Zwischenfall Russische Marine versenkt chinesischen Frachter
Bei dem Zwischenfall vor der russischen Pazifikküste sind mehrere Seeleute ums Leben gekommen. Nur drei Menschen konnten gerettet werden

© Marcello Paternostro/AFP/Getty Images
Kennt auf See kein Pardon: russische Marine
Wie der russische Grenzschutz bestätigte, feuerte die Marine auf den Frachter, der vor der Küste nahe Wladiwostok unterwegs war. Das Schiff sank. Mindestens acht Seeleute starben, mehrere Besatzungsmitglieder werden noch vermisst. Der genaue Hergang ist noch unklar.
Der Hongkonger Eigentümer des Schiffes, die J-Rui Lucky Shipping Company, schilderte, die Besatzung der unter der Flagge Sierra Leones fahrenden Schiffes habe sich in zwei Rettungsboote gerettet. Die russischen Offiziere hätten zunächst keine Hilfe angeboten, sie an Bord zu holen.
Das Hongkonger Unternehmen räumte ein, dass der Frachter ohne Erlaubnis den Hafen von Nachodka verlassen habe. Es habe einen Streit über die Qualität einer Lieferung Reis aus Thailand gegeben. Der russische Agent habe bei dem Verfahren für das Auslaufen des Schiffes nicht mehr kooperiert.
Die chinesische Zeitung Global Times berichtete aus Moskau, das Marineschiff habe mindestens 500 Schuss auf die New Star abgefeuert und dabei einen Seemann getötet. "Die Grenzschützer feuerten Warnschüsse, um das Schiff zu stoppen, aber der Kapitän ignorierte die Warnsignale", zitierte die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti eine nicht genannte Quelle. "Danach wurden direkte Schüsse abgegeben." Der Schilderung nach sollen sogar 16 Seeleute an Bord gewesen sein – außer Chinesen auch Indonesier.
Die Shipping Company erhob schwere Vorwürfe und sprach von einer "Mordtat". Die russischen Patrouillenboote hätten "stundenlang" auf die New Star geschossen und den Schiffsrumpf ernsthaft beschädigt, so die Schilderung der Reederei auf der Informationswebseite der chinesischen Regierung. Deshalb sei der Frachter wenig später gesunken.
China verlangte Aufklärung. Die Regierung hoffe, dass Russland die Hintergründe des Vorfalls so schnell wie möglich aufdecke und die Suche nach den sieben noch vermissten Seeleuten fortsetze, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, das zuvor nur von einem "Unglück" gsprochen hatte.
- Datum 19.02.2009 - 13:00 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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...gibt es hier: http://www.aktuell.ru/rus....
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Die Beschriftung des Bildes "Kennt auf See kein Pardon: russische Marine" ist interessant. Wie hätten denn, wenn die russische Version denn so stimmt, deutsche oder chinesische Behörden auf so einen Vorfall reagiert?
so gehandelt haette.Aber Russland und China lassen sich nicht durch die auslaendische Presse beeindrucken.
Jede Staatsmacht hätte vermutlich nach einer Beschlagnahme genau so reagiert.
bis in Berlin jemand die Erlaubmis gegeben haette diesen chinesischen Frachter zu beschiessen waere der laengst ausserhalb der Reichweite der deutschen Marine gewesen.
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