Regionalwahl im Baskenland Nationalisten droht der Machtverlust
Nach 30 Jahren könnten am Sonntag im spanischen Baskenland erstmals die Sozialisten an die Macht kommen. Überschattet wird der Wahlkampf von der latenten Gewaltandrohung durch Eta-Sympathisanten
Pilar Elias wartet bereits an einem Tisch in der Ecke des Cafés. Sie lächelt herüber, steht auf. Doch bevor es zur Begrüßung kommt, treten zwei Herren von hinten heran und fragen, wer man sei und ob sie kurz in den Rucksack schauen dürften. "Meine Leibwächter. Es tut mir Leid, aber so ist das hier im Baskenland, wenn man nicht der gleichen Meinung wie die Separatisten ist", entschuldigt sich die Politikerin der Konservativen Volkspartei (PP).
Am Sonntag finden im Baskenland Regionalwahlen statt und man fürchtet, dass die baskische Terrororganisation Eta ein Attentat gegen nicht-nationalistische Politiker plant. In der vergangenen Woche ließ die mittlerweile seit 50 Jahren für die Unabhängigkeit des Baskenlandes kämpfende Terrorgruppe in der Kleinstadt Laskao bereits einen Sprengsatz vor dem Parteibüro der Sozialisten explodieren.
Pilar Elias hat sich an die permanente Bedrohung fast schon gewöhnt. Vor 12 Jahren versuchte die Eta, sie mit einer Briefbombe zu töten. Ihr Mann war wegen seiner Sympathie für die konservative UCD-Partei 1980 mit einem Kopfschuss von der Eta ermordet worden. Viele ihrer Familienangehörigen verließen damals die kleine Ortschaft Azkoitia. Die 67-jährige Gemeinderätin Pilar Elias blieb, "aus Prinzip", wie sie sagt. Auf die Solidarität der größtenteils radikal-nationalistischen Bürger, konnte die Witwe nie hoffen.
Ganz im Gegenteil - seitdem sie nach dem Tode ihres Mannes für die konservative Volkspartei als Gemeinderätin im Rathaus von Azkoitia sitzt und sich aktiv in Terroropferverbänden engagiert, kann sie nur noch mit Leibwächtern auf die Straße gehen. Seit elf Jahren führt Elias immer zwei "Schatten" mit sich: "Ich kann nichts mehr alleine machen. Selbst wenn ich in den Supermarkt gehen will, muss ich am Tag zuvor meinen Leibwächtern Bescheid geben".
Fast alle Oppositionspolitiker im Baskenland, Konservative wie Sozialisten, aber auch dem baskischen Separatismus kritisch gegenüberstehende Professoren, Journalisten und Unternehmer, brauchen heute noch Personenschutz. Es sind Tausende. Pilar Elias will sich nicht verstecken. Am Freitag wird sie vor der Dorfkirche Informationsmaterial verteilen und sie ahnt schon, dass es wie in anderen Wahljahren wird. "Sie werden mich beschimpfen, das Material auf den Boden werfen und interessierte Bürger belästigen und einschüchtern", sagt die Gemeinderätin. Mit "sie" meint Elias die Eta-Sympathisanten der Izquierda Abertzale, der Linksnationalistischen Unabhängigkeitsbewegung, der in ihrem Dorf rund die Hälfte der Einwohner angehört.
Die Polizei habe ihr aus Sicherheitsgründen bereits vom Wahlkampf abgeraten. Doch sie denkt gar nicht daran, auf ihr demokratisches Recht zu verzichten. Ihre Kontrahenten sind Menschen wie der 24-jährige Iñigo. Er sitzt in einer der zahlreichen Bars der Izquierda Abertzale in Azkoitia, den sogenannten Herriko Tabernas. "Wenn sie nicht unser Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit akzeptieren, brauchen sie sich auch nicht wundern, wenn wir sie im Wahlkampf stören", sagt Iñigo. Über die 825 Todesopfer, die der Kampf der Eta bisher gekostet hat, möchte er nicht reden. Er schimpft lieber über "spanische" Politiker wie Pilar Elias. "Welche Demokratie ist denn das, in der uns verboten wird, unsere Parteien zu wählen?", fragt er.
- Datum 27.02.2009 - 12:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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ist und bleibt eine Terrororganisation, solange sie nicht genuegend Geld heranschafft um fuer die Befreiung des Baskenlandes zu bezahlen!
Mein Tipp hier: Versucht es doch einfach mal mit Drogengeld, das geht schnell und wird von der EU gebilligt! Die Suedamerika-Connection wird hier bestimmt behilflich sein, die Afghanistan-Connection untersteht schon den Kosovo Albanern!
Viel Glueck!
"Meine Leibwächter. Es tut mir Leid, aber so ist das hier im Baskenland, wenn man nicht der gleichen Meinung wie die Separatisten ist", entschuldigt sich die Politikerin der Konservativen Volkspartei (PP)
Jaja, wenn man nicht die gleiche Meinung hat wie die Sozialisten/Nationalsozialisten!
Naja, wer hier wohl wen zwingt sei doch mal da hingestellt!
Die Polizei habe ihr aus Sicherheitsgründen bereits vom Wahlkampf abgeraten. Doch sie denkt gar nicht daran, auf ihr demokratisches Recht zu verzichten.
Demokratische Wahlen??? Wahrscheinlich die Art von Demokratie wie sie die EU in ganz Europa haben will.
Die Art von Demokratie mit welcher bewaffnete Albaner in Mazedonien die Wahlhaeuser verwuesten und die Wahlen manipulieren!
Sehr demokratisch! Wirklich sehr demokratisch, wenn man Oppositionen mundtot macht und ins Abseits schiebt.
Der Unterschied zu den Nationalsozialisten ist der das diese es nicht verborgen haben was sie damit zu erreichen versuchten, im Gegensatz zu den heutigen Sozialisten!
Die Separatistenparteien wurden erst vor drei Wochen vom Obersten Gerichtshof in Madrid als Nachfolgeorganisationen der seit 2003 verbotenen Batasuna-Partei, dem politischen Sprachrohr der Eta, von den Wahlen ausgeschlossen.
Franko sei Dank haben diese Parteien in ihrer Heimat nichts zu bestimmen!
Hauptsache der Faschismus hat einen demokratischen Anstrich!
Schade das es einige niemals verstehen: Die Polizei habe ihr aus Sicherheitsgründen bereits vom Wahlkampf abgeraten. Doch sie denkt gar nicht daran, auf ihr demokratisches Recht zu verzichten.
Was ist daran unmissverstaendlich. Man braucht diese zugewanderte Dame dort nicht, m an will sie dort nicht haben und trotzdem zwingt sie sich dem Volk der Basken auf. Also, wenn man ihre Leiche irgendwo findet, dann hat es meiner Ansicht nach doch schon was mit Selbstverschuldung zu tun.
... das nennt sie undemokratisch. Häh?
Was der Artikel unterschlägt ist, dass wenn die spanischen Parteien im Baskenland gewinnen, dies zwei undemokratische Ursachen hat: 1. sie stützen sich auf spanische Zuwanderer/ Unterwanderer (auch wenn als Gallionsfigur ein Alibi-Baske fungiert) und 2. erst nachdem man erhebliche Teile der baskischen Patrteien verboten hat. Hitler kam auch erst auf gut 50% (bei lausiger Wahlbeteiligung) nachdem er alle linken Parteien (USPD, SPD, KPD u.a.) verboten hatte. Was ist daran demokratisch oder legitim, wenn die Wahlalternative verboten worden ist?
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