Gaza-Hilfen Viel Geld, aber nicht für Hamas
Auf der Geberkonferenz für Gaza haben die Teilnehmer mehr als vier Milliarden Euro zugesagt. Doch wie die Hilfsgüter in den Gaza-Streifen gelangen sollen, weiß niemand

© Mohammed Abed/AFP/Getty Images
Vergebliche Tränen: Das Mädchen wartet mit Frauen vor einer Station des Roten Kreuzes auf Hilfslieferungen
Die Wasserleitungen sind zerstört, hunderttausende leben in Ruinen, Schulunterricht findet zwischen Trümmern statt. Die Menschen im Gaza-Streifen brauchen Hilfe. Das sehen auch die Regierungen von 72 Geberstaaten so, die am Montag in Ägypten zusammenkamen. Auf der Geberkonferenz für den Gaza-Streifen im Badeort Scharm el Scheich beschlossen sie, mehr als vier Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Deutschland will sich mit 150 Millionen Euro für Hilfslieferungen beteiligen, Saudi-Arabien gibt mit 795 Millionen Euro die größte Summe.
Das Geld soll ausschließlich für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden. Mehrere Spenderstaaten forderten, dass die UN die Gelder verwalten soll. Doch wie die Güter und die Aufbauhilfe in den Gaza-Streifen gelangen sollen, ist völlig unklar. Bislang hält Israel die Grenzen nach Gaza meist komplett geschlossen. Ein Einlenken der israelischen Regierung ist nicht in Sicht. Der Rechtsruck bei der Parlamentswahl im Januar hat die israelischen Hardliner gestärkt. An den harten Haltung Israels gegenüber den Palästinensern wird in den nächsten Wochen nichts ändern.
"Das ist ein Dilemma. Es gibt Dinge, die sofort angepackt werden müssten", sagt Muriel Asseburg, Nahost-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik. "Ein Minimum an Wiederaufbau muss schnell beginnen, um die humanitäre Notlage der Bevölkerung zu lindern. Damit dies passieren kann, muss die internationale Gemeinschaft Druck auf Israel und Hamas ausüben - um die Grenzübergänge zu öffnen und von weiterer Gewalt abzusehen."
Doch den Druck auf Israel formulieren die Staatschef bei der Konferenz in dem ägyptischen Badeort nur sehr vorsichtig. Weder Israel noch Vertreter der Hamas wurden nach Ägypten eingeladen. Die Geberstaaten verhandelt über Hilfslieferungen, ohne die ehemaligen Kriegsparteien zu Wort kommen zu lassen. Und obwohl die Israelis bei Experten als Bremser des Friedensprozess gelten, adressierten die meisten Staatschefs ihre Forderungen an Hamas.
Deutschland, Großbritannien und die USA appellierten an Israel und die Palästinenser, aufeinander zu zugehen. Israel fordert nicht nur einen Stopp des Raketenbeschusses, ein Ende des Waffenschmuggels und die Freilassung des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit. Diese Forderungen werden von den meisten westlichen Staaten unterstützt. "Das Einsickern von Waffen muss unterbunden werden, um die Bewaffnung militanter Kräfte abzuschneiden und eine dauerhafte Einstellung des Raketenbeschusses auf Israel zu erreichen", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier in einer Rede.
- Datum 03.03.2009 - 19:02 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Und auch keine Toleranz fuer Intoleranz!
Hier weiter unten ist eine Erklärung der schwedischer Hilfsorganisationen: Diakonie, Swedish Peace and Arbitration Society, Christian Peace Movement, Woman to Woman und Amnesty.
Seit nunmehr 60 Jahren sind unvorstellbar viele Milliarden in ein Projekt, in eine "Roadmap", in eine "Zwei-Staaten-Lösung" investiert worden ohne auch nur das geringste bewirkt zu haben. Bei Verursachern und Empfängern der Situation muss der Eindruck entstanden sein: Wir bomben 'mal ein bischen und den Schaden zahlen dann die anderen.
http://www.diakonia.se/sa...
Madoff läst grüssen.
Eigentlich ist jeder Euro aus deutschen Steuergeldern zuviel. Wieso werden nicht diejenigen finanziell zur Verantwortung gezogen, die diesen Wahnsinn veranstaltet haben?
Die gewählte Regierung (sprich Hamas) wird natürlich mit Freuden das Geld verteilen. Dollars für jede Märtyrerfamilie. Wahrscheinlich würde sie es aber eher in großem Stil veruntreuen, so wie es der heilige Jassir auch schon getan hat. Rausgeworfenes Geld für einen Failed State, solange nicht klar ist, dass es nur in humanitäre Hilfe fliesst.
Um die Vernünftigen und die Kinder die diesen Horror erleben mussten tut es mir Leid.
[entfernt, bitte versuchen Sie sachlich und fair zu argumentieren und vermeiden Sie pauschalen Anti-Islamismus/ Redaktion; svb]
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unterstützt.
Ohne dieses Geld gäbe es nicht die durchschnittliche 10 Kind - Familie im Gazastreifen.
Die Bevölkerung dort ist gar nicht überlebensfähig ohne ständige Hilfe von aussen.
[entfernt, bitte argumentieren Sie weniger polemisch und vermeiden Sie anti-islamische Hetze/ Redaktion; svb]
ob ich erschossen werde weil ich ne Rakete abschiesse oder weil ich verhungere! Dritte kostet das eine was, das andere nicht!
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