Studentenvertretung Bedrohung schweißt zusammenSeite 2/2
Dafür erklärt Albrecht Vorster ein paar Details. Er glaubt, dass der FZS die Geldprobleme in den Griff bekommt. "Dazu löst der Verband kurzfristig die Rücklagen auf", erklärt der Freiburger Student die Kernidee des Nachtragshaushalts, der am Wochenende beschlossen wurde. Die Referenten bekommen aber erst mal keine neue Stelle, bis auf Sarina Schäfer. Die Studentin aus Hildesheim ist für den Bologna-Prozess zuständig, die Mitgliederversammlung wählte sie nun neu in den Vorstand. Für ihre Arbeit erhält sie eine Aufwandsentschädigung. Mit der Wahl ist Albrecht Vorster zufrieden: "Sarina Schäfer macht gute Arbeit. Außerdem glaube ich, die finanziellen Schwierigkeiten haben uns alle zusammengeschweißt."
Das bestätigt auch Martin Lochner, Studentenvertreter aus Erlangen. Auf der Tagung in Bielefeld sei es "mehr um Inhalte" gegangen im Vergleich zu der Tagung in München vor einem Jahr. "Damals ging es stundenlang um Satzungsfragen." Allerdings bedauert er, dass bei einem Antrag zur Verbesserung der Lehre erst 72 Änderungen kamen und der Beschluss dann doch vertagt wurde. Der Studentenvertreter wünscht dem neuen Vorstand viel Glück, vor allem bei der Suche nach neuen Mitgliedern.
Als potenziell neue Mitglieder besuchten die Studentenvertreter aus Kaiserslautern Bielefeld. Sie wissen noch nicht, ob sie dem FZS beitreten. Deren frisch gewähltes Studierendenparlament mochte nicht einfach einen Beitrittsbeschluss seiner Vorgänger übernehmen. Die Gäste wollten also erst mal beobachten und hatten zehn Kästen Bier mitgebracht: "Als Entschädigung, weil wir erst mal doch nicht beitreten", sagt Jan Olbrecht. "Das gemeinsame Bier dient ja auch dem Kontakteknüpfen." Er hält den FZS als bundesweite Vertretung für sinnvoll: "Es gibt da niemand anderen." Seine Hochschule werde wohl irgendwann beitreten, nur jetzt erst mal nicht.
Johannes Knewitz fuhr etwas verwundert nach Hause: "Viele Delegierte haben gar nicht diskutiert, sondern dauernd auf ihre Laptops gestiert, Ego-Shooter gespielt oder bei Facebook Kontakte geknüpft." Das hat auch seine liberale Kollegin Roga Afradi beobachtet, und es ärgert sie. "Bei uns kennt niemand den FZS, kaum einer weiß von dem Dachverband, und unsere Studentenvertretung hat auch nicht richtig erwähnt, dass er in Bielefeld tagt." Sie findet, da muss sich einiges verbessern: "Wie sollen Studenten den Sinn einer Vertretung erkennen, von der sie nichts wissen?"
- Datum 03.03.2009 - 14:41 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Schade, dass der Autor die Gelegenheit verpasst hat sich selbst ein Bild vom Verband zu machen. Bei der Versammlung hätte er auch eine Antwort auf all die Fragen erhalten die er im Artikel stellt. Manche Fragen (etwa die nach der Unterstützung für Süd-Hochschulen - die bekommen etwa auch weiterhin finanzielle Unterstützung etwa bei Fahrtkosten zu Mitgliederversammlungen) habe ich beantwortet - andere hätte ich problemlos beantworten können. Aber das war dem Autor wohl nicht kritisch genug.
Schade auch dass über die Inhalte, die diskutiert wurden, mal wieder kein Wort verloren wurde.
Außerdem möchte man meinen, dass die Neuwahl des Vorstands - neu gewählt wurde auch Thomas Warnau von der Uni Köln - eine Zeile wert sein sollte.
"Viele Delegierte haben gar nicht diskutiert, sondern dauernd auf ihre Laptops gestiert, Ego-Shooter gespielt oder bei Facebook Kontakte geknüpft."
das ist ja putzig.
vielleicht stiert man zum beispiel auf die laptops, weil alle tagungsunterlagen im gesicherten mitgliederbereich der verbandswebseite online waren.
vielleicht knüpft man via fb auch nicht nur kontakte sondern hat schon welche. mit denen kann man sich dann prima absprechen. flurgespräch 2009.
und wenn von etwa 130 leuten mal 3 am computer nur rumdaddeln - dann ist das wohl so. früher hieß das kreuzworträtsel.
dies ist eine kostenlose nachhilfe in kongressorganisation und politischer kommunkikation, exklusiv für den bundesverband der liberalen hochschulgruppen.
(früher war der verband "nicht professionell genug". jetzt versteht man nicht mal mehr, was da passiert...)
Der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen besuchte die Mitgliederversammlung in Bielefeld als Gast
Was hat der denn seit Jahren auf einer Versammlung verloren, dessen Arbeit er sowieso ablehnt. Ich appelliere an die Eigenverantwortung des Bundesvorsitzenden seine Zeit sinnvoller zu nutzen. Oder ergötzt er sich an den teils sehr komplizierten Wortbeiträgen, die bei einer MV nun mal so auf der Tagesordnung stehen ;-)
Junge, geh wo du wohnst und fordere doch mal wieder mehr Eigenverantwortung und weniger Staat...lachhaft!
"Das hat auch seine liberale Kollegin Roga Afradi beobachtet, und es ärgert sie. "Bei uns kennt niemand den FZS, kaum einer weiß von dem Dachverband, und unsere Studentenvertretung hat auch nicht richtig erwähnt, dass er in Bielefeld tagt." Sie findet, da muss sich einiges verbessern: "Wie sollen Studenten den Sinn einer Vertretung erkennen, von der sie nichts wissen?""
Traurig, traurig, dass bei den Julis die Kommunikation selbst innerhalb der Hochschulgruppe so schlecht läuft. Hätten die Vertreter der LHG (liberalen Hochschulgruppe) in Bielefeld im Studierendenparlament besser zugehört, oder gar nachgefragt, als über die Tagung des FZS und den FZS selbst mehrfach gesprochen wurde, hätten sie Roga Afradi, ihre Vorsitzende, informieren können.
Und dann wird über die "Studentenvertretung" geschimpft, wo sie selbst es als Vertreter nicht einmal innerhalb ihrer Gruppe hinbekommen, wichtige Informationen weiterzuleiten.
Liebe LHG, ihr seid Mitglied der "Studentenvertretung", nämlich im Studierendenparlament in Bielefeld. Anstatt euch zu beschweren, könntet ihr vielleicht einfach eure Aufgaben wahrnehmen?
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