Kunst-Auktion China klagt gegen Jahrhundert-Auktion von Yves Saint Laurent-Sammlung

Pekings Regierung fordert zwei Skulpturen zurück, die Beutekunst sind und nun in Paris versteigert werden sollen

Wohl noch nie wurde eine Auktion in Paris so in Szene gesetzt: Christie's hat für 300.000 Euro das riesige Pariser Grand Palais gemietet und es für eine Million Euro ausgestaltet. Dort versteigert das Auktionshaus von kommenden Montag an die Sammlung des im vergangenen Jahr gestorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent. Es ist eine eklektische Kunstsammlung mit rund 700 Werken und Objekten aus Afrika, Asien, Amerika und Europa. Ihr Verkauf wird von manchen als „Jahrhundertauktion“ bezeichnet. Die Veranstalter rechnen mit 300 Millionen Euro Erlös.

Doch nun hat eine Gruppe chinesischer Anwälte in Paris Klage gegen die geplante Auktion erhoben. Die chinesische Regierung verlangt zwei Bronzeskulpturen zurück. Es sind der Kopf eines Hasen und einer Ratte und sollen während des Zweiten Opiumkriegs 1860 von Frankreich und England gestohlen worden seien, als sie den Sommerpalast in Peking plünderten. Die beiden Tierköpfe stammen aus der Zeit um 1743 und wurden von dem Kaiser Qianlong in Auftrag gegeben. Christie's hingegen besteht darauf, dass die Herkunft aller Objekte klar und eindeutig sei.

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«Wir wollen, dass die Auktion am Mittwoch gestoppt wird», sagte einer der Anwälte. An diesem Tag sollen die beiden Figuren, die jeweils acht bis zehn Millionen Euro einbringen könnten, eigentlich unter den Hammer kommen. Als Kläger tritt nach seinen Angaben die Hongkonger Aisin Gioro Vereinigung auf, die nach dem Familienclan der Mandschu-Kaiser der Qing-Dynastie benannt ist.

 
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