US-Immobilienkrise Obamas Milliarden werden nicht reichenSeite 2/2
Ohne die beiden ehemals halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer würde Obamas Plan nicht funktionieren. Zwar hat ihr einstiges Geschäftsmodell in der Krise versagt, und Obamas Wirtschaftsberater Paul Volcker plädiert gar dafür, die Institute mittelfristig ganz abzuschaffen. Fannie und Freddie sind derzeit jedoch die einzigen Institute, die den Banken Hypotheken abkaufen und verbriefen.
Mit der genauen Anweisung für die Hypothekenfinanzierer hat sich Obama klar von seinem Vorgänger abgesetzt. "Die Bush-Regierung hat damals zwar die Führung von Fannie und Freddie übernommen, aber ihnen keine Richtlinien auf den Weg gegeben. Im Grunde blieb alles so wie zuvor", kritisiert Jakabovics. Obama wolle die Institute dagegen einsetzen, um zukünftige Verluste zu vermeiden.
Doch trotz aller Lorbeeren: Eine Trendwende auf dem Häusermarkt wird das neue Konzept wohl nicht erreichen. Ökonomen gehen davon aus, dass die Preise für Immobilien weiter fallen werden. Erst gegen Mitte oder Ende des Jahres, so schätzen sie, werden sie sich wieder stabilisieren.
Global Insight Ökonom Jakabovics hat errechnet, dass ohne staatliche Hilfe die Häuser im Durchschnitt weitere 15 Prozent an Wert verlieren würden. Durch Obamas Plan sollen ihre Preise jetzt nur um zehn Prozent fallen. "Das bedeutet, dass die stark vom Ausfall bedrohnten Wertpapiere in den Bank Bilanzen – wenn überhaupt – nur sehr gering an Wert gewinnen werden", sagt Jakabovics.
Die Wirtschaftswissenschaftler von Goldman Sachs gehen gar davon aus, dass die vorgesehenen 75 Millarden Dollar nicht ausreichen werden, um den Häusermarkt nachhaltig zu stabilisieren. "Es ist wahrscheinlich, dass das Finanzministerium den Kongress um weitere Millarden bitten muss", schreibt Goldman-Ökonom Alec Phillips in einer aktuellen Studie. Allerdings könne der Kongress milder gestimmt sein, wenn durch seine Unterstützung auch weitere Hilfen bei den Hausbesitzer ankämen.
- Datum 04.05.2009 - 11:12 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"schwärmt Andrew Jakabovics, Immobilienexperte des Centers for American
Progress."
"Global Insight Ökonom Jakabovics hat errechnet"
Frau Dörner, für wen arbeitet Andrew Jakabovics nun - Center for American
Progress - oder - Global Insights -?
Sie vergaßen auch zu erwähnen, daß fast alle Mitarbeiter im Center for American Progress in der Obama Regierung eingestellt sind. Was erwarten Sie für Antworten und Analysen von denen. CfAP soll ein Gegenstück zur Heritage Foundation sein,
was immer das besagt.
Gerd, Chicago
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