Gaza-Streifen USA kündigen 900 Millionen Dollar Hilfe an

Kehrtwende in der amerikanischen Palästinenser-Politik: Anders als Vorgänger Bush will Präsident Obama Geld für den Gaza-Streifen bereitstellen

Drei Wochen dauerte der israelische Raketenbeschuss des Gaza-Streifens und hinterließ zerstörte Städte, Dörfer und Infrastruktur, die nun auch mit Hilfe der USA wiederaufgebaut werden sollen. 900 Millionen Dollar will die Regierung von Präsident Barack Obama zahlen und damit auch die vom Westen unterstützte Palästinenserbehörde von Präsident Mahmud Abbas stärken. Sie soll nach dem Willen der USA eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau des Gaza-Streifens spielen, um dort ihren Einfluss zu vergrößern.

Die Finanzhilfen sollen offiziell bei einer internationalen Geberkonferenz am 2. März im ägyptischen Scharm-el-Scheich zugesagt werden, hieß es aus Regierungskreisen. An dem Treffen soll auch Außenministerin Hillary Clinton teilnehmen, verlautete aus dem State Departement.

Die Gelder, für die der Kongress noch seine Zustimmung geben muss, sollen dabei nicht über die radikal-islamische Hamas verteilt werden, die im Gaza-Streifen das Sagen hat, sondern via Vereinte Nationen und andere Organisationen. "Dieses Geld ist für den Gaza-Streifen und dient der Stärkung der Palästinenserbehörde. Es ist nicht für die Hamas bestimmt", hieß es in Washington.

Israel hatte am 27. Dezember eine umfangreiche Militäraktion gegen die Hamas begonnen, um den Raketenbeschuss Südisraels durch militante Palästinenser aus dem Gaza-Streifen zu stoppen. Die dreiwöchigen Angriffe, bei denen rund 1400 Palästinenser starben, hatten massive Zerstörungen hinterlassen. Die Schäden durch die Offensive werden auf fast zwei Milliarden Dollar geschätzt.

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist einen Riese fehler die hamas und damit die Palästinenser Geld oder Hilfe zu geben.Wo sind die Arabischer Bruder?wieso liefern sie nur Waffen.Mit Geld aus der west leben sie weiter auf unsere kosten die brauchen nicht zu arbeiten sie erzeugen weiter Kinder und ganze tage verbringen sie um weitere terroristischer Akte gegen ISRAEL und der frewelt zu planen.

    • gw-hh
    • 24.02.2009 um 16:43 Uhr

    @mitläufer1it:
    Sie scheinen nicht recht auf dem Laufenden zu sein und konsumieren zuviel Propaganda!

    Gerade Gaza gehört zu den Siedlungsgebieten, die eine hohe Dichte an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen aufwiesen - bis diese im jüngsten Bombardement durch Israel zerstört wurden.
    Bildung genießt dort einen sehr hohen Stellenwert: auch Sie könnten mit einer solchen Prioritätensetzung sicher Ihrer Rechtschreibung auf die Sprünge helfen.

    Sicher: Hamas ist ein Problem: dafür wurde die Hamas ja auch durch Israel über lange Jahre gefördert, damit man dort nun behaupten kann "wir haben keinen Partner für den Frieden".
    Die Fatah ist in der Korruption versunken und ihre Anhänger geniessen bei den Palästinensern den Status von Kollaborateuren, wie im besetzten Frankreich das Vichy-Regime.

    Israel verhindert bisher den Wideraufbau in Gaza: kein Sack Zement wird dorthin durchgelassen.
    Hier können Sie sich ansehen, wie es dort ausschaut: http://www.flickr.com/pho...
    Vor dem jüngsten Krieg wurden auch Lebensmittel kaum nach Gaza durchgelassen: von November bis zum Kriegsbeginn insgesamt knapp 150 LKW für 1,5 Millionen Menschen.
    Dagegen wehrte man sich mit den Katjuscha's: gegen die Belagerung Gaza's, gegen die Aushungerung durch Israel.

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