Wahltermin Afghanistan beugt sich den Kritikern

Die afghanische Wahlkommission hat die Präsidentschaftswahl auf den ursprünglichen Termin festgelegt. International hatte es Kritik an Karsais Eile gegeben

Die Präsidentschaftswahl in Afghanistan wird nach Angaben der Unabhängigen Wahlkommission vom Mittwoch nun doch nicht vorgezogen, sondern wie ursprünglich geplant am 20. August abgehalten. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hatte am Samstag per Dekret eine Vorverlegung der Abstimmung auf April angeordnet, um das in der Verfassung vorgesehene Wahldatum einzuhalten.

Es waren allerdings Zweifel laut geworden, ob der April-Termin organisatorisch und auch sicherheitstechnisch machbar wäre. Vor allem die US-Regierung hatte starke Bedenken an dem frühen Termin angemeldet.

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Die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Entsendung weiterer 17.000 Soldaten nach Afghanistan war auf den August-Wahltermin abgestimmt. Auch Deutschland und andere Nato-Staaten wollten erst im Sommer zusätzliche Soldaten zur Absicherung der Wahlen entsenden.

Die afghanische Opposition hatte zudem die mangelnde Vorbereitungszeit für Karsais Herausforderer kritisiert, sollte die Wahl bereits im April stattfinden.

Die Vereinten Nationen begrüßten den Beschluss der Wahlkommission, die Abstimmung nun doch im August abzuhalten. Damit gebe es ausreichend Zeit für die Vorbereitungen durch die Wahlkommission, zur Absicherung durch die internationalen Truppen und für den Wahlkampf der Kandidaten.

 
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