Irak Obama will Kampftruppen bis August 2010 abziehen
Mehrere US-Zeitungen berichten übereinstimmend, Präsident Obama wolle Ende der Woche verkünden, sämtliche Kampftruppen bis August 2010 aus dem Irak abzuziehen
Präsident Barack Obama werde Ende der Woche bei einem Besuch der US-Marines im Bundesstaat North Carolina den Abzug aller Kampftruppen aus dem Irak verkünden, berichten Washington Post und New York Times übereinstimmend. Der Abzug soll demnach bis August 2010 beendet sein. Obama selbst erklärte in seiner Rede vor beiden Kammern des Kongresses: "Ich werde bald ein neues Vorgehen für den Irak verkünden, das den Irak seinem Volk überlässt und den Krieg verantwortungsvoll beendet".
Sollte die Zeitungsberichte stimmen, würde der Abzug drei Monate länger dauern als von Obama im Präsidentschaftswahlkampf ursprünglich angekündigt. Laut New York Times habe die Militärführung den Präsidenten um zusätzliche Zeit gebeten. Nur so könne man die Sicherheitslage im Irak festigen, die politischen Institutionen stärken und sicherstellen, dass das Land nicht erneut instabil werde.
Derzeit sind rund 140.000 US-Truppen im Irak stationiert. Auch nach Abzug der Kampfverbände würden zehntausende Soldaten in dem Land bleiben, um irakische Sicherheitskräfte auszubilden und Einrichtungen der Amerikaner zu schützen.
In seiner Rede hat Obama außerdem den Bruch mit den umstrittenen Verhörmethoden unter der Vorgängerregierung Bush bekräftigt: "Nach unseren Werten zu leben, macht uns nicht schwächer, es macht uns sicherer und stärker. Daher kann ich heute Abend hier stehen und ohne Ausnahme und Mehrdeutigkeit sagen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht foltern." Außerdem versprach er "schnelle und sichere Gerichtsverfahren für gefangengenommene Terroristen".
- Datum 26.02.2009 - 08:25 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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