Studie Gutes Zeugnis für Guantánamo

Eine von Präsident Obama in Auftrag gegebene Untersuchung bescheinigt dem Militär korrektes Handeln. Auch im afghanischen Bagram können die USA den Bush-Kurs fortsetzen

Das Gefangenenlager Guantánamo steht vor der Auflösung, doch das ist nicht so einfach

Das Gefangenenlager Guantánamo steht vor der Auflösung, doch das ist nicht so einfach

Die vom neuen US-Präsidenten Barack Obama in Auftrag gegebene Überprüfung des Umgangs mit Gefangenen in Guantánamo und Afghanistan bringt offenbar keine schnellen Änderungen in den Lagern mit sich. Eine Prüfung der Haftbedingungen in Guantanamo komme zu dem Ergebnis, dass dort die Standards der Genfer Menschenrechtskonvention eingehalten würden, sagte eine mit der Untersuchung vertraute Person. Zudem hieß es aus dem Justizministerium, die Regelung der Bush-Ära im Umgang mit 600 Gefangenen im umstrittenen Gefängnis Bagram in Afghanistan behalte die neue Regierung zunächst bei.

Zu Guantánamo hieß es in den Kreisen, der mit der Prüfung beauftragte Admiral Patrick Walsh komme zu dem Schluss, das Gefängnis für Terror-Verdächtige stehe im Einklang mit Artikel drei der Genfer Konvention, der die Behandlung von Gefangenen regele. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf Kreise, Walsh habe lediglich die Ausweitung des zwischenmenschlichen Kontakts unter den Gefangenen vorgeschlagen.

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Die USA halten auf ihrem Marinestützpunkt im Süden Kubas nach eigenen Angaben noch 245 Personen fest. Die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU) nannte den Bericht eine "Farce". Wenn Walsh eine umfassende Prüfung der Bedingungen in dem seit sieben Jahren bestehenden Lager binnen nur 17 Tagen nach Erhalt des Auftrags zum Abschluss bringe, entbehre dies jeder Logik.

Obama hatte unmittelbar nach seiner Amtsübernahme im Januar erklärt, er wolle das Lager binnen eines Jahres schließen. Zugleich hatte er seinen Verteidigungsminister Robert Gates zur Überprüfung der Haftbedingungen binnen 30 Tagen angewiesen, um eine menschenwürdige Behandlung sicherzustellen. In dem Lager werden vor allem mutmaßliche Taliban und al-Qaida Mitglieder festgehalten, denen die Rechte als Kriegsgefangene verwehrt sind.

Es finden sich allerdings kaum Länder, die zur Aufnahme entlassener Gefangener bereit wären. Auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten wird darüber gestritten. Schon Bush hatte vor allem EU-Länder nicht dazu bringen können, Häftlinge aufzunehmen, die die USA nicht wollen und denen die Rückkehr in ihre Heimatländer verwehrt ist. Die EU hatte die Schließung des Gefängnisses seit langem verlangt, weil es als Symbol für die Verletzung von Menschenrechten im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus gilt.

Das US-Justizministerium teilte zu Bagram mit, die neue Regierung sei wie ihre Vorgängerin der Ansicht, dass die Gefangenen auf dem dortigen US-Militärstützpunkt nicht vor US-Gerichten gegen ihre Haft klagen dürften. Ein Richter hatte der Regierung bis zum 20. Februar Zeit gegeben, um Stellung zu einer Beschwerde von vier der 600 Gefangenen zu nehmen. Die vier Männer sitzen dort seit sechs Jahren ein. Bush hat argumentiert, diese Häftlinge seien anders als die in Guantánamo und stellten nach ihrer Freilassung ein Sicherheitsrisiko dar. Von Guantánamo unterscheidet sich die Lage in Afghanistan insofern, dass dort Kriegsrecht herrscht. Es wird erwartet, dass ein US-Bundesbezirksrichter nun in den kommenden Wochen über die Zuständigkeit der US-Gerichte entscheiden wird.

Obama hatte Ende Januar eine allgemeine Überprüfung der Gefangenen-Politik in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollten nach sechs Monaten vorgelegt werden.

 
Leser-Kommentare
  1. Das Hauptproblem an Guantanamo ist nicht die Größe der Zellen oder die Behandlung der Gefangenen (ist das noch eine Stressposition oder schon Folter) sondern die Tatsache dass die Gefangenen vogelfrei sind. Das wahre Problem ist die Tatsache dass sich die Gefangenen außerhalb aller Rechtssysteme in einem juristischen Schwarzen Loch befinden und dies ein Symbol dafür ist dass im Krieg gegen den Terror *alles* erlaubt ist.

  2. Es ist richtig was der US Admiral sagte,es ist sogar luxuriös für solche "Menschen "das nur in sinne haben die frei und zivilisiert gesellschaft zu vernichten ,danke an BUSH und die USA.

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    • Anonym
    • 21.02.2009 um 18:47 Uhr

    einzelne Menschen --> bumm --> vernichtete Zivilgesellschaft?

    aha.

    • Anonym
    • 21.02.2009 um 18:47 Uhr

    einzelne Menschen --> bumm --> vernichtete Zivilgesellschaft?

    aha.

    • iDog
    • 21.02.2009 um 16:25 Uhr

    sagt : die katholische kirche hat immer recht!

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    hat er recht
    und wo nicht,
    da hat er sich geirrt.
    Papst darf das, Papst ist tolerant.
    Er findet Guantamo nicht gut
    ich fands schon gut, dass es das gibt.
    Aber so wie der Papst,
    darf ich mich vielleicht auch irren.
    Vielleicht habe ich aber auch Recht.
    Dann bin ich päpstlicher als der Papst
    aber Guantanamo ist dann leider trotzdem dicht.
    Macht nichts.
    Eines Tages, vor Gott
    werden die Menschenverächter trotzdem ihre Strafe erhalten.
    Hoffentlich.
    Denn vor Gott sind dann alle gleich
    auch die Möchtgern- Massenmörder.
    Und dann Bart ab.

    hat er recht
    und wo nicht,
    da hat er sich geirrt.
    Papst darf das, Papst ist tolerant.
    Er findet Guantamo nicht gut
    ich fands schon gut, dass es das gibt.
    Aber so wie der Papst,
    darf ich mich vielleicht auch irren.
    Vielleicht habe ich aber auch Recht.
    Dann bin ich päpstlicher als der Papst
    aber Guantanamo ist dann leider trotzdem dicht.
    Macht nichts.
    Eines Tages, vor Gott
    werden die Menschenverächter trotzdem ihre Strafe erhalten.
    Hoffentlich.
    Denn vor Gott sind dann alle gleich
    auch die Möchtgern- Massenmörder.
    Und dann Bart ab.

  3. hat er recht
    und wo nicht,
    da hat er sich geirrt.
    Papst darf das, Papst ist tolerant.
    Er findet Guantamo nicht gut
    ich fands schon gut, dass es das gibt.
    Aber so wie der Papst,
    darf ich mich vielleicht auch irren.
    Vielleicht habe ich aber auch Recht.
    Dann bin ich päpstlicher als der Papst
    aber Guantanamo ist dann leider trotzdem dicht.
    Macht nichts.
    Eines Tages, vor Gott
    werden die Menschenverächter trotzdem ihre Strafe erhalten.
    Hoffentlich.
    Denn vor Gott sind dann alle gleich
    auch die Möchtgern- Massenmörder.
    Und dann Bart ab.

    Antwort auf "der pabst"
    • Anonym
    • 21.02.2009 um 18:47 Uhr

    einzelne Menschen --> bumm --> vernichtete Zivilgesellschaft?

    aha.

    Antwort auf "GUANTANAMO"
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    [...] (Bitte unterlassen Sie pauschale Herabwürdigungen. Die Redaktion / ft)

    [...] (Bitte unterlassen Sie pauschale Herabwürdigungen. Die Redaktion / ft)

  4. Warum soll Obama die Wahlversprechen einlösen, wenn ihm nun attestiert wird, daß die Menschenrechte sehr wohl gewahrt werden?
    Hatte nicht das Rote Kreuz dem KZ Theresienstadt ebenfalls Bestnoten bescheinigt? Natürlich fragte sich niemand, damals wie heute, warum man Menschen ohne eine Gerichtsverhandlung nebst rechtskräftigem Urteil einsperren dürfe.....vermutlich aber sind das nur juristische Spitzfindigkeiten, die ich nicht durchschaue.

    Nur zur Ergänzung: ich bin der Erste, der sich sonst über Vergleiche mit der Nazizeit aufregt, aber hier drängen sich die Parallelen derart penetrant auf, daß ich um mich schlagen möchte!

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    Guantanamo dürfte das luxuriöste Gefängnis auf Kuba sein.

    Guantanamo dürfte das luxuriöste Gefängnis auf Kuba sein.

  5. Hat Richard Williams nach der Ausweisung aus Argentinien schon einen neuen Job gefunden? Uniform stand ihm ja.

  6. der neue praesident obama auch nur eine marionette?

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    Weshalb meinen Sie sonst, ist er wohl USA-Präsident geworden?
    ________________________________________
    Nieder mit dem Imperialismus der Phrase!

    Weshalb meinen Sie sonst, ist er wohl USA-Präsident geworden?
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    Nieder mit dem Imperialismus der Phrase!

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