UBS Schweizer Bank durchlöchert Bankgeheimnis
Die UBS hat in den USA eine Geldstrafe in dreistelliger Millionenhöhe akzeptiert. Zugleich händigte sie den Ermittlern Kundendaten aus

© Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images
Vergleich akzeptiert, Bankgeheimnis durchlöchert: die UBS
In einem für die Schweiz beispiellosen Schritt erklärte sich UBS bereit, den US-Ermittlungsbehörden persönliche Daten über Kunden zu liefern, damit sie Steuerflüchtlinge ausfindig machen können.
Die Justiz hatte der Bank vorgeworfen, etwa 17.000 reichen Amerikanern systematisch bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Es soll dabei um Guthaben im Wert von etwa 18 Milliarden Dollar gehen. Den USA könnten in diesem Zusammenhang 300 Millionen Dollar Steuern entgangen sein.
Das Justizministerium hatte als Anklagebehörde der UBS vorgeworfen, US-Bürgern durch Scheinkonten bei der Verschleierung ihrer Vermögen und damit bei der Hinterziehung von in den USA fälligen Steuern geholfen zu haben. Spitzenmanager hätten davon gewusst und Bankenmitarbeiter in den USA auf breiter Front an der Praxis "interessierte" Kunden angeworben, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.
Um eine unmittelbar drohende Anklage der Bank in den USA zu vermeiden, einigte man sich auf die Zahlung von 780 Millionen Dollar (622 Millionen Euro) an die US-Justiz. Knapp die Hälfte der in dem Vergleich vereinbarten Summe entfällt auf die Überlassung von Gewinnen aus dem grenzüberschreitenden Geschäft mit den US-Kunden.
UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer sagte, die Bank übernehme die volle Verantwortung für ihr Handeln und verpflichte sich, sämtliche Bedingungen des Vergleichs zu akzeptieren. Künftig will das Institut den von der Justiz beanstandeten Finanzservice Amerikanern nicht mehr anbieten.
Kurz vor Bekanntgabe des Vergleichs durch das Justizministerium hatte die Genfer Zeitung Le Temps bereits berichtet, UBS habe sich im Zuge der US-Ermittlungen zur Herausgabe von 250 Namen aus der Liste der 20.000 Kunden bereiterklärt.
Ein Bundesrichter in Fort Lauderdale (Florida) billigte den geschlossenen Vergleich bereits, wie das Washingtoner Justizministerium mitteilte. Demnach wollen die US-Behörden im Gegenzug zur Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen auf eine Strafverfolgung verzichten.
- Datum 19.02.2009 - 12:35 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa/Reuters
- Kommentare 9
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Da kann man nur empfehlen: Finanzminister, gehe hin und tue desgleichen.
Der volksmund sagt auch: Der Hehler ist gleich dem Stehler, in der aktuellen Finanzkrise dürfen solche Dinge nicht hingenommen werden
Die Schweiz lebt von den Steuergeldern anderer Länder. Warum sollten wir das akzeptieren?
Salus Publica Suprema Lex
Die Schweiz, Liechtenstein, Cayman, Jersey - sämtlich Parasiten. Diese Staaten leben systematisch von der Wertschöpfung anderer Staaten, der Hinterziehung von Entwicklungshilfe und weiteren kriminellen Aktivitäten. Alle zur Offenlegung der Konten zwingen! Warum nicht? Wir Bürger werden ja auch ausgeleuchtet bis in die hintersten Winkel unserer Taschen.
Die UBS ist gerade dabei sich ein wenig umzustrukturieren. Anscheinend ja aus gutem Grund.
Sowohl UBS als auch Credit Suisse hatten sich zum Jahresende von Engagements getrennt: UBS stieg bei der Bank of China aus. Rund 3,4 Milliarden "Limited H-Shares" der zweitgrößten chinesischen Bank verkaufte das Institut an institutionelle Investoren und erzielte nach Angaben eines Sprechers einen Gewinn von einigen Hundert Mio. $, der im vierten Quartal 2008 verbucht wird.
Credit Suisse trennt sich von Teilen ihres Fondsgeschäfts.
Hier noch mehr gefunden:
http://www.sharewise.com/...
Von 18 Milliarden $ sind 300 Millionen $ als Steuergelder entgangen? Was sind das für Dimensionen? Das ist ungefähr 1,7%.
Die Reichen in Deutschland können von einer solchen Besteuerung nur träumen, denn im Vergleich zu dem deutschen Steuersystem ist das lachhaft. Natürlich ist nicht genannt, was von den Betrag die reine Sparsumme ist und welches Erträge auf das genannte Kapital sind. Aber um bei einer solchen Summe nur 300 Millionen $ zu retten, klingt irgendwie absurd und wäre der Mühe nicht wert gewesen.
Fast so absurd wie die Kommentare der "Steuerfans-Fraktion" vor mir.
finden Sie wohl mit dem gleichen Argument der absurden Aufwand-Ertrags-Dimensionen "der Mühe nicht wert"?
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
finden Sie wohl mit dem gleichen Argument der absurden Aufwand-Ertrags-Dimensionen "der Mühe nicht wert"?
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
finden Sie wohl mit dem gleichen Argument der absurden Aufwand-Ertrags-Dimensionen "der Mühe nicht wert"?
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Sie habe mich falsch verstanden. Ich meine es aus der Sicht der Steuerhinterzieher, dass man für keine 2% einen solchen Aufwand getrieben hat, um Steuern zu sparen. Ich finde das absurd.
Alleine die Kapitalertragssteuer in Deutschland, z.B. Gewinne von Aktien werden mit 25% plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert. So würde man fast auf 30% kommen.
Was hat eigentlich der Staat in meiner Altersvorsorge oder in meinem Sparplan zu suchen?
Sie habe mich falsch verstanden. Ich meine es aus der Sicht der Steuerhinterzieher, dass man für keine 2% einen solchen Aufwand getrieben hat, um Steuern zu sparen. Ich finde das absurd.
Alleine die Kapitalertragssteuer in Deutschland, z.B. Gewinne von Aktien werden mit 25% plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert. So würde man fast auf 30% kommen.
Was hat eigentlich der Staat in meiner Altersvorsorge oder in meinem Sparplan zu suchen?
Sie habe mich falsch verstanden. Ich meine es aus der Sicht der Steuerhinterzieher, dass man für keine 2% einen solchen Aufwand getrieben hat, um Steuern zu sparen. Ich finde das absurd.
Alleine die Kapitalertragssteuer in Deutschland, z.B. Gewinne von Aktien werden mit 25% plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert. So würde man fast auf 30% kommen.
Was hat eigentlich der Staat in meiner Altersvorsorge oder in meinem Sparplan zu suchen?
sollten kapitalerträge nicht besteuert werden? vllt sollten überhaupt alle einkunftsarten nicht besteuert werden, sondern nur der konsum? aber dieser mehrwertsatz würde zum grundeinkommen führen. ich weiß es nicht.
sollten kapitalerträge nicht besteuert werden? vllt sollten überhaupt alle einkunftsarten nicht besteuert werden, sondern nur der konsum? aber dieser mehrwertsatz würde zum grundeinkommen führen. ich weiß es nicht.
sollten kapitalerträge nicht besteuert werden? vllt sollten überhaupt alle einkunftsarten nicht besteuert werden, sondern nur der konsum? aber dieser mehrwertsatz würde zum grundeinkommen führen. ich weiß es nicht.
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