Krise in Irland "Der Traum ist vorbei"
Verkaufsschilder vor den Häusern, Schlangen vor dem Arbeitsamt: Ein User der ZEIT-ONLINE-Community erzählt, wie Irland unter der Wirtschaftskrise leidet
“Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich die Wellen des Atlantiks, wie sie gegen die Küste Galways schlagen. Wenn ich unsere Siedlung betrachte, sehe ich unvermietete Mehrfamilienhäuser, im Boom hochgezogen und nun ohne Interessenten. In nahezu jeder Straße stehen ein paar Häuser mit zugenagelten Fenstern.
Die vergangenen 15 Jahre waren für Irland wie ein dauerhafter Lottogewinn, die Menschen haben über ihre Verhältnisse gelebt. Als wir im vergangenen Frühjahr hierher kamen, war die Welle des Aufschwungs gerade gebrochen – nur wussten wir damals noch nicht, wie lange die Ebbe auf dem Arbeitsmarkt anhalten würde.
Das Stellenangebot der Universität in Galway kam für meine Frau zum richtigen Zeitpunkt: Wir sind beide Mitte 30 und kinderlos - da kann man etwas Neues probieren. Ich hatte geahnt, dass es für mich selbst nicht einfach werden würde, einen Job zu bekommen. Ich bin Geisteswissenschaftler und hatte in den vergangenen Jahren viele befristete Verträge, Brotjobs im Versicherungswesen zum Beispiel.
Ich habe nach Stellen in der IT-Branche gesucht, doch dabei ist mir zu spät klar geworden, dass Bewerber hier ihren Lebenslauf gerne aufhübschen, sich als Könner ausgeben, um sich dann in der Praxis das fehlende Wissen anzueignen.
Konjunkturindikator Kaffee
Nun verdiene ich ein bisschen Geld als DJ. Die guten Jobs sind inzwischen weniger geworden. Wenn einmal etwas dabei ist, ist der Arbeitsplatz oft sehr weit entfernt. Von den Einnahmen der vergangenen Jahre hat die irische Regierung fast nichts in die Infrastruktur investiert, es gibt praktisch keinen öffentlichen Nahverkehr, lange Staus auf dem Weg ins Industriegebiet sind keine Seltenheit, für 15 Kilometer braucht ein Pendler morgens bis zu anderthalb Stunden.
Ein guter Konjunkturindikator ist Kaffee: Bis Dezember haben viele Iren noch Kaffeebars aufgemacht, insgesamt standen hier über 15 Läden. Inzwischen ist die Arbeitslosigkeit auf über neun Prozent gestiegen und die Kaufkraft gesunken – die Cafés haben ihre Preise für einen Milchkaffee schon von drei auf zwei Euro gesenkt.
Früher waren in der Gastronomie zu 90 Prozent polnische Servicekräfte beschäftigt, inzwischen drängen auch die Iren in die Branche, in Jobs, die sie früher niemals angenommen hätten. Der Mindestlohn in Irland beträgt 9,70 Euro, deshalb werden Barinhaber erfinderisch: Neulich habe ich von einem Wirt gehört, der einer Reinigungskraft das übrig gebliebene Essen vom Vortag anstelle von Geld angeboten haben soll.
- Datum 23.02.2009 - 16:40 Uhr
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Ich halten den Artikel für eine wichtige Dokumentation dessen, was die Finanz- Wirtschaftskrise für den normalen Arbeitnehmer bedeutet. Er ist deshalb so wichtig, weil diejenigen die für diese Krise verantwortlich zeichnen gerade dabei sind sich aus dem Staub zu machen und sich ihrer Haftung für den angerichteten Schaden zu entziehen. Dabei meine ich diesmal nicht die Banker. Über deren Schuld wird wenigstens geredet! Ich meine die so genannten „Wirtschaftsexperten“ die uns jahrelang erzählt haben vom Wirtschaftswunderland Irland und den Baltischen Staaten mit deren Wunder vollbringenden Deregulierungen und „Reformen“ die auch Deutschland schleunigst nachvollziehen sollte, damit auch bei uns diese „Wunder“ stattfinden könnten. Diesen „Niete in Nadelstreifen“ sollte man jetzt genau so wie die Banker ins Licht der Öffentlichkeit zerren und mit Ihren katastrophal falschen Empfehlungen konfrontieren. Denn auf Ratgeber die einen zielgerichtet in den Abgrund führen, sollte man in Zukunft besser verzichten!
Anfang 2008 (also kaum 1 Jahr her) war ich ein paar Tage in Dublin, also nur ein sehr begrenzter Irlandtrip, dennoch zum Thema ein paar Details Jan.08:
Immobilien zu drer Zeit in Dublin: Einfach nur superextrem teuer, winzige totalsanierungsbedürftige Reihenhäuser für etliche 100 T€. Mietobjekte: praktisch nicht zu bekommen + extrem teuer.
Viele große Schilder an fast allen Großbaustellen mit Aufschrift: Hier finanziert die EU ..... bis 2007. Sehr deutlich also. Begrenztes Unterstützungsprogramm, finanziert per EU, der große Wirtschaftsaufschwung ziemlich exakt nur genau in dieser Zeit.
Struktur der Geschäfte in Dublin: Überwiegend relativ winzige Einzelhandelsgeschäfte ("Tante Emma" ...) mit ungeheuer großem Personalaufwand plus dem fast obligatorischen Wachmann (oder 2). Fast immer mehr Personal als Kunden im Laden.
(Allerdings: auch einen ALDI gab es in Seitenstraße, mit zu D. vergleichbaren Preisen)
Infrastruktur: recht guter Nahverkehr (Busse, S-Bahn), Auto eigentlich unnötig.
Der Individualverkehr relativ chaotisch, allerdings auch wegen der nicht autogerechten Stadt (Dublin wurde nie zerstört). Einziger Ausweg wäre eine Totalsperrung für Privatautos.
Fazit: Auch dieser kurze Einblick zeigte schon lange vor der "Krise", dass Irland weit über "seine Verhältnisse" lebte und der kurze (EU-finanzierte) Boom sehr schnell vorbei sein werde.
Ansonsten aber ist Dublin ganz sicher eine sehr sehenswerte Stadt mit liebenswerten Bewohnern und einem großartigen Umfeld (leider aber auch negativen Erscheinungen wie Kleinkriminalität),
und zumindest die Großbaustellen in Dublin sind IMHO durchaus sinnvoll investiertes Kapital.
Deswegen meine (zugegeben ganz sicher unmaßgebliche) Prognose:
Irland wird sich relativ schnell "gesundschrumpfen".
...aber an einer Stelle muss ich doch vehement widersprechen:
"Infrastruktur: recht guter Nahverkehr (Busse, S-Bahn)"
Neinnein - die Infrastruktur in Dublin wie auch im Rest des Landes ist ein Witz, auch und gerade was die öffentlichen Verkehrsmitteln angeht. Da hat man in dem Boomjahren gnadenlos verpennt, was zu verpennen war.
Selbst die ostwestfälische Provinzmetropole Bielefeld, die über 150.000 Einwohner weniger hat als Dublin, hat ein unendlich viel besseres Nahverkehrssystem. Beginnend bei der Anzahl der Strassenbahnlinien (und deren Gesamtlänge) bis hin zur Aussagekraft und Lesbarkeit der Bus- und Strassenbahnfahrpläne.
Wobei - Dublin hat's diesbezüglich sogar noch gut, wenn man mal in Cork oder anderen etwas kleineren Städten guckt.
---
StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
...aber an einer Stelle muss ich doch vehement widersprechen:
"Infrastruktur: recht guter Nahverkehr (Busse, S-Bahn)"
Neinnein - die Infrastruktur in Dublin wie auch im Rest des Landes ist ein Witz, auch und gerade was die öffentlichen Verkehrsmitteln angeht. Da hat man in dem Boomjahren gnadenlos verpennt, was zu verpennen war.
Selbst die ostwestfälische Provinzmetropole Bielefeld, die über 150.000 Einwohner weniger hat als Dublin, hat ein unendlich viel besseres Nahverkehrssystem. Beginnend bei der Anzahl der Strassenbahnlinien (und deren Gesamtlänge) bis hin zur Aussagekraft und Lesbarkeit der Bus- und Strassenbahnfahrpläne.
Wobei - Dublin hat's diesbezüglich sogar noch gut, wenn man mal in Cork oder anderen etwas kleineren Städten guckt.
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StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
...aber an einer Stelle muss ich doch vehement widersprechen:
"Infrastruktur: recht guter Nahverkehr (Busse, S-Bahn)"
Neinnein - die Infrastruktur in Dublin wie auch im Rest des Landes ist ein Witz, auch und gerade was die öffentlichen Verkehrsmitteln angeht. Da hat man in dem Boomjahren gnadenlos verpennt, was zu verpennen war.
Selbst die ostwestfälische Provinzmetropole Bielefeld, die über 150.000 Einwohner weniger hat als Dublin, hat ein unendlich viel besseres Nahverkehrssystem. Beginnend bei der Anzahl der Strassenbahnlinien (und deren Gesamtlänge) bis hin zur Aussagekraft und Lesbarkeit der Bus- und Strassenbahnfahrpläne.
Wobei - Dublin hat's diesbezüglich sogar noch gut, wenn man mal in Cork oder anderen etwas kleineren Städten guckt.
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StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Fahrpläne sind ein gutes Beispiel. Es gibt in Irland immer nur Fahrzeitangaben des Abfahrtsortes, du weisst also nie, wann ein Bus so ungefähr an deiner Haltestelle eintreffen wird. Ist ein Fahrer krank, faellt die ganze Linie an dem Tag aus -ohne dass die Fahrgäste informiert werden - Bustickets werden im Bus gekauft - um das ganze wenigstens ein klein wenig zu beschleunigen, gibt´s der Einfachheit halber kein Wechselgeld.
Fahrpläne sind ein gutes Beispiel. Es gibt in Irland immer nur Fahrzeitangaben des Abfahrtsortes, du weisst also nie, wann ein Bus so ungefähr an deiner Haltestelle eintreffen wird. Ist ein Fahrer krank, faellt die ganze Linie an dem Tag aus -ohne dass die Fahrgäste informiert werden - Bustickets werden im Bus gekauft - um das ganze wenigstens ein klein wenig zu beschleunigen, gibt´s der Einfachheit halber kein Wechselgeld.
Fahrpläne sind ein gutes Beispiel. Es gibt in Irland immer nur Fahrzeitangaben des Abfahrtsortes, du weisst also nie, wann ein Bus so ungefähr an deiner Haltestelle eintreffen wird. Ist ein Fahrer krank, faellt die ganze Linie an dem Tag aus -ohne dass die Fahrgäste informiert werden - Bustickets werden im Bus gekauft - um das ganze wenigstens ein klein wenig zu beschleunigen, gibt´s der Einfachheit halber kein Wechselgeld.
Stimmt alles soweit, aber kein Wechselgeld?
Das ist mir neu. Wobei - es ist manchmal Glückssache, ob der Busfahrer genügend Wechselgeld dabei hat, das ja.
---
StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Stimmt alles soweit, aber kein Wechselgeld?
Das ist mir neu. Wobei - es ist manchmal Glückssache, ob der Busfahrer genügend Wechselgeld dabei hat, das ja.
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StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Ja, Irland hat's recht hart getroffen, insofern als dass Irland in den letzten Jahren die höchsten Wachstumsraten hatte. Nun plötzlich dieselben negativen Wachstumsraten wie andere EU-Länder zu haben, ist eine arg abrupte Bremsung.
Es stimmt auch - Wohnungen sind hier mittlerweile eine ganze Ecke billiger geworden. 10 bis 20% weniger Miete sind nicht ungewöhnlich. Und vom Boom der vergangenen Jahre ist de facto nichts in eine nachhaltige Verkehrsentwicklung gesteckt worden.
Das heisst zum Beispiel: Der öffentliche Personennahverkehr ist ein schlechter Witz. Kurzer Auszug - vor 7:00 fährt z.B. in Cork (immerhin zweitgrösste Stadt der Republik) kein Bus aus dem Depot; die Fahrpläne geben nur die Startzeit und die Ankunftszeit an - die ein bis anderthalb Stunden dazwischen finden im Plan nicht statt, entsprechend ist es Glückssache, einen Bus genau zu bekommen, ihn um 10 Minuten zu verpassen, oder noch 20 Minuten auf ihn warten zu müssen. Auch das Material scheint nicht das beste zu sein. Obwohl die Busse nicht übertrieben alt sind, und obwohl ich nicht täglich mit dem Bus fahre, bin ich innerhalb der letzten 9 Monate schon dreimal mit einem Bus liegengeblieben. Damit liege ich jetzt schon über der Gesamtquote, die ich in 13 Schuljahren als Buskind zu verzeichnen hatte.
Das Schlimme ist jedoch - hoffnungslose ÖPNV-Planung wurde hier kombiniert mit einer mindestens ebenso planlosen Strassenplanung. Einige Schnellstrassen und Autobahnen wurden (mit EU-Hilfe, natürlich) gebaut bzw. ausgebaut. Abseits dieser Strassen wird es eng - umso enger, als dass in den Jahren des "Celtic Tiger" die meisten Leute erst einmal in grössere Autos investiert haben.
Ich habe es auf dem Weg zur Arbeit noch relativ gut - zwar fährt für mich als 7:00 Uhr-Anfänger kein Bus (selbst wenn: um zur Arbeit zu kommen, müsste ich mit Linie A erst rein in die Stadt, und dann mit Linie B wieder raus aus der Stadt - im Morgenverkehr sehr effizient, denn für Busspuren ist natürlich nie Geld und Platz geschaffen worden). Aber um 7:00 sind die Strassen noch relativ leer, und ich kann mich fast ausschliesslich an eine der neuen Schnellstrassen halten. Ganz anders sieht das an den wenigen Tagen aus, an denen ich um 9:00 beginne. Für dieselben 16km benötigt man dann nicht knapp unter 20 Minuten, sondern knapp über einer Stunde. Was natürlich paradiesisch ist im Vergleich zu jeder Fahrt, die im Ansatz in die Stadt geht, und noch paradiesischer im Vergleich zu jeder Art Fortbewegung in Dublin.
Auch sonst gibt es viele Bereiche, in denen man nun noch mehr als noch vor einem Dreivierteljahr merkt, dass in den guten Jahren unfassbar schlecht mit Geld umgegangen wurde - weil man damals ja genug davon hatte, hat man sich z.B. drauf verlegt, statt CO2 einzusparen, einfach Emissionsrechte zu kaufen. Kostete ja nix. Das sieht natürlich heute anders aus, aber nun kann man sich die nötigen Massnahmen zur CO2-Reduktion nicht mehr leisten.
Darüber scheint man aber weiterhin lieber nicht nachdenken zu wollen - so interpretiere ich jedenfalls die Festbeleuchtung, die z.B. die South Link Road in Cork geniesst, und die in Deutschland höchstens im dichtbesiedelten Ruhrgebiet ihresgleichen findet. Alle 50 Meter leuchtet eine Laterne beide Seiten der Fahrbahn aus. Scheinwerfer sind fast nicht mehr nötig. Da wird weiter überraschend sorglos herumgeschludert.
Und doch kann ich die sehr negative Grundtendenz des Artikels nicht ganz unterschreiben. Es klingt ein wenig, als wäre Irland kurz vor dem kompletten Sturz ins Elend - zumindest aus Cork betrachtet (die Unterschiede zu Galway können natürlich gross sein, keine Frage) stellt sich die Situation noch nicht ganz so dramatisch dar. Wir kurz vor dem Sturz ins Elend (oder gar kurz danach) fühlt es sich hier nicht an.
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StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Stimmt alles soweit, aber kein Wechselgeld?
Das ist mir neu. Wobei - es ist manchmal Glückssache, ob der Busfahrer genügend Wechselgeld dabei hat, das ja.
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StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
Das habe ich in Dublin bei der staatlichen Buslinie so erlebt. Auf meine Frage nach Wechselgeld informierte man mich dass man eben passend bezahle, oder der Rest eine "Donation" sei. Auch in Galway gibt es eine, allerdings private, Buslinie, die grundsatzlich kein Wechselgeld herausgibt - uebrigens auch keine Monats- oder Wochenkarten.
Galway hat es vermutlich besonders schwer erwischt - aber auch Dell in Limerick zieht weiter nach Rumaenien und hinterlaesst jede Menge Arbeitslose.
Sorgen mache ich mir vor allem ums Gesundheitssystem - das war ja schon in prosperierenden Zeiten jenseits von Gut und Boese. Es waere so zu hoffen, dass Konjunkturprogramme vor allem in den Bereichen Gesundheit, Infrastruktur und Bildung wieder fuer einen Aufschwung sorgen - leider kann ich bisher nichts dergleichen sehen. Im Gegenteil - als eine der ersten Sparmaßnahmen sind massenweise Untertuetzungslehrer fuer Legastheniker entlassen worden.
Bei Dublin Bus gibt es generell kein Wechselgeld im Bus, sondern der zuviel bezahlte Betrag wird automatisch auf dem Fahrticket vermerkt.
Mit diesem kann man dann zur Dublin Bus Zentrale auf der O`Connell Street gehen und sich den Betrag zurückerstatten lassen. Das System ist nicht so verkehrt (man muß bloß seine Tickets sammeln oder immer genug Kleingeld dabei haben). Eher gewöhnungsbedürftig sind allerdings die fehlenden Haltestellenfahrpläne. Hier gilt nur eine Devise: Entweder kommt ein Bus - oder eben nicht.
Ich selbst lebe nach mehrjährigem Aufenthalt in Irland nun seit kurzem wieder in Deutschland (der amerik. Konzern bei dem ich in Dulin beschäftigt war zog - wie viele andere - weiter nach Mittel-, Osteuropa und Asien) und muß sagen - ich vermisse dieses chaotische, boomverdorbene, chipsliebende, wunderschöne Land. Ich bin dem Boom sehr dankbar, denn durch ihn konnte ich meinen Traum verwirklichen und in diesem Land Arbeit finden und gut leben. Anderseits hat der in kurzer Zeit viel zu stark gestiegene Wohlstand die irische Bevölkerung sicher auch verändert - vielleicht nicht immer im Guten. Ich denke hier z.B. an die Ablehnung des Lissaboner Vertrages im Sommer 2008. Ich kann mich täuschen, aber soweit ich mitbekommen habe, waren es statt polit. Gründe vielmehr monetäre Gründe (die Angst die EU könnte Ihnen Ihren Wohlstand schmälern, jetzt nachdem sie sich mit EU-Geldern und Ausslandsinvest. gesundsubventioniert hatten) die die Iren zur Ablehnung des Treaty brachten. Vielleicht hat deshalb die Ernüchterung, die jetzt viele Iren angesichts der Krise überfällt, auch Ihr Gutes. Statt zu überlegen wie man am besten sein Geld ausgibt (1000 Euro Handtasche, 14 Tage Dom.Rep oder doch lieber ein 2-Zimmer-Buy-to-let-Apartment für 1 Mio im Dubliner Süden) wird der Dubliner nun darüber nachdenken, wie er einen solventen Mieter für sein Apartment findet und wie weit er es sich leisten kann mit der Miete herunterzugehen; wie lange er noch einen sicheren Job hat; wie er am besten das bulgarische Apartment in Ideallage, sprich 150 km zum schwarzen Meer, wieder loswerden kann, dass er 2007 zu astronomischen Spaßpreisen erworben hatte etc. Eines konnte ich vor meiner Abreise im Januar noch beobachten. Die Dubliner sprachen wieder verstärkt miteinander auf der Straße und in den Shops, erzählten sich von den schlechten Zeiten vor dem Boom und machten sich gegenseitig Mut auch diese Krise zu überstehen. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, finde ich!
Das habe ich in Dublin bei der staatlichen Buslinie so erlebt. Auf meine Frage nach Wechselgeld informierte man mich dass man eben passend bezahle, oder der Rest eine "Donation" sei. Auch in Galway gibt es eine, allerdings private, Buslinie, die grundsatzlich kein Wechselgeld herausgibt - uebrigens auch keine Monats- oder Wochenkarten.
Galway hat es vermutlich besonders schwer erwischt - aber auch Dell in Limerick zieht weiter nach Rumaenien und hinterlaesst jede Menge Arbeitslose.
Sorgen mache ich mir vor allem ums Gesundheitssystem - das war ja schon in prosperierenden Zeiten jenseits von Gut und Boese. Es waere so zu hoffen, dass Konjunkturprogramme vor allem in den Bereichen Gesundheit, Infrastruktur und Bildung wieder fuer einen Aufschwung sorgen - leider kann ich bisher nichts dergleichen sehen. Im Gegenteil - als eine der ersten Sparmaßnahmen sind massenweise Untertuetzungslehrer fuer Legastheniker entlassen worden.
Bei Dublin Bus gibt es generell kein Wechselgeld im Bus, sondern der zuviel bezahlte Betrag wird automatisch auf dem Fahrticket vermerkt.
Mit diesem kann man dann zur Dublin Bus Zentrale auf der O`Connell Street gehen und sich den Betrag zurückerstatten lassen. Das System ist nicht so verkehrt (man muß bloß seine Tickets sammeln oder immer genug Kleingeld dabei haben). Eher gewöhnungsbedürftig sind allerdings die fehlenden Haltestellenfahrpläne. Hier gilt nur eine Devise: Entweder kommt ein Bus - oder eben nicht.
Ich selbst lebe nach mehrjährigem Aufenthalt in Irland nun seit kurzem wieder in Deutschland (der amerik. Konzern bei dem ich in Dulin beschäftigt war zog - wie viele andere - weiter nach Mittel-, Osteuropa und Asien) und muß sagen - ich vermisse dieses chaotische, boomverdorbene, chipsliebende, wunderschöne Land. Ich bin dem Boom sehr dankbar, denn durch ihn konnte ich meinen Traum verwirklichen und in diesem Land Arbeit finden und gut leben. Anderseits hat der in kurzer Zeit viel zu stark gestiegene Wohlstand die irische Bevölkerung sicher auch verändert - vielleicht nicht immer im Guten. Ich denke hier z.B. an die Ablehnung des Lissaboner Vertrages im Sommer 2008. Ich kann mich täuschen, aber soweit ich mitbekommen habe, waren es statt polit. Gründe vielmehr monetäre Gründe (die Angst die EU könnte Ihnen Ihren Wohlstand schmälern, jetzt nachdem sie sich mit EU-Geldern und Ausslandsinvest. gesundsubventioniert hatten) die die Iren zur Ablehnung des Treaty brachten. Vielleicht hat deshalb die Ernüchterung, die jetzt viele Iren angesichts der Krise überfällt, auch Ihr Gutes. Statt zu überlegen wie man am besten sein Geld ausgibt (1000 Euro Handtasche, 14 Tage Dom.Rep oder doch lieber ein 2-Zimmer-Buy-to-let-Apartment für 1 Mio im Dubliner Süden) wird der Dubliner nun darüber nachdenken, wie er einen solventen Mieter für sein Apartment findet und wie weit er es sich leisten kann mit der Miete herunterzugehen; wie lange er noch einen sicheren Job hat; wie er am besten das bulgarische Apartment in Ideallage, sprich 150 km zum schwarzen Meer, wieder loswerden kann, dass er 2007 zu astronomischen Spaßpreisen erworben hatte etc. Eines konnte ich vor meiner Abreise im Januar noch beobachten. Die Dubliner sprachen wieder verstärkt miteinander auf der Straße und in den Shops, erzählten sich von den schlechten Zeiten vor dem Boom und machten sich gegenseitig Mut auch diese Krise zu überstehen. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, finde ich!
Das habe ich in Dublin bei der staatlichen Buslinie so erlebt. Auf meine Frage nach Wechselgeld informierte man mich dass man eben passend bezahle, oder der Rest eine "Donation" sei. Auch in Galway gibt es eine, allerdings private, Buslinie, die grundsatzlich kein Wechselgeld herausgibt - uebrigens auch keine Monats- oder Wochenkarten.
Galway hat es vermutlich besonders schwer erwischt - aber auch Dell in Limerick zieht weiter nach Rumaenien und hinterlaesst jede Menge Arbeitslose.
Sorgen mache ich mir vor allem ums Gesundheitssystem - das war ja schon in prosperierenden Zeiten jenseits von Gut und Boese. Es waere so zu hoffen, dass Konjunkturprogramme vor allem in den Bereichen Gesundheit, Infrastruktur und Bildung wieder fuer einen Aufschwung sorgen - leider kann ich bisher nichts dergleichen sehen. Im Gegenteil - als eine der ersten Sparmaßnahmen sind massenweise Untertuetzungslehrer fuer Legastheniker entlassen worden.
Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Jahren in Dublin gearbeitet und kenne das Nicht-Herausgeben von Wechselgeld seitens der irischen Busfahrer ebenfalls. Muß man halt vorher passendes Kleingeld parat halten, da gewöhnt man sich schon dran.
Dem Hauptartikel kann ich nur zustimmen: bereits während meiner Anwesenheit in IE habe ich mich (zusammen mit vielen anderen) sehr über die äußerst inflationäre Hauspreisentwicklung gewundert. Ratz-fatz wurden Wohngebiete am Rande Dublins hochgezogen, die sonstige Infrastruktur (Kanalisation, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlicher Nahverkehr etc.) hingegen vernachlässigt. Da Dublin aber keine Ubahn und erst seit kurzem zwei Tramlinien besitzt, müssen fast alle entweder per Bus oder Auto zu ihren Arbeitsplätzen gelangen, d.h. die Straßen sind verstopft (fairerweise muß man hier anmerken, daß ein Ubahnbau auch sehr kostspielig wäre, da Irland bekanntlich ein gigantischer Felsbrocken ist). Jedenfalls hat die irische Regierung zwar zum Teil das Überland-Straßennetz erkennbar verbessert, aber im Bereich oberirischer Bahnsysteme so gut wie nichts getan.
Die Wirtschaft ist ziemlich auf die Dubliner Region fixiert, die allermeisten Iren haben sich auf Pump überteuerte Häuser gekauft, jetzt bricht alles zusammen. What goes up must come down, wie es so treffend heißt. Die Unternehmen, die aufgrund von EU-Fördermaßnahmen einst gen IE zogen, verlassen die Insel jetzt wieder und kassieren erneut Förderhilfen für eine Ansiedlung in Rumänien, der Slowakei oder in Polen (wie z.B. Dell). Das ist der Hauptgrund für den Weggang, nicht die günstigeren Arbeitslöhne. Siehe Nokia und Bochum.
Ein 'Callcenter' kann man überall hinsetzen, wo es eine DSL-vergleichbare Telefonleitung gibt, die Mitarbeiter kommen mit oder werden im Schnellverfahren neu angelernt. An echter, mehrwertschaffender Produktion fehlt es in Irland halt nun mal, da sollte Deutschland von lernen und die produzierende Industrie tunlichst nicht kampflos ins Ausland ziehen lassen - lieber das Produkt in der Hand als die geplatzten Finanzprodukte auf dem Dach.
Dell zieht nicht nach Rumaenien. Es gibt ein Werk in Polen und eines in Limerick. Beide fahren seit einem halben Jahr auf halber Kraft. Was keinen Sinn macht. Polen ist das moderne so wird die Produktion nach Polen zusammengefasst. Auch in Amerika und Mexico sind Werke geschlossen worden. Wobei Dell sich ueberlegt hat die PRoduktion auch ganz aus der Hand zu geben und nur mehr von 3 Firmen Produzieren zu lassen. Fuer die Arbeiter von Dell ist das nur bedingt ein Problem, da viele der Linearbeiter Polen sind die sowieso vor hatten nach Polen zurueckzukehren. Zulieferer hat es allerdings kalt erwischt. Wer hoch steht faellt dann etwas tiefer. Auch wenn er auf den selben Level der anderen faellt. Irland hat immer wieder gute und schlechte Zeiten erlebt. Vorteil in Irland soweit ich es sehe ist das viele Polen sowieso vorhatten wieder nach Polen zurueckzukehren weil sie sich dort bessere Chancen erhoffen. (nach der Schliessung der Werften???) Deutschland ist auch nicht besser drann. Was wohl geschieht wenn die Massenentlassungen von VW, BMW oder Opel durchschlagen? Wenn die Schaeffer/Conti von den Banken uebernommen wird? Wohin wenden in diesem unserem Europa? Die Arbeitslosenzahlen explodieren. Egal wo. Garantien gibt es keine. Die frage ist nicht nur was ist heute sonder auch wie ist ein Land aufgestellt fuer die Zeit nach der Krise? Haben die Laender das Potential oder nicht. Welchen Laendern kann man es zutrauen und auch welche Ausbildung hat man um seine Faehigkeiten am besten einzusetzen. In Irland sind noch genug grosse IT-Konzerne damit sich was bewegt. Ob das reichen wird? Das ist eine andere Frage.
Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Jahren in Dublin gearbeitet und kenne das Nicht-Herausgeben von Wechselgeld seitens der irischen Busfahrer ebenfalls. Muß man halt vorher passendes Kleingeld parat halten, da gewöhnt man sich schon dran.
Dem Hauptartikel kann ich nur zustimmen: bereits während meiner Anwesenheit in IE habe ich mich (zusammen mit vielen anderen) sehr über die äußerst inflationäre Hauspreisentwicklung gewundert. Ratz-fatz wurden Wohngebiete am Rande Dublins hochgezogen, die sonstige Infrastruktur (Kanalisation, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlicher Nahverkehr etc.) hingegen vernachlässigt. Da Dublin aber keine Ubahn und erst seit kurzem zwei Tramlinien besitzt, müssen fast alle entweder per Bus oder Auto zu ihren Arbeitsplätzen gelangen, d.h. die Straßen sind verstopft (fairerweise muß man hier anmerken, daß ein Ubahnbau auch sehr kostspielig wäre, da Irland bekanntlich ein gigantischer Felsbrocken ist). Jedenfalls hat die irische Regierung zwar zum Teil das Überland-Straßennetz erkennbar verbessert, aber im Bereich oberirischer Bahnsysteme so gut wie nichts getan.
Die Wirtschaft ist ziemlich auf die Dubliner Region fixiert, die allermeisten Iren haben sich auf Pump überteuerte Häuser gekauft, jetzt bricht alles zusammen. What goes up must come down, wie es so treffend heißt. Die Unternehmen, die aufgrund von EU-Fördermaßnahmen einst gen IE zogen, verlassen die Insel jetzt wieder und kassieren erneut Förderhilfen für eine Ansiedlung in Rumänien, der Slowakei oder in Polen (wie z.B. Dell). Das ist der Hauptgrund für den Weggang, nicht die günstigeren Arbeitslöhne. Siehe Nokia und Bochum.
Ein 'Callcenter' kann man überall hinsetzen, wo es eine DSL-vergleichbare Telefonleitung gibt, die Mitarbeiter kommen mit oder werden im Schnellverfahren neu angelernt. An echter, mehrwertschaffender Produktion fehlt es in Irland halt nun mal, da sollte Deutschland von lernen und die produzierende Industrie tunlichst nicht kampflos ins Ausland ziehen lassen - lieber das Produkt in der Hand als die geplatzten Finanzprodukte auf dem Dach.
Dell zieht nicht nach Rumaenien. Es gibt ein Werk in Polen und eines in Limerick. Beide fahren seit einem halben Jahr auf halber Kraft. Was keinen Sinn macht. Polen ist das moderne so wird die Produktion nach Polen zusammengefasst. Auch in Amerika und Mexico sind Werke geschlossen worden. Wobei Dell sich ueberlegt hat die PRoduktion auch ganz aus der Hand zu geben und nur mehr von 3 Firmen Produzieren zu lassen. Fuer die Arbeiter von Dell ist das nur bedingt ein Problem, da viele der Linearbeiter Polen sind die sowieso vor hatten nach Polen zurueckzukehren. Zulieferer hat es allerdings kalt erwischt. Wer hoch steht faellt dann etwas tiefer. Auch wenn er auf den selben Level der anderen faellt. Irland hat immer wieder gute und schlechte Zeiten erlebt. Vorteil in Irland soweit ich es sehe ist das viele Polen sowieso vorhatten wieder nach Polen zurueckzukehren weil sie sich dort bessere Chancen erhoffen. (nach der Schliessung der Werften???) Deutschland ist auch nicht besser drann. Was wohl geschieht wenn die Massenentlassungen von VW, BMW oder Opel durchschlagen? Wenn die Schaeffer/Conti von den Banken uebernommen wird? Wohin wenden in diesem unserem Europa? Die Arbeitslosenzahlen explodieren. Egal wo. Garantien gibt es keine. Die frage ist nicht nur was ist heute sonder auch wie ist ein Land aufgestellt fuer die Zeit nach der Krise? Haben die Laender das Potential oder nicht. Welchen Laendern kann man es zutrauen und auch welche Ausbildung hat man um seine Faehigkeiten am besten einzusetzen. In Irland sind noch genug grosse IT-Konzerne damit sich was bewegt. Ob das reichen wird? Das ist eine andere Frage.
Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Jahren in Dublin gearbeitet und kenne das Nicht-Herausgeben von Wechselgeld seitens der irischen Busfahrer ebenfalls. Muß man halt vorher passendes Kleingeld parat halten, da gewöhnt man sich schon dran.
Dem Hauptartikel kann ich nur zustimmen: bereits während meiner Anwesenheit in IE habe ich mich (zusammen mit vielen anderen) sehr über die äußerst inflationäre Hauspreisentwicklung gewundert. Ratz-fatz wurden Wohngebiete am Rande Dublins hochgezogen, die sonstige Infrastruktur (Kanalisation, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlicher Nahverkehr etc.) hingegen vernachlässigt. Da Dublin aber keine Ubahn und erst seit kurzem zwei Tramlinien besitzt, müssen fast alle entweder per Bus oder Auto zu ihren Arbeitsplätzen gelangen, d.h. die Straßen sind verstopft (fairerweise muß man hier anmerken, daß ein Ubahnbau auch sehr kostspielig wäre, da Irland bekanntlich ein gigantischer Felsbrocken ist). Jedenfalls hat die irische Regierung zwar zum Teil das Überland-Straßennetz erkennbar verbessert, aber im Bereich oberirischer Bahnsysteme so gut wie nichts getan.
Die Wirtschaft ist ziemlich auf die Dubliner Region fixiert, die allermeisten Iren haben sich auf Pump überteuerte Häuser gekauft, jetzt bricht alles zusammen. What goes up must come down, wie es so treffend heißt. Die Unternehmen, die aufgrund von EU-Fördermaßnahmen einst gen IE zogen, verlassen die Insel jetzt wieder und kassieren erneut Förderhilfen für eine Ansiedlung in Rumänien, der Slowakei oder in Polen (wie z.B. Dell). Das ist der Hauptgrund für den Weggang, nicht die günstigeren Arbeitslöhne. Siehe Nokia und Bochum.
Ein 'Callcenter' kann man überall hinsetzen, wo es eine DSL-vergleichbare Telefonleitung gibt, die Mitarbeiter kommen mit oder werden im Schnellverfahren neu angelernt. An echter, mehrwertschaffender Produktion fehlt es in Irland halt nun mal, da sollte Deutschland von lernen und die produzierende Industrie tunlichst nicht kampflos ins Ausland ziehen lassen - lieber das Produkt in der Hand als die geplatzten Finanzprodukte auf dem Dach.
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