Opel General Motors hält Rüttgers hin

GM hält sich die Entscheidung über die Opel-Werke offen, vorerst ist keine Schließung geplant. Für Ministerpräsident Rüttgers ein Grund zur Hoffnung

Der von General Motors vorgelegte Sanierungsplan sehe "auch Einsparungen und Veränderungen für Europa" vor, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nach seiner Unterredung mit GM-Vorstandschef Rick Wagoner. Die genaue Umsetzung könne aber nur der europäische Ableger des Konzerns erarbeiten.

Die rund 25.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland können zumindest hoffen. General Motors (GM) hat bislang keine Entscheidung getroffen, Opel-Standorte in Deutschland dicht zu machen. Das schließt jedoch nicht aus, dass es entsprechende Pläne oder Szenarien gibt.

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Dass der Rettungsplan für GM auch Veränderungen in Europa vorsieht, hatte Wagoner bereits eingestanden. Wie sich in einem Gespräch mit Rüttgers ebenfalls zeigte, ist der Konzern auch immer offener für eine schrittweise Herauslösung Opels aus dem ums Überleben kämpfenden Mutterkonzern.

Zunächst soll Opel Europe nach dem Willen der GM-Spitze in Detroit in den kommenden Wochen einen Sanierungsplan ausarbeiten. Rüttgers sagte, er habe deutlich machen können, dass Voraussetzung für Staatshilfe der Erhalt der deutschen Werke sei. Außerdem müsse auch künftig sicher sein, dass Opel Deutschland den Zugriff auf Technologien und Markenrechte behalte, die es in Deutschland entwickelt habe. Rüttgers regte an, dass der Bund die Initiative ergreift.

Wagoner habe die Arbeit und den Einsatz der deutschen Opel-Standorte gelobt, sagte der Ministerpräsident. Nordrhein-Westfalens IG-Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard, der an dem Gespräch teilgenommen hatte, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Treffen.

Opel betreibt in Deutschland vier Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach. In den vergangenen Tagen hatte es unter Verweis auf GM-Kreise Berichte und Spekulationen gegeben, das Opel-Werk in Bochum könnte geschlossen und das in Eisenach verkauft werden.

Leser-Kommentare
    • peto1
    • 19.02.2009 um 7:59 Uhr

    So komt es einem vor wen man es als beobachter betrachtet, Ich finde es war Keine Gute Strategie von der Regierung ihr anliegen,-Interresen, gleich preiszugeben, somit ist die Verhandlungbasis kleiner geworden und die Braut(GM ) will sich teuer verkaufen und ziert sich deshalb.

  1. heuet werden sie immer wieder reanimiert, weil es so gut ankommt, wenn Politiker mal wieder 1000de von Arbeitsplätze mit Beträgen "sichern", die in keinerlei Verhältnis zueinander stehen.

    Klar, es sind mal wieder Wahlen und da kann man den Dummvolk zeigen, wie toll man doch in der Welt rumläuft. Ich glaube, was wir momentan an Politikern habe, die alle für vollkommene Idioten halten, hat die Welt so noch nie gesehen.

    Aber was solls, solange der deutsche Michel mit HIV (Hartz IV) nicht untergeht, wird er bei der nächsten Wahl einmal mehr da sein Kreuzchen machen, wo es hingehört. Das waren noch Zeiten, als Völker gegen ihre "Herrsccher" aufstanden, heute liegen alle wohlgenährt vor der Glotze.

    • kkr
    • 19.02.2009 um 9:16 Uhr

    GM wird versuchen, den Deutschen möglichst viel Geld abzuluchsen. In den USA gibt es den Spruch des "stupid german money" der sicherlich die Runde macht. Und Politiker haben sowieso nicht das Ansehen mit Geldgut umgehen zu können.

    Für Opel muss es entweder eine Loslösung von GM mit Verbund zu einer anderen großen Hersteller geben oder die Firma wird kaputtgespielt und das Geld ist verloren.

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    Man sollte sich vor den Engländern in acht nehmen. Die sind sehr gerissen.

    Man sollte sich vor den Engländern in acht nehmen. Die sind sehr gerissen.

  2. ... als Schluß eines Kommentars über die windigen MAchenschaften von Rick Wagoner:

    "Der Sonnenschein-Manager aus Detroit würde bei den ausländischen GM-Liegenschaften gerne noch ein paar Milliarden Euro oder Pfund herausholen, als kleine Überbrückungshilfe. Im Gegenzug wird er versprechen, dass bei Opel, Vauxhall oder Holden bald alles wieder gut wird.

    Wer das glaubt, ist selber schuld."

  3. Man sollte sich vor den Engländern in acht nehmen. Die sind sehr gerissen.

    Antwort auf "Vorsicht Falle"

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