Autoindustrie Bundesregierung prüft schnelle Hilfe für Opel
Kredit statt Bürgschaft: Laut einem Zeitungsbericht erwägt die Bundesregierung, dem angeschlagenen Autobauer Opel schnell und direkt zu helfen
Eine Hilfe in Form eines Staatskredits sei derzeit neben einer Bürgschaft für Bankkredite im Gespräch, berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise in Berlin. Eine Übernahme von Anteilen, wie sie Politiker von Union und SPD sowie mehrere Bundesländer in Betracht ziehen, finde dagegen in der Bundesregierung keine Zustimmung. Mit einem Kredit könnte der Bund Opel schneller unter die Arme greifen als mit einer Bürgschaft, bei der erst Banken gefunden werden müssten, die das Geld aufbringen.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bekräftigte am Montagabend im Heute Journal die Kriterien für die Vergabe staatlicher Hilfen an Unternehmen: "Ist die wirtschaftliche Situation des Unternehmens auf die Krise zurückzuführen? Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Krise auch anderweitig zu überwinden? Kann das Risiko bei der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen so klein wie möglich gehalten werden?" Außerdem
dürfe es nicht zu ungerechtfertigten Wettbewerbsverzerrungen kommen, sagte Guttenberg. Betroffene Unternehmen müssten zuerst Konzepte vorlegen.
Linksparteichef Oskar Lafontaine lehnte eine direkte Beteiligung des Staates an dem Automobilkonzern ab. Rettung gelinge nicht durch direkte Staatsbeteiligung, "sondern nach Auffassung der Linken nur über ein Modell der direkten Belegschaftsbeteiligung", sagte er der Leipziger Volkszeitung. "Die Bahn und die Telekom haben gezeigt, dass staatliche Beteiligung keine Garantie dafür ist, dass die Interessen der Belegschaft gewahrt werden." Bei Opel wäre es laut Lafontaine "falsch, in dieser Krise in nationalstaatlichen Kategorien zu denken". Für Opel sollte sowohl ein deutscher als auch ein französischer oder italienischer Partner willkommen sein.
Auch der Verband der "Jungen Unternehmer" lehnte Staatshilfen für Opel strikt ab. "Der Staat sollte sich auf jeden Fall heraushalten", sagte der Bundesvorsitzende Dirk Martin der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dem Steuerzahler und künftigen Generationen sei nicht zuzumuten, die Zeche für Unternehmen zu zahlen, die in Schwierigkeiten stecken. "Wenn Opel tatsächlich so viel Zukunftspotenzial hat, wie immer betont wird, dann dürfte es kein Problem sein, das Unternehmen aus dem Verbund mit dem amerikanischen Autokonzern GM herauszulösen und mit Hilfe privater Investoren zu retten."
- Datum 26.02.2009 - 07:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Bei Opel lag es doch schon seit Jahren im Argen. Warum soll also ein unrentables Unternehmen vom Steuerzahler gerettet werden? Finanzspritzen verzögern den Niedergang nur.
Wettbewerbsverzerrung ist nur ein Punkt, warum man das sein lassen sollte.
Heutzutage darf man ja gar nicht mehr auf die Selbstreinigungskräfte des Marktes hinweisen, dann wird man als Kapitalist verunglimpft.
Und ein funktionierendes Konzept, wie jetzt von den Politikern gerfordert, hätte Opel vor Jahren viellecht gerettet, jetzt wird es doch nur erstellt ,um an das Geld zu kommen
Wir leben in einer Privatwirtschaft: Wenn ein Investor ein Risiko eingeht um in der Zukunft einen Gewinn zu erzielen, dann steht dahinter eben auch das Risiko zu scheitern.
Was ist das bitte für eine Perversion der Marktwirtschaft, die der Kapitalismus da gerade vollführt: Systematisch werden von der Regierung Merkel Steuerzahler zu Sklaven von Schadensfällen gemacht, die Leuten ausgelöst haben, die sich nach wie vor von der Sonne eines abgehobenen, arroganten Eliten-tums sonnen.
Wenn der Kapitalinteressen das Recht haben, die (soziale) Marktwirtschaft zu zerstören, indem man einfach nur too big to fail sein muss, um vom Steuerzahler Millionen und Millarden abzupressen, dann muss man sich doch die Frage stellen, mit welchem Recht man noch andere Kriminelle für irgend etwas verurteilen können soll.
Die Art die Menge von KfZ, die eben auch Opel über die letzten Jahre hinweg geplant und produziert hat, braucht kein Mensch mehr und das ist im Grunde auch seit Jahren bekannt. Fatal wird es nun aber, wenn nun die Steuerzahler und nicht die wenigen Fehlentscheider die Zeche zahlen sollen - denn das bewiese, dass nicht Nachfrage und Angebot gelten den Preis und damit die Wirtschaftlichkeit eines Produktes, sondern willkürliche Management-Entscheidungen, für die im Zweifel dann auch noch der Steuerzahler haftet, weil das Unternehmen angeblich zu groß zum kaputt gehen sei.
Ich meine, dass der Staat nun Exempel statuierem muss: Wer in der vrgangenheit ein wirtschaftliches Risiko eingegangen ist, der muss auch dafür einstehen.
Unsere Regierung darf nicht zulassen, dass die assozialen Kapitalismus-Strategien des too big to fail unsere soziale Marktwirtschaft zerstört. An dieser Stelle sehe ich den Kapitalismus bzgl. seiner Zerstörungskraft gleichauf mit dem ehemals real-existierenden Sozialismus.
Die Karten der Wirtschaft werden gerade komplett neu gemischt und eine starke Regierung wäre in der Lage dazu, diesen Vorgang zuzulassen -- eben weil in dem Zusammenbruch auch die Chance für einen Neuanfang steckt. Selbstverständlich springen dabei auch die über die Klinge, die im Augenblick noch reich und mächtig erscheinen. Frau Merkel sollte aber mehr Augenmerk auf den Wandel als das bedienen von Lobby-Interessen legen. Denn Demokratie bedeutet Wandel, und sich gegen den notwendigen Wandel zu stemmen wird weder Unternehmen, noch einer Regierung gelingen. Eine wandlungsunfähige Demokratie wird scheitern müssen, weil sie die Bedürfnisse der Bevölkerung eben nicht mehr befriedigen können wird.
Wenn das End of Life von Opel eben erreicht ist, dann muss das Unternehmen eben verschwinden, Punkt!
F. Mayer
und nicht um Opel. Natürlich sollte Opel - aus volkswirtschaftlicher Sicht - seinem Schicksal überlassen werden - obwohl vermutlich keiner sagen kann, ob Opel (und Saab) bankrott wären, wenn sie nicht zu GM gehörten.
Aber es geht erst in zweiter Linie um das Unternehmen, in erster Linie geht es um die Menschen die dort und in den Zulieferbetrieben arbeiten.
Hätten wir eine normale Konjunktur und die doertigen Arbeitnehmer könnten mehr oder weniger schnell eine andere Arbeitsstelle finden, könnte die Regierung nach Lehrbuch - pleute gehen lassen - handeln. In dieser Situation aber nicht! Und ich behaupte damit nicht, das Retten sei eine gute Lösung - sie ist nur besser als eine andere schlechte.
Zur Zeit wird ja auch viel über Schweden gesprochen, die für Saab ein ähnliches Problem haben: Die lassen pleite gehen und kümmern sich um die Menschen. Offensichtlich haben die aber die notwendige Infrastruktur dafür, z.B. auf/in den Arbeitsämtern.
Damit hatten ja auch die Herren Dr. Schröder und Clement den Mund sehr voll genommen - fördern und fordern - nach meiner Ansicht reichte es aber nicht zu mehr als den Mund voll zu nehmen.
Weder die noch die Folgeregierung hat die Organisation hier verbessert. Und die Mitbestimmung der Arbeitgeber bei der Verwaltung dieser Behörde war wohl auch nicht so doll.
Und nun muss man eben in den sauren Apfel beißen: Retten um der Menschen willen und das beste daraus machen.
Vielleicht sollten die Experten mal drei Wochen oder dreo Monate das Maul halten und dann Ergebnisse präsentieren als täglich mehrmals zu verkünden was man machen sollte und könnte und würde...
M. Flöger
und genau deshalb muss die Bereinigung des Marktes einsetzen.Wenn wir jedes marode Unternehmen retten wollen, ist das ja in Ordnung. Aber das sollte dann nicht auf Kosten unserer Kinder und Enkel gehen, die die Suppe später auslöfeln müssen. (ab 2020 keine Neuverschuldung und jede Menge heute gemachter Schulden abbauen, wie soll das gehen?)
Und viele der Arbeitsplätze, die jetzt gesichert werden sollen, sind Anlerntätigkeiten, die braucht bald in Deutschland kein Mensch mehr. Durch deren Erhalt wird später kein Mehrwert geschaffen, daher kann der Prozess zum Schutz nachfolgender Generationen nicht schnell genug beginnen.
Also sofort schlüssige Konzepte der Politik auf den Tisch, wie die Schulden nicht auf folgende Generationen abgewälzt wird und wir retten alles, was zu retten ist, wäre mein Vorschlag.
Im Jahre 2020 steht ein Generation auf der Bühne, die nichts mit den heute gemachten Schulden zu tun hat und alles auslöffeln soll. Rentner und Pensionäre werden diesere Generation dann sagen, durch den Generationenvertrag hätten sie ein Recht auf die monatlichen Zahlungen und damals (2009) hätte man ja die Bevölkerungsentwicklung nicht ahnen können und die Jugend soll sich nicht so anstellen.
Alles nur noch verlogen und auf Kosten unserer Jugend, die hoffentlich bald aufwacht.
Natürlich sind es die Menschen, die jetzt als Faustpfand genommen werden, da die Töpfe von der virtuellen Bankenwelt schon leer geräumt wurden.
Ich bleibe aber dabei, dass man eine Industrie und ein Unternehmen nicht retten kann, wenn deren/dessen Zeit abgelaufen ist. Vielleicht können die Ingenieure ja auch andere, wichtigere Dinge konstruieren, als Autos. Ich kann mir vieles vorstellen, was man derzeit dringender braucht, als Autos -- insbesondere Autos, die mehr als 3l / 100 km für eine Person verbrauchen.
Nein: Bei Opel ist, genau wie bei allen anderen Herstellern, das Management dem dummen Herdentrieb gefolgt, dass man schnellere, dickere und nur relativ sparsamere Autos gebaut hat. Und entsprechend erwischt Opel durch die Krise von GM nur als erste und im Augenblick noch(!) vermeintlich besonders heftig.
Ich gebe aber zu bedenken, dass wir gerade mal Februar in einem Jahr 2009 haben, dass von schlechten Wirtschaftsmeldungen voll sein wird. Am Ende des Jahres werden einige Unternehmen den Löffel abgegeben haben, andere werden aufgekauft oder tranchiert am Wegesrande liegen. Und immer werden auch Arbeitnehmer betroffen sein, das ist das traurige daran.
Das alles ist Missmanagement aus den vergangenen 10-15 Jahren, in denen die globale Wirtschaft unter der Anleitung der Amerikaner ein Kettenbrief-System nach dem anderen aufgemacht hat. Es gab genug warnende Stimmen, aber offenbar muss man es erst in den Geschichtsbüchern verankern, dass das neoliberale Wirtschaften genau so wenig funktioniert, wie der Sozialismus. Denn genau wie dort setzen sich (vermeintliche) Eliten ab, die die Wahrheit manipulieren um reicher und mächtiger zu werden und nichts in die Gesellschaft zurück fließen zu lassen. Eben diese Egoismen hebeln die Marktwirtschaft aus und lassen der Realität keinen Raum mehr. Was bleibt sind monopolisierte Gerippe von scheinbarer Nachfrage und scheinbarem Angebot.
Die Politik hat mindestens die letzten 5 Jahre Zeit gehabt, hier einen sauberen Ausstieg, ein "soft landing" zu planen, mit dem die Werte gewahrt werden, unter denen wir friedlich zusammen leben. In dem Maße aber, in dem die Politik aber nun das Leben zunehmend überflüssiger Aggregate wie Opel oder anderer herunter gewirtschafteter Betriebe verlängert, um so mehr Werte werden schließlich zerstört werden.
Meiner Meinung nach ist die Situation, in der wir gegenwärtig leben die, in der es in der Vergangenheit dann Kriege gegeben hat. Und der Grund dafür ist recht einfach: Die Schulden und Defizite, die jetzt mit jedem weiteren Tag der Verschleppung aufgetürmt werden, werden von niemandem zurück gezahlt werden wollen. Das heißt aber zwangsläufig, dass ein Schuldiger gefunden werden muss. IMO ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Demagoge aufsteht und den Menschen erklärt, wer Schuld daran hat, dass wir eine Inflation erleben (werden), dass die Menschen womöglich nichts mehr zu Essen haben werden, im Winter nicht heizen können, etc. In Irland waren jetzt 120.000 Menschen auf der Straße, weil Bailouts mit den Renten der Pensionäre bezahlt wurden und das Konsequenzen hat.
Opel stirbt - ob nun mit oder ohne staatliche Hilfe, schlicht, weil man deren Produkte nicht braucht. Jeder Cent, der da rein gesteckt wird ist ein Verrat an unserer Marktwirtschaft und ein Sargnagel für die Demokratie.
F. Mayer
P.S.:
Schäuble und seine Assistentinnen, Zypris und von der Leyen, wissen schon genau, warum sie noch auf die Schnelle einen Überwachungsstaat hoch ziehen wollen: Wenn den Massen auffällt, wie sehr sie, ihre Eltern und ihre Kinder hier ausgebootet wurden, werden und werden sollen, dann gibt es vermutlich eine ganz fürchterlich schlechte Stimmung.
Und eine richtig schlechte Stimmung lässt sich dann vielleicht nur noch mit der Bundeswehr im Inneren und der vollständigen Telekommunikatiosüberwachung "im Griff" behalten. Diese naive Annahme wäre zumindest eine eine plausible Erklärung für die überraschende Begriffsstutzigkeit der besagten Personen in aktuelen Fragen der Freiheit und der Demokratie ..
und genau deshalb muss die Bereinigung des Marktes einsetzen.Wenn wir jedes marode Unternehmen retten wollen, ist das ja in Ordnung. Aber das sollte dann nicht auf Kosten unserer Kinder und Enkel gehen, die die Suppe später auslöfeln müssen. (ab 2020 keine Neuverschuldung und jede Menge heute gemachter Schulden abbauen, wie soll das gehen?)
Und viele der Arbeitsplätze, die jetzt gesichert werden sollen, sind Anlerntätigkeiten, die braucht bald in Deutschland kein Mensch mehr. Durch deren Erhalt wird später kein Mehrwert geschaffen, daher kann der Prozess zum Schutz nachfolgender Generationen nicht schnell genug beginnen.
Also sofort schlüssige Konzepte der Politik auf den Tisch, wie die Schulden nicht auf folgende Generationen abgewälzt wird und wir retten alles, was zu retten ist, wäre mein Vorschlag.
Im Jahre 2020 steht ein Generation auf der Bühne, die nichts mit den heute gemachten Schulden zu tun hat und alles auslöffeln soll. Rentner und Pensionäre werden diesere Generation dann sagen, durch den Generationenvertrag hätten sie ein Recht auf die monatlichen Zahlungen und damals (2009) hätte man ja die Bevölkerungsentwicklung nicht ahnen können und die Jugend soll sich nicht so anstellen.
Alles nur noch verlogen und auf Kosten unserer Jugend, die hoffentlich bald aufwacht.
Natürlich sind es die Menschen, die jetzt als Faustpfand genommen werden, da die Töpfe von der virtuellen Bankenwelt schon leer geräumt wurden.
Ich bleibe aber dabei, dass man eine Industrie und ein Unternehmen nicht retten kann, wenn deren/dessen Zeit abgelaufen ist. Vielleicht können die Ingenieure ja auch andere, wichtigere Dinge konstruieren, als Autos. Ich kann mir vieles vorstellen, was man derzeit dringender braucht, als Autos -- insbesondere Autos, die mehr als 3l / 100 km für eine Person verbrauchen.
Nein: Bei Opel ist, genau wie bei allen anderen Herstellern, das Management dem dummen Herdentrieb gefolgt, dass man schnellere, dickere und nur relativ sparsamere Autos gebaut hat. Und entsprechend erwischt Opel durch die Krise von GM nur als erste und im Augenblick noch(!) vermeintlich besonders heftig.
Ich gebe aber zu bedenken, dass wir gerade mal Februar in einem Jahr 2009 haben, dass von schlechten Wirtschaftsmeldungen voll sein wird. Am Ende des Jahres werden einige Unternehmen den Löffel abgegeben haben, andere werden aufgekauft oder tranchiert am Wegesrande liegen. Und immer werden auch Arbeitnehmer betroffen sein, das ist das traurige daran.
Das alles ist Missmanagement aus den vergangenen 10-15 Jahren, in denen die globale Wirtschaft unter der Anleitung der Amerikaner ein Kettenbrief-System nach dem anderen aufgemacht hat. Es gab genug warnende Stimmen, aber offenbar muss man es erst in den Geschichtsbüchern verankern, dass das neoliberale Wirtschaften genau so wenig funktioniert, wie der Sozialismus. Denn genau wie dort setzen sich (vermeintliche) Eliten ab, die die Wahrheit manipulieren um reicher und mächtiger zu werden und nichts in die Gesellschaft zurück fließen zu lassen. Eben diese Egoismen hebeln die Marktwirtschaft aus und lassen der Realität keinen Raum mehr. Was bleibt sind monopolisierte Gerippe von scheinbarer Nachfrage und scheinbarem Angebot.
Die Politik hat mindestens die letzten 5 Jahre Zeit gehabt, hier einen sauberen Ausstieg, ein "soft landing" zu planen, mit dem die Werte gewahrt werden, unter denen wir friedlich zusammen leben. In dem Maße aber, in dem die Politik aber nun das Leben zunehmend überflüssiger Aggregate wie Opel oder anderer herunter gewirtschafteter Betriebe verlängert, um so mehr Werte werden schließlich zerstört werden.
Meiner Meinung nach ist die Situation, in der wir gegenwärtig leben die, in der es in der Vergangenheit dann Kriege gegeben hat. Und der Grund dafür ist recht einfach: Die Schulden und Defizite, die jetzt mit jedem weiteren Tag der Verschleppung aufgetürmt werden, werden von niemandem zurück gezahlt werden wollen. Das heißt aber zwangsläufig, dass ein Schuldiger gefunden werden muss. IMO ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Demagoge aufsteht und den Menschen erklärt, wer Schuld daran hat, dass wir eine Inflation erleben (werden), dass die Menschen womöglich nichts mehr zu Essen haben werden, im Winter nicht heizen können, etc. In Irland waren jetzt 120.000 Menschen auf der Straße, weil Bailouts mit den Renten der Pensionäre bezahlt wurden und das Konsequenzen hat.
Opel stirbt - ob nun mit oder ohne staatliche Hilfe, schlicht, weil man deren Produkte nicht braucht. Jeder Cent, der da rein gesteckt wird ist ein Verrat an unserer Marktwirtschaft und ein Sargnagel für die Demokratie.
F. Mayer
P.S.:
Schäuble und seine Assistentinnen, Zypris und von der Leyen, wissen schon genau, warum sie noch auf die Schnelle einen Überwachungsstaat hoch ziehen wollen: Wenn den Massen auffällt, wie sehr sie, ihre Eltern und ihre Kinder hier ausgebootet wurden, werden und werden sollen, dann gibt es vermutlich eine ganz fürchterlich schlechte Stimmung.
Und eine richtig schlechte Stimmung lässt sich dann vielleicht nur noch mit der Bundeswehr im Inneren und der vollständigen Telekommunikatiosüberwachung "im Griff" behalten. Diese naive Annahme wäre zumindest eine eine plausible Erklärung für die überraschende Begriffsstutzigkeit der besagten Personen in aktuelen Fragen der Freiheit und der Demokratie ..
und genau deshalb muss die Bereinigung des Marktes einsetzen.Wenn wir jedes marode Unternehmen retten wollen, ist das ja in Ordnung. Aber das sollte dann nicht auf Kosten unserer Kinder und Enkel gehen, die die Suppe später auslöfeln müssen. (ab 2020 keine Neuverschuldung und jede Menge heute gemachter Schulden abbauen, wie soll das gehen?)
Und viele der Arbeitsplätze, die jetzt gesichert werden sollen, sind Anlerntätigkeiten, die braucht bald in Deutschland kein Mensch mehr. Durch deren Erhalt wird später kein Mehrwert geschaffen, daher kann der Prozess zum Schutz nachfolgender Generationen nicht schnell genug beginnen.
Also sofort schlüssige Konzepte der Politik auf den Tisch, wie die Schulden nicht auf folgende Generationen abgewälzt wird und wir retten alles, was zu retten ist, wäre mein Vorschlag.
Im Jahre 2020 steht ein Generation auf der Bühne, die nichts mit den heute gemachten Schulden zu tun hat und alles auslöffeln soll. Rentner und Pensionäre werden diesere Generation dann sagen, durch den Generationenvertrag hätten sie ein Recht auf die monatlichen Zahlungen und damals (2009) hätte man ja die Bevölkerungsentwicklung nicht ahnen können und die Jugend soll sich nicht so anstellen.
Alles nur noch verlogen und auf Kosten unserer Jugend, die hoffentlich bald aufwacht.
Natürlich sind es die Menschen, die jetzt als Faustpfand genommen werden, da die Töpfe von der virtuellen Bankenwelt schon leer geräumt wurden.
Ich bleibe aber dabei, dass man eine Industrie und ein Unternehmen nicht retten kann, wenn deren/dessen Zeit abgelaufen ist. Vielleicht können die Ingenieure ja auch andere, wichtigere Dinge konstruieren, als Autos. Ich kann mir vieles vorstellen, was man derzeit dringender braucht, als Autos -- insbesondere Autos, die mehr als 3l / 100 km für eine Person verbrauchen.
Nein: Bei Opel ist, genau wie bei allen anderen Herstellern, das Management dem dummen Herdentrieb gefolgt, dass man schnellere, dickere und nur relativ sparsamere Autos gebaut hat. Und entsprechend erwischt Opel durch die Krise von GM nur als erste und im Augenblick noch(!) vermeintlich besonders heftig.
Ich gebe aber zu bedenken, dass wir gerade mal Februar in einem Jahr 2009 haben, dass von schlechten Wirtschaftsmeldungen voll sein wird. Am Ende des Jahres werden einige Unternehmen den Löffel abgegeben haben, andere werden aufgekauft oder tranchiert am Wegesrande liegen. Und immer werden auch Arbeitnehmer betroffen sein, das ist das traurige daran.
Das alles ist Missmanagement aus den vergangenen 10-15 Jahren, in denen die globale Wirtschaft unter der Anleitung der Amerikaner ein Kettenbrief-System nach dem anderen aufgemacht hat. Es gab genug warnende Stimmen, aber offenbar muss man es erst in den Geschichtsbüchern verankern, dass das neoliberale Wirtschaften genau so wenig funktioniert, wie der Sozialismus. Denn genau wie dort setzen sich (vermeintliche) Eliten ab, die die Wahrheit manipulieren um reicher und mächtiger zu werden und nichts in die Gesellschaft zurück fließen zu lassen. Eben diese Egoismen hebeln die Marktwirtschaft aus und lassen der Realität keinen Raum mehr. Was bleibt sind monopolisierte Gerippe von scheinbarer Nachfrage und scheinbarem Angebot.
Die Politik hat mindestens die letzten 5 Jahre Zeit gehabt, hier einen sauberen Ausstieg, ein "soft landing" zu planen, mit dem die Werte gewahrt werden, unter denen wir friedlich zusammen leben. In dem Maße aber, in dem die Politik aber nun das Leben zunehmend überflüssiger Aggregate wie Opel oder anderer herunter gewirtschafteter Betriebe verlängert, um so mehr Werte werden schließlich zerstört werden.
Meiner Meinung nach ist die Situation, in der wir gegenwärtig leben die, in der es in der Vergangenheit dann Kriege gegeben hat. Und der Grund dafür ist recht einfach: Die Schulden und Defizite, die jetzt mit jedem weiteren Tag der Verschleppung aufgetürmt werden, werden von niemandem zurück gezahlt werden wollen. Das heißt aber zwangsläufig, dass ein Schuldiger gefunden werden muss. IMO ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Demagoge aufsteht und den Menschen erklärt, wer Schuld daran hat, dass wir eine Inflation erleben (werden), dass die Menschen womöglich nichts mehr zu Essen haben werden, im Winter nicht heizen können, etc. In Irland waren jetzt 120.000 Menschen auf der Straße, weil Bailouts mit den Renten der Pensionäre bezahlt wurden und das Konsequenzen hat.
Opel stirbt - ob nun mit oder ohne staatliche Hilfe, schlicht, weil man deren Produkte nicht braucht. Jeder Cent, der da rein gesteckt wird ist ein Verrat an unserer Marktwirtschaft und ein Sargnagel für die Demokratie.
F. Mayer
P.S.:
Schäuble und seine Assistentinnen, Zypris und von der Leyen, wissen schon genau, warum sie noch auf die Schnelle einen Überwachungsstaat hoch ziehen wollen: Wenn den Massen auffällt, wie sehr sie, ihre Eltern und ihre Kinder hier ausgebootet wurden, werden und werden sollen, dann gibt es vermutlich eine ganz fürchterlich schlechte Stimmung.
Und eine richtig schlechte Stimmung lässt sich dann vielleicht nur noch mit der Bundeswehr im Inneren und der vollständigen Telekommunikatiosüberwachung "im Griff" behalten. Diese naive Annahme wäre zumindest eine eine plausible Erklärung für die überraschende Begriffsstutzigkeit der besagten Personen in aktuelen Fragen der Freiheit und der Demokratie ..
Da reibt sich der aussenstehnde Beobachter die Augen. Da will eine Regierung die vor ein paar Jahren noch Lieberalismus und möglichst freier Wettbewerb in ihr Regierungsprogramm geschrieben hat, plötzlich Geld in eine private Firma einschiessen, die am Markt aus dieversen Gründen nicht bestehen kann.
Klar, Deutschland feiert heuer 20 Jahre Wiedervereinigung bzw. Niedergang der Ostdeutschen Planwirtschaft. Aber ist es trotzdem nötig, die DDR-Trabi-Werke wieder aufleben zu lassen?
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