Gesundheit Schon in Maßen erhöht Alkohol das Krebsrisiko

Eine wegweisende Studie mit 1,2 Millionen Frauen zeigt, dass allein ein Glas Alkohol am Tag reicht, um das statistische Krebsrisiko von Frauen nachweisbar zu erhöhen

Es ist eine Nachricht, die in die Katerstimmung nach den Karnevalstagen passt. Schon ein Glas Alkohol am Tag – seien es Bier, Wein oder Schnaps – erhöht statistisch nachweisbar das Krebsrisiko von Frauen. Und jedes weitere Glas lässt es weiter steigen. Das ergab eine britische Studie, an der 1,2 Millionen Frauen in mittlerem Lebensalter sieben Jahre lang teilnahmen und deren Ergebnisse nun im Fachblatt Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurden.

Zahlenmäßig mit Abstand am bedeutsamsten ist das erhöhte Brustkrebsrisiko. Die Wissenschaftler schätzen, dass unter 1000 Frauen, die ein Glas Alkohol am Tag trinken, bis zum 75. Lebensjahr elf zusätzliche Fälle von Brustkrebs auftreten. Es ist allerdings bereits länger bekannt, dass Alkohol die Häufigkeit von Brustkrebs erhöht.

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Doch die Studie geht darüber hinaus. Wie die Wissenschaftler herausfanden, ist auch das Risiko für Krebs im Bereich von Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Kehlkopf, Leber und Mastdarm erhöht. Diese Tumoren führen zusammen zu vier zusätzlichen Krebsfällen auf 1000 Frauen bis zum 75. Lebensjahr. Insgesamt ist der Alkohol bei diesen Krebsformen (Brust, oberer Verdauungstrakt, Mastdarm, Leber) in etwa 13 Prozent die Ursache, schätzen die Forscher – in Großbritannien sind das 7000 Fälle im Jahr.

Überraschend ist, dass bestimmte Tumoren bei Frauen, die Alkohol trinken, statistisch gesehen auch seltener auftreten. Das betrifft Krebs der Schilddrüse (Risiko um 25 Prozent gesenkt, bezogen auf ein Glas am Tag), eine Form von Lymphknotenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom, minus 13 Prozent) und Nierenkrebs (minus zwölf Prozent). Eine Erklärung haben die Forscher nicht. Allerdings zeigt das Ergebnis, das die negative Krebs-Gesamtbilanz nicht ausgleichen kann, wie kompliziert und wenig verstanden die Alkoholwirkungen sind.

Für ein Glas oder "Drink" veranschlagten die Wissenschaftler zehn Gramm Alkohol. Das entspricht etwa dem Alkoholgehalt einer kleinen Flasche Bier oder eines Glas Weins. Für das Risiko spielte es keine Rolle, ob Bier, Wein oder Schnaps getrunken wurde. Raucherinnen, die auch Alkohol tranken, erhöhten damit zusätzlich ihr ohnehin erhöhtes Risiko, an Mundhöhlen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Leser-Kommentare
  1. wenn man beim Trinken einen Kaugummi im Mund hat, dann ist das Risiko um 2.56 niedriger. Das gilt jedoch nicht wenn die Sonne scheint! Dann steigt auch das Risiko von einem Auto überfahren zu werden deutlich (um 7.6 um genau zu sein).

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    Wurde eigentlich schon mal der Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Milchkonsum untersucht? Ich bin überzeugt, dass der hochsignifikant ist! Bekannt ist ja außerdem, dass Milch die gefährlichste Einstiegsdroge ist, da nahezu alle Konsumenten harter Drogen in Ihrem Leben vorher schon größere Mengen Milch konsumiert haben.
    Noch schlimmer ist nur noch Trinkwasser!!!
    Es lebe die Statistik!

    Wurde eigentlich schon mal der Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Milchkonsum untersucht? Ich bin überzeugt, dass der hochsignifikant ist! Bekannt ist ja außerdem, dass Milch die gefährlichste Einstiegsdroge ist, da nahezu alle Konsumenten harter Drogen in Ihrem Leben vorher schon größere Mengen Milch konsumiert haben.
    Noch schlimmer ist nur noch Trinkwasser!!!
    Es lebe die Statistik!

  2. Wurde eigentlich schon mal der Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Milchkonsum untersucht? Ich bin überzeugt, dass der hochsignifikant ist! Bekannt ist ja außerdem, dass Milch die gefährlichste Einstiegsdroge ist, da nahezu alle Konsumenten harter Drogen in Ihrem Leben vorher schon größere Mengen Milch konsumiert haben.
    Noch schlimmer ist nur noch Trinkwasser!!!
    Es lebe die Statistik!

    Antwort auf "allerdings"
  3. Wurde in der Studie denn auch festgehalten, ob die Frauen ihre Gläser in der Spülmaschine oder von Hand spülen? Könnte ja sein, dass der Alkohol Spülmittelrückstände löst, die krebserregend sind? Bei Männern ist das Risiko geringer, denn die trinken aus der Flasche :-)

    Und überhaupt: wie kann man sicher sein, dass die Studienteilnehmerinnen über ihren Konsum die Wahrheit gesagt haben? Wenn ich eine Studie über den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Nasenpopeln und Arbeitslosigkeit mache, bekomme ich wahrscheinlich raus: Je mehr Nasenpopel, desto höher das Risiko, den Job zu verlieren. Das ist nicht zwingend durch Nasepopeln am Arbeitsplatz verursacht... wer in der Studie die Wahrheit sagt, sagt auch am Arbeitsplatz die Wahrheit. Je mehr Wahrheit am Arbeitsplatz, desto schneller fliegt man...

    Eine Studie hat meist das Ergebnis, für das sie bezahlt wird.

  4. Neben der unbestrittenen Schädigung der Gesundheit wird bei dem oft belustigenden Auftreten Betrunkener übersehen, dass Alkohol den Menschen reduziert auf eine albernde Gestalt, der in ihrer berauschten Seeligkeit nichts zu blamabel ist, der die Motive und Warnungen auch nahe stehender Menschen gleichgültig geworden sind. Alkohol lässt uns gleichgültig werden gegenüber den großen Werten unseres Lebens. Alkohol lässt unseren Schmerz, unsere Sehnsucht und unser Fühlen hinter dem dämpfenden Schleier der Harmlosigkeit verschwinden. Alkohol lässt uns auf der Suche nach den edlen Werten unserer Seele, in die Welt banaler Einbildungen verirren. Alkohol lässt unsere Verantwortung zu willkürlichen Spielregeln werden. Alkohol erleichtert uns von der Sorge um die Werte, die uns erst zum Menschen machen.

  5. .... der wahrste Satz des Artikels. Aber der geringe Leser-Zuspruch (4 Kommentare in einer Woche) lässt hoffen, dass viele Bürger den Krebshysterieerzeugern und ihrer "Gesundheits"-Industrie nicht mehr so leicht auf den Leim gehen.

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