Raketentest in Nordkorea Drohgebärden aus Pjöngjang
Nordkorea plant einen Raketentest, getarnt als Satellitenstart. Eine Ankündigung, mit der das kommunistische Land auch politische Botschaften verschicken will
Die Meldung sorgte für internationales Aufsehen: Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA kündigte am Dienstag an, dass das Land einen Kommunikationssatelliten ins All schicken werde. Bereits am Freitag hatte das Fachblatt Jane's Defence Weekly allerdings berichtet, dass es sich wahrscheinlich um eine Mittelstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 handeln wird. Das ergaben Auswertungen von Satellitenbildern.
Da Nordkorea nach einer UN-Resolution von 2006 der Abschuss ballistischer Raketen verboten ist, vermuten Beobachter, das kommunistische Regime könne eine solche Rakete testen, indem es einen Satellitenstart vortäusche. Nordkorea bezeichnet den Start als Teil seines zivilen Weltraumprogramms.
Die größte Reichweite unter den nordkoreanischen Raketen hat die Taepodong-2 mit 5000 bis 6000 Kilometern, andere Schätzungen gehen bis 6700 Kilometern. Damit ginge dieser Typ bereits in den Langstreckenbereich hinein und könnte auch US-amerikanisches Territorium erreichen, zum Beispiel Alaska. Es heißt, Taepodong-2 sei schlicht konstruiert und mit einem mangelhaften Lenksystem ausgestattet. Startvorbereitungen dauerten zudem mehrere Wochen und seien für US-Spionagesatelliten früh zu erkennen. Entsprechend wären die Raketen auch lange vor einem Start zerstörbar.
Bei dem bislang letzten Test einer Taepodong-2 im Jahr 2006 konnte die Rakete gerade mal ein paar Sekunden lang kontrolliert fliegen, bevor sie nach nicht mal einer Minute explodierte. Außerdem ist Nordkorea Experten zufolge bislang trotz aller Drohungen nicht in der Lage, eine Atomwaffe zu produzieren, die klein genug wäre, um als Sprengkopf der Rakete zu dienen. Dennoch wär ein erfolgreicher, als Satellitenstart deklarierter Abschuss für das international isolierte Land ein weiterer Schritt in Richtung auf die Entwicklung von womöglich atomar bestückten Langstreckenraketen.
Erfolgreich getestet hat es bislang Kurzstreckenraketen mit einem Radius von 100 bis 150 Kilometern. Diese können Südkorea und die US-Militärbasen dort erreichen. Zudem verfügt das kommunistische Regime angeblich inzwischen auch über neuartige Mittelstreckenraketen. Das behauptete am Montag zumindest das Verteidigungsministeriums in Seoul in einem Bericht zur südkoreanischen Sicherheitspolitik. Die stationierten Raketen könnten danach einen 650 Kilogramm schweren Sprengkopf 3000 Kilometer weit tragen.
Damit lägen neben Japan und der US-Pazifikinsel Guam auch die nördliche Spitze Australiens sowie große Teile Chinas, Indiens und Russlands in ihrer Reichweite, so das Verteidigungs-Weißbuch. Bereits bekannt ist die Nodong-Mittelstreckenrakete mit 1000 bis maximal 1300 Kilometern Reichweite. Sie gilt als ungenau, könnte aber weite Teile Japans treffen.
- Datum 09.03.2009 - 08:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Nordkorea hat außer den Prahlereien mit Atomwaffen doch nichts, Beobachten und Weiterspielen lassen .
Grüß Dich Sabata,
in Nordkorea sterben Menschen. Jeden Tag. Das Land ist zwar für mich und wahrscheinlich auch für Dich im Moment nicht direkt gefährlich, aber für andere Menschen sehr wohl.
"Weiterspielen lassen" ist deshalb irgendwie kein angebrachter Kommentar, auch wenn es wahrscheinlich genau das ist was passieren wird (immerhin hat Nordkorea wie sie richtig bemerkten ja nichts, also auch keine Beute, wie Irak).
mfg., A. Knoll
Grüß Dich Sabata,
in Nordkorea sterben Menschen. Jeden Tag. Das Land ist zwar für mich und wahrscheinlich auch für Dich im Moment nicht direkt gefährlich, aber für andere Menschen sehr wohl.
"Weiterspielen lassen" ist deshalb irgendwie kein angebrachter Kommentar, auch wenn es wahrscheinlich genau das ist was passieren wird (immerhin hat Nordkorea wie sie richtig bemerkten ja nichts, also auch keine Beute, wie Irak).
mfg., A. Knoll
Was bezweckt Nordkorea eigentlich damit? Wird die Welt jetzt vor den Atomwaffen Nordkoreas erzittern? Das ist sehr fraglich.
Eine gemeinschaftliche Allianz aus rechtsstaatlichen Demokratien könnte Nordkorea in seine Schranken weisen. Das Land überschätzt sein militärisches Potential gewaltig und sollte sehr vorsichtig sein, welche Schritte es als nächstes macht. Verachtung von Menschenrechten in Nordkorea wird mit Zähneknirschen hingenommen, aber die Weltgemeinschaft hat auch Grenzen. Sollte jemals mit konkreten Atomangriffen gerechnet werden, dann dürfte sich Nordkorea ganz schnell in der Steinzeit wiederfinden.
Ein kommunistisches Land wie Nordkorea, das mit dem Gebrauch von Atomwaffen liebäugelt, hat in der Welt des 21. Jahrhunderts nichts verloren.
erzittert die WELT eher NICHT.
Do you have fears over North Korea's reported planned satellite launch?
Yes 28% 859
No 72% 2183
Total Votes: 3042
____________________________________________________
I'm the captain of the high school football team.
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