US-Drogenbericht Mohnanbau in Afghanistan rückläufig
Der Anbau von Schlafmohn zur Opium-Herstellung in Afghanistan ist 2008 beträchtlich zurückgegangen. Dennoch bleibt das Land der "weltweit größte Anbauer von Opium-Mohn"
Im Jahresbericht zum internationalen Drogenhandel, den das US-Außenministerium veröffentlichte, werden besonders auch Birma, Bolivien und Venezuela wegen ihrer "verfehlten Drogenpolitik" kritisiert. Venezuela habe sich zu einer "bedeutenden Handelsroute" für die Drogenmärkte in Amerika und Europa entwickelt, während Birma nach wie vor die größte Quelle von Methamphetamin-Pillen in Asien sei.
Der Mohnanbau in Afghanistan ist dem Report zufolge im Jahr 2008 um 19 Prozent zurückgegangen, die Heroin-Produktion um sechs Prozent gesunken. Die Vereinten Nationen und die afghanische Regierung hatten diese Zahlen bereits Anfang Februar veröffentlicht. Besonders in den südlichen Provinzen des Landes nahe Pakistan und Iran sind nach dem US-Bericht aber wenige Fortschritte bei der Drogenbekämpfung erzielt worden. "Die Verbindung zwischen dem Mohnanbau, dem daraus resultierenden Drogenhandel und der Finanzierung von aufständischen Gruppen wurde im Jahr 2008 sichtbarer", heißt es in dem US-Bericht.
Die Bundesrepublik wird in dem Papier als ein "Konsum- und Handelsland für Drogen" bezeichnet. Cannabis sei weiterhin die am häufigsten konsumierte Droge in Deutschland. Der Bericht lobt die Bundesregierung zugleich für ihre aktive Bekämpfung von Drogendelikten sowie für ihre Programme zur Prävention und Unterstützung von Drogenabhängigen.
Insgesamt listet das US-Außenministerium namentlich 20 Länder als weltweite Zentren der Herstellung oder des Transits von verbotenen Drogen auf: Afghanistan, die Bahamas, Bolivien, Brasilien, Birma, Kolumbien, die Dominikanische Republik, Ecuador, Guatemala, Haiti, Indien, Jamaika, Laos, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Panama, Paraguay, Peru und Venezuela.
- Datum 02.03.2009 - 10:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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die kriege der usa und die dadurch produzierte unordnung und fehlende stablitaet/staatlichkeit ist ein aeusserst lukratives finanzierungsprogramm fuer die organisierte kriminalitaet. Nicht dass ich die usa damit als foerderer der OK bezeichnen will.
Das ganze modell des 'demokratie-exports' einfach nur eine riesen dummheit. Besser waere wohl 'stabilitaets-export'. Nur, leben die usa davon, dass sie sich staendig in angelegenheiten fremder laender einmischen koennen um damit ihre privilegierte stellung in der welt behalten zu koennen.
Ein segen fuer die welt, wenn die amis einfach mal auf ihrem, den indianern enteigneten, halb-kontinenten bleiben koennten. Wenigstens mal ein paar jahre. Dann koennte die welt endlich mal durchschnaufen.
Das waere schoen
Ist es nicht eher so, das die USA in sich destabilisierende Regionen als stabilisierender Faktor tätig werden? Bzw. dies wenigstens versuchen? Afgahnistan war doch seit jeher ein eher rechtsfreier Raum und Unruheherd, zumindest aber seit dem Putsch der afghanischen Kommunisten. Und mit dem hatten die USA ja beileibe nichts am Hut.
Anders könnte man die Lage im Irak sehen, wo ja ein im Prinzip stabiles Herrschaftssystem durch die Invasion der Amerikaner 2003 beseitigt wurde und wo dann als Folge althergebrachte, bisher aber durch das Terrorregime Saddams unterdrückte Konflikte zwischen den einzelnen religiösen und ethnischen Gruppen aufbrachen.
Aus Sicht der USA war es aber gerade das bis dahin eher als Verbündeter betrachtete Saddamregime, welches sich mit dem 1991 vom Zaun gebrochenen Krieg gegen Kuwait als Störfaktor ihrer über die - aufgrund ihres Ölreichtums so wichtigen - Golfregion errichteten imperialen Ordnung erwiesen hatte. 1991 ging man allerdings noch davon aus, dass ein militärisch geschwächter Irak unter Saddam das kleinere Übel betrachtet wurde, weswegen die amerikanische Führung damals von einer Entmachtung des Diktators, bzw. Invasion des Iraks absah. Insbesondere fürchtete man in Washington genau jene Destabilisierung des Iraks, wie sie heute zu betrachten ist. Und dass in diesem Chaos dann amerikanische Soldaten als Besatzungsmacht im Irak zwischen die Fronten geraten und sterben würden. Des weiteren bedurfte es einen stabilen Iraks auch als Gegenpol zum Iran, der seit der Chomeini-Revolution 1979 als Herausforderer der amerikanischen Hegemonie am Golf auftrat.
Bekanntlich hatten sich die Schwerpunkte unter der letzten Bushregierung dann aber verändert. Wie Richard Nixon bereits in einem Aufsatz in Folge des ersten Golfkriegs der USA gegen den Irak bemerkte, würde die Verschonung des Saddam-Regimes durch die USA von deren Feinden als Beweis der Schwäche ihrer imperialen Macht gedeutet werden. Es galt also diese Schmach ein für alle mal auszumerzen, und damit auch die ständige Herausforderung der amerikanisch. Dies vemischte sich dann mit der von den Neocons verbreiteten Idee des auch gewaltsamen Exports der westlichen Form der Demokratie. Nimmt man noch die immensen Ölvorräte des Iraks, die seit dem Embargo in Folge des Krieges von 1991 brachlagen mit in die Betrachtung, hat man die wahren Gründe für den Krieg von 2003.
Ist es nicht eher so, das die USA in sich destabilisierende Regionen als stabilisierender Faktor tätig werden? Bzw. dies wenigstens versuchen? Afgahnistan war doch seit jeher ein eher rechtsfreier Raum und Unruheherd, zumindest aber seit dem Putsch der afghanischen Kommunisten. Und mit dem hatten die USA ja beileibe nichts am Hut.
Anders könnte man die Lage im Irak sehen, wo ja ein im Prinzip stabiles Herrschaftssystem durch die Invasion der Amerikaner 2003 beseitigt wurde und wo dann als Folge althergebrachte, bisher aber durch das Terrorregime Saddams unterdrückte Konflikte zwischen den einzelnen religiösen und ethnischen Gruppen aufbrachen.
Aus Sicht der USA war es aber gerade das bis dahin eher als Verbündeter betrachtete Saddamregime, welches sich mit dem 1991 vom Zaun gebrochenen Krieg gegen Kuwait als Störfaktor ihrer über die - aufgrund ihres Ölreichtums so wichtigen - Golfregion errichteten imperialen Ordnung erwiesen hatte. 1991 ging man allerdings noch davon aus, dass ein militärisch geschwächter Irak unter Saddam das kleinere Übel betrachtet wurde, weswegen die amerikanische Führung damals von einer Entmachtung des Diktators, bzw. Invasion des Iraks absah. Insbesondere fürchtete man in Washington genau jene Destabilisierung des Iraks, wie sie heute zu betrachten ist. Und dass in diesem Chaos dann amerikanische Soldaten als Besatzungsmacht im Irak zwischen die Fronten geraten und sterben würden. Des weiteren bedurfte es einen stabilen Iraks auch als Gegenpol zum Iran, der seit der Chomeini-Revolution 1979 als Herausforderer der amerikanischen Hegemonie am Golf auftrat.
Bekanntlich hatten sich die Schwerpunkte unter der letzten Bushregierung dann aber verändert. Wie Richard Nixon bereits in einem Aufsatz in Folge des ersten Golfkriegs der USA gegen den Irak bemerkte, würde die Verschonung des Saddam-Regimes durch die USA von deren Feinden als Beweis der Schwäche ihrer imperialen Macht gedeutet werden. Es galt also diese Schmach ein für alle mal auszumerzen, und damit auch die ständige Herausforderung der amerikanisch. Dies vemischte sich dann mit der von den Neocons verbreiteten Idee des auch gewaltsamen Exports der westlichen Form der Demokratie. Nimmt man noch die immensen Ölvorräte des Iraks, die seit dem Embargo in Folge des Krieges von 1991 brachlagen mit in die Betrachtung, hat man die wahren Gründe für den Krieg von 2003.
Ist es nicht eher so, das die USA in sich destabilisierende Regionen als stabilisierender Faktor tätig werden? Bzw. dies wenigstens versuchen? Afgahnistan war doch seit jeher ein eher rechtsfreier Raum und Unruheherd, zumindest aber seit dem Putsch der afghanischen Kommunisten. Und mit dem hatten die USA ja beileibe nichts am Hut.
Anders könnte man die Lage im Irak sehen, wo ja ein im Prinzip stabiles Herrschaftssystem durch die Invasion der Amerikaner 2003 beseitigt wurde und wo dann als Folge althergebrachte, bisher aber durch das Terrorregime Saddams unterdrückte Konflikte zwischen den einzelnen religiösen und ethnischen Gruppen aufbrachen.
Aus Sicht der USA war es aber gerade das bis dahin eher als Verbündeter betrachtete Saddamregime, welches sich mit dem 1991 vom Zaun gebrochenen Krieg gegen Kuwait als Störfaktor ihrer über die - aufgrund ihres Ölreichtums so wichtigen - Golfregion errichteten imperialen Ordnung erwiesen hatte. 1991 ging man allerdings noch davon aus, dass ein militärisch geschwächter Irak unter Saddam das kleinere Übel betrachtet wurde, weswegen die amerikanische Führung damals von einer Entmachtung des Diktators, bzw. Invasion des Iraks absah. Insbesondere fürchtete man in Washington genau jene Destabilisierung des Iraks, wie sie heute zu betrachten ist. Und dass in diesem Chaos dann amerikanische Soldaten als Besatzungsmacht im Irak zwischen die Fronten geraten und sterben würden. Des weiteren bedurfte es einen stabilen Iraks auch als Gegenpol zum Iran, der seit der Chomeini-Revolution 1979 als Herausforderer der amerikanischen Hegemonie am Golf auftrat.
Bekanntlich hatten sich die Schwerpunkte unter der letzten Bushregierung dann aber verändert. Wie Richard Nixon bereits in einem Aufsatz in Folge des ersten Golfkriegs der USA gegen den Irak bemerkte, würde die Verschonung des Saddam-Regimes durch die USA von deren Feinden als Beweis der Schwäche ihrer imperialen Macht gedeutet werden. Es galt also diese Schmach ein für alle mal auszumerzen, und damit auch die ständige Herausforderung der amerikanisch. Dies vemischte sich dann mit der von den Neocons verbreiteten Idee des auch gewaltsamen Exports der westlichen Form der Demokratie. Nimmt man noch die immensen Ölvorräte des Iraks, die seit dem Embargo in Folge des Krieges von 1991 brachlagen mit in die Betrachtung, hat man die wahren Gründe für den Krieg von 2003.
Sorry, musste die Arbeit an meinem Kommentar leider kurzfristig abbrechen und konnte ihn daher nur unvollständig einstellen, daher hier die Fortsetzung:
Fakt ist aber auch im Falle des Irakkrieges von 2003, die USA ein klassisch imperiale Logik an den Tag gelegt haben: Nämlich einen (vermeintlichen) Herausforder ihrer imperialen Ordnung zu beseitigen, wenn auch mit 12jähriger Verspätung.
Gleichzeitg wurde diese imperiale Bestrafungsaktion aber mit dem Anspruch verbunden, die westliche Form der Demokratie in den Nahen Osten zu exportieren, angefangen eben mit dem befreiten Irak. Das dies aufgrund der gesellschaftlichen Zustände im Irak eine eher optimistische Vorstellung war, wird wohl niemand bestreiten.
Hingegen ein neues Marionettenregime zu errichten, welches mit harter Hand das Land unter Kontrolle hält, wäre wahrscheinlich die einfachere Lösung gewesen. Allerdings wäre hierfür schwerlich die Zustimmung der amerikanischen Bevölkerung und damit deren Volksvertreter zu erlangen gewesen. (Hierbei darf man ebenfalls nicht vergessen, dass auch Kanzler Schröder zur Legitiemierung des Afghanistanerinsatzes deutscher Soldaten vor dem Bundestag von den blühenden Landschaften eines demokratischen Afghanistans fabuliert hat, welches mit HIlfe der deutschen ISAF Soldaten errichtet werden sollte.)
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