Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus ist der fahrlässigen Tötung angeklagt und wird sich bei einem Verfahren vor dem zuständigen Bezirksgericht Irdning verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft Leoben stützt sich bei ihrer Anklage vor allem auf ein Gutachten, wonach Althaus gegen die Fahrtrichtung in eine andere Skipiste eingebogen und damit den Unfall verschuldet hat.

Der CDU-Politiker war am Neujahrstag in der Steiermark beim Skilaufen mit einer 41-Jährigen zusammengestoßen. Die Frau erlitt tödliche Hirnverletzungen, Althaus fiel mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma mehrere Tage ins Koma.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hat Althaus in einer schriftlichen Stellungnahme die Verantwortung für den Unfall übernommen. Daraus gehe hervor, dass er an den Unfallverlauf keine Erinnerung mehr habe. Auf sein Recht, zum Sachverhalt befragt zu werden, habe der Ministerpräsident deshalb verzichtet.