesen z. B. von Jochim Bauer ("Das kooperative Gen")
    widersprechen sich genau in diesem Punkt.

    Und J.Bauer wird nun wirklich von Niemandem als "pseudowissenschaftlich" bezeichnet.

    Es tut sich zur Zeit sehr viel auf diesem Gebiet, und wer weiß, ob nicht doch der olle Lamarck eigentlich ganz richtig lag und zu Unrecht aus dem Unterricht verbannt worden ist (mit übrigens sehr schwächlichen Argumenten!!).
    Könnte ja sein, oder?

    Der streit zwischen Kreationisten und Darwinisten wird sowieso allmählich lächerlich, Wissenschaft läuft inzwischen woanders.........

    • lef
    • 24.02.2009 um 22:41 Uhr

    Vielleicht wiisen Sie es ja wirklich nicht,
    aber die Grundthese der Neodarwinisten, vertreten z.B. durch Dawkins ("Das egoistische Gen")
    und die neuen Thesen z. B. von Jochim Bauer ("Das kooperative Gen")
    widersprechen sich genau in diesem Punkt.

    Und J.Bauer wird nun wirklich von Niemandem als "pseudowissenschaftlich" bezeichnet.

    Es tut sich zur Zeit sehr viel auf diesem Gebiet, und wer weiß, ob nicht doch der olle Lamarck eigentlich ganz richtig lag und zu Unrecht aus dem Unterricht verbannt worden ist (mit übrigens sehr schwächlichen Argumenten!!).
    Könnte ja sein, oder?

    Der streit zwischen Kreationisten und Darwinisten wird sowieso allmählich lächerlich, Wissenschaft läuft inzwischen woanders.........

  4. Welch bahnbrechende Erkenntnis.
    Brauchen wir für die Erklärung wirklich den Umweg über die Gene?

    Ein Psychoanalytiker wäre hilfreicher.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Daimon
    • 09.04.2011 um 10:28 Uhr

    vererbbare leiden bei nachfolgenden Generationen verursachen können.

    Kinder von Mißbrauchsopfern haben ein erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken.
    Kinder von Rauchenden Vätern haben ein erhöhtes Risiko übergewichtig zu sein. (auch eine Art physisches Leiden)

    Außerdem ergibt sich aus dieser Erkenntnis eventuell die Möglichkeit leiden objektiv fest zu stellen oder dafür Therapieerfolge zu messen bzw. Ansatzpunkte für neue Medikamente.

    Wo soll ein Psychoanalytiker ansetzen, wenn sein Patient Depressiv ist weil eines seiner Eltern ein Trauma in den Erbanlagen gespeichert hat? Soll er seinemm Patienten sagen das er nach der herkömlichen "oberflächlichen" Ansicht eigentlich keinen Grund hat depressiv zu sein?

    Psychoanalyse beruht doch auf der Annahme das das uns eigene Kindheitstraumata plagen. Psychonanalyse greift doch schon bei Erwachsenen zu kurz die im Erwachsenen alter traumatisiert wurden.

    • Daimon
    • 09.04.2011 um 10:28 Uhr

    vererbbare leiden bei nachfolgenden Generationen verursachen können.

    Kinder von Mißbrauchsopfern haben ein erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken.
    Kinder von Rauchenden Vätern haben ein erhöhtes Risiko übergewichtig zu sein. (auch eine Art physisches Leiden)

    Außerdem ergibt sich aus dieser Erkenntnis eventuell die Möglichkeit leiden objektiv fest zu stellen oder dafür Therapieerfolge zu messen bzw. Ansatzpunkte für neue Medikamente.

    Wo soll ein Psychoanalytiker ansetzen, wenn sein Patient Depressiv ist weil eines seiner Eltern ein Trauma in den Erbanlagen gespeichert hat? Soll er seinemm Patienten sagen das er nach der herkömlichen "oberflächlichen" Ansicht eigentlich keinen Grund hat depressiv zu sein?

    Psychoanalyse beruht doch auf der Annahme das das uns eigene Kindheitstraumata plagen. Psychonanalyse greift doch schon bei Erwachsenen zu kurz die im Erwachsenen alter traumatisiert wurden.

  5. ...ist die Popularität der Disziplin und des Begriffs. Früher hieß das schlicht und einfach Genregulation (im Wesentlichen, natürlich hat sich das Forschungsfeld mittlerweile erweitert).

    Was von den epigenetischen Genmodifikationen an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann, ist sicher eine spannende Frage. In der Regel findet man im Erbgut der Keimzellen, auf die es hier alleine ankommt, keine dieser Modifikationen. Die Vorstellungen Lamarcks vom Wandel der Arten werden wohl ein Irrtum bleiben.

    • drelux
    • 24.02.2009 um 18:28 Uhr

    Trofim Denissowitsch Lyssenko, der von Stalin hochdekoriert wurde.

    "Seine Theorie, nach der Erbeigenschaften durch Veränderungen von Umweltbedingungen entstehen, erwies sich als wissenschaftlich unhaltbar. Einige seiner Forschungsergebnisse wurden als Fälschung entlarvt." (WIKIPEDIA)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Anonym
    • 25.02.2009 um 18:57 Uhr

    Biologische Konvergenzen beweisen bzw. haben schon bewiesen, das sich gene durch äußere Einflüsse verändern.
    So nenne ich aus der Tierwelt nur mal ein Beispiel.

    Die Hyäne.
    Als hundeähnliches Tier völlig falsch eingestuft von vielen Menschen, ist sie im Ursprung den Schleichkatzen zuzuordnen. Dieses Tier hat sich durch äußere Einflüsse so verändert, dass es heute unter Zoologen als eigenständliche Art angesehen und eingestuft wird.
    Nach den Darwinisten zu urteilen, ist doch der Fakt offensichtlich. Die Darwinisten glauben ja an die Verwanschaft von Primaten und Menschen.
    Gäbe es keine genetischen Veränderungen, würde das genetische Bild zwischen beiden Arten immer noch identisch sein, aber die Ähnlichkeit liegt nur bei etwas über 90%. Somit hat sich der Mensch durch äußere Einflüsse genetisch verändert.
    Oder war der Mensch immer schon Mensch, dann hätte ja Darwin gar nicht recht.
    Ich verstehe obige Frage eigentlich überhaupt nicht. Immer wenn Wesen sich verändern, hat sich auch das genetische Bild geändert.
    Lebewesen passen sich immer den äußerlichen Gegebenheiten an, oder sie sterben aus.

    Herzlichst
    Auf ein Wort

    • Anonym
    • 25.02.2009 um 18:57 Uhr

    Biologische Konvergenzen beweisen bzw. haben schon bewiesen, das sich gene durch äußere Einflüsse verändern.
    So nenne ich aus der Tierwelt nur mal ein Beispiel.

    Die Hyäne.
    Als hundeähnliches Tier völlig falsch eingestuft von vielen Menschen, ist sie im Ursprung den Schleichkatzen zuzuordnen. Dieses Tier hat sich durch äußere Einflüsse so verändert, dass es heute unter Zoologen als eigenständliche Art angesehen und eingestuft wird.
    Nach den Darwinisten zu urteilen, ist doch der Fakt offensichtlich. Die Darwinisten glauben ja an die Verwanschaft von Primaten und Menschen.
    Gäbe es keine genetischen Veränderungen, würde das genetische Bild zwischen beiden Arten immer noch identisch sein, aber die Ähnlichkeit liegt nur bei etwas über 90%. Somit hat sich der Mensch durch äußere Einflüsse genetisch verändert.
    Oder war der Mensch immer schon Mensch, dann hätte ja Darwin gar nicht recht.
    Ich verstehe obige Frage eigentlich überhaupt nicht. Immer wenn Wesen sich verändern, hat sich auch das genetische Bild geändert.
    Lebewesen passen sich immer den äußerlichen Gegebenheiten an, oder sie sterben aus.

    Herzlichst
    Auf ein Wort

    • Anonym
    • 24.02.2009 um 18:39 Uhr

    Es geht in dem Artikel als erstes um sexualisierte Gewalt und seine Folgen.

    Wie wäre es denn, wenn solche Fördergelder auch sinnvoll eingesetzt werden würden um Opfern effektiv, niedrigschwellig zu unterstützen?

    Genetik hin oder her. Hier wird - Achtung: in meinen Augen - wieder die "Gen-Schiene" bedient um langfristig evt. Täter zu schützen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Anonym
    • 24.02.2009 um 18:42 Uhr

    Andrerseits kann man wieder ein plakatives Argument aufführen warum Gewalt überhaupt Auswirken auf einen Menschen haben kann.

    • Anonym
    • 24.02.2009 um 18:42 Uhr

    Andrerseits kann man wieder ein plakatives Argument aufführen warum Gewalt überhaupt Auswirken auf einen Menschen haben kann.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service