Krise in der Autoindustrie GM verliert zehn Milliarden in drei Monaten
Der Verlust von General Motors im vierten Quartal 2008 ist unerwartet hoch ausgefallen. In den USA läuft es sehr schlecht, auch die Europa-Töchter liefern nun rote Zahlen

© Chip Somodevilla/Getty Images
Neue Horrormeldungen aus den USA: Der Opel-Mutterkonzern GM macht im vierten Quartal 2008 rund 10 Milliarden Dollar Verlust
Für den US-Autobauer ist es das vierte Jahr in Folge mit einem Milliardenverlust. Unter dem Strich summierte sich das Minus 2008 auf 30,9 Milliarden Dollar (24,2 Milliarden Euro). Allein im vierten Quartal habe der Verlust 9,6 Milliarden Dollar betragen, teilte der Konzern mit. Dieses Negativergebnis fiel damit weit höher aus als von Experten erwartet.
Der GM-Umsatz brach im Schlussquartal angesichts der Krise auf den Automärkten um mehr als ein Drittel auf 30,8 Milliarden Dollar ein. Im Gesamtjahr minderte sich der Erlös um 17 Prozent auf 149 Milliarden Dollar. GM-Finanzchef Ray Young sagte, in den Zahlen spiegele sich wider, dass sich der Absatzeinbruch in den USA in eine globale Krise verwandelt habe. Belastet ist der Konzern auch durch die hohen Gesundheitskosten für pensionierte Mitarbeiter. Seit Langem sucht das Unternehmen hierbei mit der Gewerkschaft UAW nach einer einvernehmlichen Lösung.
Der von der Pleite bedrohte Konzern verbrannte erneut Milliardensummen seiner Kapitalreserven. Zum Jahresende waren noch 14 Milliarden Dollar flüssige Mittel vorhanden.
Auch in seinem Europageschäft hat GM im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro) Verlust vor Steuern gemacht. Im vergangenen Jahr hatte die Tochtergesellschaft GM Europe, bei der Opel rund 80 Prozent des Geschäfts ausmacht, noch 55 Millionen Dollar (43,1 Millionen Euro) vor Steuern verdient.
GM kann derzeit nur durch staatliche Notkredite überleben und ist ohne neues Geld in wenigen Wochen pleite. Zusammen mit schon erhaltenen Hilfen fordert der Autohersteller für seine Sanierung von der US-Regierung bis zu 30 Milliarden Dollar an Staatshilfe. Dafür muss GM bis Ende März seine Überlebensfähigkeit in einem Konzept konkret beweisen. GM-Chef Rick Wagoner sollte noch am Donnerstag in Washington mit der Kommission zusammentreffen, wie US-Medien berichteten. Der Konzern teilte allerdings mit, er gehe angesichts des Verlustes davon aus, dass die Rechnungsprüfer die Überlebensfähigkeit von GM anzweifeln würden.
- Datum 02.03.2009 - 14:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Wie schafft man es eine solche Menge Geld zu verprassen? Das macht knapp 100 Dollar für jeden US-Bürger! Ich sag, Opel loseisen und danach GM auflösen. Lieber nochmal die gleiche Summe an die Mitarbeiter verteilen als Entschädigung
Belastet ist der Konzern auch durch die hohen Gesundheitskosten für pensionierte Mitarbeiter.
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Let's agree to respect each other's views, no matter how wrong yours may be.
Belastet ist der Konzern auch durch die hohen Gesundheitskosten für pensionierte Mitarbeiter.
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Belastet ist der Konzern auch durch die hohen Gesundheitskosten für pensionierte Mitarbeiter.
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Salamitaktik, der Anfang ist jetzt gemacht. Allein bei GM werden noch weitere 100 Milliarden, 200 Milliarden, 300 Milliarden versenkt werden, wer weiß das schon so genau. Ende offen.
Bei AIG läuft es ähnlich, bei Citygroup auch. Nächste Woche, vielleicht übernächste, steht sicher Chrysler auf der Matte, usw. usw.
Und Obama wird das perfide Spiel mitmachen, für das er anscheinend ins Amt gesetzt wurde. Ein McCain hätte dafür niemals Rückhalt gefunden.
Jetzt wird so langsam klar, wofür der neue Heilsbringer vorgesehen ist.
Der US-Amerikanische Binnenmarkt ist genau so tot wie der Deutsche.
Millionen US-Amerikaner haben trotz Zweit- und Dritt- Jobs einfach kein Geld mehr, um sich ein neues Auto zu leisten. Dies, obwohl GM Fahrzeuge schon seit bald 20 Jahren in einem ruinösen Wettbewerb zu Dumpingpreisen anbietet. Auch deutsche Automobilfirmen bieten ihre Fahrzeuge in den USA wesentlich billiger an, als in Deutschland. Die Japaner haben auf ihrem eigenen Markt nur 5% ausländische Autos zugelassen.
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Wo liegen die Ursachen für die GM-Probleme ?
GM hat mit dem GM-Saturn auch kleinere Fahrzeuge auf Basis des Opel Vectra (Epsilon-Plattform). GM müßte auch Zugriff auf die Opel Astra- und Corsa- Kleinwagen-Plattformen haben. Eine Modellpalette zu großer Fahrzeuge dürfte also nicht das Problem sein.
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Die Ursachen liegen auch in den USA in einer drastischen Umverteilung von unten nach oben.
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Jedes vierte Kind in Amerika lebt unter der Armutsgrenze. Die Realeinkommen sind seit 30 Jahren nicht mehr gestiegen. Immer mehr Beschäftigte haben Angst, dass ihr Arbeitsplatz einer Gesundschrumpfung oder einem Konkurs zum Opfer fällt.
Dem reichsten Prozent der US-Bevölkerung gehört über 40% des Gesamtvermögens.
Alles nachzulesen bei Michael Moore, Querschüsse, "Downsize This"
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Bush hat mit seinen Steuersenkungen für die Reichen das Fass zum überlaufen gebracht. Obama muß das mit einem New Deal wieder in Ordnung bringen.
Obama kann GM gar nicht untergehen lassen, da Reaganns und Bushs Politik die Traditions-Autostadt Detroit bereits halb zerstört haben. Zu viel US-Industrie ist schon nach Asien und Südamerika ausgegliedert worden. Nicht Deindustrialisierung ist die Lösung, sondern eine gerechte Gesellschaft. Zur Massenproduktion gehört Massenkaufkraft.
Der Kapitalist Henry Ford hatte das schon vor 100 Jahren eingesehen : "Autos kaufen keine Autos"
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