Opels Zukunft Erst ein Konzept, dann ein Investor
Moderne Technik macht Opel zur "Perle" innerhalb des GM-Konzerns, sagt Autoexperte Stefan Bratzel im Interview. Dennoch könne das Unternehmen ohne Partner nicht bestehen
ZEIT ONLINE: Herr Bratzel, was wird aus Opel? Die CSU fordert, die deutschen Konkurrenten sollten den Autohersteller stützen. Gerüchte kursieren über eine Kooperation mit dem insolventen Schwesterunternehmen Saab. Eine Mehrheit der Deutschen will, dass der Staat Opel beispringt. Welches Szenario halten Sie für das wahrscheinlichste?
Stefan Bratzel: Das ist schwer zu sagen. Es gibt noch zu viele Unklarheiten – vor allem ist sehr unsicher, wie sich die Situation in den USA weiterentwickelt. So langsam verabschiedet sich General-Motors-Chef Rick Wagoner von seiner Idee eines Weltkonzerns. Seine Strategie scheint zu sein, sich auf das Kerngeschäft in Nordamerika und die Wachstumsregionen in Asien zu konzentrieren. Dass er jetzt darüber nachdenkt, auch Opel abzugeben, zeigt, wie bedrohlich die Lage für GM ist.
ZEIT ONLINE: Kann GM überhaupt auf Opel verzichten? Im Rüsselsheimer Hauptwerk werden die Mittelklassefahrzeuge des Konzerns und zukunftsträchtige, umweltfreundliche Motoren entwickelt.
Bratzel: Opel ist die Perle des Konzerns – gerade aus technologischer Perspektive, wenn es um energiesparende Antriebe geht. Deshalb hat mich die Äußerung Wagoners, er denke darüber nach, Opel gehen zu lassen, sehr überrascht.
ZEIT ONLINE: Wenn Opel so wertvoll ist, wird GM die Tochter sicher nicht leichtfertig in die Unabhängigkeit entlassen.
Bratzel: Um eine vollständige Loslösung zu erreichen, wären vermutlich sehr zähe und langwierige Verhandlungen nötig. Man müsste beispielsweise klären, wie viel die Patente oder das Entwicklungszentrum wert sind. Das ist schwierig. Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass GM eine Minderheitenbeteiligung behält.
ZEIT ONLINE: Was sind die Alternativen zur völligen Entflechtung?
Bratzel: Aus einer industriellen Logik heraus wäre die Beteiligung eines asiatischen Herstellers am sinnvollsten. Die chinesischen Automobilproduzenten beispielsweise könnten die Vertriebs- und Servicestrukturen gut gebrauchen, die Opel in Europa besitzt. Auch die Marke und die Technologie wären für sie interessant. Das Problem dabei: Um bei Opel einzusteigen, brauchen sie Geld – aber sie sind in ähnlichen Schwierigkeiten wie die westlichen Hersteller.
ZEIT ONLINE: Könnte Opel alleine überleben?
- Datum 25.02.2009 - 13:00 Uhr
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Die Justiz in Baden Württemberg schützt unsichere Kandidaten der Unternehmerbranche, man könnte auch Unternehmerversager sagen. Sie will absolut ihre Kfz-Branche und die Zulieferer schützen, egal was sie für einen Mist gebaut haben. Egal ob sie Anleihegläubiger und Geldgeber wie bei Schefenacker/Visiocorp plc (steht kurz vor der Pleite und hat Zahlungsschwierigkeiten wie es heißt) nun heißt die Firma Odelo GmbH über den Tisch gezogen haben. Der Investor wurde mit positiven Falschmeldungen über den Tisch gezogen, die BAFIN kann nichts unrechtes daran finden und die Justiz schon überhaupt nicht, das Verschulden sei ja nur gering (200 Millionen ca.). Nun versucht diese Klicke, voran Scheffler/Conti den Staat zu melken, weil sie sich verhoben haben. Dieses Verhalten in Verbindung mit der Politik grenzt ja schon an Brandstiftung der Demokratie in unserem Lande. Diese Bosse brauchen sich nicht wundern wenn wir nun Autos aus Japan oder sonst wo her kaufen.
War da nicht unlängst eine Firma namens Solar-World, die bereit war, Opel zu kaufen?
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