Rede zur Nation Obama will alles - und zwar sofort!
Er will die USA umkrempeln. Präsident Obama hat sein gesamtes Programm entfaltet und den Amerikanern versprochen: Das Land wird nach der Krise stärker sein als je zuvor

© Pablo Martinez Monsivais-Pool/Getty Images
Banken, Energie, Jobs, Gesundheit, Bildung: Barack Obama entfaltete sein Regierungsprogramm
Es war ein Abend der großen Premieren: Zum ersten Mal sprach Amerikas neuer Präsident vorm Kongress, den Obersten Richtern, dem Kabinett, dem diplomatischen Korps und Millionen Zuschauern vor den Bildschirmen draußen im Land.
Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte betrat ein schwarzer Präsident diese große Bühne – und erstmals antwortete ihm für die Opposition ein Sohn indischer Einwanderer. Auf den Demokraten Barack Obama folgte der Republikaner Bobby Jindal, Gouverneur des Bundesstaates Louisiana.
Damit nicht genug. Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt entfaltete Obama sein gesamtes Programm für die kommenden vier Jahre. Dreieinhalb Millionen Jobs will er schaffen oder bewahren. Bankkredite sollen wieder fließen. Amerika soll unabhängig vom ausländischen Öl und energieeffizienter werden.
Noch in diesem Jahr will der Präsident eine bezahlbare allgemeine Krankenversicherung auf den Weg bringen und das marode Bildungssystem reformieren. Die Sozialsysteme will er fit für die Zukunft machen und bis zum Ende seiner ersten Amtszeit die Staatsschulden halbieren. Die kommenden Generationen könnten und dürften diese Last nicht schultern, rief er in den Saal und erntete dafür sogar begeisterte Hurrarufe der Republikaner.
Lange hielt deren Applaus aber nicht an, denn Obama rügte die Konservativen für die verpasste Chance, Amerika rechtzeitig umzukrempeln. Einen großen Teil der Schulden habe er von ihnen geerbt, klagte er, und nun müsse er sogar weiteres Geld aufnehmen, um wettzumachen, was sie versäumt oder verpatzt hätten.
- Datum 29.04.2009 - 09:33 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Ach ja, währe doch diese Einsicht beeits in Europa angekommen...
Die Fehler der Ideologisch blinden Konservativen/Republikaner/Neoliberalen.
Ach ja, es währe schön zur Abwechslung für einige Jahre endlich mal wieder etwas anders von Politikern hören zu können als .... ja, als die bereits langweiligen und in letzter Konsequenz völlig unbrauchbaren Sprüche der Konservativ-Mtte-Links-Liberalen Wirtschaftsdogmen die diese Spezies von Mensch seit mehr als 1 Generation lautstark vor sich herschieben...
Change würde auch Europa gut tun. Einfach so zur Abwechslung und weil sich vieles als komplett Unsinnig herausgestellt hat was die Parameter zur Gesellschaftsentwicklung anbelangt.
Nicht's gegen Konservative, Nicht's gegen Liberale aber sehr viel gegen Neoliberales Gedankengut welches eigentlich keine anderen Parameter berücksichtigt als Steuersenkungen (für sehr gut Verdiener), Billigstlöhne, Antigewerkschaftlich... naja, man kennt das ja in X tausend Variationen...
Das Neoliberale Gedankengut muss wieder aus den Köpfen der Entscheidungsträger und auch aus den Köpfen der Wähler verschwinden. Dabei ist auch nicht zu vegessen das liberale Politik nicht zu verwechseln ist mit liberaler Oekonomie...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
...vom bösen neoliberalismus.
in europa braucht die einsicht gar nicht erst anzukommen. denn im gegensatz zu den usa sind haben die meisten mitteleuropäischen länder eine sozialdemokratisch ausgeprägte wirtschafts- und sozialordnung.
im gegensatz zu den usa sind bei uns so gut wie alle bürger krankenversichert und die bürger sind von staatlicher seite auch so gut wie gegen jegliche andere risiken voll abgesichert.
Nicht, dass ich unser System grundsätzlich in Frage stellen wollte, aber zu behaupten, unsere Politiker seien ebenso neoliberal wie in den USA ist völliger Schwachsinn.
Wahrscheinlich ist Guido Westerwelle im Endeffekt noch sozialdemokratischer eingestellt als Obama.
...vom bösen neoliberalismus.
in europa braucht die einsicht gar nicht erst anzukommen. denn im gegensatz zu den usa sind haben die meisten mitteleuropäischen länder eine sozialdemokratisch ausgeprägte wirtschafts- und sozialordnung.
im gegensatz zu den usa sind bei uns so gut wie alle bürger krankenversichert und die bürger sind von staatlicher seite auch so gut wie gegen jegliche andere risiken voll abgesichert.
Nicht, dass ich unser System grundsätzlich in Frage stellen wollte, aber zu behaupten, unsere Politiker seien ebenso neoliberal wie in den USA ist völliger Schwachsinn.
Wahrscheinlich ist Guido Westerwelle im Endeffekt noch sozialdemokratischer eingestellt als Obama.
Auch der ÖVP fallen nur die immer alten Lösungen ein - weniger Staat, Steuern (für die Reichen) runter. Nur: Hier läuft das Wahlvolk rechten Hetzern in die Arme. An Dummheit wirds wohl nicht liegen. Viel eher daran, dass - man muss es leider so klar sagen - bei den Sozialdemokraten und Grünen weit und breit kein Obama zu sehen ist. Und so werden wir weiterhin zu Recht dem Spott und Unverständnis der EU ausgeliefert sein und europaweite Lösungen für unsere Probleme verhindern statt selbst innovative Lösungen für Europa zu finden.
(pgr)
""Es geht nicht darum, Banken zu helfen", sagte er. "Es geht darum, Menschen zu helfen. Wenn Kredite wieder verfügbar sind, kann eine junge Familie ein neues Zuhause kaufen. Und dann wird ein Unternehmen Arbeiter anheuern, um es zu bauen. Und dann werden diese Arbeiter Geld zum Ausgeben haben und wenn auch sie einen Kredit aufnehmen können, werden sie vielleicht endlich ein neues Auto kaufen oder ihre eigene Firma aufmachen. Investoren werden an den Markt zurückkehren und die Altersvorsorge der amerikanischen Familien wird wieder sicher sein. Langsam aber sicher werden wir die Zuversicht wiederfinden und unsere Wirtschaft wird sich erholen."
als botschaft an amerikaner mag das ok sein, aber wie ein richtiger richtungswechsel klingt das fuer mich nicht.
@ NoG Sie schreiben
als botschaft an amerikaner mag das ok sein, aber wie ein richtiger richtungswechsel klingt das fuer mich nicht.
Wie sollte ein "richtiger" Richtungswechsel Ihrer Meinung nach aussehen?
@ NoG Sie schreiben
als botschaft an amerikaner mag das ok sein, aber wie ein richtiger richtungswechsel klingt das fuer mich nicht.
Wie sollte ein "richtiger" Richtungswechsel Ihrer Meinung nach aussehen?
... (wobei es mir schwer fällt) gefallen mir die Maßnahmen, die Obama eingeleitet hat sehr gut. Welchen Effekt sie haben werden, muss man schauen, wenn die Zeit dafür da ist. Aber er ist offensichtlich jemand, der eine ganz klare Vorstellung davon hat, was (in seinen Augen) schief läuft bzw. was korrigiert werden muss und ist sich nicht zu fein, diese Themen für alle zur Diskussion zu stellen. Das macht für mich einen Teil der Demokratie aus, das nenne ich Teamgeist, das beschwört eine Gemeinschaft und genau das ist es, was den Zusammenhalt einer Gesellschaft stärkt, da er auch ganz klar sagt, dass sozial besser Gestellte hier einen Auftrag haben und an sie herantritt und eine entsprechende Moral einfordert.
Seine bisher gezeigte Art und Weise des Vorgehens und die Authentizität sind es, die ihm das Vertrauen seiner Landleute einbringen. Ich denke, das macht ihn einmalig und so besonders. Mir ist niemand in der Politik bekannt, der genau dieses Credo versprüht. Weder heute noch jemals zuvor und das auch noch in der heutigen Zeit, wo sich i.d.R. am Motto "Rendite über alles" oder "Wir orientieren uns am Sharholder value" ausgerichtet oder neudeutsch "aligned" wird.
Versuche von europäischen Politikern sich davon eine Scheibe abzuschneiden, sind genauso lächerlich, wie krampfhaft nun in den eigenen Reihen nach einem "Obama" zu suchen. Er ist ein Original! Diesen Stil, diese Ansichten, vielleicht auch ein wenig Glück hat man oder hat man nicht. Von daher kann ich jedem, der ihn ggf. als Vorbild betrachtet nur empfehlen sich selbst treu zu bleiben und seinen eigenen Stil zu finden. Allein schon deswegen, *weil* Europa anders ist.
Was man von ihm aber auf jeden Fall 1:1 übernehmen kann, ist seine Entschiedenheit die Dinge anzugehen und seinen Willen das Land zu führen, wohin auch immer. Fakt ist, er hat einen Plan, von dem offensichtlich auch seine Gegner und Kritiker überzeugt sind, wenn auch vielleicht nicht zu 100%. Aber er erhält die nötige Unterstützung, um seinen Plan (in großen Teilen) umzusetzen. Und eins sollte man nicht vergessen: Er hat dafür den Auftrag erhalten.
Manchmal (ober ziemlich häufig sogar) frage ich mich, was für einen Auftrag denn unsere "Elite" hat, bzw. ob sie sich ihrem Auftrag bewußt sind?
Man stelle sich das mal hier in Deutschland vor............., oder besser nicht...., Auto-Lobby, Pharma-Lobby und Konsorten würden wahrscheinlich anfangen an seinem Stuhl zu sägen, bevor er auch nur einen Ton von sich geben könnte...
Nun ja, auch im "Superwahljahr" stirbt die Hoffnung zuletzt.
@ NoG Sie schreiben
als botschaft an amerikaner mag das ok sein, aber wie ein richtiger richtungswechsel klingt das fuer mich nicht.
Wie sollte ein "richtiger" Richtungswechsel Ihrer Meinung nach aussehen?
"Richtiger" Richtungswechsel: weniger Kredite, keine Konsumschulden! Alte faule Kredite platzen lassen (cave: sehr schmerzhaft)
Derzeit ist der überwiegende Teil der Volkswirtschaft hüben wie drüben von Krediten abhängig (basierend auf fiat money) und nicht auf Kapital aufgebaut.
Was Obama macht und tut, ist ein "weiter so", Kredite in die Wirtschaft, Kredite in Privathand. Sein Reden verdeckt sein Tun, er handelt anders als er redet. Schaut auf seine Taten. Bisher: No change, immer neue Kredite, die faulen alten übernimmt der Bürger, an den neuen ergötzen sich die Günstlinge.
Tim Geithner und Ben Bernanke haben den Karren (neben vielen anderen!!!) aktiv in den Dreck gefahren und tun es weiter: Debitismus statt Kapitalismus. Nicht, wer Kapital ansammelt gewinnt, sondern wer an die staatlich subventionierten fiat-money-Kredite kommt. No change in der Sache, nur die Günstlinge haben gewechselt.
Leider
"Richtiger" Richtungswechsel: weniger Kredite, keine Konsumschulden! Alte faule Kredite platzen lassen (cave: sehr schmerzhaft)
Derzeit ist der überwiegende Teil der Volkswirtschaft hüben wie drüben von Krediten abhängig (basierend auf fiat money) und nicht auf Kapital aufgebaut.
Was Obama macht und tut, ist ein "weiter so", Kredite in die Wirtschaft, Kredite in Privathand. Sein Reden verdeckt sein Tun, er handelt anders als er redet. Schaut auf seine Taten. Bisher: No change, immer neue Kredite, die faulen alten übernimmt der Bürger, an den neuen ergötzen sich die Günstlinge.
Tim Geithner und Ben Bernanke haben den Karren (neben vielen anderen!!!) aktiv in den Dreck gefahren und tun es weiter: Debitismus statt Kapitalismus. Nicht, wer Kapital ansammelt gewinnt, sondern wer an die staatlich subventionierten fiat-money-Kredite kommt. No change in der Sache, nur die Günstlinge haben gewechselt.
Leider
"Zum ersten Mal sprach Amerikas neuer Präsident vorm Kongress, den Obersten Richtern, dem Kabinett, dem diplomatischen Chor und Millionen Zuschauern vor den Bildschirmen draußen im Land."
So steht es im Artikel, und als Schriftsteller - bescheidener gesagt Fachautor - frage ich mich, ob ich wieder mal die Zeichen der ZEIT in puncto neuer Rechtschreibung verpasst habe. Können die in Washington akkreditierten Diplomaten wirklich so gut singen? Und was haben sie dem Präsidenten vorgesungen? "Freude, schöner Götterfunken" so wie ich (freude- und anders trunken) nach der Wahl von Blackbarry? Oder sollte es vielleicht doch besser heissen "vor dem diplomatischen Corps" (nach "Corps Diplomatique" [CD] und "Corps Consulaire" [CC])?
Ich bin ratlos - bitte machen Sie mich (wie so oft) wieder schlauer!
Sonst sing ich Ihnen was...;-)
Sehr geehrter Rilkenatz,
sie haben natürlich recht, wie haben den Fehler inzwischen korrigiert.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter Rilkenatz,
sie haben natürlich recht, wie haben den Fehler inzwischen korrigiert.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
... was ich noch vergessen habe... :)
Dass alle Maßnahmen dieser Welt, auch (oder gerade) in Zeiten einer globalisierten Welt, Zeit benötigen, um zu wirken, kommt mir persönlich bei allen - vor allem in den Medien durchgespielten - Szenarios viel zu kurz!
Viel zu oft hat man als "beteiligter Zuschauer" den Eindruck, so eine Krise kann ja nicht lange dauern, wenn man erlebt wie gerade die Medien über die Krise an sich aber auch über die Maßnahmen zur Bewältigung wie einen Wetterbericht handhaben und nach einer Woche Krise über die Krise stöhnen, wie über eine zu lange Hitzewelle im Sommer.
Das halte ich für alles Andere als seriös oder realistisch!
Und zwar durch seine schiere Existenz. Wir sehen wie er redet und handelt und dann gucken wir ins eigene Heim und hören Frau Merkel, Sakozy, Berlusconi und neiuerdings auch noch dieses intellektuelle Fossil Klaus. Da weiss der Bürger jedenfalls, was hier personell schief läuft.
_________________________________________________
In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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Gemeint ist ja wohl der tschechische Präsident Vaclav Klaus. Da würde ich Ihnen klar widersprechen. Klaus ist im Unterschied zu den abgehobenen Europhorikern, die entweder jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben oder das Lied dessen singen, der sie bezahlt, einer von wenigen Politikern, die das aussprechen, was die Spatzen mittlerweile von den Dächern pfeifen. Seine Rede sollten sich vor allem die einheimischen deutschen Politiker ins Stambuch schreiben.
http://www.klaus.cz/klaus...
dass die Ursachen europäischer Trägheit bei Entscheidungsfindungen nicht nur personell bedingt sind, sondern auch im System liegen. Bereits innerhalb Deutschlands wäre es nicht möglich, dass ein Obama entstünde - nach dem zweiten Weltkrieg wurde über das Grundgesetz verhindert, dass jemals wieder ein neuer "Messias" heranreifen könnte, der in der Lage wäre, das Land schnell zu verändern (aus gutem Grund damals, aber auch mit mit dem Preis der "Verschneckung" vieler politischer Entscheidungsprozesse)
Auf europäischer Ebene kommen dann noch die zahlreichen anderen nationalen Identitäten hinzu, welche sich gegenseitig berücksichtigen müssen und so zusätzlich Entscheidungen verlangsamen. Eine europäische Identität im engeren Sinne hat erst nach dem zweiten Weltkrieg angefangen, zu wachsen. Die USA dagegen werden schon seit 200 Jahren darauf eingeschworen.
Zweifellos hätte Obama es ohne sein Charisma, seine (Wahlkampf-) Rhetorik und sein Durchhaltevermögen (ja, und auch ohne sein Programm) nicht ins Präsidentenamt geschafft. Dass er jedoch im Amt das Land umkrempeln kann, liegt ebenfalls fundamental mit seiner starken Stellung im amerikanischen Präsidialsystem zusammen. So kann er weitgehend unabhängig vom Kongress agieren (anders als im parlamentarischen System). Er könnte, wenn er wollte, sogar in den Krieg ziehen, ohne den Kongress unverzüglich darüber zu informieren.
Gemeint ist ja wohl der tschechische Präsident Vaclav Klaus. Da würde ich Ihnen klar widersprechen. Klaus ist im Unterschied zu den abgehobenen Europhorikern, die entweder jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben oder das Lied dessen singen, der sie bezahlt, einer von wenigen Politikern, die das aussprechen, was die Spatzen mittlerweile von den Dächern pfeifen. Seine Rede sollten sich vor allem die einheimischen deutschen Politiker ins Stambuch schreiben.
http://www.klaus.cz/klaus...
dass die Ursachen europäischer Trägheit bei Entscheidungsfindungen nicht nur personell bedingt sind, sondern auch im System liegen. Bereits innerhalb Deutschlands wäre es nicht möglich, dass ein Obama entstünde - nach dem zweiten Weltkrieg wurde über das Grundgesetz verhindert, dass jemals wieder ein neuer "Messias" heranreifen könnte, der in der Lage wäre, das Land schnell zu verändern (aus gutem Grund damals, aber auch mit mit dem Preis der "Verschneckung" vieler politischer Entscheidungsprozesse)
Auf europäischer Ebene kommen dann noch die zahlreichen anderen nationalen Identitäten hinzu, welche sich gegenseitig berücksichtigen müssen und so zusätzlich Entscheidungen verlangsamen. Eine europäische Identität im engeren Sinne hat erst nach dem zweiten Weltkrieg angefangen, zu wachsen. Die USA dagegen werden schon seit 200 Jahren darauf eingeschworen.
Zweifellos hätte Obama es ohne sein Charisma, seine (Wahlkampf-) Rhetorik und sein Durchhaltevermögen (ja, und auch ohne sein Programm) nicht ins Präsidentenamt geschafft. Dass er jedoch im Amt das Land umkrempeln kann, liegt ebenfalls fundamental mit seiner starken Stellung im amerikanischen Präsidialsystem zusammen. So kann er weitgehend unabhängig vom Kongress agieren (anders als im parlamentarischen System). Er könnte, wenn er wollte, sogar in den Krieg ziehen, ohne den Kongress unverzüglich darüber zu informieren.
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