Parteien Vorbild AmerikaSeite 2/2
Der Wille, sich politisch zu engagieren, ist in Europa weiterhin vorhanden, wie der Erfolg zahlreicher NGOs und anderer Initiativen zeigt. Politische Parteien werden jedoch immer weniger als geeignete Vehikel dafür wahrgenommen. Um sich die Bereitschaft zum politischen Engagement wieder zunutze zu machen, müssten die Parteien daher ihre Organisationsformen überdenken und zu größeren Veränderungen bereit sein. Die bisherigen Versuche, soziale Bewegungen in Parteiapparate zu integrieren, sind kläglich gescheitert. Ein neuer, ernst gemeinter Ansatz ist notwendig.
Im Bereich der politischen Inhalte hat die desaströse Wirtschaftskrise auch in Europa die Möglichkeit eröffnet, durch gegenwartsnahe Ideen neue gesellschaftliche Allianzen zu schmieden. Der mit den Banken kollabierten Doktrin der freien Märkte ist bisher noch kein alternatives Wirtschafts- und Gesellschaftsprogramm gefolgt. Dieses ideologische Vakuum und sich verändernde Wertvorstellungen in den europäischen Bevölkerungen bieten aber eine große Chance, alte Demarkationslinien aufzubrechen. Diese Chance gilt es zu nutzen.
Setzt sich der beschriebene Trend in Europa durch, ist auch mit einer weiteren Personalisierung der Politik zu rechnen. Ein europäischer Barack Obama ist zwar nicht in Sicht. Aber schaffen es die Parteien auf dem alten Kontinent nicht, die Verbindung von Politik und Gesellschaft durch eine neue, an geeigneten Personen geknüpfte neue politische Teilhabe-Kultur zu revitalisieren, scheint ihr weiterer Verfall gewiss.
Die europäische Parteien stehen also vor der Wahl, sich entweder tief greifenden Veränderungen zu unterziehen. Oder sie laufen Gefahr, als gesellschaftliche Kräfte in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.
- Datum 07.07.2009 - 14:56 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
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nicht langsam aber sicher, seiner Millionen teuren Wahlkampfverpackung ledig, als der gleiche Kaiser ohne Kleider dasteht wie seine europäischen, deutschen Kollegen?
Die Bevölkerung lässt sich immer mal wieder kurzfristig hinters Licht führen durch mediale Propagandafeldzüge, aber sind Hillary Clinton, Robert Gates, Timothy Geithner nicht hinreichend Beweis genug, dass es KEINEN Change gibt? Das "menschliche" Guantanamo rundet das Bild nur ab.
Auch bei uns wird an der Wahlbeteiligung von Mal zu Mal deutlicher, dass die Bürger sich von ihren angeblichen "Volksvertretern" keineswegs mehr repräsentiert sehen.
Interessanter Beitrag - vielen Dank ... ABER, mit Blick auf Deutschland ist zu sagen: Deutschland hat keinen einzigen Politiker mit "Obama-Faktor". Der deutsche Wähler ist auch nicht gerade für sein überbordendes Temperament bekannt. Er kapiert auch nicht, dass er was verändern kann, weil der Staat "die Summe aller Bürger ist" und nicht "die da oben".
Jahrelang haben die Parteien arrogant an ihren Wählern vorbei "gearbeitet". Siehe CSU. Und nach der desaströsen Wahl kam der Katzenjammer. Lerneffekt in Bayern? Fehlanzeige. Der Generationenwechsel ist bei näherem Hinsehen nur eine Verjüngungskur, die an die Geburtsdaten im Pass gekoppelt ist. Die Maschinerie bleibt unverändert.
Ich finde unsere Politiker mittlerweile allesamt und ausnamslos furchtbar und fordere deshalb die Abwrackprämie für lustlose Abgeordnete, Minister usw. Ich war sogar so naiv zu glauben, dass ich was ändern kann. Deshalb habe ich mit drei Parteien schriftlich Kontakt aufgenommen, weil ich zu Veranstaltungen eingeladen werden wollte. Motto: Machen statt meckern. Raten Sie mal, was passsiert ist: Eine große Partei - die mit dem C im Namen - hat gar nicht reagiert. Die anderen zwei haben mich frech um Spenden gebeten. Der Bürger als zahlender Depp, wie immer!
Was ändern beispielsweise Internet-Kampagnen à la Obama bei der SPD? Ich glaube nicht, dass die Menschen das Ende einer großen Volkspartei auch noch in Filmchen bei YouTube & Co. sehen wollen. Wo keine Substanz mehr vorhanden ist, da nützen auch moderne Techniken nichts mehr. Die Parteien schielen nur noch nach Umfragen und machen Koalitionsspielchen. Bei diesem Machtpoker bleibt der Bürger auf der Strecke. Woher soll das "neue Gemeinschaftsgefühl", das zu Recht gefordert wird, kommen? Da fällt mir nur ein bitterer Satz ein: "Hey, gemeinsam sind wir bald Pleite!" Ob das allerdings ein guter Anfang ist, wage ich zu bezweifeln ...
Die Politik kan nicht Personbalisiert werden da sonst die Harmonie flöten geht, das was in USA war, war nur eine aus zwängen und Notlage der Befangenheit der Psyche und der Druck sich zu befreien und den Not knopf zu drücken, es gib sogar eine bezeichnung dafür "Massen hysterie"man wolte veränderung um jeden preis, haubtsache busch weg...., die Sachlage ist in Deutschland ganz anders, dabei spielen viele kriterien eine rolle wie Mentalität und anders denken, in Deutschland würden die Volks Parteien mehr überzeugen durch Volksnähe und Einbeziehen des Volkes in die Politichen Richtlinien, Es heist doch immer "Im Namen des Volkes"
.... eine politische Kultur der Gemeinschaft und des Dazugehörens ...
In welche Gemeinschaft und welches Dazugehören? Es gibt zur Zeit keine nachvollziehbaren Programme und ernstzunehmende Politiker, die sie glaubhaft vertreten. Worin unterscheiden sich denn die jetzigen Volksparteien?
Die Menschen in den USA und Europa haben eine andere Mentalität und Kultur. Das lässt sich nicht vergleichen.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
denkt wohl die Fixierung auf Personen und Führungspersönlichkeiten auf Kosten der echten Inhalte und die Beibehaltung alter Strukturen mit zwei "Volks"-parteien sei erstrebenswert.
Meiner Meinung nach ist genau dies der falsche Weg. Ich wünsche mir einen Wahlkampf in dem es um Inhalte geht und nicht um Personen, ausserdem sollte man schnellstmöglich einen Weg finden auch mit mehreren kleinen Parteien eine vernünftige Regierungsbildung zu ermöglichen.
charismatische "Führungspersönlichkeiten" hin oder her, ein Wahlkampf sollte auf Basis von Programmen, Zielen, Ideologien geführt werden und nicht auf der Frage, ob der Kanditat eine vorbildliche, lückenlose Vita aufweisen kann, er nicht geschieden ist und seine Kinder ehelich sind. Die Einbindung des Volkes in Entscheidungsprozesse ist ein zweischneidiges Schwert. Plebiszite, die in unserer Verfassung ja auch nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden können, haben den Nachteil komplizierte Sachverhalte auf den kleinsten Nenner herunterzubrechen, so dass das Volk mit "dafür" oder "dagegen" abstimmen kann. Eine solche Entscheidungsfindung bei komplexen Themen wie z.B. Ausländer-, Sozial- oder Verteidigungspolitik halte ich für in der Form unverantwortlich. Sicherlich wäre es möglich, das Volk mehr in die laufende Politik einzubeziehen, indem man sich seitens der Parteien Foren im Internet stellt, Meinungen einholt, sich Überblicke verschafft, mit den Menschen diskutiert. Volksvertretung kann nur stattfinden, wenn es Kommunikation zwischen Parteien und Volk gibt und wenn Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich einzubringen. Der dafür nötige Solidargedanke ist aber nicht nur dem Volk abhanden gekommen, sondern auch den Volksvertretern, die zunehmend mit sich selbst beschäftigt sind und über ihre meist lückenlose Partei- und Politikkarriere kaum Bezug zum Volk aufbauen können. Fakt ist, dass wir mit der parlamentarischen Demokratie verdammt gut fahren und aus den Augen verlieren, dass es nahezu kein System gibt, das besser funktioniert. Entscheidungsprozesse brauchen in diesem System naturgegeben Zeit, sind dann durch erzwungene Kompromisse aber meistens relativ sozial ausgewogen und niemanden diskriminierend. Wir haben es uns in dem Frieden und Wohlstand dieses Lande verdammt gemütlich gemacht und sollten tunlichst nicht an dem Ast sägen, auf dem wir so bequem sitzen. Man mag unzufrieden sein mit den heutigen Parteien - nicht wählen zu gehen, hieße jedoch, unsere Staatsform an sich zu boykottisieren und fordert eigentlich vom Nichtwähler, eine adäquate Alternative zu benennen.
charismatische "Führungspersönlichkeiten" hin oder her, ein Wahlkampf sollte auf Basis von Programmen, Zielen, Ideologien geführt werden und nicht auf der Frage, ob der Kanditat eine vorbildliche, lückenlose Vita aufweisen kann, er nicht geschieden ist und seine Kinder ehelich sind. Die Einbindung des Volkes in Entscheidungsprozesse ist ein zweischneidiges Schwert. Plebiszite, die in unserer Verfassung ja auch nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden können, haben den Nachteil komplizierte Sachverhalte auf den kleinsten Nenner herunterzubrechen, so dass das Volk mit "dafür" oder "dagegen" abstimmen kann. Eine solche Entscheidungsfindung bei komplexen Themen wie z.B. Ausländer-, Sozial- oder Verteidigungspolitik halte ich für in der Form unverantwortlich. Sicherlich wäre es möglich, das Volk mehr in die laufende Politik einzubeziehen, indem man sich seitens der Parteien Foren im Internet stellt, Meinungen einholt, sich Überblicke verschafft, mit den Menschen diskutiert. Volksvertretung kann nur stattfinden, wenn es Kommunikation zwischen Parteien und Volk gibt und wenn Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich einzubringen. Der dafür nötige Solidargedanke ist aber nicht nur dem Volk abhanden gekommen, sondern auch den Volksvertretern, die zunehmend mit sich selbst beschäftigt sind und über ihre meist lückenlose Partei- und Politikkarriere kaum Bezug zum Volk aufbauen können. Fakt ist, dass wir mit der parlamentarischen Demokratie verdammt gut fahren und aus den Augen verlieren, dass es nahezu kein System gibt, das besser funktioniert. Entscheidungsprozesse brauchen in diesem System naturgegeben Zeit, sind dann durch erzwungene Kompromisse aber meistens relativ sozial ausgewogen und niemanden diskriminierend. Wir haben es uns in dem Frieden und Wohlstand dieses Lande verdammt gemütlich gemacht und sollten tunlichst nicht an dem Ast sägen, auf dem wir so bequem sitzen. Man mag unzufrieden sein mit den heutigen Parteien - nicht wählen zu gehen, hieße jedoch, unsere Staatsform an sich zu boykottisieren und fordert eigentlich vom Nichtwähler, eine adäquate Alternative zu benennen.
charismatische "Führungspersönlichkeiten" hin oder her, ein Wahlkampf sollte auf Basis von Programmen, Zielen, Ideologien geführt werden und nicht auf der Frage, ob der Kanditat eine vorbildliche, lückenlose Vita aufweisen kann, er nicht geschieden ist und seine Kinder ehelich sind. Die Einbindung des Volkes in Entscheidungsprozesse ist ein zweischneidiges Schwert. Plebiszite, die in unserer Verfassung ja auch nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden können, haben den Nachteil komplizierte Sachverhalte auf den kleinsten Nenner herunterzubrechen, so dass das Volk mit "dafür" oder "dagegen" abstimmen kann. Eine solche Entscheidungsfindung bei komplexen Themen wie z.B. Ausländer-, Sozial- oder Verteidigungspolitik halte ich für in der Form unverantwortlich. Sicherlich wäre es möglich, das Volk mehr in die laufende Politik einzubeziehen, indem man sich seitens der Parteien Foren im Internet stellt, Meinungen einholt, sich Überblicke verschafft, mit den Menschen diskutiert. Volksvertretung kann nur stattfinden, wenn es Kommunikation zwischen Parteien und Volk gibt und wenn Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich einzubringen. Der dafür nötige Solidargedanke ist aber nicht nur dem Volk abhanden gekommen, sondern auch den Volksvertretern, die zunehmend mit sich selbst beschäftigt sind und über ihre meist lückenlose Partei- und Politikkarriere kaum Bezug zum Volk aufbauen können. Fakt ist, dass wir mit der parlamentarischen Demokratie verdammt gut fahren und aus den Augen verlieren, dass es nahezu kein System gibt, das besser funktioniert. Entscheidungsprozesse brauchen in diesem System naturgegeben Zeit, sind dann durch erzwungene Kompromisse aber meistens relativ sozial ausgewogen und niemanden diskriminierend. Wir haben es uns in dem Frieden und Wohlstand dieses Lande verdammt gemütlich gemacht und sollten tunlichst nicht an dem Ast sägen, auf dem wir so bequem sitzen. Man mag unzufrieden sein mit den heutigen Parteien - nicht wählen zu gehen, hieße jedoch, unsere Staatsform an sich zu boykottisieren und fordert eigentlich vom Nichtwähler, eine adäquate Alternative zu benennen.
vielleicht ist, zumindest in bezug auf deutschland, den meisten die nsdap als "volkspartei" und ihre programme noch zu gut im gedächtnis. auch dieser artikel könnte sich genauso gut auf diese partei und ihr vorgehen beziehen.
Selbst wenn wir einen Obama-Faktor hätten, darf man nicht vergessen,d ass die Deutschen vermutlich völlig anders reagieren. Das liegt ihnen im Blut und ist keineswegs nur schlecht, auch wenn man uns nicht selten als Miesepetrig hier und da ansehen mag.
Die personenbezogene Begeisterung wird bei uns nicht die gleichen Chancen haben wie in Amerika. Ich denke, dass die Menschen hier kritischer hinschauen und sich nicht durch Versprechungen ins Bockshorn jagen lassen.
Verschärfend kommt hinzu, dass wir uns jetzt in einer besonders kritischen Lage befinden, wo das genaue Hinhören nochmals ein ganz anderes ist als in prosperierenden Zeiten.
Allein schon der letzte latent ein klitzekleinwenig "amerikanisierte" Merkel-Wahlkampf mit "Angie, Angie" fand ich - unabhängig mal von Person und Partei - dermaßen daneben und nachgeäfft, dass es nur noch peinlich war und ist.
Künstlich erzeugte Emotionen mit Einpeitschern und taktisch geplantes Entertainment? So will ich meinen politischen Bürgerwillen weder verstanden noch manipuliert haben.
Meine Begeisterungsfähigkeit muss sich am Authentischen orientieren. Das ist im Politischen ebenso wichtig wie im Privaten. Eine "amerikanisierte" Supershow von allen Parteien wäre für mich schon fast eine politische Bankrotterklärung.
Aber ich halte es durchaus für möglich, dass andere Menschen geil auf solchen dämlichen Politzirkus - egal welcher Partei - sein könnten und ich mich mal wieder in der Minderheit befinde....
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